II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis............................................................................................................. II
Abk ürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis. III
1. Einleitung 1
2. Begriffsbestimmung. 3
2.1. Moral 3
2.2. Ethik 3
2.3. Unternehmensethik 3
2.4. Kinderarbeit. 4
2.5. Entwicklungsländer. 4
3. Historische Entwicklung der Unternehmensethik. 5
4. Unternehmensethik in der Marktwirtschaft 5
5. Das ethische Dilemma am Beispiel der Kinderarbeit in Entwicklungsländern 6
5.1. Maßnahmen. 6
5.2. Globalisierung aus wirtschaftsethischer Sicht 7
5.3. Globaler Wertekreis 9
5.4. Beispiele - Unternehmensethik und Kinderarbeit 10
5.5. Fallbeispiele - Unternehmensethik und Kinderarbeit 11
6. Zusammenfassung und Fazit. 12
Literaturverzeichnis. IV
Internetquellen VI
III
Abkürzungsverzeichnis
Abb. - Abbildung
bspw. - beispielsweise bzgl. - bezüglich bzw. - beziehungsweise CSR - Corporate Social Responsibility Diss. - Dissertation f. - und folgende Seite ff. - und folgende Seiten Hrsg. - Herausgeber i.d.R. - in der Regel ILO - International Labour Organization lt. - laut NGO - Nichtregierungsorganisation SA8000 - Social Accountability 8000 u.a. - unter anderem
UN/UNO - United Nations/United Nations Organization UNGC - Global Compact der UN vgl. - vergleiche
WBCSD - World Business Council for Sustainable Development WTO - World Trade Organization
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Globaler Wertekreis, S.9
Quelle: Wieland , J. (1999), Die Ethik der Governance, S.11
1
1. Einleitung
Gerade bei Aktiengesellschaften zählen für viele Kapitalgeber nur die Rentabilität des eingesetzten Geldes, Dividendenerträge und Kursgewinne um jeden Preis. Wie der Gewinn zustande kommt wird zur Nebensache. Der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, Milton Friedman, schrieb schon 1970, dass die soziale Verantwortung von Unternehmen ausschließlich darin bestehe, ihren Profit zu steigern. 1 Ob der Profit bspw. aus unmenschlichen Arbeitsbedingungen oder Kinderarbeit erzielt wird, blieb in der Vergangenheit häufig im Dunkeln.
In letzter Zeit ist diese Thematik stärker im öffentlichen Fokus. Diese Entwicklung hat ein Umdenken vieler global tätiger Unternehmen verursacht. Ihnen ist bewusst geworden, dass nicht nur der Preis allein eine Kaufentscheidung beeinflusst und das ausschließliche Streben nach größtmöglichem Profit nicht mehr alleine eine übergeordnete Priorität einnimmt.
Diese Entwicklung wurde auch durch Unternehmensskandale sowie weltweite soziale, ökologische und ökonomische Krisen gefördert. Zur Diskussion stehen der Umfang und die Reichweite der ethischen bzw. sozialen Verantwortung von Unternehmen, Unternehmern und Managern. Typische Fragen hierbei sind etwa: Welche Rolle sollen Unternehmen bei der Einhaltung und Durchsetzung von Menschenrechten übernehmen? Welche Verantwortung haben sie für die Einhaltung von Sozialstandards und den Schutz der Umwelt? In welchem Umfang sind Unternehmen für die Bekämpfung der Korruption verantwortlich (nur im eigenen Unternehmen oder in ihrem gesamten wirtschaftlichen Einflussbereich)? Können und sollen sich Unternehmen an der Produktion globaler öffentlicher Güter beteiligen, z.B. bei der Bekämpfung von Kinderarbeit, beim Engagement für Bildung? Sollen Unternehmen ihr Engagement primär dann entfalten, wenn damit ihren eigenen Unternehmensinteressen direkt oder indirekt, kurz- oder langfristig gedient wird oder aber unabhängig von eigenen Interessen gleichsam als Selbstzweck? Warum überhaupt moralisch sein?
Die Beantwortung dieser Fragen wird in der Literatur und Öffentlichkeit vielfältig be-handelt und ist nicht Kern dieser Arbeit, soll aber die weitverzweigten Betrachtungsansätze des Themas aufzeigen.
1 Vgl. z.B. Gauss, G (2008), S.6. oder Friedman, M.: The Social responsibility of Business is to Increase
its Profits, in: The New York Times Magazine, 1970, September 13th, S.32f.
