Inhalt
1. Einleitung. 2
2. Lebenssituation junger Muslime in Deutschland 3
3. Religion, Sitten und Bräuche sowie Verständnislosigkeit. 6
4. Fazit 8
5. Literaturverzeichnis 10
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1. Einleitung
„Wer einen Menschen bessern will, muss ihn erst einmal respektieren“ (Ronner, M. zit. n. Romano Guardini. S. 237, 2003). Mit diesem Zitat von Romano Guardini soll die schriftliche Ausarbeitung zum Thema „Jung und Moslem in Deutschland“ eingeleitet werden. Es verweist auf ein immer größer werdendes Problem in der Bundesrepublik Deutschland, welches in Form von spannungsvollen Beziehungen zwischen den Religionen bzw. Glaubensrichtungen, aber auch in Bezug auf die unterschiedlich gelebten Werte und Normen des Islams auf der einen Seite und der westlichen Welt auf der anderen Seite zum Ausdruck kommt. Gegenseitiger Respekt, ein friedvolles Zusammenleben und Vorurteilslosigkeit scheinen in Deutschland deshalb immer weniger Bestätigung zu finden.
Die vorliegende schriftliche Ausarbeitung nimmt sich der Analyse dieses Problems an und geht speziell auf die jüngere Generation, der in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Muslime ein.
Im ersten Kapitel wird auf die Struktur, Sprachkenntnis, Wohnverhältnis, schulische Ausbildung sowie der Arbeitssituation der in Deutschland wohnhaften Muslime eingegangen. Die Basis der dafür notwendigen Daten zur weiteren Veranschaulichung liefert hauptsächlich das Sammelband „Junge Muslime in Deutschland“ von Claudia Lübcke, welches sich auf Ergebnisse aktueller, empirischer Untersuchungen zu diesem Themenbereich bezieht. Ein erster Überblick und die Beschreibung von relevanten Hintergrundinformationen sollen in diesem Teil aufgezeigt werden, wobei die Bedeutung der Glaubensrichtung noch unbeachtet bleibt und erst im anschließenden Kapitel aufgegriffen wird. Die Problemstellung der Diskriminierung, soziale Benachteiligung und unzureichende Integration werden folgend im zweiten Kapitel eingeleitet und später weiter behandelt. Die Frage der herrschenden Verständnislosigkeit auf deutscher bzw. nichtmuslimischer Seite soll hier hervorgehoben werden. Aufgrund dessen werden provozierende und sogenannte „Reizthemen“, wie die Zwangsheirat, das Tragen des Kopftuches oder der Ehrenmord, die ihre Legitimation dem islamischen Glauben verdanken und das 2
alltägliche Leben junger Muslime in Deutschland beeinflussen, untersucht sowie diskutiert (vgl. Lübcke, C. S. 7, 2007). Im Anschluss findet sich das Fazit, welches meine persönlich geleitete und kritische Stellungnahme zu dem Vorangegangenen veranschaulicht.
Zusätzlich ist anzumerken, dass sich die vorliegende Arbeit als eine schriftliche Ausarbeitung des bereits vorgetragenen Referatsthemas vom 05.03.2009 bei Frau Dr. Ulrike Ofner der Helmut-Schmidt Universität Hamburg „Jugendkulturen junger Muslime“ versteht. Auch hier wurde die oben bereits erwähnte Lektüre von Frau Claudia Lübcke verstärkt genutzt, weshalb diese bei der Verschriftlichung des Themenbereiches ebenfalls Verwendung findet.
2. Lebenssituation junger Muslime in Deutschland
Anlässlich der Anwerbung und Einreise muslimischer Arbeitnehmer und ihrer Familien gehört der Islam heutzutage zur drittgrößten Glaubensgemeinschaft in Deutschland (vgl. Lemmen, T. S. 11, 2001). Insgesamt liegt die Zahl der in Deutschland lebenden Muslime bei knapp 3,3 Millionen. Dies entspricht der Hälfte aller in Deutschland ansässigen Ausländer, die sich der Religion des Islams verbunden fühlen (vgl. Lübcke, C. S. 33, 2007). Nimmt man folglich eine Gliederung der vorliegenden Zahlen vor, so fällt auf, dass der wesentliche Teil der Muslime aus der Türkei stammt. Mit 60% bilden sie somit den Hauptanteil der Muslime. Die restlichen 40% der in Deutschland wohnhaften Muslime geht aus den Nationalitäten, wie dem Iran (2%), Afghanistan (2%), Marokko (2%), kleine Teile des Libanon (1%), Pakistan (1%), Tunesien (1%) sowie aus 26% deutscher Muslime hervor, die in erster Linie eingebürgert wurden. Diese Daten und Zahlen sind aus dem statistischen Bundesamt von 2005 entnommen, wodurch aus heutiger Sicht keinerlei große Differenz besteht. Trotzdem muss das Problem verdeutlicht werden, dass kaum Daten zur Sozialstruktur der jungen Muslime in Deutschland vorhanden sind (vgl. Lübcke, C. S. 33, 2007). Jedoch können weiter Aussagen über die Wohnverhältnisse von Migranten getroffen werden. Eine ausländische Familie beansprucht im Gegensatz zu einer deutschen Familie bei gleichgroßem Haushalt eine geringere Wohnfläche. „Trotz der kleineren Wohnungen und größeren Haushalte sind
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Arbeit zitieren:
Johannes Keller, 2009, Jugendkulturen junger Muslime, München, GRIN Verlag GmbH
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