Inhaltsverzeichnis:
1. Angst 3
1.1. Die 5 Grundemotionen 3
1.2. Grundeigenschaften von Emotionen 3
1.3. Definitionen von Angst 3
2. Emotionen und Verhalten (Angst) sind hormongesteuerte körperliche Prozesse. 4
3. Formen der Angst. 4
3.1. Drei große Gruppen nach Schwarzer (1978) 4
3.2. Definition von extremen Ausmaßen der Angst. 5
4. Ursachen der Angst - Angstentstehung. 5
4.1. Philosophischer Aspekt 5
4.2. Soziologischer Aspekt. 5
4.3. Pädagogischer Aspekt 6
4.4. Psychologischer Aspekt 6
4.4.1. Lerntheoretischer Ansatz. 6
4.4.2. Psychoanalytischer Ansatz. 7
4.4.2.1. Angstentstehung nach Freud 7
4.4.2.2. Ängste in der frühesten Periode des Ich-Bewusstseins. 8
4.4.3. Kognitionstheoretische Ansätze. 9
4.4.3.1. Angstauslösung nach Lazarus 9
4.4.3.1.1. Kognitiv - emotionales - Prozessmodell 9
4.4.3.1.1.1. Erklärung des Modells 11
4.4.3.1.1.2. Beeinflussende Faktoren der Angst. 13
5. Literatur. 14
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1. Angst
1.1. Die 5 Grundemotionen Freude/Glück Angst/Furcht Ärger/Wut/Zorn Trauer Ekel/Hass
1.2. Grundeigenschaften von Emotionen
Sie enthalten einen unwillkürlichen Drang zum Handeln Oft mit körperlicher Unruhe verbunden Meistens ist ein unbewusstes, spezifisches Gefühl vorhanden Erkennbarer Ausdruck des Gefühls (Lächeln, Stirnrunzeln…) Es entstehen unwillkürliche Gedanken, die uns eine zeitlang beschäftigen Die 2 größten Gruppen von Verhaltensstörungen von Kindern und Jugendlichen, werden als ängstlich/gehemmt und aggressiv/ausagierend bezeichnet. Trotz der Gegensätzlichkeiten bedingen sich Angst und Aggression.
1.3. Definitionen von Angst 1.
„Ein mit Beengung, Erregung, Verzweiflung verknüpftes Lebensgefühl dessen besonderes Kennzeichen die Aufhebung der Willensmäßigen und Verstandesmäßigen „Steuerung“ der Persönlichkeit ist. Man sieht in der Angst auch einen aus dem Gefahrenschutzinstinkt erwachenden Affekt, der, teils in akutem Ausbruch (dem Schreck verwandt) teils in schleichend, quälender Form eine elementare Erschütterung bewirkt.“ (Dorsch 1987, 34) 2.
„Angst ist eine kognitive emotionale und körperliche Reaktion auf eine Gefahrensituation bzw. auf die Erwartung einer Gefahren- oder Bedrohungssituation. Als kognitive Merkmale sind subjektive Bewertungsprozesse und auf die eigene Person bezogene Gedanken anzuführen…. emotionales Merkmal ist die als unangenehm erlebte Erregung, die sich auch in physiologischen Veränderungen manifestieren und mit Verhaltensänderungen einhergehen kann.“ (Hackford und Schwenkmezger 1985,19) 3.
„Angst ist ein Spezialfall eines Erregungs- und Spannungszustandes mit spezifischen somatischen und psychischen Empfindungen und Reaktionen. Sie ist gekennzeichnet durch Vorwegnahme, aktuellen Empfindungen oder Erinnerung einer subjektiv bedeutsamen realen oder vorgestellten Unsicherheit (…) bzw. Bedrohung (Versagen, Schmerz, Gefahr) im weitesten Sinne und wird in der Regel durch gelernte Hinweisreize ausgelöst. Angst neigt zur Generalisierung (d.h. Ablösung von den ursprünglich Angstauslösenden Ereignissen und
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Kopplung mit an und für sich unbedrohlichen Reizen) bis hin zur Verselbstständigung im Sinne einer generellen Verhaltenstendenz.“ (Rost und Haferkamp 1979, 3) 4.
Angst ist ein unangenehmes Gefühl, das als Reaktion auf innere oder äußere Bedrohungen oder Gefahren entstehen kann.
Ängstlichkeit tritt auf, wenn das unangenehme Gefühl der Bedrohung chronifiziert, wenn eine überdauernde Bereitschaft entsteht, ängstlich zu reagieren. (Myschker 1993, 312) Angst ist ein hypothetisches Konstrukt (Abstraktion, die zur Erklärung eines Phänomens dienen soll).
