Gliederung:
1. Einführung S.2
2. Erwachsenenbildung- allgemeiner Überblick S.2
3. Geschichte der Erwachsenenbildung S.5
4. Fazit S.10
5. Literaturverzeichnis S.11
1
1
1. Einführung:
In dieser Hausarbeit wird auf die geschichtliche Entwicklung der Erwachsenenbildung eingegangen. Diese werden chronologisch geordnet erwähnt und in ihrer Funktion beschrieben. Wolfgang Seitter macht in seiner Arbeit „Geschichte der Erwachsenenbildung“ deutlich, dass eine einheitliche festgeschriebene Geschichte der Erwachsenenbildung nicht existiert (vgl. Seitter, W. 2000 S. 7). Dieser Meinung schließe ich mich nur zum Teil an, nachdem ich mich vorab mit diesem Thema befasst habe. Schon aufgrund der eigentlichen Unstrukturiertheit oder der Vielfältigkeit der Erwachsenenbildung ist es nicht einfach die historische Entwicklung der Erwachsenenbildung darzustellen. Trotzdem ist es mir gelungen einen allgemeinen Überblick über die Institutionen der Erwachsenenbildung aufzuzeigen.
Ich bin durch einen Text von Rolf Arnold über die Erwachsenenbildung und die jeweiligen Probleme und Perspektiven, welcher im Seminar „Struktur und Transformation der Weiterbildung“ behandelt worden ist, auf dieses Thema, bzw. auf die Institutionen der Erwachsenenbildung aufmerksam geworden (vgl. Arnold, R. 2006 S.96-107). Jedoch war es auch für mich eine Art Herausforderung eine Hausarbeit über dieses Thema zu verfassen, nachdem mir mein Dozent Dr. Peter Kossack einen kleinen Denkanstoß zur Themenauswahl gegeben hat. In Punkt zwei wird als erstes auf die Erwachsenenbildung eingegangen. Hier soll dem Leser in einfachen und kürzen Zügen die Erwachsenenbildung im Allgemeinen vorgestellt werden. Darin enthalten ist die Definition der Erwachsenenbildung und die Struktur bzw. wird speziell auf das Strukturbild von Rolf Arnold eingegangen, da dieses die Erwachsenenbildung am ehesten erfasst und beschreibt. Anschließend wird die allgemeine Geschichte der Erwachsenenbildung vorgestellt. Damit wird eine Art „postulierte Chronologie“ der Erwachsenenbildung geschaffen, was der Kern dieser Arbeit sein soll. In Punkt vier findet sich nun das Fazit, in dem meine eigene Meinung, sowie ein Resümee zu diesem Thema die Arbeit abschließen soll.
2
2. Erwachsenenbildung- allgemeiner Überblick:
Um die Institutionen der Erwachsenenbildung und die geschichtliche Entwicklung erläutern zu können, muss der Begriff Erwachsenenbildung erklärt und definiert werden. Was versteht man darunter und gibt es Unterschiede zum Begriff der Weiterbildung? Ist die Erwachsenenbildung mit dem Bildungssystem Deutschlands zu vergleichen oder sogar ein Teil von diesem und was ist unter den Trägern der Erwachsenenbildung zu verstehen? Viele Fragen, die nun hier ihre Antwort finden. Die am zutreffendste Definition der Erwachsenenbildung lautet:
„Erwachsenenbildung ist die organisierte, zielgerichtete Fortsetzung des Lernprozesses neben oder nach der Berufstätigkeit“ (Siebert, H. 1972 S.10). Aus dieser Definition, welche zugleich auch ein Definitionsvorschlag des Deutschen Bildungsrates von 1970 ist, wird deutlich, dass die Erwachsenenbildung eine Art Lernen ist, welches weiter geführt wird. Dieses weitergeführte Lernen knüpft sich an das Lernen, welches in Schulen und Universitäten, also in den primären, sekundären oder tertiären Bereichen des Bildungssystems stattfand, an. Meist dann, wenn man einen Beruf nachgeht und sich aufgrund dessen weiterbilden muss, was vom Arbeitgeber veranlasst und somit als Fortbildung bezeichnet wird. Durch eine vom Arbeitgeber veranlasste Fortbildung, erhält die Person, der Arbeitnehmer, eine spezifische Qualifikation, die entscheidend und wichtig für die weitere Ausführung seiner Arbeit in dem Unternehmen ist. Dieses Beispiel veranschaulicht nun den Qualifikations- und Kompetenzerwerb bezogen auf die Verbindlichkeit zu lernen, die der Arbeitgeber von seinem Arbeitnehmer verlangt. Trotzdem kann man allgemein sagen, dass die Erwachsenenbildung zu bestimmten Qualifikationen führt. „Die Bevölkerung nimmt die
