1
Robert Thelen Ein "Alter Adler" in Berlin-Johannisthal
Herausgeber und Autoren: Alexander Kauther, Berlin und Paul Wirtz, Jülich
Dokumentenreihe ,,Flugplatz Johannisthal 1909-1914", Heft Nr. 25
© Mai 2010
Technische Herstellung: Eigenverlag
Das Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen
Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung der Herausgeber
unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen,
Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in
elektronischen Systemen. Gerichtsstand und Erfüllungsort ist Berlin. Alle Angaben
im Textteil, in Bildunterschriften und im Register sind ohne Gewähr.
3
,,Wenn Thelen den Mund auftut, so geschieht es nur, um eine
Zigarette hineinzustecken."
Hans Grade über Robert Thelen
,,Robert Thelen - Ein Alter Adler in Berlin-Johannisthal"
Herausgeber & Autoren: Alexander Kauther, Berlin und Paul Wirtz, Jülich
Dokumentenreihe ,,Flugplatz Johannisthal 1909-1914", Heft Nr. 27
www.johflug.de
© August 2011, 2. Ausgabe
Deckblatt- und Homepagegestaltung: D&M agentur, Winckelmannstraße 70, 12487
Berlin, www.dundm-agentur.de
5
Inhaltsverzeichnis
Anmerkungen der Autoren
6
Kurzbiografie Robert Thelen
9
Familie Robert Thelen
10
Schulischer und beruflicher Werdegang
17
Beginn seiner Fliegerlaufbahn
23
Die Thelenstraße in Adlershof
31
Die Gründung der ,,ad Astra Fluggesellschaft"
32
Die japanische Militärdelegation in Johannisthal
34
Flugveranstaltungen an denen Thelen teilnahm
37
Thelen und die Albatros-Flugzeugwerke GmbH
75
Die Luftfahrerschule Adlershof
78
Weitere Internationale und nationale Flugveranstaltungen
81
Bruder Otto Thelen
105
Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL)
108
Die ,,Alten Adler"
111
Beendigung seiner beruflichen Laufbahn
125
Treffen der ,,Alten Adler" 1956
128
Die letzten Lebensjahre Robert Thelens
133
Quellen
139
Zeitungen und Periodika
139
Literatur
140
Bildnachweis
140
Personen- und Firmenregister
141-145
6
Anmerkungen der Autoren:
Anfang Februar 1909 begann Arthur Müller, gemeinsam mit dem späteren Direktor
des Flugplatzes Johannisthal Major a. D. Georg von Tschudi und Kapitän zur See
Eduard v. Pustau, mit der Suche einer geeigneten Fläche für die Errichtung eines
Flugfeldes. Die Waldfläche zwischen Adlershof und Johannisthal war dafür schnell
gefunden. In der gegründeten ,,Flug-und Sport-Platz Berlin-Johannisthal GmbH"
hieß es im § 3 des Statuts:
,,Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von Flugplatzanlagen und sämtlicher
Einrichtungen für alle mit der Aviatik und Luftschiffahrt zusammenhängenden Zwecke sowie
ferner Anlage und Betrieb einer Automomil- und Radrennbahn und Übungsstraße auf dem
Flugplatz Johannisthal."
1
Nach Verhandlungen mit dem Regierungs- und Forstrat, Freiherrn von dem Bussche
und weiterer Stellen der Stadt Potsdam, der Gemeinde Teltow, der Königlichen
Regierung zu Potsdam und dem Gemeindevorstand Adlershof und Johannisthal,
wurde der Pachtvertrag mit dem Geschäftsführer, Major a. D. Georg v. Tschudi, am
26. März 1910 geschlossen.
2
Bereits im März 1910 siedelte sich die ,,Flugmaschine Wright-Gesellschaft mbH" auf
der Adlershofer Seite des Flugfeldes an. Die Vorbereitungen für den Bau des
Flugplatzes mit allen notwendigen Bauten liefen auf Hochtouren. Die Stunde der
Flugpioniere schlug und die ersten Konstrukteure, Fluginteressenten und
Unternehmer bauten oder mieteten Schuppen auf dem Flugfeld. Auch Robert
Thelen, der 1909 seinen Dipl.-Ing. abgeschlossen hatte, zog es sofort nach
Johannisthal. Er kaufte eine Wright-Flugmaschine und arbeitete in der Firma Wright.
Sein Lebensziel war das Fliegen.
