2
Inhalt
Übersichtsverzeichnis 3
1. Einleitung 4
2. Begriffsklärung. 5
2.1. Web 2.0 5
2.2. Geschäftsmodelltypologie. 6
2.3. Erlösmodell 7
3. Erlösgenerierung in ausgewählten Web 2.0-Anwendungen 7
3.1. Content 8
3.2. Commerce 10
3.3. Context 13
3.4. Connection 15
4. Synthese der Erlös- und Geschäftsmodelle 17
5. Zusammenfassung und Ausblick 20
Literaturverzeichnis 21
3
Übersichtsverzeichnis
Abbildungen
Abb. 1 - Last.fm Premium-Kundschaft 9
Abb. 2 - Last.fm Affiliates. 9
Abb. 3 - Last.fm Werbung 10
Abb. 4 - T-Shirts selbst gestalten bei Spreadshirt 11
Abb. 5 - Eigenen Shop eröffnen auf Spreadshirt 12
Abb. 6 - Beispielshop "Reporter ohne Grenzen" 12
Abb. 7 - Partnerprogramme von Spreadshirt 13
Abb. 8 - Tag-Cloud auf Mister Wong 14
Abb. 9 - Werbung zum Tag "Urlaub" auf Mister Wong 14
Abb. 10 - Premiumdienste von Ning 16
Abb. 11 - Die Long-Tail-Kurve 19
Abb. 12 - Zahlungsbereitschaft für Internetangebote (in ) 19
Tabellen
Tab. 1 - Systematisierung von Erlösmodellen 7
Tab 2 - Systematisierung von Erlösmodellen im Web 2 0 19
4
1. Einleitung
Die Web 2.0-„Blase“ gibt es nicht, auch wenn der Nachfolger der New Economy unter anderem von den Magazinen Spiegel 1 und Focus 2 im Jahre 2006 als solche befürchtet wurde. Web 2.0 ist eine Variante der Informationsbereitstellung und -erzeugung im World Wide Web, die unter den Nutzern regelmäßig und aktiv unterstützt wird. Die Nutzer sind wie in fast jedem ökonomischen Bereich die Basis für erfolgreiches Unternehmen. Eine Konzentration auf die Wünsche, das heißt die Nachfrage der Kunden, ist ein Grundkonzept für gutes Wirtschaften. Damit sind aber auch neue Geschäfts- und Erlösmodelle nötig, da die traditionellen der New Economy nicht zum gewünschten Umsatz führen (können). Die Eigenschaften des Web 2.0 und dessen Nutzers sind mit einzubeziehen.
In dieser Arbeit soll es um die Betrachtung von einzelnen Webseiten aus dem Busi-ness2Consumer-Bereich und deren Erlösgenerierung gehen. Als Grundlage dient dazu das sogenannte 4C-Net-Business-Model nach Wirtz von 2001, welches aber auf Web 2.0 Anwendungen modifiziert betrachtet wird. Es erfolgt damit eine kompatible Deh- nungder einzelnen Begriffe des Wirtz’schen Modells. Zunächst werden die Begriffe Web 2.0, Geschäftsmodell und Erlösmodell erläutert. Auf dieser Basis werden exemplarisch Webseiten und deren Erlösformen präsentiert. Im Anschluss erfolgt ein Resümee der verschiedenen Optionen, Erlöse zu generieren. Aufgrund der hohen Anzahl an differierenden Modellen der Erlösgenerierung kann im Umfang dieser Arbeit nur eine Vorstellung von einzelnen Angeboten gemacht werden. Ziel der Arbeit ist eine überblicksartige Aufstellung der erlösgenerierenden Möglichkeiten, die das Web 2.0 bietet und wie diese bereits anhand erfolgreicher Internetunternehmen aufgezeigt werden können.
