Catrin Neumayer Reflexion der Praxis
Gegenwart und Zukunft gerichtet ist und seine Ergebnisse in den Dienst der Allgemeinheit stellt.“ (Rauhe 1004: S.6)
Die Idee zur von mir im Folgenden beschriebenen Tätigkeit entstand hauptsächlich durch das Angebot das seitens des Kulturvereins Urkult an mich gestellt wurde, indem mir die Organisation der Ausstellung angeboten wurde. Die Vertreter des Kulturvereins Urkult traten aufgrund meiner vorhergehenden beruflichen Tätigkeit in der Gemeinde Ramingstein heran, wo das Theatermanagement bzw. die Organisation der Theatervorstellungen und die damit einhergehenden Tätigkeiten der Reservierung bzw. des Verkaufs der Theaterkarten sowie der Organisation des Theaterabends zu meinen Hauptaufgaben zählten. Diese Erfahrungen, die wenngleich im Vergleich der auf mich zukommenden Tätigkeiten lediglich als minimale Vorerfahrungen bezeichnet werden können, öffneten mir „Tür und Tor“ für die Tätigkeit im Rahmen der Regionalausstellung „Die Gräfin vom Lungau -Wege in die Zukunft“.
2.1.1. Wünsche, Ziele & Erwartungen an die Tätigkeit
Meine Erwartungen an die an mich gestellten Anforderungen sind hauptsächlich als Herausforderung bzw. aufgrund der schwer abzuschätzenden Entwicklung des Projekts, als offene Erwartungen zu bezeichnen, da die Organisationstruktur der Ausstellung bei meinem Eintritt in der Aufbauphase als unstrukturierte bzw. noch nicht gefestigte Struktur zu klassifizieren ist einerseits, ich noch über keine Erfahrungen über die von mir später ausgeführten Tätigkeiten verfügte andrerseits. Dennoch ging ich, hauptsächlich aufgrund der positiven Kenntnis über die mitarbeitenden Personen sowie der Hoffnung auf eine zufriedenstellende Entwicklung des Projekts, von einem positiven Verlauf aus. Meine Ziele waren neben der gemeinsamen Teamziele, zu welchen die Erreichung einer bestimmten Besucheranzahl, finanzielle Ziele sowie die positive Gestaltung des Ablaufs und viele daraus entstandenen Unter- & Nebenziele zählten ebenso individuelle Ziele, die hauptsächlich auf die Erreichung beruflicher Ziele sowie den Aufbau von Praxis und Fachwissen im kulturellen Bereich neben der Etablierung als verlässliche Mitarbeiterin zielten.
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Catrin Neumayer Reflexion der Praxis 2.1.2. Entscheidung für die Tätigkeit
Die Entscheidung die Tätigkeiten im Rahmen der Gräfin vom Lungau auszuüben wurden wesentlich von meiner Umgebung, meiner gegebenen beruflichen Situation sowie durch meine Partnerschaft und Familie beeinflusst. Hierbei ist zu sagen, dass die Tatsache, dass die Ausstellung in meinem Heimatort stattfand ein wesentlicher Einflussfaktor für meine Entscheidung war. Ausschlaggebend waren daneben auch finanzielle Aspekte, sodass die Tätigkeit die in der Nähe meines Elternhauses bzw. meines Zweitwohnsitzes stattfand, was mir eine wesentliche finanzielle Ersparnis durch die Begrenzung in die Nähe zu meiner Familie und meinem Heimatort, an dem ich seit nunmehr fünf Jahren nicht mehr gewohnt hatte, garantierte. 2.1.3. Vorbereitung
Bevor ich meine Tätigkeit im Kulturverein Urkult antrat, versucht ich möglichst viel Vorwissen durch Recherchen anzueignen. Die mir durchgeführten Recherchen bezogen sich hauptsächlich auf die zuvor durchgeführten Projekte des Kulturvereins, da zum Zeitpunkt meines Eintritts bereits mehrere Ausstellungen, wenngleich in einem drastisch kleinen Rahmen durchgeführt wurden. Daneben habe ich mich durch Einlesen in berufs- und branchenspezifische Literatur auf meine künftige Tätigkeit vorbereitet. Hierbei konzentrierte ich mich hauptsächlich auf Projektmanagement für den Kulturbereich was ich ebenso durch den Besuch mehrerer Projektmanagementseminare forcierte. 2.1.4. Bewerbung
Meine Bewerbung, die bereits auf einer Zusicherung der Tätigkeiten beruhte, somit hauptsächlich der Projektpräsentation für Förderungszwecke diente, orientierte sich demnach an den Anforderungen der Sponsoren und öffentlichen Einrichtungen, sodass ich versuchte mich möglichst positiv und geeignet im Sinne des Projekts darzustellen. Dafür fokussierte ich meine gesammelten Erfahrungen im Bereich Marketing und Events, sowie meine vorhergehende Tätigkeit für den Kulturverein im Rahmen der Praktika für die Gemeinde Ramingstein und bereitete diese in einer ansprechende Form auf.