Thelen schrieb mit vielen anderen Flugzeugführern, Konstrukteuren, Monteuren,
Unternehmern und Funktionären die Geschichte der Luftfahrt und gehört heute zu
den herausragenden Persönlichkeiten unter den Flugpionieren.
,,Der schweigsame, der Kurvenflieger, der fast immer finster wirkende Mann von
unerschrockenem Mut und zäher Ausdauer, der Mann mit der eisernen Maske, pflege seine
Konstruktionen selbst zu erproben und frisst Stolz und eigensinnig sein sprichwörtliches
Pech in sich hinein."
So wurde Thelen von seinen Fliegerkameraden oft beschrieben.
1
Landesarchiv Brandenburg, Rep. 2A III/F, Nr. 8598
2
Ebenda, Nr. 8599
7
Öfter als irgendeiner stürzte er in Johannisthal und anderswo ab. Diese
Dokumentation soll versuchen, das Leben von Robert Thelen ohne subjektive
Wertungen nachzuzeichnen. Aus diesem Grunde haben sich die Autoren
entschlossen, eine Chronologie anhand von Veröffentlichungen aus Büchern,
Zeitungen, Archiven und Erzählungen von Zeitzeugen zu erstellen.
Ausdrücklich bedanken möchten wir uns bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
des Bundesarchivs-Militärarchivs in Freiburg, dem Deutschen Technik-Museum
Berlin, dem Universitätsarchiv der Technischen Universität Berlin und ganz
besonders bei Dr. rer. nat. Bernd Lukasch vom Otto-Lilienthal-Museum in Anklam
für die unkomplizierte und schnelle Hilfe und Unterstützung bei unseren
Recherchen und Auswertungen der vorhandenen Archivunterlagen.
Das Otto-Lilienthal-Museum verfügt über den größten und interessantesten
persönlichen Nachlass von Robert Thelen, den die Autoren durch einen Zeitzeugen
erweitern konnten.
Die Dokumentation reiht sich in die bereits vorhandenen Hefte 1-30 ein, die von den
Autoren über den Flugplatz Johannisthal für den Zeitraum von 1909-1914
geschrieben worden sind.
Die interessierten Leser bitten wir, bei Vorhandensein von weiteren Hinweisen zu
Robert Thelen und zu seinen Lebensstationen, uns zu informieren.
www.johflug.de
9
Robert Heinrich Thelen
* 23. März 1884 in Nürnberg
+23. Februar 1968 in Berlin, bestattet am 01.03.1968
Grabstelle auf dem Ev. Friedhof Berlin-
Friedrichshagen, Grabstelle El: 02, 04/05.
Schulzeit
1903 Abschluss im Sophie-Realgymnasium
Berlin
Studium:
1904-1909 Allgemeiner Maschinenbau an der
Technischen Hochschule Berlin, Abschluss
Diplom-Ingenieur
Tätigkeiten: Konstrukteur, Flugzeugführer, Fluglehrer
und Unternehmer
Flugschein:
Flugführererlaubnis Nr. 9 am 11. Mai 1910
des Deutschen Luftfahrt-Verbandes (DLV)
mit einem Wright-Zweidecker auf dem
Flugplatz Berlin Johannisthal.
Firmen:
1903-1904 Berliner Maschinenbau AG
1904-1909 Ingenieurstudium TU Berlin
1909-1912 Flugmaschine Wright GmbH und
Ad Astra-Fluggesellschaft (ab 1910)
1912-1925 Albatros-Flugzeugwerke GmbH
1925-1933 DVL
1933-1934 Reichsamt für Flugsicherung
1934-1944 Reichsluftfahrtministerium,
Beamter, Oberst
Bekannte
Adressen:
1909: Berlin-Charlottenburg, Schloßstr. 38
1913-1968: Berlin-Hirschgarten, Eschenallee 5
(1936 Umbenennung in Pflugk-Harttung-Str.)
heute: 12587 Berlin, Wißlerstraße 15
10
Familie Thelen
3
Robert Thelen ist eins der insgesamt 12 Kinder seiner Eltern. Sein Vater Hermann
Thelen führte mit seinem Bruder Richard Thelen die ,,Berliner Fabrik für
Brauereibedarf, Gebrüder Thelen" in der Alten Schönhauser Allee 56, um 1900 mit
der Anschrift An der Stadtbahn 46 in Berlin-Mitte und ab 1923 als ,,Gebrüder Thelen
Gesellschaft mbH" Brauerei-Maschinenfabrik, Brauereiartikel in Berlin-Kreuzberg,
Belle-Alliance Str. 3 (1947 Straßenumbenennung in Mehringdamm).
