Inhalt
Abbildungsverzeichnis 2
1. Einführung. 3
2. Mindestlohn. 4
2.1 Befürworter des Mindestlohns 4
2.2 Gründe für den Mindestlohn 4
2.3 Aktuelles. 5
3. Flexibilisierung und Deregulierung des Arbeitsmarkts 6
3.1 Begründung der Befürworter. 7
4. Betrachtung des Arbeitsmarkts 7
5. Theoretische Grundlagen des Arbeitsmarkts 9
5.1 Die klassische Theorie. 9
5.1.2 Die Arbeitsnachfrage in der Klassik 10
5.1.3 Das klassische Arbeitsangebot 10
5.2. Die keynesianische Theorie. 11
5.2.1 Das Arbeitsangebot und die Arbeitsnachfrage bei Keynes. 12
6. Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt 13
6.1 Auswirkungen in der klassischen Theorie. 14
6.2. Auswirkungen bei Keynes. 15
7. Fazit. 16
8. Literaturverzeichnis. 18
8. 18
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Arbeitsmarktzusammenhang.
Abbildung 2 Arbeitsmarktmechanismus durch flexible Löhne
Abbildung 3 Arbeitsnachfragefunktion in der Klassik
Abbildung 4 Arbeitsangebot in der klassischen Theorie
Abbildung 5 Arbeitsangebot bei Keynes
Abbildung 6 Arbeitsnachfrage bei Keynes
Abbildung 7 Mindestlohn in der klassischen Theorie.
Abbildung 8 Auswirkung Mindestlohn bei Keynes
1. Einführung
Zurzeit werden in arbeitsmarktpolitischen Diskussionen verschiedene Standpunkte deutlich, die in ihren Grundzügen stark voneinander abweichen. Zum einen wird immer wieder das Thema Mindestlohn aufgegriffen. Demgegenüber wird eine Deregulierung und Flexibilisierung des Arbeitsmarktes gefordert.
Um diese beiden Standpunkte näher durchleuchten zu können, muss eine genaue Definition dieser erfolgen. „Ein Mindestlohn ist zunächst ein durch den Staat oder durch Tarifpartner verbindlich festgelegtes Mindestarbeitsentgelt bzw. ein verbindlich festgelegter Mindeststundenlohn.“ 1 Flexibilisierung des Arbeitsmarktes kann beispielsweise bedeuten, dass bestimmte Branchen selbständig über ihre Lohnpolitik entscheiden, ohne dabei Rücksicht auf bestehende tarifliche Vereinbarung nehmen zu müssen. 2 Unter der Deregulierung versteht man, dass staatliche Einflüsse zurückgefahren werden, um die Regulierung des Arbeitsmarktes den Marktteilnehmern selbst zu überlassen.
In meiner Hausarbeit werde ich auf die von den Befürwortern dieser Standpunkte angeführten Begründungen eingehen und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt anhand der klassischen und der keynesianischen Theorie betrachten. Hierzu ist es zunächst notwendig, die Befürworter zu lokalisieren und eine grundlegende Betrachtung der Theorien vorzunehmen. Außerdem soll zum besseren Verständnis der Arbeitsmarkt näher betrachtet werden.
1 Förderland Wissen für Gründer und Unternehmer (abgerufen am 06.02.2011)
2 Vgl. Schenk Hermann, 4. Auflage Januar 2009, S.30
2. Mindestlohn
2.1 Befürworter des Mindestlohns
Zu den Befürwortern des Mindestlohns zählen zunächst einmal die Arbeitnehmer, die durch ein zu geringes Lohnniveau in Armut leben müssen, da ihr Lohn einfach nicht ausreicht, um die monatlichen Lebenskosten zu decken.
