I
Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis III
1 Einleitung 1
2 Grundaspekte der Prinzipal-Agenten-Theorie 2
2.1 Begriffsbestimmung. 2
2.1.1 Prämissen 2
2.1.2 Ausgangssituation. 2
2.2 Agenturprobleme 3
2.2.1 Hidden characteristics. 3
2.2.2 Hidden intention 3
2.2.3 Hidden information und hidden action 4
2.3 Agenturkosten 4
2.4 Lösung der Agenturprobleme 6
2.4.1 Anreizsystem 6
2.4.2 Kontrollsystem. 6
2.4.3 Marktmechanismen. 7
2.4.4 Informationssystem. 8
3 Grundlagen der freiwilligen Berichterstattung 8
3.1 Konzepte zur freiwilligen Berichterstattung. 8
3.1.1 Triple Bottom Line Reporting 8
3.1.2 Nachhaltige Berichterstattung. 9
3.1.3 Value Reporting. 10
3.2 Konkretisierung des Value Reportings 10
3.3 Motive für freiwillige Berichterstattung 11
3.3.1 Einfluss des Kapitalmarkts 12
3.3.2 Vergütungsaspekte. 12
3.3.3 Rechtliche Gesichtspunkte. 12
3.3.4 Reputationsgründe 13
3.3.5 Wettbewerbsaspekte 13
3.4 Einflussfaktoren auf freiwillige Berichterstattung. 13
3.4.1 Firmencharakteristika 13
3.4.2 Eigentums- und Kontrollstruktur 14
II
4 Wirkung des Value Reportings 15
4.1 Verbesserung der Informationsversorgung. 15
4.2 Verbesserung der Kapitalmarkteffizienz 16
4.2.1 Verbesserung der Unternehmensbewertung 16
4.2.2 Verbesserung der Aktienliquidität 17
4.2.3 Verringerung der Kapitalkosten. 18
4.3 Kritische Würdigung des Value Reportings 18
5 Zusammenfassung 20
Literaturverzeichnis 21
III
Abkürzungsverzeichnis
BMU Bundesumweltministerium CAPM Capital Asset Pricing Model CVA Cash Value Added bspw. beispielsweise bzw. beziehungsweise d. h. das heißt EPS Earnings per share EVA Economic Value Added etc. et cetera f. folgende ff. fortfolgende GRI Global Reporting Initiative Hrsg. Herausgeber http: hypertext transfer protocol i. d. R. in der Regel KGV Kurs-Gewinn-Verhältnis S. Seite(n) sog. so genannte TBLR Triple Bottom Line Reporting URL uniform resource locator u. a. unter anderem v. a. vor allem vgl. vergleiche VR Value Reporting z. B. zum Beispiel z. T. zum Teil
Einleitung 1
1 Einleitung
Anfang der 1970er Jahre wurden im Rahmen der neuen Institutionenökonomik Ansätze zur Organisationstheorie entwickelt. Diese betrachten Unternehmen - im Gegensatz zu den neoklassischen Beiträgen - nicht mit Hilfe von Produktionsfunktionen, sondern sichern diesen einen institutionellen Charakter zu. Unternehmen werden als ein auf Normen basierendes Handlungssystem angesehen, deren Bestehen ökonomisch zu erklären ist. Im Rahmen des Neoinstitutionalismus entstanden dabei drei verschiedene, eng miteinander verbundene Konzepte: Der Transaktionskostenansatz, die Theorie der Verfügungsrechte sowie die Prinzipal-Agenten-Theorie. Letzterer wird heute die größte Bedeutung zugemessen und bildet den Gegenstand der weiteren Arbeit. 1
Die Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Aktionären und Management, Aufsichtsrat und Vorstand, Vorgesetztem und Untergebenen sind charakteristische Beispiele für Auftragsbeziehungen in einem Unternehmen. 2 Sie alle sind Gegenstand der Prinzipal-Agenten-Theorie, die sich mit der Untersuchung der vertraglichen Beziehung zwischen einem Auftraggeber (Prinzipal) und einem Auftragnehmer (Agent) beschäftigt. Grundproblem hierbei ist, dass die Interessen beider Parteien voneinander abweichen können und der Agent deshalb entgegen dem Sinn des Prinzipals handeln könnte. Im Rahmen der Agency Theorie wird deshalb diskutiert, inwiefern erreicht werden kann, dass der Agent die Erwartungen des Prinzipals erfüllt. 3
Im Rahmen der Arbeit wird zunächst die gerade skizzierte Grundsituation der Agenturtheorie näher erläutert. Anschließend wird aufgezeigt, welche Probleme und Kosten hierbei auftreten können. Zur Lösung werden dann verschiedene Instrumente vorgestellt, bevor sich der weitere Teil der Arbeit der freiwilligen Berichterstattung widmet. Diesbezügliche Ansätze, Inhalte und Motive werden dabei ausführlich beschrieben. Anhand des Value Reportings wird schließlich die Verknüpfung zur Agency Theorie hergestellt, indem aufgezeigt wird, wie ein freiwilliges Reporting zur Lösung von Agency Problemen beitragen kann.
