Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis I
1 Einleitung. 1
2 Erklärung grundlegender Begriffe. 2
2.1 Logistik-Controlling als Schnittmenge von Logistik und Controlling 2
2.2 Third Party Logistic Provider als Ausprägung des Outsourcing 3
2.3 Supply Chain Management als Grundlage für Logistikfremdvergabe 6
3 Ablauf des Logistikcontrollings 8
4 Instrumente des Dienstleistercontrollings 10
4.1 Auswahl relevanter Instrumente anhand ihrer Verbreitung in der Literatur 10
4.2 Die Logistikkosten und -leistungen zum Zweck der Kostenleistungsrechnung 11
4.3 Controlling mittels Dienstleister Balanced Scorecard. 12
4.4 Controlling mittels Budgetierung 13
5 Fazit. 15
Literaturverzeichnis. 16
1
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Vor- und Nachteile des Outsourcing.
Abb. 2: Pyramide der Logistik-Dienstleister
Abb. 3: Leistungsangebot von Logistikdienstleistern.
Abb. 4: Ablauf des Logistikcontrolling
Abb. 5: Systematisierung von Logistikkosten
Abb. 6: Grundmodell der Dienstleister-Balanced-Scorecard
Abb. 7: Gemeinsamer Budgetierungsprozess-Gegenstromverfahren.
I
1 Einleitung
In dieser Arbeit sollen Möglichkeiten des Controllings von Third Party Logistic Anbietern innerhalb der Supply Chain aufgezeigt werden. Ausgelagerte Logistik nimmt an Bedeutung stetig zu. Nach einer Studie von A. K. Kearney waren schon im Jahre 1995 bei 45% der deutschen Unternehmen Teile der Logistik ausgelagert und 94% der Unternehmen planten weiteres Outsourcing 1 . Für die meisten Branchen wird weiterhin mit einem Ansteigen des Fremdleistungsanteils in der Logistik gerechnet 2 . Die Zukunftsprognosen reichen mittelfristig sogar bis zu einer völligen Fremdvergabe 3 . Dies scheint vorrangig darin begründet zu sein, dass die logistischen Funktionen des Unternehmens häufig nicht als Kernkompetenz verstanden werden und sich daher für Outsourcingprojekte eignen 4 . Die ausgelagerten Funktionen werden von den Kunden häufig weiterhin dem Unternehmen zugerechnet. Aus diesem Grund, und da der beauftragte Dienstleister als Teil der Supply Chain zum Unternehmenserfolg beiträgt oder diesen zumindest beeinflusst, ist es notwendig Dienstleistungscontrolling in das Unternehmenscontrolling einzubeziehen.
Die Arbeit beginnt mit der Erläuterung der Kernbegriffe und geht dann zu den Instrumenten des Dienstleistercontrollings über. Es werden zuerst die Begriffe Logistikcontrolling, Third Party Logistikprovider, Outsourcing und Supply Chain Management erarbeitet.
Danach wird die Durchführung des Logistikcontrollings nach Hahn erläutert und verschiedene vorher ausgewählte Instrumente des Logstikcontrollings von outgesourcten Teilbereichen erörtert. Es sind die Bestimmung der Logistikosten und Logistikleisten zum Zweck der Kosten-Leistungsrechnung, das Controlling mittels Dienstleister Balanced Scorecard sowie das Controlling durch Budgetierung.
1 Studie von A. T. Kearney, zitiert nach Kelsch, U:Total Outsourcing, S. 49
2 Vgl. Baumgarten/Thoms: Trends, S. 2,15
3 Vgl. Kelsch: Total Outsourcing, S. 49
4 Vgl. Engelbrecht, Christoph: Logistikoptimierung, S. 1
1
2 Erklärung grundlegender Begriffe
2.1 Logistik-Controlling als Schnittmenge von Logistik und Controlling
Logistikcontrolling ergibt sich aus der Schnittmenge von Logistik und Controlling. Daher wird hier zuerst Controlling und Logistik definiert und danach eine Definition der Schnittmenge gebildet.
In der betriebswirtschaftlichen Literatur gibt es kein einheitliches Verständnis des Begriffs Controlling 5 . Nach Hahn/Hungenberg besteht die allgemeine Aufgabe des Controllings in der informationellen Sicherung/Sicherstellung am Ergebnis orientierter Planung, Steuerung und Überwachung jeglichen Unternehmensgeschehens, das immer mit einer Koordinationsfunktion, sowie oft auch einer Integrations- und Systemgestaltungsfunktion verbunden ist. Das Ziel des Controlling liegt hiernach in der Erwirtschaftung eines optimalen Ergebnisses oder zumindest dessen Optimierung 6 . Nach Küpper besteht die Kernfunktion des Controllings in der Koordination des gesamten Führungssystems um eine zielgerichtete Lenkung sicherzustellen 7 . Übereinstimmung besteht aber darin, dass charakteristisch für das Controlling dieses eine Funktion im Führungssystem darstellt, die die Führung bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben und dem Erreichen der unternehmerischen Ziele unterstützt. Dies geschieht durch Versorgung mit Informationen. Die Entscheidung und Umsetzung obliegt dann der Führung 8 . Der Controller hat jedoch einen mehr oder weniger starken Einfluss auf die Art der geleisteten Unterstützung und den Willensbildungsprozess, dass man auch von einer Entscheidungsbeteiligung oder Mitführung des Controllers spricht 9 .