4
Richard Thelen wohnte zur damaligen Zeit in der Urbanstraße 188/III. Stock und
war mit der Berufsbezeichnung Kaufmann im Berliner Adressbuch eingetragen.
Vater
Hermann Heinrich Thelen
Geboren am 10. September 1854 in Krefeld
Gestorben am 01. Januar 1907 in Hirschgarten bei Friedrichshagen
Kaufmann, Fabrikbesitzer
Eheschließung am 10. August 1881
Mutter
Anna Margarethe Thelen, geb. Röck
Geboren am 30. Januar 1861 in Fürth
Gestorben am 04. März 1934 in München, Luisenstr. 1
Im Adressbuch 1904 war Hermann Thelen unter der
Anschrift Hirschgarten
5
, Eschenallee 5 eingetragen. Nach
zwei Straßenumbenennungen ist es heute die Wißlerstraße
15 in Berlin-Mahlsdorf.
Unter dieser Anschrift baute Hermann Thelen 1904 das
Haus als Wochenendgrundstück, in das Robert Thelen 1913
einzog und mit seiner Familie dort bis zu seinem Tod lebte.
Ansicht des Hauses von der Straßenseite.
3
Der vorhandene Familien-Stammbaum ist nicht Bestandteil dieser Dokumentation.
4
Berliner Adressbuch 1886 und 1900.
5
Die Villenkolonie Hirschgarten gehörte seit der Gründung im Juni 1870 zum Kreis Niederbarnim.
Am 9. Juli 1898 wurde die ,,Kolonie Hirschgarten" in den Gemeindebezirk Friedrichshagen
eingegliedert und wurde als ,,Hirschgarten bei Friedrichshagen an der Spree" bezeichnet. Erst am 1.
Oktober 1920 erfolgte die Eingemeindung nach Groß-Berlin und ab 1932 zum Bezirk Köpenick.
11
Aufnahme um 1904:
Der Haupteingang zum
Haus von der Wasserseite.
Die Eltern von Robert Thelen bewohnten die obere Etage des Hauses. Vor 1945
wurde der Dachstuhl durch eine Brandbome zerstört, die rechte Brandmauer stand
noch und wurde später abgetragen. Es wurde die obere Etage und das Dach
erneuert.
Das Haus der Familie Thelen gehörte zu den hochherrschaftlichen Anwesen im Ort.
Links: Der Wintergarten. Auf dem Tisch der berühmte Hut Robert Thelens, den er immer
trug und auf vielen anderen Fotos zu sehen ist. Auf dem Korbsessel der kleine Haushund.
Rechts: Das Arbeitszimmer von Robert Thelen. Auf dem Fensterbrett die dänische Flagge.
Davor die Bronzefigur eines Jünglings, der auf den erhobenen Armen einem mit einem Pfeil
durchbohrten sterbenden Adler trägt. Die Bronzefigur hatte den Namen ,,Adlerträger" und
stand auf einem sechskantigen Sockel in grünem und schwarzem Marmor und hatte eine
Höhe von 58 cm. Die Figur wurde vom deutschen Bildhauer L. Graefner um 1910 geschaffen.
12
Die Wohnräume waren sehr aufwendig mit Eichenholz, Seidentapeten usw.
eingerichtet. Die Außenwände des Hauses waren mit teuren Fliesen belegt, die noch
heute vorhanden sind. Bis ungefähr in den 20er Jahren war Robert Thelens Hobby
die Gartenarbeit. Typisch für ihn war, dass er ständig auch innerhalb des Hauses
umräumte und vieles in regelmäßigen Abständen handwerklich sichtbar veränderte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg zog sich Robert Thelen immer mehr zurück. Das
Interesse am Haus ließ nach, der Gesamtzustand verschlechterte sich auch wegen
fehlender finanzieller Mittel. Thelen fehlten auch die finanziellen Mittel. Von seiner
geringen Rente waren notwendige Reparaturen der Heizungsanlagen usw. nicht
möglich. Zusätzliche Geldeinnahmen bezog Thelen aus Mieteinnahmen seines
geerbten großen Mietshauses in Berlin-Prenzlauer Berg, Schönhauser Allee 92/Ecke
Schoenensche Str. 1 mit 21 Wohneinheiten.
