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Gliederung
1. Einführung 3
2. Plot des Films „Briefträger Müller“ 3
3. Die im Film dargestellte Familie im Vergleich zur 5
Rolle der Familie im Nachkriegsdeutschland der
50er Jahre
3.1 Charaktersierung der Familienverhältnisse der 5
Familie Müller
3.2 Vergleich der Familie Müller mit der Entwicklung 6
der Familie der Nachkriegszeit
4. Fazit 9
5. Literatur 9
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1. Einführung
In folgendem Essay wird der westdeutsche Heimatfilm der 1950er Jahre exemplarisch am Beispiel des Films „Briefträger“, gedreht 1953 mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle analysiert. Analyseziel dieses Essay ist, die Rolle der Familie, welche im Heimatfilm der 50er Jahre thematisiert und stereotypisch darzustellen versucht wurde, genauer zu beschreiben, beziehungsweise Darstellungsweisen der Familie im Film und die reale Position der Familie in Westdeutschland der 1950er miteinander zu vergleichen.
Zuerst wird der Inhalt des Films detailliert zusammengefasst und ansatzweise zu analysieren versucht, wobei die Analyse zu Anfang eher oberflächlich bleibt. Das darauf folgende Kapitel dieses Essays setzt sich schließlich mit dem Kern dieser Arbeit auseinander, in dem zuerst eine Analyse der Familienstrukturen der Müllers versucht wird und das Resultat dieser letztlich mit den allgemeinen Familienverhältnissen im Deutschland der Nachkriegszeit verglichen wird. Zuletzt erhält dieser Essay noch ein kurzes Fazit zur allgemeinen Darstellung der Familie im Heimatfilm und einem Ergebnis der vorherigen Analyse.
2. Plot des Films „Briefträger Müller“
Der westdeutsche Heimatfilm „Briefträger Müller“ entstand im Jahre 1953 und wurde vom deutschen Regisseur John Reinhardt gedreht. In der Hauptrolle des „Briefträgers Müller“ ist Heinz Rühmann, einer der bekanntesten deutschen Schauspieler des 20. Jahrhunderts zu sehen.
Die Handlung des Films beginnt in der malerischen, vom Krieg völlig unzerstörten Stadt Meersburg am Bodensee. Der Briefträger Titus Müller, gespielt von Heinz Rühmann, trägt täglich die Post in dem kleinen Städtchen aus und kommt abends müde, aber glücklich vom Dienst nach Hause zu seiner Familie. Diese wohnt in einem idyllischen kleinen Häuschen mit Garten und besteht aus seiner Frau, Charlotte, genannt „Kaninchen“ (gespielt von Heli Finkenzeller), seiner adoleszenten
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Tochter Mieze (Gisela Mayen), seinem 12jähirgen Sohn Günther (Wolfgang Condrus) und dem kleinen Karl-Heinz.
Eines Tages erhält der Familienvater Titus Müller einen Brief von seiner ihm bis dato unbekannten, in Italien lebenden Tante Anna, welche Titus als möglichen Erben erwähnt. Dazu bedarf es allerdings der Gunst der Hündin der Tante Ambrosia, welche sie Titus Müller beim Empfang im Anwesen der Tante erweist, da dieser eine Wurst in seiner Tasche trägt. Trotz anfänglicher Zweifel der Familie als mögliche Erben des Vermögens der Tante eingesetzt zu werden, welcher durch die große Anzahl möglicher Erben im Anwesen entsteht, wird die Familie, beziehungsweise Titus Müller als „Verwalter“ des Erbes eingesetzt.
Nach dem plötzlichen Tod der Tante, deren Erbe zuerst an die Hündin und nach deren Tod an den Welttierschutzverein gehen soll, macht sich die Familie daran das Vermögen „effizient“ für sich zu nutzen, da sie voll über dieses verfügen können. Sie beziehen das Anwesen der Tante. Titus Müller steigt das Vermögen aber schnell zu Kopf und er beginnt überheblich zu werden, was sich in dem Wunsch äußert, neben seiner Gattin eine „Mätresse“ nach königlichem Vorbild zu haben, spendet er einen erheblichen Betrag der dubiosen „Aufwärts-Partei“, deren „Vertreter“ sich als Betrüger erweisen und mit dem Geld von Dannen ziehen. Daraufhin trennt sich seine Frau wegen seiner Überheblichkeit von ihm und seine Tochter heiratet. Jeder, der ihm einst lieb und wichtig war, distanziert sich nun von ihm und zu allerletzt verstirbt auch noch die Hündin Ambrosia bei der Geburt ihrer Welpen, was das Ende seines wohlhabenden Lebens und gleichzeitig ausschweifenden Lebensstils bedeutet. Für seine „Mätresse“ ist er ohne Vermögen von nun an nicht mehr interessant und so begibt er sich allein, nur mit einem Welpen zurück zu seinem kleinen Haus, trifft aber zufälligerweise auf seine Tochter bei ihrer Hochzeit. Beinahe gleichzeitig macht ihn die Heilsarmee ausfindig, der er zwischenzeitlich 100.000 Mark gespendet hatte und „küren ihn zum Helden“, denn das Geld wurde als Startkapital für deren neue nach ihm benannte Stiftung verwandt.
Trotz der Umstände findet Titus Müller in sein altes Leben zurück und wird wieder Briefträger in seinem Heimatstädtchen, zusammen mit seinem früheren, glücklichen Familienleben.
Arbeit zitieren:
Tobias Molsberger, 2011, Das Bild der Familie im westdeutschen Heimatfilm der 1950er Jahre, München, GRIN Verlag GmbH
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