Inhaltsverzeichnis
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Abkürzungen 1
1. Einleitung 2
2. Aufgabenstellung 3
3. Die Präimplantationsdiagnostik 3
3.1 Voraussetzungen und Möglichkeiten der PID 3
3.2 Untersuchung des Erbmaterials 4
3.3 Risiken aus medizinischer Sicht 5
4. Die PID im gesellschaftlichen Kontext 6
4.1 Ethische Fragen 6
4.2 Rechtliche Dimension 9
4.3 Soziale Aspekte 11
5. Fazit 12
6. Literaturverzeichnis 13
6.1 Verwendete Literatur 13
6.2 Quellenangaben 13
Abkürzungen
CGH vergleichende Genom-Hybridisierung
DNA Desoxyribonukleinsäure
ESchG Embryonenschutzgesetz
GG Grundgesetz
ICSI Intrazytoplasmatische Spermatozoeninjektion
IVF in-vitro-Fertilisation
OHSS ovarielles Hyperstimulationssyndrom
PCR Polymerase-Kettenreaktion
FISH Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung
PID Präimplantationsdiagnostik
PND Pränataldiagnostik
StGB Strafgesetzbuch
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1. Einleitung
Eine der bedeutendsten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse des vergangenen Jahrhunderts war zweifelsohne die Entdeckung der DNA-Doppelhelix durch Watson und Crick, welche 1962 dafür mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden. Mit dem Wissen um die Existenz der Gene und deren Bedeutung eröffnete sich der Wissenschaft ein riesiges Forschungsfeld, welches heute mehr denn je im Blickpunkt der öffentlichen Diskussion steht. Denn nach vielen Jahren der Grundlagenforschung ist nun zu Beginn des 21. Jahrhunderts die Zeit angebrochen, in der die Ergebnisse dieser Forschung in konkrete Anwendungsmöglichkeiten umgesetzt werden können. So fahndet die Polizei beispielsweise schon heute mit Hilfe des so genannten genetischen Fingerabdrucks nach Verbrechern, manche genetisch bedingte Erbkrankheiten lassen sich bereits im embryonalen Stadium diagnostizieren, erste Versuche der Gentherapie am Menschen wurden unternommen und auch das 1997 geborene und vor kurzem verstorbene Schaf „Dolly“ hat bewiesen, dass selbst das Klonen von höheren biologischen Lebewesen nicht mehr unmöglich ist. Dabei scheint diese Entwicklung keinesfalls am Ende zu sein. Dank der Forschung an embryonalen Stammzellen hoffen die Wissenschaftler auf neue Therapiemöglichkeiten, mit denen bislang unheilbare Krankheiten besiegt werden sollen. Und zahlreiche Literaten und Filmemacher zeichnen bereits jetzt das Bild einer Welt, die von genetisch optimierten Menschen bevölkert wird. Doch all diese bereits existenten sowie künftige Anwendungsbereiche, die sich aus der Kenntnis und dem gezielten Umgang mit den in den Genen der DNA codierten Erbinformationen ergeben, sind mit Fragen und Problemen verknüpft, die weit über das technisch Machbare hinausgehen. Vielmehr werden durch die Anwendung gentechnischer Verfahren Bereiche tangiert, die sich mit grundsätzlichen Gedanken über die Existenz oder über die Bedeutung menschlichen Lebens beschäftigen. Zudem muss man für eine sachgerechte Diskussion zum Beispiel auch rechtliche und soziale Aspekte mit einbeziehen. Einer Ant-wort auf die Frage, wie die Möglichkeiten der Gentechnik sinnvoll und vernünftig eingesetzt werden können, kann man sich daher nur in einem intensiven und interdisziplinär ausgerichteten Diskurs nähern, der naturwissenschaftliche, politische, ethische sowie rechtliche, soziale und auch religiöse Positionen berücksichtigt.
Besonders heftig umstritten ist derzeit, ob und in wie weit die Methode der PID künftig zugelassen werden soll. Hier stehen sich Befürworter und Gegner nahezu unversöhnlich gegenüber. Während die Befürworter in der PID nicht mehr als eine vorgezogene Pränatal-
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diagnostik sehen und keine weitreichenden Konsequenzen erwarten, warnen die Gegner vor einem ethischen Dammbruch, der in eine neue Eugenik [1] münden könnte.
2. Aufgabenstellung
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, das Verfahren der PID unter möglichst vielen Blickwinkeln zu betrachten und einen Problemabriss zu geben. Dabei soll zunächst die Funktionsweise der PID erläutert und anschließend das Konfliktpotenzial aus der Sicht verschiedener Fachbereiche diskutiert werden. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass bei dem vorgegebenen Rahmen allenfalls ein knapper Überblick möglich ist. Für weitergehende In-formationen sei daher schon hier auf die Literaturliste verwiesen.
3. Die Präimplantationsdiagnostik
Mit Hilfe der PID können Reproduktionsmediziner nach einer IVF genetische Untersuchungen an einem Embryo vornehmen, um so gewisse „krankhafte Veränderungen des Erbmaterials“ [2] noch vor dem Transfer in den Uterus zu diagnostizieren und um damit unerwünschte Schwangerschaften auszuschließen. Im Gegensatz zur PND, die bereits seit den 60er Jahren bekannt ist [3] , handelt es sich bei der PID um ein recht junges und äußerst kompliziertes Verfahren, welches erstmals 1990 eingesetzt wurde [4] und bis heute nur an einigen wenigen spezialisierten Zentren durchgeführt wird. [5]
3.1 Voraussetzungen und Möglichkeiten der PID Die Entwicklung der PID war überhaupt nur durch die Erkenntnisse der Reproduktionsmedizin möglich, da in einem ersten Schritt immer eine IVF notwendig ist, um extrakorporale Embryonen zu erhalten, die dann untersucht werden können. Normalerweise wird bei der künstlichen Befruchtung, der sich eine PID anschließen soll, das ICSI Verfahren eingesetzt, „da hierbei die Gefahr einer Beimengung von genetischem Material nicht an der Befruchtung beteiligter anderer Spermien geringer ist.“ [6] Die wichtigste Voraussetzung für eine PID ist jedoch das Wissen um eine genetische Vorbelastung der Eltern, da bislang nur gezielte Untersuchungen auf spezielle Krankheiten vorgenommen werden können. In der Stellungnahme des Nationalen Ethikrats heißt es dementsprechend:
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Sascha Fiek, 2003, Die Präimplantationsdiagnostik (PID) unter dem Blickwinkel medizinischer, ethischer, rechtlicher und sozialer Aspekte, Munich, GRIN Publishing GmbH
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