II
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis V
Abk ürzungsverzeichnis VI
1 Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 1
2 Wirtschaftliche Entwicklung Japans 2
2.1 Binnenwirtschaftliche Entwicklung Japans 2
2.2 Außenwirtschaftliche Entwicklung Japans 4
3 Strukturelle Entwicklung der japanischen Industrie 9
4 Strukturelle Entwicklung des Industriesektors Büromaschinen und
Telekommunikationsger äte 12
4.1 Sektorenabgrenzung 12
4.2 Strukturwandel der Produkte 13
4.3 Strukturwandel des Außenhandels 16
4.4 Exportempfänger 19
4.5 Importlieferländer 21
5 Betrachtung führender Unternehmen des Industriesektors 22
5.1 Hitachi Ltd. Corporation 22
5.2 Panasonic Corporation 25
5.3 Sony Corporation 28
6 Entwicklung und Einfluss staatlicher Außenhandelspolitik 31
6.1 Zölle 31
6.2 Subventionen 34
7 Fazit und Ausblick 35
Literaturverzeichnis 36
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: BIP Wachstum 1980-2008
Abbildung 2: Warenportfolio des Außenhandels 1980-1989
Abbildung 3: Warenportfolio des Außenhandels 2008
Abbildung 4: Strukturwandel der wichtigsten Handelspartner Japans 1999-2008
Abbildung 5: Wichtigste Handelspartner Japans 2008
Abbildung 6: Außenhandelsbilanz 1980-2008
Abbildung 7: Sektorale Wirtschaftsentwicklung Japans 1980-2007
Abbildung 8: Entwicklung der Exporte im Sekundärsektor 1980-2007
Abbildung 9: BIP nach Wirtschaftssektoren 2008
Abbildung 10: Produktionszahlen nach Produkten (ISIC Rev. 3: 30, 32) 1980-2006
Abbildung 11: Japans Ausgaben für Forschung und Entwicklung 2006
Abbildung 12: Entwicklung der Ein- und Ausfuhren deren Anteil am Gesamtaußenhandel
Abbildung 13: Exportentwicklung der Warengruppen (75,76,776) 1980-2008
Abbildung 14: Importentwicklung der Warengruppe (75, 76, 776) 1980-2008
Abbildung 15: Top 6 Exportempfänger 1988 und 2008
Abbildung 16: Top 6 Importlieferländer 1988 und 2008
Abbildung 17: Konzernumsatz nach Unternehmensbereich
Abbildung 18: Hitachi Konzernumsatzentwicklung 1999-2008
Abbildung 19: Regionale Umsatzverteilung des Hitachi Konzerns 2000-2008
Abbildung 20: Panasonic Konzernumsatzentwicklung 2000-2008
Abbildung 21: Regionale Umsatzverteilung des Konzerns 2001-2008
IV
Abbildung 22: Konzernumsatz nach Unternehmensbereich
Abbildung 23: Sony Konzernumsatzentwicklung 1980-2008
Abbildung 24: Konzernumsatz nach Geschäftsbereichen 2000, 2008
Abbildung 25: Wirtschaftspartnerschaftsabkommen Japans 2007
Abbildung 26: Japans durchschnittlicher Zolltarif 2008
V
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Weltweit führende Exportnationen 2008 4
Tabelle 2: Weltweit führende Importnationen 2008 5
Tabelle 3: Strukturwandel der Wirtschaft 1950-2005 12
Tabelle 4: Anzahl ICT-bezogener Patentanmeldungen 1995-2005 15
Tabelle 5: Wettbewerber im Exporthandel des Sektors (75, 76, 776) 19
Tabelle 6: Zufluss ausländischer Direktinvestitionen im internationalen Vergleich 32
APEC Asia-Pacific Economic Agreement
ASEAN Association of Southeast Asian Nations
BIP Bruttoinlandsprodukt
Bn. Billionen
EPA Economic Partnership Agreement
ICT Information and Communication Technology
ISIC International Standard Industrial Classification
IT Informationstechnologie
METI Ministry of Economy, Trade and Industry
Mio. Millionen
MITI Ministry of International Trade and Industry
MOF Ministry of Finance
MOFA Ministry of Foreign Affairs
Mrd. Milliarden
OECD Organisation of Economic Corporation and Development
SITC Standard International Trade Classification
USD United States Dollar
WTO World Trade Organisation
Industriegüterhandel Japans: Büromaschinen &Telekommunikationsgeräte 1
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
Die Auswirkungen der Globalisierung wie beispielsweise die Liberalisierung des Handels, sinkende Transport- und Kommunikationskosten sowie die Mobilität von Produkten und Produktionsfaktoren stellen günstige Voraussetzungen für die weltumspannenden Handelsströme dar. Dies spiegelt sich im Volumen des Weltwarenhandels wider, das sich von 1980 bis 2008 um knapp das Achtfache, auf 32.590 Mrd. US Dollar, erweitert hat (vgl. WTO 2010b). Außerdem hat sich neben den Warenhandelsströmen auch der Anteil der globalen Dienstleistungsströme vergrößert und trägt demnach mit wachsender Bedeutung zum Welthandelsvolumen bei.