Aber auch hier musste investiert werden. Das Haus befand sich zu DDR-Zeiten an
einer Hauptstraße, die der Regierung als Protokollstrecke zur täglichen Fahrt nach
Wandlitz diente. Der Zustand des Hauses wurde deshalb mit verschiedenen
Auflagen belegt. Thelen entschloss sich, das Haus aus finanziellen Gründen zu
verkaufen.
1967 vermietete Thelen ein Zimmer in seinem Haus in Berlin-Friedrichshagen an
Studenten. Der damalige Student Detlef Denker lebte bis zu seinem Tod in dem Haus
und half Thelen bei zwingenden Reparaturarbeiten. Zwischen beiden Familien
entwickelte sich ein Vertrauensverhältnis. Das Ehepaar Denker wurde von Thelen
bzw. seiner Frau 1968 als Erben eingesetzt. Die Kinder des Ehepaares Thelen lebten
damals bereits in Westdeutschland.
Weihnachten 1967.
Robert Thelen mit seinem
Untermieter und Studenten
Detlef Denker.
13
Ansichtskarte von der Anlegestelle der Fähre in Hirschgarten. In der Mitte des Bildes
ist das Haus von Thelen zu sehen. Das Foto entstand in den 30er Jahren.
Robert Thelen mit seinen und anderen Kindern bei einer Bootsfahrt auf dem Müggelsee.
14
Ansichtskarte
6
um 1930. In der
Mitte das Haus Thelen.
Seinem Vater Hermann Thelen gehörte das bereits erwähnte Berliner Mietshaus in
10439 Berlin-Prenzlauer Berg, Schönhauser Allee 92. Dort war 1923 eine L. Thelen
mit der Berufsbezeichnung Buchhalterin im 3. Stock gemeldet. Es könnte sich um
eine Tochter gehandelt haben. Hermann Thelen selbst soll dort auch gewohnt haben.
Als Geschwister von Robert Thelen sind bisher bekannt:
Schwester: Karoline Thelen
Geboren am 21.04.1883, gestorben am 03.10.1940 (bestattet 07.10.1940)
Bruder: Otto Wilhelm Thelen
Geboren am 26.10.1892 in Berlin
Otto Thelen erhielt am 28. August 1913 auf einem ,,Albatros-Doppeldecker" die
Flugzeugführererlaubnis Nr. 494. Zu diesem Zeitpunkt war Robert Thelen bei den
Albatros-Flugzeugwerken Konstrukteur, Einflieger und Fluglehrer.
Aus einem Lebenslauf des Hauptmann a. D. und Diplom-Ingenieurs Otto Thelen
vom 6. Mai 1938 geht hervor, dass er als Betriebsleiter beim ,,Max Gerner
Flugzeugbau"
7
in Frankfurt/Main arbeitete, Mitglied der NSDAP war und mit seiner
Frau Johanna, geb. Baschwitz zu dieser Zeit in Frankfurt/Main, Hans Thomastr.11
wohnte.
6
Foto von Steffi Mosblech (www.agenturmosblech.de)
7
Der Flugzeugbau Max Gerner war einer von insgesamt 28 Luftfahrtbetrieben, die im Frankfurter
Raum zwischen 1907 und 1945 tätig waren. 1928 wurde die Firma gegründet. Max Gerner arbeitete
zuvor als Konstrukteur bei der Flugzeugbau GmbH des Unternehmers Richard Dietrich (1884-1945,
Flugzeugführerlizenz Nr. 584 auf ,,Grade-Eindecker", Flugfeld Mars b. Bork). Richard Dietrich, Otto
und Robert Thelen kannten sich gut aus der Johannisthaler Flugplatz-Zeit.
15
Bei Recherchen wurde ein Fähnrich zur See, Helmuth Thelen (geb. 13.08.1894 in
Berlin, gefallen am 28.03.1915 in Kiel) gefunden. Er war Angehöriger der
Fliegertruppe. Ob er ein Bruder von Robert Thelen war, ist nicht belegt.
Robert Thelen heiratete am 28. Dezember 1912 in Oslo die Norwegerin Eva Thelen,
geb. Knutsen, geb. am 1. April 1885 in Oslo. Ihr Vater, Knut Andreas Knutsen (1829-
1905) war Hofapotheker des Königs von Norwegen. Ihre Mutter, Karen Knutsen,
geb. Bruun (1852-?), war Hausfrau.
