Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS II
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
ABBILDUNGSVERZEICHNIS V
1 EINLEITUNG 1
2 AUFBAU UND ORGANE DES ESZB 2
2.1 Das Europäische System der Zentralbanken 2
2.2 Die Beschlussorgane der EZB 3
3 ZIELE UND STRATEGIEN DER EZB 4
3.1 Geldpolitische Ziele der EZB 4
3.2 Die Zwei-Säulen-Strategie 4
4 STEUERUNGSINSTRUMENTE DER EZB 6
4.1 Offenmarktgeschäfte 6
4.1.1 Grundlagen 6
4.1.2 Tenderverfahren 8
4.1.3 Arten von Offenmarktgeschäften 11
4.1.3.1 Hauptrefinanzierungsgeschäfte 11
4.1.3.2 Längerfristige Refinanzierungsgeschäfte 11
4.1.3.3 Feinsteuerungsoperationen 12
4.1.3.4 Strukturelle Operationen 14
4.2 Ständige Fazilitäten 15
4.2.1 Grundlagen 15
4.2.2 Spitzenrefinanzierungsfazilität 15
4.2.3 Einlagefazilität 16
4.3 Mindestreserven 16
4.3.1 Funktionen der Mindestreserven 16
4.3.2 Festlegung und Haltung von Mindestreserven 17
5 DIE AKTUELLE GELDPOLITIK DER EZB 18
LITERATURVERZEICHNIS VI
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung
Anm. Anmerkung
BIP Bruttoinlandsprodukt
bzw. beziehungsweise
ca. circa
d. h. das heißt
EG Europäische Gemeinschaft
ESZB Europäisches System Zentraler Banken
EU Europäische Union
EZB Europäische Zentralbank
HVPI Harmonisierter Verbraucherpreisindex
Mio. Million
S. Seite
u. und
USA United States of America
vgl. vergleiche
WWU Wirtschafts- und Währungsunion
z. B. zum Beispiel
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Offenmarktgeschäfte der EZB
Abbildung 2: Verfahrensschritte bei Tenderverfahren
Abbildung 3: Beispiel Mengentender
Abbildung 4: Beispiel Zinstender
Abbildung 5: Leitzinsänderungen der EZB
Abbildung 6: Die Teuerungsrate gemessen am HVPI
1 EINLEITUNG
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Sitz in Frankfurt am Main, wo sie am 1. Juni 1998 gegründet wurde. Sie übernahm am 1. Januar 1999 im Rahmen der dritten Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) die Verantwortung für die einheitliche Geldpolitik im Euro-Währungsgebiet, dem zweitgrößten
Wirtschaftsraum der Welt nach den Vereinigten Staaten von Amerika. 1 Die Verantwortung der Währungs- und Geldpolitik ist somit von den nationalen Zentralbanken der WWU-Teilnehmerstaaten auf das Eurosystem übergegangen. 2
Der Vertrag über die WWU wurde in deren ersten Stufe von den führenden Staats- und Regierungschefs der EG-Mitgliedstaaten im Dezember 1991 in Maastricht verabschiedet und wird deswegen oft als „Maastricht-Vertrag“ bezeichnet. 3 In der zweiten Stufe erfolgte die Gründung des Europäischen Währungsinstitutes (Januar 1994) und die Entscheidung über die Teilnehmer der Währungsunion (Frühjahr 1998). 4 Die dritte der Stufe der WWU hatte als Kernziele die Fixierung der Wechselkurse zwischen den alten unterschiedlichen Währungen der teilnehmenden Staaten und der neuen Gemeinschaftswährung 5 (Januar 1999), die Errichtung der EZB (Januar 1999) und die Einführung der Gemeinschaftswährung Euro (Januar 2002). 6
Die Gründung der supranationalen Institution EZB gilt als Höhepunkt jahrelanger Bemühungen zur Schaffung einer dauerhaften Währungsstabilität in Europa und als wichtiger Meilenstein der wirtschaftlichen und politischen Integration zwischen europäischen Ländern. 7
Im Rahmen dieser Seminararbeit erfolgt zunächst ein kurzer Überblick über das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) und die Funktionen, Ziele und Strategien der EZB bzw. des Eurosystems. Danach werden die Instrumente zur Durchführung der Geldpolitik der EZB dargestellt, wobei hier der Schwerpunkt auf den Offenmarktgeschäften, dem wichtigsten Instrumentarium des Eurosystems, liegt. Abschließend wird die aktuelle Geldpolitik der EZB aufgezeigt.