1 Patalong, F. (2006)
2 Seyfer, J. (2006)
5
2. Begriffsklärung
2.1. Web 2.0
Web 2.0 verweist auf die Versionsnummerierung von Software, womit man ein Updating der alten Version bezeichnet. Die New Economy oder auch „Web 1.0“, die als solches jedoch nie bezeichnet wurde, ist dadurch gekennzeichnet, dass das World Wide Web als weltweite Informationsquelle dient, die von einer eingeschränkten Interaktivität geprägt ist. Der User erhält Informationen zu Unternehmen, kann Online-Shopping betreiben usw. Im Web 2.0 ändert sich die Rolle des Users vom Nutzer zum Produzenten. Web 2.0 wird als eine „Mitmach-Plattform“ verstanden, in der die Nutzer selbst Inhalte produzieren (user-generated content) und miteinander aktiv in einen Dialog treten können. 3 Die Nutzer entwickeln sich vom Consumer zum „Prosumer“. 4 O’Reilly, der den Begriff Web 2.0 auf einer Konferenz 2004 für die Öffentlichkeit prägt, betont außerdem die Bedeutung der kollektiven Intelligenz. 5 So stieg der Anteil der gelegentlichen Nutzer der Online-Enzyklopädie Wikipedia im Jahr 2007 von 47 % auf 65 % im Jahr 2009. 6 Für private Communities und Videoportale gilt ähnliches, hier scheint sich sogar eine Habitualisierungstendenz herauszubilden. 7
Technologisch gesehen werden schon vorhandene Technologien konsequent genutzt, es werden aber neue hinzugefügt, wie die Anwendungen Ajax und Flash, die schnelleres Surfen und einen größeren Komfort für die Benutzeroberfläche bieten. Durch eine unterschiedliche Kombination der Technologien können immer wieder neue Web 2.0-Anwendungen geschaffen werden, wie Plattformen, Communities, Social Bookmarking-Dienste etc.
Voraussetzungen für die erfolgreiche Web 2.0 Anwendung bei den Nutzern sind die gesunkenen Kosten für einen Internetzugang und günstige Flatrate-Tarife, flächendeckende Breitbandverfügbarkeit, Browser-Standards, gestiegene Erfahrung der Nutzer, Open-Source-Software und reduzierte Markteintrittskosten. 8 So stieg von 2006 bis 2007 die Anzahl der Haushalte mit Breitbandzugang in Europa (EU-25) von 32 auf 50 %. 9
3 Vgl. Stanoevska-Slabeva (2008). S. 14 ff.
4 Medien und Marken im Web 2.0 (2008), S. 9.
5 O’Reilly, Tim (2005). 6 Busemann, Gscheidle (2009), S. 3. 7 Ebd. 8 Vgl. Alby, T. (2008), S. 2. 9 Europäische Kommission: Eurostat
6
Die Digitalisierung der Medien ermöglicht die individuelle Verbraucheransprache, mit der auch kleine Zielgruppen erreicht werden können. Diese Erlöspotenziale fasst man inzwischen unter dem Begriff des Long Tail zusammen, und sie sind in fast allen Web 2.0 Anwendungen, mit für den Erfolg verantwortlich.
2.2. Geschäftsmodelltypologie
In der folgenden Analyse soll die Geschäftsmodelltypologie von 2001 nach Bernd Wirtz als Basis dienen. Der Grund hierfür ist, dass diese Typologie in der Mehrheit der verwendeten Sekundärliteratur verwendet wird und so ein gewisser Standard damit ver-bunden werden kann. Das Wirtz’sche Modell ist zudem analytisch und kann sinnvoll auf die Aufgabenstellung dieser Arbeit erweitert werden. Andere Geschäftsmodelle für das Electronic Business stammen unter anderem von Timmers 10 , Stähler 11 und Rappa 12 . Unzählige andere, die teilweise von Laien stammen, findet man im Internet, sie sind aber meist unstrukturiert, berufen sich nur auf eine Webseite als Ausgangsmodell oder vermischen Gliederungskennzeichen, sodass keine genügende Objektivität festzustellen ist.
Im Folgenden wird das Partialmodell nach Wirtz kurz vorgestellt. Nach Wirtz wird unter einem „Geschäftsmodell“ die „Abbildung des betrieblichen Produktions- und Leistungssystems einer Unternehmung“ verstanden. Die Geschäftsstrate- giewird dabei durch die Kombination von Produktionsfaktoren umgesetzt, wodurch den involvierten Akteuren bestimmte Funktionen zukommen. 13
Das integrierte Partialmodell besteht aus den Komponenten Markt-, Kapital-, Beschaffungs-, Distributions-, Leistungserstellungs- und Leistungsangebotsmodell. Das Kapitalmodell differiert in das Erlös- und das Finanzierungsmodell. Für diese Arbeit wichtig sind das Erlösmodell sowie das Leistungsmodell, welches die Erstellung und das Angebot der Leistung integriert. Da es Internetanbietern im Business2Consumer-Bereich insbesondere um das Leistungsmodell geht, hat Wirtz dieses noch einmal nach inhaltlichen Kriterien gegliedert in das sogenannte „4C-Net-Business Model“, wodurch „ho-
10 Timmers,P. (1998)
11 Stähler, P. (2002) 12 Rappa, M. (2001)
13 Wirtz, B. (2001), S. 211
Arbeit zitieren:
Ulrike Hager, 2009, Erlösgenerierung im Web 2.0 im B2C-Bereich in ausgewählten Online-Angeboten, München, GRIN Verlag GmbH
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