Inhaltsverzeichnis
Abstract
1 Einleitung 1
2 Hintergrund 2
3 Methode 3
3.1 Vorgehen 3
3.2 Deutsch- und englischsprachige Recherche 3
3.2.1 Online Recherche in Bibliothekskatalogen 4
3.2.2 Online Recherche in Literaturdatenbanken 4
3.2.3 Handsuche in Bibliotheken 5
3.3 Auswahlkriterien 5
4 Ergebnisse 5
4.1 Systematische Übersichtsarbeit der Cochrane Collaboration 5
4.2 HTA-Bericht des DIMDI 8
4.3 Literaturanalyse nationaler und internationaler Forschungsarbeiten 9
4.4 Fall-Kontroll-Studie 11
5 Ergebnisdiskussion 12
6 Schlussfolgerung 13
Literaturverzeichnis
1 Einleitung
In Deutschland leben gegenwärtig etwa 1,2 Millionen an Demenz erkrankter Menschen. Jährlich kommen 250.000 Neuerkrankungen hinzu. Die Zahl der Demenzkranken wird nach Schätzungen bis zum Jahr 2050 auf mehr als 2 Millionen steigen (vgl. BMFSJ 2009). Im Zuge dieser Entwicklung steigt auch die Anzahl dementiell erkrankter Patienten im Krankenhaus, die zumeist nicht aufgrund ihrer Demenz, sondern wegen anderer Erkrankungen stationär behandelt werden (vgl. Kleina 2007, S. 6). Kleina et al. schätzen die Größenordnung aufgrund verschiedener Untersuchungsbefunde derzeit wenigstens bei 10% ein. Die Ergebnisse empirischer Studien zeigen, dass es während eines Krankenhausaufenthaltes Demenzkranker, neben weiteren gravierenden Problemen und Folgen, häufig zu einem vermehrten Auftreten problematischer Verhaltensweisen kommt (vgl. Wingenfeld 2005, S. 6). Dabei sehen Pflegekräfte in Allgemeinkrankenhäusern bei sich selbst fachliche Defizite und fühlen sich häufig überfordert im Umgang mit dementiell erkrankten Patienten (Rohrbach 2006). Herausforderndes Verhalten dementiell Erkrankter, darunter werden verhaltensbezogene und psychologische Symptome der Demenz verstanden und unter dem Begriff „BPSD“ (behavioral and psychological symptoms of dementia) gebündelt (vgl. Halek 2006, S. 21), fordert die Pflegekräfte in einer ganz besonderen Weise heraus. Pflegende sind mit Konzepten zur Verbesserung der Kommunikation und zum Umgang mit demenzbedingten Verhaltensweisen, welche in den letzten Jahren im Heimbereich vermehrt Anwendung finden, noch wenig vertraut. Es stellt sich die Frage, welche Konzepte, beziehungsweise Methoden, im Krankenhausbereich sinnvoll erscheinen. Im Rahmen der Evidenzbasierung in der Pflege, sollen wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse zur Verfügung stehen, welche die Evidenz pflegerischer Interventionen belegen. Das Konzept der Validation wird der Pflege im Krankenhaus als wichtige Methode im Umgang mit emotionalen Belastungen oder psychomotorischer Unruhe empfohlen (Höchst/Micka 2000) und kann ohne strukturelle Veränderungen im Versorgungsalltag angewendet werden. Anhand einer systematischen Literaturrecherche unter der Fragestellung: „Wie effizient ist das Konzept der Validation im Umgang mit dementiell erkrankten Patienten mit herausforderndem Verhalten?“, wird die Effektivität von Validation auf ihre Evidenz hin analysiert, um die Empfehlung des Validationskonzeptes zu hinterfragen, weil sie in der wissenschaftlichen Diskussion durchaus umstritten ist (vgl. u.a. Halek 2006). Die Anwendbarkeit von
1
Validation im Kontext Allgemeinkrankenhaus ist aufgrund der Begrenztheit der vorliegenden Arbeit nicht Bestandteil der Recherche, allerdings ist es ohnedies erforderlich vorausgehend zu untersuchen, inwiefern Validation in jeglichen Kontexten Wirkungen in Bezug auf das Verhalten dementiell Erkrankter zeigt.