1 vgl. EZB (2001), S. 7 u. 9
2 vgl. Issing, O. (1999), S. 102
3 vgl. Schnelting, G. (1998), S. 26
4 vgl. Schnelting, G. (1998), S. 31
5 Anm.: z.B. Deutschland: 1 Euro = 1,95583 Deutsche Mark
6 vgl. Schnelting, G. (1998), S. 31
7 vgl. EZB (2001), S. 9
2 AUFBAU UND ORGANE DES ESZB
2.1 Das Europäische System der Zentralbanken
Das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) wurde zusammen mit der EZB am 1. Juni 1998 errichtet. 8 Es setzt sich aus den rechtlich selbständigen nationalen Zentralbanken aller 15 EU-Mitgliedstaaten und deren ebenfalls rechtlich selbständigen Tochterinstitut EZB zusammen. 9
Die Mitgliedstaaten der EU, die den Euro als Gemeinschaftswährung eingeführt haben, bilden zusammen mit der EZB das Eurosystem, dem aktuell mit Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Holland, Irland, Italien, Luxemburg, Österreich, Portugal und Spanien 12 Staaten angehören. 10 Zu den grundlegenden Aufgaben des Eurosystems zählen die Gestaltung der Geldpolitik im Euro-Währungsgebiet, die
Durchführung von Devisengeschäften, die Verwaltung der Währungsreserven der Mitgliedstaaten und die Aufrechterhaltung der Zahlungssysteme. 11 Die nationalen Zentralbanken sind hierbei integraler Bestandteil des Eurosystems und sind der EZB funktional untergeordnet. 12 Da das Eurosystem im Gegensatz zur EZB und den nationalen Zentralbanken keine eigenen Beschlussorgane besitzt, wird es von den Beschlussorganen 13 der EZB geleitet. 14
Somit ist die EZB das Herzstück des Eurosystems. Sie besitzt eine eigene Rechtspersönlichkeit und ist in allen Mitgliedstaaten mit der weitestgehenden Rechts- und Geschäftsfähigkeit ausgestattet. 15 Um eine unabhängige Geldpolitik im Eurosystem zu garantieren, die nicht die Interessen einzelner Staaten vertritt, wurde die EZB nach dem Vorbild der Deutschen Bundesbank errichtet. 16 Dieses Vorbild verhalf der EZB zur institutionellen, personellen, finanziellen und funktionellen Unabhängigkeit gegenüber Dritten. 17
Die 3 EU-Mitgliedstaaten, die den Euro nicht eingeführt haben, sind nicht Bestandteil des Eurosystems und behalten daher ihre währungspolitischen Befugnisse nach innerstaatlichem Recht. 18 Hierzu zählen die Staaten Dänemark, Großbritannien (England,
8 vgl. EZB (2001), S. 9
9 vgl. Görgens, E./Ruckriegel, K./Seitz, F. (2001), S. 64
10 vgl. Görgens, E./Ruckriegel, K./Seitz, F. (2001), S. 64 u. EZB (2001), S. 10
11 vgl. EZB (2001), S. 10
12 vgl. Schnelting, G. (1998), S. 40
13 Anm.: Siehe Abschnitt 2.2. „Beschlussorgane der EZB“
14 vgl. Görgens, E./Ruckriegel, K./Seitz, F. (2001), S. 64-65
15 vgl. Plewka, H. (1999), S. 56
16 vgl. Plewka, H. (1999), S. 57
17 vgl. Görgens, E./Ruckriegel, K./Seitz, F. (2001), S. 79-82
18 vgl. EZB (2002), S. 80
Arbeit zitieren:
Mischa Keller, 2003, Geldpolitische Instrumente der EZB, München, GRIN Verlag GmbH
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