2
Dass es sich bei diesen Problemfeldern um betriebliche Praxis handelt, zeigt die breite Beteiligung der privaten Wirtschaft an sozialen Initiativen wie etwa CSR-Europe 2 , Social Accountability SA8000 3 , WBCSD 4 oder UNGC (Global Compact) 5 . Im Global Compact der Vereinten Nationen haben sich bspw. fast 4000 Unternehmen freiwillig dazu verpflichtet, in ihrem Einflussbereich die Menschenrechte zu schützen, Sozial- und Umweltstandards durchzusetzen und die Korruption zu bekämpfen. Wirtschaftsethische Diskussionen haben in Deutschland in den letzten zwei Jahrzehnten bei allen unterschiedlichen Akzentuierungen als Ergebnis gebracht, dass die Rahmen-ordnung für die Moral der einzelnen Akteure von großer Bedeutung ist. Offen und kontrovers dagegen ist die andere Frage, wodurch Akteure veranlasst werden (können), sich unter Bedingungen des Wettbewerbs im Sinne der Moral zu verhalten. 6 Die drei Bereiche der ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielsetzung bilden den Grundstein der Corporate Social Responsibility (Unternehmerische Gesellschaftsver-antwortung). Besonders in Großunternehmen ist diese Bezeichnung mittlerweile fest in der Unternehmensführung, teilweise über eigene Abteilungen, verankert.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Unternehmensethik in der Marktwirtschaft, zieht hierfür als Beispiel die Kinderarbeit in Entwicklungsländern heran und schließt mit einer Zusammenfassung und einem Fazit.
2 Vgl. dazu: CRS (Corporate Social Responsibility): www.csreurope.org.
3 Vgl. dazu: www.sa-intl.org.
4 Vgl. dazu: www.wbcsd.org.
5 Vgl. dazu: www.unglobalcompact.org.
6 Vgl. Homann, K. (2005), Globalisierung aus wirtschaftsethischer Sicht, in: Wirtschaftsethik der
Globalisierung, S.7.
3
2. Begriffsbestimmung
Es existieren eine Vielzahl verschiedenster Definitionen für die nachfolgend beschriebenen Begriffe, je nach Organisation, Standpunkt oder Denkansatz. Detaillierte Definitionen sind für diese Arbeit nicht erforderlich, daher werden nur einige beispielhaft genannt. Die Begriffe „Moral“ und „Ethik“ werden, speziell in der Wirtschaftsethik, oft synonym verwendet, hier aber klassisch unterschieden. 7
2.1. Moral
Moral bezeichnet den (in der Regel implizierten) Vorrat an sozialen Regeln, an dem sich die Akteure bei ihren Entscheidungen orientieren und mit dessen Hilfe sich bestimmen lässt, ob eine Handlungsweise sozial erwünscht ist oder nicht.
2.2. Ethik
Die Ethik dagegen ist die Wissenschaft von der systematischen Überprüfung und Beurteilung von Normen, Werten und den an diesen orientierten Handlungen. Insofern stellt die Ethik eine kritische Reflexion über die Moral dar.
2.3. Unternehmensethik
Die Unternehmensethik fokussiert die Betrachtung auf den Gegenstandsbereich der Unternehmung und stellt somit auf die systematische Analyse unterschiedlicher Normen, Werte und Handlungsweisen und ihrer Folgen ab. Sie untersucht Normen und Werte, an denen sich die Handlungen der in der Wirtschaft tätigen Akteure orientieren. Dabei kann zwischen deskriptiver 8 , normativer 9 und analytischer 10 Unternehmensethik unterschieden werden. 11
Nicht selten wird in diesem Zusammenhang von der sozialen bzw. der gesellschaftlichen Verantwortung der Unternehmen gesprochen. 12 Dabei geht es um die Frage, welche Verpflichtungen die Unternehmen gegenüber der Gesellschaft haben. Die öffentliche Diskussion wird weitgehend von dem Vorurteil beherrscht, Marktwirtschaft mit Gewinnstreben und Wettbewerb sei unsolidarisch, und das zeige sich vor allem am Verhalten der großen Unternehmen. 13
7 Vgl. Homann, K., Lütge, C. (2005),S.12.
8 Deskriptive Unternehmensethik: Untersuchung der Existenz und Wirkungen von Normen.
9 Normative Unternehmensethik: Begründung und Empfehlung von Normen.
10 Analytische Unternehmensethik: Untersuchung von Wertkonflikten und ethischen Diskursen.
11 Vgl. Küpper, H.-U., Picot, A. (1999), S.132-148.
12 Vgl. hierzu z.B. die Beiträge in Schneider, U., Steiner, P. (2004).
Arbeit zitieren:
Bernd Hildebrandt, 2011, Unternehmensethik in der Marktwirtschaft am Beispiel Kinderarbeit in Entwicklungsländern, München, GRIN Verlag GmbH
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