Auch für den Begriff der Logistik gibt es in der Literatur verschiedene Definitionen. Nach Vahrenkamp sind Transport und Lagerung der Gegenstand der Logistik 10 . Nach Isermann versteht man unter Logistik alle Tätigkeiten, die auf eine dem Bedarf gerechte Verfügbarkeit von Personen, Sachgütern, Dienstleistungen, Informationen oder Energie gerichtet sind 11 .
Eine Definition der Schnittmenge beider Begriffe liefert Göpfert 12 . Hiernach ist Logistikcontrolling ein Schwerpunktbereich in der umfassenden Konzeption des Logis- 5 Vgl.Küpper, H-U: Controlling, S. 1 und 6
6 Vgl. Hahn, D./Hungenberg, H.: Planung und Kontrolle, S. 272
7 Vgl. Küpper, H-U.: Controlling, S. 27
8 Vgl. Berens, W./Bertelsmann, R.: Controlling, Sp. 281
9 Vgl. Fiedl, B.: Controlling, S. 1
10 Vgl. Vahrenkamp: Logistik S. 1
11 Vgl. Isermann, H.: Logistiksysteme, S. 34
12 Vgl. Göpfert, I.: Logistik, S. 55-56
2
tikmanagements. Das Management wird hierdurch bei der Bildung und Durchsetzung seines Willens unterstützt. Die Unterstützung liegt in der Logistikmanagementberatung. Nach Göpfert umfasst das Logistikcontrolling inhaltlich sowohl die Gestaltung von Konzepten als auch die Koordination eines Informationssystems um Entscheidungen der Logistik mit dem Ziel zu untermauern, die Effizienz der Entscheidungsfindung und deren Qualität zu verbessern. Weiterhin soll Logistikcontrolling für Zwecke der Logistik die Aufstellung und Koordination von Planungs- und Kontrollsystemen übernehmen. Auch die Weiterentwicklung von alle Bereiche umfassenden Logistikmanagementsystemen ist Inhalt des Logistikcontrollings. Damit soll vom Logistikcontrolling ein Beitrag zur Steigerung der Effektivität und Effizienz des logistischen Managements erbracht werden, der dessen Anpassungs- und Entwicklungsfähigkeit steigert.
Piontek beschreibt Logistikcontrolling kurz damit, dass es dem Zweck diene, das Logistikmanagement durch auf Systeme gestützte Beschaffung von Informationen und deren Verarbeitung bei deren Planung, Durchführung und Kontrolle zu unterstützen 13 .
2.2 Third Party Logistic Provider als Ausprägung des Outsourcing
Der Begriff Outsourcing beinhaltet die englischen Wörter outside = draußen, resource = Mittel und use = benutzen. Er bedeutet, dass bestimmte ehemals interne Unternehmensbereiche und damit verbundene Tätigkeiten und Leistungen von externen Leistungserbringern übernommen werden. Der Dienstleister wickelt die ausgelagerten Prozesse eigenverantwortlich ab 14 . Outsourcing stellt eine Erweiterung der herkömmlichen Make-or-buy Entscheidung dar, wobei es innerhalb der Entscheidung zur Eigenherstellung oder Fremdvergabe beim Outsourcing nur um die Fremderbringung von Dienstleistungen geht 15 . Neben der Dienstleistungsfunktion werden dem Outsourcing-Begriff mittlerweile auch Informations- und Führungsfunktionen zugerechnet.
Die Konzentration des outsourcenden Unternehmens auf dessen Kernkompetenzen, sowie die Verbesserung des Logistikservices und die Logistikkostenreduktion sind die Hauptgründe für eine Auslagerung der Unternehmenslogistik 16 . Weiterhin bietet das Logistikoutsourcing die Möglichkeit, auf Marktveränderungen schneller reagie- 13 Vgl.Piontek, J.: Logistikmanagement, S. 165
14 Vgl. Lischke, M.: 4PL-Konzept, S. 7
15 Vgl. Vahrenkamp, R.: Logistik, S. 382
16 Vgl. Gericke, J.: Outsourcing, S. 235f.
3
Arbeit zitieren:
Stephan Rühl, 2009, Controlling des Third Party Logistic Providers in der Supply Chain, München, GRIN Verlag GmbH
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