Im Welthandel bilden sich regionale Handelsschwerpunkte wie beispielsweise die Triade. Die Konzentration der Wirtschaftsaktivitäten in den Triade-Regionen Nordamerika, Europa und Asien/Pazifik kann durch deren Anteil z.B. am Weltwarenhandel von 72% im Jahr 2007 belegt werden. Bei Betrachtung der einzelnen bilateralen Handelsbeziehungen lassen sich die USA, Deutschland und Japan als Hauptakteure des globalen Warenexports identifizieren (vgl. Koopmann & Franzmeyer 2003; Hartmann u.a. 2010, S. 4f.).
Japan ist heutzutage Asiens führende Industrienation und konnte 2009 im weltweiten Vergleich der Wirtschaftsnationen den zweiten Rang vor China gerade noch verteidigen (vgl. Auswärtiges Amt 2010). Wie sich das einstige Entwicklungsland Japan innerhalb der letzten 28 Jahre zu einem Hauptakteur des Welthandels entwickelt hat und welche strukturellen Wandel die Wirtschaft beeinflussten, wird in der folgenden Arbeit erläutert. Inhaltlicher Schwerpunkt der Ausarbeitung wird auf die Handelsströme von Büromaschinen und Telekommunikationsgeräten gelegt.
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die strukturellen Veränderungen im Industriesektor Büromaschinen und Telekommunikationsgeräte im Zeitraum von 1980 bis 2008 in Japan darzustellen. Hierzu soll der Strukturwandel der entsprechenden Produkte und die Handelsströme des Einzelsektors untersucht werden. Anhand von strukturellen Veränderungen bezüglich der Exporte und Importe soll auf die Bedeutung des ausgewählten Sektors für die Gesamtwirtschaft Japans geschlossen werden. Um die industrielle Ent- wicklung des Sektors mit praktischen Beispielen zu unterlegen, werden die drei größ-
Industriegüterhandel Japans: Büromaschinen &Telekommunikationsgeräte 2
ten Unternehmen vorgestellt werden. Des Weiteren soll die staatliche Außenhandelspolitik Japans im Zeitverlauf dargestellt und deren Einfluss auf die wirtschaftlichen Entwicklungen, unter anderem des Einzelsekttors, aufgezeigt werden. Die Ausarbeitung gibt zunächst einen Überblick der wirtschaftlichen Entwicklung Japans von 1980 bis 2008. Anschließend wird die strukturelle Entwicklung und die Zusammensetzung des Primär-, Sekundär- und Tertiärsektor Japans im genannten Zeitraum erläutert. Der Einzelsektor Büromaschinen und Telekommunikationsgeräte wird im folgenden Kapitel zunächst definiert, woraufhin der Strukturwandel der entsprechenden Produkte sowie des Außenhandels beschrieben wird. Außerdem werden die die wichtigsten Handelspartner im Bereich der Büromaschinen und Telekommunikationsgeräte identifiziert. Anhand der Umsatzentwicklung, des Produktportfolios und weiterer Unternehmensdaten werden die drei größten japanischen Unternehmen in diesem Einzelsektor charakterisiert und umfassend vorgestellt. Kapitel 6 umfasst die Entwicklung der staatlichen Außenhandelspolitik Japans und zeigt deren Einfluss auf die Sektoren auf. Abschließend werden die Erkenntnisse dieser Arbeit zusammengefasst und zukünftige Herausforderungen Japans sowie des Sektors der Büromaschinen und Telekommunikationsgeräte aufgezeigt.
2 Wirtschaftliche Entwicklung Japans
2.1 Binnenwirtschaftliche Entwicklung Japans
Die wirtschaftliche Entwicklung Japans im Zeitraum von 1980 bis 2008 kann in zwei Hauptphasen gegliedert werden. Die Konsolidierungs- und Ausbauphase begann im Anschluss an eine Rezession begründet in der ersten Ölkrise (1973/74) schon Mitte der 1970er Jahre und dauerte bis Ende der 1980er Jahre an (vgl. Hemmert & Lützeler 1998, S. 7ff.). Diese Phase war zu Beginn der 1980er Jahre geprägt durch eine weltwirtschaftliche Rezession resultierend aus einer weiteren Ölkrise. Seit der ersten Ölkrise hatte Japan seine Abhängigkeit von Öl gesenkt und hatte infolge von verdreifachten Ölpreisen lediglich eine geringere Wachstumsrate des BIP zu verzeichnen. Im Jahr 1985 erreichte das Wirtschaftswachstum gemessen am BIP einen temporären Hochpunkt mit 5%.
