Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS II
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS III
SYMBOLVERZEICHNIS III
ABBILDUNGSVERZEICHNIS IV
1 GRUNDLAGEN 1
1.1 Die Kennzahl Cash Flow und ihre Herkunft 1
1.2 Die Notwendigkeit des Cash Flow 1
2 BERECHNUNGEN 3
2.1 Die indirekte Herleitung des Cash Flow 3
2.1.1 Grundlagen zur indirekten Methode 3
2.1.2 Die Herleitung des Cash Flow aus dem
Jahresüberschuss 4
2.1.3 Alternative indirekte Cash-Flow-Herleitungen 10
2.1.3.1 Die Praktiker-Formel 10
2.1.3.2 Der Cash Flow nach DVFA/SG 10
2.2 Die direkte Herleitung des Cash Flow 12
2.3 Vergleich indirekte / direkte Herleitung 13
3 KRITIKPUNKTE ZUM CAS H FLOW 14
LITERATURVERZEICHNIS V
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung Anm. Anmerkung bzw. beziehungsweise CF Cash Flow S. Seite u. und USA United States of America vgl. vergleiche
Symbolverzeichnis
∆ Veränderung
Abbildungsverzeichnis
Seite
Abb. 1: Grundschema der indirekten Herleitung des Cash Flow 3
Abb. 2: Eliminierung nicht zahlungswirksamer Aufwendungen 5
Abb. 3: Eliminierung nicht zahlungswirksamer Erträge 5
Abb. 4: Ergänzung aufwandsunwirksamer Innenfinanzierungs-Auszahlungen 6
Abb. 5: Ergänzung ertragsunwirksamer Innenfinanzierungs-Einzahlungen 6
Abb. 6: Zusammenfassendes Korrekturschema zur Herleitung des Cash Flow aus dem Jahresüberschuss 7
Abb. 7: Basisdefinition des indirekten Cash Flow 9
Abb. 8: Praktiker-Formel des Cash Flow 10
Abb. 9: Arbeitsschema zur Ermittlung des Cash Flow nach DVFA/SG 11
Abb. 10: Grundschema der direkten Herleitung des Cash Flow 12
Abb. 11: Schema zur direkten Herleitung des Cash Flow 12
1 Grundlagen
1.1 Die Kennzahl Cash Flow und ihre Herkunft
Der Cash Flow ist eine Näherungsgröße zur Bestimmung des Innenfinanzierungsvolumens, das einem Unternehmen für
Investitionen, Schuldentilgungen und Gewinnausschüttungen zur Verfügung steht. 1
Weiterhin ist die für verschiedene Ermittlungsziele eingesetzte Kennzahl, die in der Regel aus dem Jahresüberschuss hergeleitet wird, ein Indikator für d ie Finanz- und Liquiditätslage eines Unternehmens. 2 So dient der Cash Flow, vor allem im Bankgewerbe, als Maßstab der Kreditwürdigkeitsprüfung. 3 Auch als Basis zur Insolvenzprognose wird er eingesetzt. 4
Seinen Ursprung hat der aus der Wirtschaftspraxis stammende Begriff in den USA, wo er seit Anfang der fünfziger Jahre als eines der bedeutendsten Instrumente zur Finanz- und Aktienanalyse eine sehr starke und schnelle Verbreitung erlebte. 5 Diese schnelle Ausdehnung hat zur Folge, dass auch noch heute, ein halbes Jahrhundert nach der Einführung, weder eine einheitliche Terminologie noch eine einheitliche Definition der Berechnung des Cash Flow existiert. 6
In Deutschland hielt der englische Begriff in der Bilanzanalyse in den sechziger Jahren Einzug und setzte sich gegen zumeist unzureichende Übersetzungsversuche 7 durch.
1.2 Die Notwendigkeit des Cash Flow
Die Idee zur Entwicklung des Cash Flow als Instrument der Bilanzanalyse liegt in den Möglichkeiten der Beeinflussung des Jahresabschlusses durch bilanzpolitische Maßnahmen. 8 Unternehmen haben durch handels- und steuerrechtliche Wahlrechte einen Spielraum zur Beeinflussung des Jahresergebnisses. 9 So werden Gewinne gegenüber dem Staat aus steuerlichen Gründen gerne niedrig und gegenüber anderen Interessengruppen 10 aus Prestigegründen gerne höher ausgewiesen. 11
1 vgl. Wöhe, G. (2000), S. 689 u. S. 1087
2 vgl. Behringer, S./Juesten, W. (2001), S. 43
3 vgl. Küting, K./Weber, C.-P. (1999), S. 122
4 vgl. Küting, K./Weber, C.-P. (1999), S. 135
5 vgl. Baetge, J. (1998), S. 313
6 vgl. Küting, K./Weber, C.-P. (1999), S. 123
7 Anm.: Hier wurde deutlich, dass Vorschläge wie z.B. „Kassenzufluss“, „Einzahlungsüberschuss“ oder „Geldstrom“ den Begriff Cash Flow nicht sinngemäß wiedergeben.