1 Siehe Schreyögg, G. (2008), S. 59f.
2 Die weiteren Ausführungen der Arbeit beziehen sich primär auf die Agenturbeziehung Aktionäre -
Management.
3 Siehe Kieser, A./Ebers, M. (2006), S. 258 und Bea, X. F./Göbel, E. (2010), S. 145f.
Grundaspekte der Prinzipal-Agenten-Theorie 2
2 Grundaspekte der Prinzipal-Agenten-Theorie 2.1 Begriffsbestimmung
Im Folgenden sollen die wesentlichen Prämissen der Agenturtheorie und das sich daraus ergebende Grundproblem dargestellt werden.
2.1.1 Prämissen
Aus der Sichtweise der Agenturtheorie lassen sich Organisationen mit ihren Austauschbeziehungen als ein Geflecht von Vertragsverhältnissen zwischen Individuen interpretieren. Der Unternehmung als juristischer Person kommt dabei eine Koordinationsrolle als fester Vertragspartner für die große Zahl an Vertragsbeziehungen im organisatorischen Kontext zu. 4 Es werden sowohl explizite, d. h. rechtsverbindlich festgehaltene als auch informelle, auf Selbstverpflichtung beruhende implizite Verträge berücksichtigt. Dabei wird angenommen, dass diese nicht präzise genug und meist unvollständig geregelt werden. 5
Die Individuen werden als rationale Nutzenmaximierer angesehen, die ihre Verhaltensweisen nach ihrem individuellen Nutzen ausrichten und dies auch gegenseitig voneinander erwarten. Der persönliche Nutzen beruht dabei auf konstanten Präferenzen über monetäre als auch nicht-monetäre Ziele und schließt dabei ausdrücklich auch opportunistisches Handeln wie Betrug oder Täuschung mit ein. Darüber hinaus wird von begrenzt rationalen Individuen ausgegangen, die nur über unvollständige Informationen verfügen, welche ferner auch ungleich zwischen den Beteiligten verteilt sind. Grundlage jeder Prinzipal-Agenten-Beziehung ist die Annahme, dass der Agent mehr Informationen über seine Eigenschaften, Fertigkeiten und Kenntnisse hinsichtlich des Auftragsgegenstandes besitzt als der Prinzipal. 6
2.1.2 Ausgangssituation
Ausgangspunkt der Prinzipal-Agenten-Theorie stellt die Vertragsbeziehung dar. Der Prinzipal beauftragt zur Erreichung seiner Ziele einen Agenten und überträgt diesem hierfür bestimmte Aufgaben und Kompetenzen. Dadurch kann der Prinzipal vom Leistungsvermögen des Agenten profitieren. 7 Jedoch muss beachtet werden, dass