Die vorliegende Arbeit beginnt mit einem kurzen Hintergrund zu Validation. Anschließend wird die Methode der Recherche dargestellt und folgend die relevantesten Publikationen sowie ihre Ergebnisse vorgestellt und diskutiert. Abschließend wird aus den vorliegenden Ergebnissen eine Schlussfolgerung gezogen.
2 Hintergrund
Ursprünglich wurde das Konzept der Validation von Naomi Feil zwischen 1963 und 1980 für sehr alte Menschen mit kognitiven Einschränkungen entwickelt. Mit der Zeit behauptete es sich vor allem im Umgang mit Demenz- beziehungsweise Alzheimer Erkrankten. Nach Feil können Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in eine von vier Stadien der Desorientierung eingestuft werden. Validation ist laut Feil „eine Ent-wicklungstheorie für sehr alte, nicht orientierte Menschen, eine Methode ihr Verhalten einzuordnen, eine spezifische Technik, die diesen Menschen hilft, durch individuelle Validation und Validations-Gruppen ihre Würde wiederzugewinnen“ (vgl. Feil 2002). Bedeutende Ergebnisse der jahrzehntelangen Untersuchungen von Naomi Feil zur Wirkung von Validation sind: „verstärkte soziale Kontrolle, sich wiederholende Bewegungen (Schreien, Auf- und Abgehen, Schlagen) nehmen ab, die Aggression sinkt, es sind weniger chemisch und physikalische Zwangsmittel erforderlich, Stress sowie Burnout beim Pflegepersonal kann durch Validation vermindert werden“ (vgl. Feil 2002).
Die Integrative Validation, wurde in den 1990iger Jahren von Nicole Richard im Rahmen einer fünfjährigen Bundesarbeitsgruppe konzipiert und kann als eine methodische Weiterentwicklung der Validation nach Feil gesehen werden. Richards hat einen praxis-orientierten Ansatz entwickelt und integriert die Validation in ein ganzheitliches Pflegekonzept (vgl. Grond 2005).
2
3 Methode
3.1 Vorgehen
Um die Effektivität von Validation bei Menschen mit dementieller Erkrankung jeglicher Art und kognitiven Einschränkungen beurteilt zu können, wurde nach Publikationen über die Effekte von Validation beziehungsweise Validationstherapie, Validationsmethode und Validationskonzept, auf das Verhalten von Menschen mit Demenz, der Jahre 2000-2009 gesucht. Vorwiegend wurde nach Systematischen Übersichtsarbeiten, RCTs und Studien mit angemessenem Design recherchiert.
3.2 Deutsch- und englischsprachliche Recherche
Um einen Überblick der publizierten Literatur zu erhalten, wurde zunächst mit den Suchbegriffen „Demenz“ und/oder „Validation“ gesucht. Die Treffer waren sehr umfassend, beziehungsweise unspezifisch, daher wurde anschließend zudem mit folgenden Schlagwörtern in unterschiedlichsten Kombinationen mit Hilfe Boole`scher Operationen und auch unter Gebrauch von Trunkierungen recherchiert: „Alzheimer“, „Validations -therapie, -konzept, -methode, -ansatz“, „VT“, „emotionsorientiert“, „psychologisch“ „Pflege“, „Intervention“, „N. Feil“, „N. Richard“ „BPSD“, „herausforderndes Verhalten“.
Die zunächst benutzten englischsprachigen Suchbegriffe waren „dementia“ und/oder „validation“. Die Trefferquote war relativ hoch und beinhaltete, weil der Begriff „validation“ mehrere Bedeutungen besitzt, auch viele Artikel die keineswegs zur Forschungsfrage passten. So wurde den englischen Suchbegriffen die Wörter „care“ und/ oder „nursing“ hinzugefügt um pflegerelevante Ergebnisse zu erhalten. Zudem wurde mit den Begriffen: „therapy“, „dementia sufferer“, „dementia patient“, „interventions“ „challenge“, „BPSD“ und „behaviour“ in verschiedensten Kombinationen gesucht. Anschließend wurden die Treffer auf Passgenauigkeit überflogen und die wichtigsten Artikel später in der Teilbibliothek der Fachhochschule Hannover Fakultät V Diakonie, Gesundheit und Soziales oder der Medizinischen Hochschule Hannover gesichtet.
3
Arbeit zitieren:
Sandra Mehmecke, 2010, Effektivität von Validation bei herausforderndem Verhalten von dementiell erkrankten Menschen, München, GRIN Verlag GmbH
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