Außerdem wird der Mindestlohn durch Gewerkschaften befürwortet. Der Deutsche Ge-werkschaftsbund DGB hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Mindestlohn für alle Arbeitnehmer zu fordern. Durch Veranstaltungen wie die jährlichen Kundgebungen zum 1.Mai tragen sie diese Meinung an die Öffentlichkeit unter dem Motto: „Wir gehen vor! Gute Arbeit, gerechte Löhne, starker Sozialstaat.“ 3
Bei den Parteien gibt es zum Thema Mindestlohn zurzeit keine einheitliche Meinung: Die SPD beispielsweise spricht sich für einen Mindestlohn von 7,50 Euro aus, die FDP hingegen ist gegen einen gesetzlichen Mindestlohn. 4
2.2 Gründe für den Mindestlohn
Es gibt eine große Zahl an Argumenten, die die Befürworter des Mindestlohns für dessen Einführung anbringen:
Durch die Einführung eines Mindestlohns wird bei Arbeitnehmern, deren Lohn zuvor unter diesem lag, ein Mehrverdienst generiert. Dieser Mehrverdienst kann zu steigender Kaufkraft und somit zu mehr Umsatz der Unternehmen führen. Die Unternehmen wiederum können dadurch die Mehrkosten durch den Mindestlohn ausgleichen und neue Arbeitnehmer einstellen.
3 Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) (abgerufen 06.02.2011)
4 Vgl. Back view Parteiprogramme im Praxistest (abgerufen am 07.02.2011)
Außerdem könnte der Mindestlohn Lohndumping verhindern. Lohndumping entsteht durch den zunehmenden Preisdruck zwischen den Unternehmen, die versuchen durch Senkung der Lohnkosten Produkte günstiger anbieten zu können. Diese Abwärtsspirale könnte durch den Mindestlohn nach unten begrenzt werden. Zusätzlich spricht für die Einführung des Mindestlohns, dass es in anderen EU-Mitgliedstaaten zu keinen negativen Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt kam und so die Anwendung in der Praxis schon vielfach getestet wurde. (72% der EU-Mitgliedstaaten haben schon einen gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn) 5 6 7 Bekämpfung von Armutslöhnen ist ein weiteres Argument der Befürworter. In Deutsch-land leben viele Menschen unterhalb der Armutsgrenze, trotz Arbeit. So mussten beispielsweise im Jahre 2006 880 000 Erwerbstätige zusätzlich zu ihrem Lohn Sozialleistungen beantragen. 8
Aus psychologischen Gründen könnte ein Mindestlohn insofern sinnvoll sein, da durch eine gerechtere Entlohnung der Mitarbeiter deren Motivation gesteigert werden kann. Für viele Arbeitnehmer ist die Arbeit nicht nur eine Beschäftigung, um die monatlichen Kosten zu begleichen, sondern auch in gewisser Weise eine Wertschätzung und Anerkennung, die durch höhere Löhne gesteigert werden könnte.
2.3 Aktuelles
Am 10. Februar 2011 fand eine Debatte im Bundestag bezüglich des Themas Mindestlohn statt. Auslöser dieser Debatte ist die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit der EU-Bürger ab Mai 2011, die es erlaubt, dass nahezu alle EU-Bürger in Deutschland arbeiten dürfen. Daraufhin haben die SPD und Bündnis 90/Die Grünen die Befürchtung, dass im Bereich niedriger Löhne noch stärkere Konkurrenz herrschen könnte und das Problem des Lohndumpings verstärkt wird. Aus diesem Grund haben sie den Antrag auf diese Debatte gestellt, um einen flächendeckenden Mindestlohn im Gesetz zu verankern. 9
5 Vgl. Mittelstanddirekt Strategie und Management (abgerufen am 06.02.2011)
6 Vgl. Förderland Wissen für Gründer und Unternehmer (abgerufen am 06.02.2011)
7 Vgl. Initiative Mindestlohn(abgerufen am (07.02.2011)
8 Vgl. Michael Leutert, Positionspapier der Linken (abgerufen am 08.02.2011)
9 Vgl. Textarchiv des deutschen Bundestags (abgerufen am 08.02.2011)
Arbeit zitieren:
Stephen Nusser, 2011, Einführung von Mindestlöhnen, München, GRIN Verlag GmbH
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