4 Vgl. Jensen, M. C./Meckling, W. H. (1976), S. 8ff.
5 Siehe Kieser, A./Ebers, M. (2006), S. 259f.
6 Vgl. ebenda, S. 261 und Picot, A./Dietl, H./ Franck, E. (1999), S. 87.
7 Siehe Schreyögg, G. (2008), S. 66.
Grundaspekte der Prinzipal-Agenten-Theorie 3
Entscheidungen des Auftragnehmers nicht nur dessen Nutzen, sondern auch den seines Auftraggebers beeinflusst. Zudem kann der Prinzipal aufgrund der
Informationsasymmetrie die Handlungen, Absichten und Kenntnisse des Agenten nicht vollständig beobachten. Dadurch eröffnen sich dem Agenten Spielräume für opportunistisches Verhalten, er hat somit die Möglichkeit eigene Interessen zu Lasten des Prinzipals durchzusetzen. Je stärker die Interessendivergenz und die Informationsasymmetrie zwischen Prinzipal und Agent ausgestaltet ist, desto größer ist das Risiko, dass der Auftragnehmer entgegen der Vereinbarung agiert. 8
2.2. Agenturprobleme
Soeben wurden die Informationsasymmetrie und die Interessenabweichung als Ursachen für die Agenturprobleme identifiziert. Letzteres kann je nach Situation in drei Klassen differenziert werden, da der Prinzipal nicht die Eigenschaften, Absichten sowie Wissen und Handlungen des Agenten in vollem Umfang beobachten kann.
2.2.1 Hidden characteristics
In diese Kategorie fällt der Umstand, dass der Prinzipal bei der Auswahl des Agenten vor Vertragsschluss nur unzureichende Kenntnisse über dessen Eigenschaften (z. B. Motivation, Fertigkeiten, Wissen) besitzt. Dadurch können „schlechte“ Agenten durch Verheimlichung ihrer unterdurchschnittlichen Merkmale dafür sorgen, dass wirklich „gute“ Agenten vom Prinzipal nicht mehr erkannt werden. Es besteht somit eine hohe Qualitätsunsicherheit bei der Partnersuche. Dadurch kann es zu einer Negativauswahl ungeeigneter Vertragspartner kommen, da die wahren Merkmale des Agenten erst ex post vom Prinzipal festgestellt werden können. Dieses Problem ist auch unter dem Begriff Adverse Selektion bekannt.
2.2.2 Hidden intention
Hidden intention bezeichnet die Situation, in der der Prinzipal die Absichten des Agenten vor Vertragsschluss nicht kennt, sondern diese sich ihm erst danach zeigen. Der Auftragnehmer besitzt beispielsweise die Möglichkeit, dem Prinzipal unbekannte und nachteilige Absichten umzusetzen, indem er Regelungslücken im Vertrag zu seinen Gunsten ausnutzt. Durch die vertragliche Bindung und die Spezifität des Agenten befindet sich der Prinzipal in einem Abhängigkeitsverhältnis zu diesem. Insofern
8 Vgl. Vahs, D. (2009), S. 42 und Kieser, A./Ebers, M. (2006), S. 258f.
Arbeit zitieren:
Bachelor of Science Sebastian Weins, 2011, Freiwilliges Unternehmensreporting als Mittel zur Reduzierung von Agency Problemen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
BWL - Controlling: Freiwilliges Unternehmensreporting als Mittel zur Reduzierung von Agency Problemen ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
BWL - Controlling: neuer Titel erschienen: Freiwilliges Unternehmensreporting als Mittel zur Reduzierung von Agency Problemen
Sebastian Weins hat einen neuen Text hochgeladen
Die Prinzipal-Agenten-Theorie in der Finanzwirtschaft
Analysen und Anwendungsmöglich...
Reinhard Heyd, Michael Beyer
Die Objektivierung des kapitalmarktorientierten Value Reporting
Möglichkeiten und Grenzen des ...
Leif Steinhauer
Human Value Reporting in Deutschland
Analyse der Geschäftsberichte ...
Wolfgang Jäger, Annette Klage, Angela Heinrich
(Human) Value Reporting in Deutschland 2004
Analyse der Geschäftsberichte ...
Wolfgang Jäger, Annette Klage, Angela Heinrich
0 Kommentare