des Lernbereichs zu Medienkompetenz und Verantwortungsbereitschaft bei den Schülern führen soll. Inhalts-/Sachanalyse
Der Schwerpunkt der Unterrichtsstunde ist auf den politischen Willensbildungsprozess gelegt. Diverse Faktoren, wie die optische Inszenierung und die Themenpräsentation in den Zeitungen, nehmen Einfluss auf den Meinungsbildungsprozess. Ziel ist es, das die Schüler dieses erkennen und berücksichtigen lernen, wenn sie zu einem Themenkomplex Stellung beziehen. In einer demokratischen Gesellschaft ist es von hoher Bedeutung, dass die Lernenden zur politischen Mündigkeit erzogen werden. Sie müssen fähig sein, sich aus den Medien, die für sie wichtigen Informationen herauszufiltern und diese korrekt zu deuten, um sie angemessen beurteilen zu können. Der Meinungs- und Willensbildungsprozess nimmt eine zentrale Rolle ein und stellt die Leitlinie einer modernen Demokratie dar. Die Ziele des Gemeinschaftskundeunterrichtes sind in den Bildungsstandards (Detjen u.a. 2004) festgehalten und umfassen die Kompetenzentwicklung auf drei Ebenen, die in einem interdependenten Verhältnis zueinander stehen. Die politische Urteilsfähigkeit, politische Handlungsfähigkeit sowie die methodischen Fähigkeiten sollen entwickelt und geschult werden (Detjen u.a. 2004, S. 13).
Bedingungsanalyse
Laut des sächsischen Lehrplans ist für die Klassenstufe 11 an den Gymnasien der Gemeinschaftkundeunterricht festgeschrieben. Der Gemeinschaftkundeunterricht dient unter anderem der Vermittlung von Wissen über das politische System der Bundesrepublik Deutschland. In der vorliegenden Unterrichtsplanung wird aus diesem Themenbereich der Einfluss von Medien auf den politischen Willensbildungsprozess aufgegriffen. Da das allgemeine Interesse an politischen Medien und generell an Politik bei Schülern teilweise gering ist, muss der Lehrer motivierend auf die Schüler einwirken. Die Unterrichtsstunde soll durch ein nicht zu politisches Thema gestaltet werden. Dabei wird ein aktuelles der Gesellschaft leicht zugängiges Thema, die Schweinegrippe, verwendet. Anhand dieses Beispiels sollen die Schüler durch den Einsatz verschiedener Texte und einer Karikatur die Wirkung der Medien auf den Willensbildungsprozess erkennen und überprüfen.
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Lernziele
Kognitiv: Die Schüler sollen mit den Umgang verschiedener Medien vertraut gemacht werden. Dabei sollen sie lernen Medien zu Interpretieren und diese richtig in den Kontext der Ereignisse einordnen. Sie sollen weiterhin beurteilen können welchen Einfluss Medien auf den politischen Willensbildungsprozess haben. (Kompetenzentwicklung)
Affektiv: Die Schüler lernen den Umgang mit politischen aber auch allgemeinen Medien, indem sie eine Beispielkarikatur und zwei Beispieltexte auswerten. (Kompetenzentwicklung)
Psychomotorisch: Die Schüler unterscheiden verschiedene politische Medien indem sie visuelle, audiovisuelle und auditive Medienbeispiele auf ihren Informations- und Realitätsgehalt überprüfen. (Wissenserwerb und Kompetenzentwicklung)
Methodisch: Die Schüler sind in der Lage Medien zu interpretieren und den Einfluss dieser auf ihren Willensbildungsprozess und den der Gesellschaft zu erkennen indem sie Texte zu einem Thema aus einer überregionalen Wochenzeitung (Die Zeit) und einer Boulevardzeitung (Bild) miteinander vergleichen. (Werteorientierung)
Zentrale Aufgabenstellung
Indem die Schüler mündlich auf die Karikatur eingehen, erhalten sie einen ersten Eindruck, welchen Einfluss die Medien auf den Willensbildungsprozess ausüben und wie die Inszenierungstechnik unterschiedlich auf die Schüler wirkt.
In der Auseinandersetzung mit der Textquelle erfahren die Schüler, wie die unterschiedlichen Inszenierungen der Zeitungen ihren Willensbildungsprozess beeinflussen.
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Begründung der Methodenwahl
Unterrichtseinstieg durch eine Karikatur
Da Schüler zu Beginn der Unterrichtsstunde oft unachtsam und noch in Gespräche aus der Pause vertieft sind, ist ein visueller Anreiz unserer Meinung nach eine gute Wahl, das Thema zu beginnen. Durch eine Karikatur lässt sich auf unkomplizierte und recht zügige Weise nicht nur ein Einstieg in das Thema finden, sondern stellt auch einen guten Überblick dar. Die Schüler versuchen wie in einem Rätsel die Details der Karikatur zu erkennen und entsprechend aus ihnen schlau zu werden. Darüber hinaus sind Karikaturen oft mit einem gewissen Witz verbunden und für was sind Menschen, gerade wenn sie noch so jung sind, mehr zu gewinnen, als für Humor. Die Karikatur ist nicht direkt auf Schweingrippe bezogen, um den Schülern für die Deutung einen breiteren Korridor an Möglichkeiten zu lassen. Das hierzu stattfindende Lehrer-Schüler-Gespräch ist enorm wichtig, um den Einstieg nicht ins Leere fallen zu lassen. Die Schüler brauchen ein Feedback für ihre Meinungen über die Zeichnung und eine gewisse Leitung der Themenfindung. Hierbei wird jedoch verstärkt darauf geachtet, dass die Schüler den Hauptteil der Diskussion übernehmen. Der Lehrer greift so wenig wie möglich, aber so oft wie nötig ein.
Es wurde sehr darauf geachtet, den Unterricht nicht zu sehr zu überladen. Deswegen wurde der Einsatz der Medien so gering wie möglich gehalten. Egal ob Overheadprojektor, Powerpoint oder Fernseher, jeder Einsatz von besonderen Medien im Unterricht sollte nicht um seiner Selbstwillen geschehen, sondern für einen bestimmten Zweck unbedingt nötig oder am besten geeignet sein. So wäre hier der Einsatz eines Computers unnötig gewesen, da eine einzelne Folie auf dem (meist standardmäßig vorhandenem) Overheadprojektor vollkommen ausreicht. Eine Powerpoint Präsentation hätte die Schüler wohlmöglich nur abgelenkt vom eigentlichen Thema und für einen Computer hätte man in den meisten Fällen erst einen neuen Raum organisieren müssen, was nicht nur Zeit sondern auch Aufmerksamkeit gekostet hätte. Arbeit und Auseinandersetzung mit dem Text
Die anschließende Arbeit mit den Texten ist in gewisser Weise zwangsläufig notwendig, da man eine Stunde über Willens- und Meinungsbildung nicht gestalten kann, ohne gewisse Meinungen zu präsentieren. Die Verwendung von relativ gegensätzlichen Meinungen aus Medien, mit denen Menschen tagtäglich konfrontiert sind (Fernsehen, Radio, Zeitung), eignet sich hierfür am besten. In diesem Fall wurden Zeitungsartikel ausgewählt, um die Schüler zu
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Arbeit zitieren:
Jan Seichter, 2010, Stundenthema: Beeinflussung der politischen Willensbildung durch Medien - „BILD dir deine Meinung“, München, GRIN Verlag GmbH
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