Erwachsenenbildung in erster Linie als ein Angebot von Veranstaltungen zur Kenntnis“ (Knoll, J. 1979 S.6). Die Veranstaltungen führen anschließend zu Qualifikationen und neuem Wissen in einem bestimmten Bereich. Erwachsenenbildung unterteilt man in ein dreigliedriges Gefüge. Der Träger der Erwachsenenbildung, die Einrichtung und die Veranstaltung (vgl. Knoll, J. 1979, S.6). Der Unterschied zwischen den Trägern und den Einrichtungen ist nur sehr schwierig aufzuzeigen. Unter einem Träger der Erwachsenenbildung versteht man den „Verantwortlichen“, der die formalrechtlichen und finanziellen
Voraussetzungen schafft, dass eine Einrichtung der Erwachsenenbildung
3
vernünftig arbeiten kann (vgl. Knoll, J. 1979 S.6). Ein Mitarbeiter der Erwachsenenbildung ist somit von einem Träger angestellt, arbeitet in einer Einrichtung und ist mitverantwortlich für die Veranstaltungen, die angeboten werden (vgl. Knoll, J. 1979 S.6). Die Institutionen der Erwachsenenbildung, auf die im weiteren Verlauf eingegangen wird, können nun Träger oder auch Einrichtungen sein. Der Begriff Institutionen kompensiert demnach beide Begriffe und gilt eher als Oberbegriff (vgl. Knoll, J 1979 S.7). Nachdem nun erläutert wurde, was man unter Erwachsenenbildung allgemein versteht und was eine Institution der Erwachsenenbildung ist, wird jetzt auf Hauptnachfrager der Erwachsenenbildung eingegangen. Diese sind die Individuen, die Betriebe und der Staat. Die Individuen versuchen über die Erwachsenenbildung die Probleme ihrer Lebensbewältigung zu bearbeiten und demnach die Wünsche und Anliegen an diese zu richten (vgl. Kaiser, F., Pätzold, G. 2006 S.237). Die Betriebe fordern von der Erwachsenenbildung, dass diese den Arbeitnehmern und Beschäftigten der Betriebe gewisse Qualifikationen vermitteln. Aufgrund des technologischen und wirtschaftlichen Wandels ist daher die Nachfrage der Betriebe enorm gestiegen. Der Staat ist der letzte „Nachfrager“, welcher zum Beispiel über die Erwachsenenbildung gesellschaftliche Probleme behandelt sehen will. Er versucht damit das Konfliktpotenzial der Bevölkerung zu reduzieren. Auf der anderen Seite subventioniert der Staat die Erwachsenenbildung und gibt die rechtlichen Rahmenbedingungen vor (vgl. Kaiser, F., Pätzold, G. 2006 S.237). Die Struktur der Erwachsenenbildung lässt sich in diesem Abschnitt gut aufzeigen. Wie schon am Anfang kurz erwähnt, gibt es die offene Erwachsenenbildung. Das Gegenteil dazu ist die geschlossene
Erwachsenenbildung oder Weiterbildung. An dieser Stelle bietet sich jedoch ein Exkurs an, den Unterschied zwischen der Erwachsenenbildung und Weiterbildung zu erläutern, da beide Begriffe oft verwendet werden. Viele Autoren, die sich mit der Erwachsenenbildung befassen, behaaren darauf, dass man Erwachsenenbildung voneinander trennen muss. Jedoch gibt es auf der anderen Seite Autoren, welche beide Begriffe anwenden, weil sie inhaltlich und auch praktisch dasselbe aussagen und bewirken. Weiterbildung ist aus Sicht von Franz-Josef Kaiser und Günther Pätzold in ihrem Wörterbuch der „Berufs- und Betriebspädagogik“ nur ein paralleler Begriff zur Erwachsenenbildung mit gleichem Sinngehalt, der ausschließlich in Bezug auf die Betriebe verwendet wird, da diese zwar ihre Angestellten durch Erwachsenenbildung weiterbilden,
4
Arbeit zitieren:
Johannes Keller, 2008, Geschichte der Erwachsenenbildung, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Pädagogik - Erwachsenenbildung: Geschichte der Erwachsenenbildung ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Pädagogik - Erwachsenenbildung: neuer Titel erschienen: Geschichte der Erwachsenenbildung
Johannes Keller hat einen neuen Text hochgeladen
Erwachsenenbildung im 20. Jahrhundert - Was war wesentlich?
Elisabeth Meilhammer, Martha Friedenthal-Haase
Erwachsenenbildung - Weiterbildung. Erwachsenenbildung - Weiterbildung...
Thomas Fuhr, Philipp Gonon, Christiane Hof
Teilhabe an der Erwachsenenbildung und gesellschaftliche Modernisierun...
Dokumentation der Jahrestagung...
Hermann J. Forneck, Gisela Wiesner, Christine Zeuner
Empirische Forschung und Theoriebildung in der Erwachsenenbildung
Dokumentation der Jahrestagung...
Gisela Wiesner, Christine Zeuner, Hermann J. Forneck
Bausteine zur Erwachsenenbildung
Grundlagen der Berufs- und Erw...
Rolf Arnold, Henning Pätzold
Bedarfsorientierte Angebotsplanung in der Erwachsenenbildung
Studientexte für Erwachsenenbi...
Wiltrud Gieseke
0 Kommentare