2. Emotionen und Verhalten (Angst) sind hormongesteuerte körperliche Prozesse
Wenn die von der Gefahr warnenden Signale, von den Sinnen aufgefangen werden, dann wird über den Hypothalamus und das autonome NS mittels des Hormons Adrenalin dafür gesorgt, dass das Herz schneller schlägt und die Milz mehr Blut ausstößt; der Blutdruck und der Zuckergehalt werden erhöht, die Verdauung wird gestoppt und den inneren Organen wird soviel Blut wie möglich entzogen und in den Kopf, in die Beine und in die Arme geschickt. Der Körper wird auf die Flucht vorbereitet. „Flight-or-fight-Syndrom“ Beispiele:
Adrenalin und Noradrenalin werden im Nebennierenmark produziert und bedingen eine erhöhte Wachsamkeit und psychische Aktivität. Adrenalin → vermehrt ausgeschüttet bei Erregung und Angst Noradrenalin →Wut, Zorn und Aggressivität
Adrenalin und Noradrenalin werden nicht nur im Nebennierenmark, sondern auch als Transmitter bioelektrischer Signale im Nervengewebe gebildet.
Eine Schilddrüsenüberfunktion bewirkt häufig innere Spannungen, Reizbarkeit, Müdigkeit, Ängstlichkeit, Aggressivität….
Bei erniedrigtem Blutzuckerspiegel verlangsamen sich psychische Aktivitäten, Müdigkeit, Spannungen und Stressgefühl treten auf.
Hormonelle Störungen gehen oft einher mit psychischen Veränderungen.
3. Formen der Angst
3.1. Drei große Gruppen nach Schwarzer (1978) Existenzangst:
soziale Angst: Scharm, Verlegenheit, Angst vor Publikum und Schüchternheit Leistungsangst: Angst vor Bewertungen (Prüfung, Schule, Sexualität…)
Alle Formen können extreme Ausmaße annehmen, z.B. zu neurotischer Angst, Phobie oder sogar Panik werden.
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3.2. Definition von extremen Ausmaßen der Angst
Neurotische Angst: Emotionen sind übersteigert, werden als krankhaft empfunden. Sie
4. Ursachen der Angst - Angstentstehung
4.1. Philosophischer Aspekt
Angst ist gegenstandslos → gegenstandslose Stimmung
Furcht ist gegenstandsbezogen, auf etwas Bestimmtes gerichtet → intentionales Gefühl (Jasper 1923,95)
Angst entsteht, wenn auslösende Gefahrenreize und somit auch adäquate Reaktionsweisen nicht genau zu bestimmen sind.
„Der Mensch lebt in Angst vor Möglichkeiten und in Furcht vor Wirklichkeiten.“ Beispiel:
Dschungelfahrer trifft plötzlich auf eine Elefantenherde und erlebt Furcht. Er kann jedoch schnell wenden und somit der Gefahr entgehen. Hört er jedoch auf seiner Fahrt, nahe aber nicht lokalisierbare Geräusche von Elefanten, wird er unsicher und er weiß nicht, wie er zur Abwendung der Gefahr reagieren soll - er kommt in einen Zustand der Angst. (Epstein 1967) Angst wird stärker und verbreitet sich, wenn Ordnungen brechen. Mit den äußeren Ordnungen, brechen auch innere Ordnungen bei den Menschen, es entstehen Haltlosigkeit und Ängstlichkeit.
Der Mensch muss Angst akzeptieren, er muss lernen mit ihr umzugehen, sie nicht übermäßig werden zu lassen, sie situationsadäquat auszuleben. Damit stellt sich eine große pädagogische Aufgabe, vor allem bei Kindern und Jugendlichen bei denen äußere und innere Ordnungen erst gar nicht entstehen konnten oder gebrochen sind.
Deshalb erleiden diese häufig kaum zu ertragende Ängste, die sie in ihrem Leben und ihrer Entfaltung einschränken und sich zu Aggressionen wandeln können, gegen sich oder gegen die Umwelt.
4.2. Soziologischer Aspekt
Die Kultur mit ihren Anpassungs- und Lernleistungen bis ins hohe Alter, ihren bisherigen Erziehungsformen machen völlig unnötige Angst in der frühen Kindheit und blockieren damit das Lernen. (Mitscherlich 1965, 295)
Die Erziehungsformen sind durch gesellschaftliche Werte, Normen und Tabus bestimmt.
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Arbeit zitieren:
Katja Löscher, 2004, Angstentstehung unter besonderer Berücksichtigung der Angsttheorie von Lazarus, München, GRIN Verlag GmbH
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