Begründet in der sich weiter öffnenden Schere zwischen japanischen Exporten und Importen (vgl. Abbildung 6) wurde im Herbst 1985 im Rahmen des Plaza Abkommens der japanische Yen zum US Dollar aufgewertet. Die starke Währungsaufwertung von
Industriegüterhandel Japans: Büromaschinen &Telekommunikationsgeräte 3
250¥/USD auf 165¥/USD und gegen Jahresende 1987 auf 123¥/USD spiegelt sich in der niedrigen BIP-Wachstumsrate von knapp 3% im Jahr 1986 wider. Der Wechselkurs hatte sich in den folgenden Jahren auf einem leicht abgewerteten Kurs stabilisiert und durch den Strukturwandel, überwiegend im Sekundärsektor, konnte sich die Wirtschaft gut von der Währungsaufwertung erholen (vgl. Kunio 1994, S. 22ff.; Flath 2000, S. 108). Außerdem trug die Senkung der Leitzinsen durch die Bank of Japan zur vermehrten Vergabe von Krediten bei. Die erhöhte Liquidität, die eigentlich der Währungsaufwertung entgegen wirken sollte, führte zu einer Spekulationsspirale bezüglich Aktien und Immobilien. Kreditnehmer, die ihre Kredite mit Grundstückswerten besicherten, wurden aufgrund der steigenden Bodenpreise erhöhte Kreditrahmen gewährt (vgl. Waldenberger 1998, S. 128f.). Die sogenannte bubble economy hatte ihren Höhepunkt bezogen auf das Wachstum des BIP im Jahre 1988 mit einem Rekordwachstum von 6,5% (vgl. Hemmert & Lützeler 1998, S. 9; Gao 2001, S. 177). Die darauffolgende Phase war seit Beginn der 1990er Jahre geprägt durch eine wirtschaftliche Stagnation. Eine Ursache dieser gravierenden Wachstumseinbrüche stellt der Zusammenbruch der bubble economy, der Spekulationsspirale, dar. Zurückzuführen ist dies auf die fallenden Grundstückspreise - eine Entwicklung, die durch das Finanzministerium mittels Beschränkungen bei der Kreditvergabe an den Immobiliensek-tor und durch eine Reform der Bodenbesteuerung unterstützt wurde. Die fallenden Grundstückspreise brachten folglich ungesicherte und nicht mehr einholbare Bankforderungen mit sich (vgl. Waldenberger 1998, S. 128ff.). Neben dieser binnenwirtschaftlichen Ursache zählt die Aufwertung des Yen gegenüber anderen Leitwährungen als außenwirtschaftliche Ursache für die wirtschaftliche Stagnation (vgl. Hemmert & Lützeler 1998, S. 15).
Im Jahr 1998 bricht das BIP Wachstum erstmals im betrachteten Zeitraum so stark ein, dass eine negative Wachstumsrate von 2% zu verzeichnen ist. Erschwerend kam zur binnenwirtschaftlichen Japankrise die Asienkrise hinzu, welche im Vergleich zu Ländern wie Indonesien oder Malaysia die japanische Wirtschaftsentwicklung lediglich geringfügig beeinflusste (vgl. Flath 2001, S. 135). Der Zeitraum der 90er Jahre wird auch als die lost decade bezeichnet (vgl. Auswärtiges Amt 2010). Obwohl sich das Wachstum des BIP mit Beginn des neuen Jahrtausends wieder auf durchschnittlich 2% steigerte, wurden die Wachstumsraten der 80er Jahre nicht mehr erreicht. Die Terroranschläge 2001 in den USA führten zu einem Rückgang des ab- setzbaren Handelsvolumens und somit zu einem stark abgeschwächten Wirtschafts-
Industriegüterhandel Japans: Büromaschinen &Telekommunikationsgeräte 4
wachstum (vgl. Statistics Bureau 2009a, S. 26). 2008 wurde die japanische Wirtschaft erneut durch die Folgen der Weltwirtschafts- und Finanzkrise geschwächt. Die stark exportorientierte Wirtschaft Japans verzeichnete ein negatives Wachstum zum Vorjahr von 0,6% basierend auf dem rückläufigen Welthandelsvolumen (vgl. Auswärtiges Amt 2010).
Abbildung 1: BIP Wachstum 1980-2008
Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an OECD 2010a.
2.2 Außenwirtschaftliche Entwicklung Japans
Anhand der nachfolgenden zwei Tabellen wird ersichtlich, welche Bedeutung der Au-ßenhandel für die wirtschaftliche Entwicklung Japans hat. Demnach ist Japan 2008 die weltweit viertgrößte Export- sowie Importnation von Waren direkt nach Deutschland, China und den USA.
Tabelle 1: Weltweit führende Exportnationen 2008
Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an WTO 2009, S. 12.
Arbeit zitieren:
Isabell Wöhrle, 2010, International Trade, München, GRIN Verlag GmbH
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