8 vgl. Burger, A. (1995), S. 175
9 vgl. Endriss, H. W. et al (1994), S. 424
10 Anm.: Hierzu zählen vor allem Kreditgeber, Anleger, Lieferanten und Kunden.
11 vgl. Endriss, H. W. et al, (1994), S. 424
Der Jahresabschluss ist somit, vor allem für externe Analysten, zur Beurteilung eines Unternehmens nur beschränkt brauchbar. 12 Diese Erkenntnis ist wichtig, da externe Entscheidungsträger aus
unterschiedlichen Interessengruppen ihre Entscheidungen 13 oft auf Daten stützen, die auf dem Jahresabschluss basieren. 14
Um die aufgezeigten Manipulationsmöglichkeiten zu b eseitigen, wurde mit dem Cash Flow eine Kennzahl entwickelt, die nicht wie der Jahresabschluss von der betrieblichen Bilanzpolitik beeinflusst wird. 15 So wird bei der Ermittlung des Cash Flow die Gewinn- und Verlustrechnung um alle zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge korrigiert. 16 Daraus folgt, dass die Cash-Flow-Rechnung nur zahlungswirksame Geschäftsvorfälle wiedergibt, die zu einem direkten Zufluss oder Abfluss von liquiden Mitteln führen. 17 Somit ist der Cash Flow der Zahlungssaldo einer Periode. 18 Er neutralisiert dadurch Posten wie Abschreibungen und Rückstellungen, die zu den Schlüsselgrößen der Bilanzkosmetik zählen. 19
Mit dieser Konzeption sollen Rückschlüsse auf die Ertragskraft, Selbstfinanzierungskraft, Kreditwürdigkeit und Expansionsfähigkeit eines Unternehmens gezogen werden und den Cash Flow somit aussagefähiger als rein gewinnorientierte Kennzahlen gestalten. 20
Der Cash Flow sollte aber in der Praxis nicht isoliert, sondern vor allem im Zeitvergleich und Betriebsvergleich betrachtet werden. 21 Er stellt hier eine wesentlich bessere Grundlage als der in seiner Aussagefähigkeit begrenzte Gewinn dar. 22 So sollten beim Betriebsvergleich Unternehmen in einer guten wirtschaftlichen Lage im Durchschnitt einen hohen und Unternehmen in einer schlechteren wirtschaftlichen Lage im Durchschnitt einen niedrigen Cash Flow ausweisen. 23 Hierbei sollte aber auch auf branchenbedingte Besonderheiten geachtet werden, da zum Beispiel Handelsunternehmen, aufgrund ihrer geringeren Anlagenintensität 24 , gegenüber Industrieunternehmen bei gleichem Jahresüberschuss einen geringeren Cash Flow ausweisen. 25
12 vgl. Burger, A. (1995), S.175
13 Anm.: Hierzu zählen vor allem Entscheidungen über Kredite, Investitionen, Lieferbeziehungen und Arbeitsverhältnisse.
14 vgl. Behringer, S./Juesten, W. (2001), S.15
15 vgl. Burger, A. (1995), S.175
16 vgl. Gräfer, H. (1997), S. 156
17 vgl. Behringer, S./Juesten, W. (2001), S.43
18 vgl. Schult, E. (1999), S. 59
19 vgl. Enzweiler, T. (1999), S. 165
20 vgl. Schmolke, S./Deitermann, M. (1999), S. 339
21 vgl. Baetge, J. (1998), S. 340
22 vgl. Worzfeld, O. (1991), S. 115
23 vgl. Baetge, J. (1998), S. 315
24 Anm.: Durch geringere Anlagenintensität entstehen geringere Abschreibungen, die bei gleichem Jahresüberschuss zu einem niedrigeren Cash Flow führen.
25 vgl. Baetge, J. (1998), S. 315-116
Arbeit zitieren:
Mischa Keller, 2002, Der Cash-Flow-Begriff, München, GRIN Verlag GmbH
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