Wie ich schon am Anfang erwähnt habe, handelt es sich hierbei um ein Kommunikationsproblem. Erst nach genauer Auseinandersetzung mit dem Text wird deutlich, worin dieses Kommunikationsproblem eigentlich besteht. So bin ich zu dem Schluss gekommen, dass das eigentliche Problem darin besteht, dass die Tochter „nicht mit der Sprache rausgerückt hat“. Das heißt, dass sie nicht von Anfang an ihre Familie aufgeklärt hat, wer dieser Besucher eigentlich ist. Hier fehlt es eindeutig an Vertrauen, die Tochter hat wahrscheinlich Angst, dass ihre Eltern einen gut aussehenden, schlanken Mann erwarten und dann herbe enttäuscht werden, wenn sie den dicken Mann sehen. Sie beschreibt ihn zwar und erzählt ihrer Familie von ihm, doch genau das, wird hinterher zur Problematik. „Genau wie du es erzählt hast, weich wie […]“ (Z. 9-‐10). Rita hat ihrer Familie schon vorher, zu einem dem Leser unbekannten Zeitpunkt, erzählt, wie weich dieser Junge ist. Doch im Gegensatz zu ihrer Familie meint sie es nicht abwertend, sondern sie sagt es aus Liebe zu ihm. Sie fühlt sich bei ihm geborgen und sie kuschelt sich gerne an ihn. Darauf lässt sich sehr gut das 3. Axiom Watzlawicks anwenden. Während die Familie dies als Inhaltsaspekt betrachtet, meint Rita es als Beziehungsaspekt. Dies wird noch öfters deutlich, zum Beispiel in den Zeilen 21 und 39.
Der ganze erste Teil handelt davon, wie die Familie alles was Rita über ihren Freund erzählt hat unbewusst ins Negative zieht. Doch dabei denken sie nicht daran, wie sich ihre Tochter fühlen könnte. Es muss ja einen Grund haben, warum Rita einen jungen Mann nach Hause einlädt. Aber daran denkt die Familie gar nicht, sie sind Rücksichtslos und aus diesem Grunde, so glaube ich, hat Rita ihnen noch nichts von ihrem Freund erzählt. Hier wird meiner Meinung nach auch die Ungleichheit von Rita im Gegensatz zu ihrer Familie deutlich. Während sich die Familie nur auf das Augenscheinliche verlässt, sieht Rita die inneren Werte ihres Bräutigams. Aus diesem Grunde würde ich sagen, dass die Kommunikationsabläufe komplementär sind, wodurch das 5. Axiom Watzlawicks zum Einsatz kommt.
In der KG ist ein leichter Spannungsaufbau, der durch das ungesittete Verhalten der gesamten Familie verstärkt wird und dadurch, dass Nanni und die Mutter immer alberner werden. Dadurch dass sich der Leser die Figurenkonstellation erschließen muss, wird ihm die genaue Handlung nicht sofort klar. Alleine dadurch schon wird die Spannung mit jedem Satz angehoben, weil der Leser bei jedem Satz hofft, dass jetzt langsam alles aufgedeckt würde…
Arbeit zitieren:
Tom Schnee, 2011, Analyse der Kurzgeschichte "Ein netter Kerl" (Gabriele Wohmann), München, GRIN Verlag GmbH
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