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Catrin Neumayer Reflexion der Praxis 2.1.5. Berufliche Veränderung
An dieser Stelle muss wohl eingesehen werden, dass meine berufliche Tätigkeit wohl hauptsächlich dem positiven Engagement seitens des Leiters des Ramingsteiner Kulturvereins, Hans Bogensberger zuzuschreiben ist. Des Weiteren hatte dieses Angebot und die folgende Ausübung dieser Tätigkeit gravierenden Einfluss auf meine weitere berufliche Laufbahn, da ich in weiterer Folge mein Studium sowie auch meine aktuelle berufliche Position daraus abgeleitet habe. Insofern kann die Tätigkeit im Ramingsteiner Kulturverein als wegweisend für meine weitere berufliche Entwicklung eingesehen werden. Daneben hat die Zusammenarbeit mit Mitgliedern aus der ARGE Szapary weitere berufliche Angebote ergeben, sodass ich noch aktuell an Projekten und in Arbeitsgruppen tätig bin, die sich aus der damaligen Zusammenarbeit ergaben.
3. Durchführung
3.1. Aufgaben & Tätigkeiten
Mein Aufgabenfeld beinhaltete die Koordination des laufenden
Ausstellungsbetriebs, die Kooperation mit dem Projektteam und den Partnerorganisationen sowie die Organisation des gesamten Projekts und aller Begleitveranstaltungen. Dazu zählten neben dem operativen Ausstellungsbetrieb, die Öffentlichkeitsarbeit sowie die Gestaltung der Marketing-Aktivitäten, deren Umsetzung, neben der Leitung des Ausstellungsteams, zu dem neun Mitarbeiter zählten. Des Weiteren kann auch das gesamte Personalmanagement zu meinem Aufgabenbereich gezählt werden. Folglich zählten zu meinen Haupttätigkeiten die
- operative Umsetzung des Ausstellungsbetriebs
- Schnittstelle vom Projektteam zur Umsetzung bzw. zum Ausstellungsbetrieb
- organisatorischen Tätigkeiten des Ausstellungsbetriebs: Koordination, Beaufsichtigung und Abwicklung aller Anfragen, Gruppen und Ausstellungsbesucher sowie deren An-, Abreise und Verpflegung
- ‚rechte Hand‘ des Projektleiters
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- Eventmanagement
Planung, Organisation und Durchführung der Begleitveranstaltungen
- Gestaltung und Aufbau des finanziellen Rahmens
- Marketing
Planung, Konzeption und Umsetzung der Marketingaktivitäten Pressekontakte, Organisation von Pressekonferenzen, Ausschreibungen, Einschaltungen in Zeitungen, Internetauftritt, sämtliche Werbemaßnahmen
- Personalmanagement
„Alle mitarbeiterbezogenen Verwaltungs- und Gestaltungsaufgaben in Unternehmen.“ (Böck 2002: S.2) Dazu zählten die Personalbedarfsplanung, Personalbeschaffung, Einschulung, Personalführung, Personalorganisation und das Personalcontrolling neben dem Lohnwesen sowie der Personalbetreuung.
- Büroorganisation
Alle administrativen, organisatorischen und allfälligen Tätigkeiten im laufenden Ausstellungsbetrieb. Planung, Abwicklung der Besucher. 3.2. Position in der Organisation
Bei meinem Eintritt in das Ausstellungsteam befand sich das Projekt noch im Aufbau. Die für mich vorgesehene Tätigkeit ist vor allem als Organisation bzw. Tätigkeit im Ausstellungsbüro zu bezeichnen mit welcher der reibungslose Ablauf des Ausstellungsbetriebs garantiert werden sollte. Aufgrund meiner großen Begeisterung und der enorm positiven Entwicklung des Projekts haben sich meine Arbeitsbereiche alsbald auf große Teile des Projekts ausgedehnt, sodass ich nach mehreren Monaten Tätigkeit die stellvertretende Projektleitung übernahm. Dadurch hat sich durch meinen erweiterten Verantwortungs- und Arbeitsbereich auch die Art meiner Stellung im Projekt geändert, sodass ich aufgrund des von mir
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alleine nicht bewältigbaren Arbeitspensums Assistenz und Hilfestellung durch zwei neue Mitarbeiter bekam. Durch den Eintritt der neuen Kollegen hat sich mein Kompetenzbereich erweitert und es wurden neue Anforderungen an mich gestellt, sodass ich nun neben dem Führungsteam ebenso für die Koordination und Arbeit von zwei weiteren Mitarbeitern (Ausstellungsbüro und Marketing) verantwortlich war. Schwierigkeiten die in diesem Zusammenhang auftraten waren, dass durch sich die Integration zusätzlicher Arbeitskräfte in zuvor von mir alleine durchgeführte Arbeitsbereiche, auf die Arbeitsweise auswirkten, sodass klare Richtlinien, ein detailliertes, für alle nachvollziehbares System der Arbeitsdurchführung sowie zahlreiche Face-to-Face Meetings unabdingbar für eine gelungene Zusammenarbeit wurden. Dementsprechend wurde der Erfolg der Teamarbeit wurde hauptsächlich durch Kommunikationen die mittels neuen Medien ebenso wie durch wöchentliche Face-to-Face Meetings gesichert. Hierbei ist zu sagen, dass sich durch den Eintritt von neuen oder zusätzlichen Mitarbeitern in eine Organisation neben der Organisationsstruktur, den
Beziehungszusammenhängen auch die Arbeitsweisen verändern (müssen). Förderlich für die Integration der neuen Mitarbeiter waren viel Kommunikation, klare Richtlinien und Arbeitsanweisungen, flache Hierarchien sowie weitere Faktoren auf die im Folgenden eingegangen werden soll. 3.3. Teambildung & Hindernisse
An dieser Stelle muss allerdings angemerkt werden, dass sich Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit ergaben, die sich auf die Qualität der Arbeit auswirkten insofern, dass ich durch mein Alter zu Beginn teils Schwierigkeiten hatte mich gegenüber meinen Kollegen durchzusetzen. Dies äußerte sich durch wenig Akzeptanz und die Nichtbeachtung meiner Vorgaben seitens meiner älteren Kollegen ebenso wie durch die große Akzeptanz die mir seitens des Führungsteams, welches nur aus jüngeren Mitarbeitern bestand, entgegengebracht wurde. Demnach kann eingesehen werden, dass Alter und Erfahrung wichtige Faktoren für Autorität sind. Erst durch die Unterstützung meinerseits seitens der Projektleitung konnten durch die Klärung der Handlungsspielräume und Zuständigkeiten, Teambildungsprozesse beginnen, ferner hat sich die mir entgegengebrachte Zustimmung deutlich verbessert. Demnach kann
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ich aus meiner eigenen Erfahrung einen bestimmten Grad der Organisiertheit durch klare Rollenvergaben und Handlungsspielräume als notwendige Voraussetzung für eine gelungene Zusammenarbeit beschreiben. 3.3.1. Phasen der Teambildung
Diese Entwicklungen können als Teilschritte innerhalb des Teambildungsprozesses beschrieben werden, der aus verschiedenen Phasen besteht. Dieser besteht nach Tuckman die vier aufeinanderfolgenden Phasen des 1. Orientierungsphase: Forming 2. Konfrontationsphase: Storming 3. Kooperationsphase: Norming 4. Wachstumsphase: Performing 5. Auflösungsphase: Adjourning (Herrmann 2006: S.86). Die entstandenen Konflikte können demnach als Konfrontationsphase im Teambildungsprozess bezeichnet werden, innerhalb welchen es um die Aushandlung der Machtverhältnisse und Positionen im Team geht. Die Konflikte fanden dabei auf der Beziehungsebene ebenso wie auch der formalen Ebene statt, weil eben die Akzeptanz einer jüngeren Führungskraft für meine Kollegen mit Schwierigkeiten verbunden war. Nach der Klärung der Probleme konnte sich das Team jedoch zu einer funktionales Arbeitsgruppe entwickeln, was die Qualität der gemeinsam durchgeführten Arbeit verbesserte, was hauptsächlich daran lag, dass Probleme nun aus unterschiedlichen Positionen betrachtet wurden und dies zu einer Verbesserung der Arbeit und weniger Fehlern führte, da wir unsere Arbeit gegenseitig kontrollierten und Verbesserungsvorschläge lieferten. Wichtig war auch, dass im Rahmen dieser Zusammenarbeit und auch im Team mit dem Ausstellungsbetriebsbediensteten immer das Team als Ganzes im Vordergrund stand, sodass alle Teammitglieder versuchten durch ihre persönliche Leistung die Situation für alle zu verbessern. Des Weiteren war die Zusammenarbeit durch Ehrlichkeit und einen offenen Kommunikationsstil gekennzeichnet, was zu einer Erleichterung der Kooperation führte und unseren sozialen Bedürfnisse
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Arbeit zitieren:
MMag. Catrin Neumayer, 2011, Reflexion des Praktikums im Kulturverein, München, GRIN Verlag GmbH
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