Thelen lernte seine Ehefrau durch einen norwegischen Kommilitonen an der
Königlichen Technischen Hochschule zu Berlin kennen, besuchte sie mehrfach in
Oslo und beide verlobten sich 1911. Aus der Ehe gingen die drei Kinder hervor:
Robert Hermann Thelen (11. Oktober 1913 in Berlin - 2003 in Bergheim/Erft.)
Karen Ellinor Hülsewig, geb. Thelen, verw. Stephan (25. März 1916 in Berlin - ?)
Knut Helmut Thelen (2. September 1918 in Berlin - 1943 durch Flugzeugabsturz)
Wann Eva Thelen verstorben und wo sie bestattet worden ist,
konnte noch nicht festgestellt werden.
Das Haus von Robert Thelen wurde an die im Haus seit 1967
zur Untermiete wohnende befreundete Familie Denker vererbt.
Eva Thelen zog 1968 zu ihrer Tochter und Schwiegersohn
Ellinor und Karl Hülsewig nach 58452 Witten a.d.Ruhr.
Eva Thelen vor dem Haus in Berlin-Friedrichshagen um 1960.
Links ihr Enkel Peter Stephan, Sohn ihrer Tochter Ellinor.
Die Eltern von Robert Thelen, seine Schwester Karoline und sein Sohn Knut Thelen
wurden in der Familiengrabstelle auf dem Ev. Friedhof Berlin-Friedrichshagen,
Grabstelle El: 02, 04/05 bestattet. Der Sohn Robert Thelen war für die Pflege der
Grabstelle bis zu seinem Tod Anfang 2003 eingetragen. Er lebte mit seiner Familie in
Bergheim/Erft., Wohnpark 37. Seine Ehefrau, Pia Thelen-Strobel, bat in der Ausgabe
3/2003 der Zeitung ,,Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V."
8
zum
Zeitpunkt des Todes ihres Mannes, anstelle von Blumen und Kränzen eine
Geldspende auf das Spendenkonto des genannten Vereins zu überweisen.
Nach seinem Tod wurde 2003 die Familiengrabstelle auf dem Friedhof Berlin-
Friedrichshagen durch Pia Thelen-Strobel aufgegeben.
8
www.volksbund.de
16
Die behördliche Genehmigung vom Amt Friedrichshagen Kreis Niederbarnim für eine Reise
von Eva Thelen mit ihren drei Kindern nach Kristiania
9
im Jahre 1919 zu ihrer Mutter Karen
Knutsen.
9
Die Freistadt Christiania, dänisch Fristad Christiania, ist eine alternative Wohnsiedlung in der
dänischen Hauptstadt Kopenhagen seit 1971.
17
Schulischer- und Beruflicher Werdegang Robert Thelens
Im Sophie-Realgymnasium Berlin schloss Robert Thelen am 24. August 1903
10
die
Reifeprüfung ab.
10
Archiv des ,,Otto Lilienthal-Museum" in Anklam, Inventar-Nr. 9402 (Thelen-Nachlass 301)
18
Anschließend arbeitete Thelen von Oktober 1903 bis September 1904 als Volontär bei
der ,,Berliner Maschinenbau-Aktien-Gesellschaft vormals Firma L. Schwartzkopff"
11
und erhielt folgendes Zeugnis
12
:
Thelen entschloss sich für das
Studium in der Fachrichtung
Maschinenbau-Ingenieurwesen.
Er wurde am 7. Oktober 1904 an der
Technischen Hochschule zu Berlin
immatrikuliert.
11
Louis Schwartzkopff (1825-1892). Die Werke befanden sich in der Berliner Scheringstr. 13-28 und
Chausseestr. 20 und bildeten seit 1867 ein Zentrum des deutschen Dampflokomotivenbau. 1897
wurde ein zweites Werk in Wildau eröffnet. Seit 1899 baute das Unternehmen auch Linotype-
Setzmaschinen für die Mergenthaler Setzmaschinen-Fabrik GmbH (Berlin).
12
,,Otto Lilienthal-Museum" in Anklam, (Thelen-Nachlass Archiv Nr. 9402/2.4)
19
Auszug Studentenmatrikel Band VI, Seite 374:
,,Die ersten drei Spalten stehen für die Matrikelmummer 16231, das Datum der
Immatrikulirung 7. 10. 1904 und der Aktennummer 205, der neuangelegten Studentenakte.
In diesem Fall Rg. für Realgymnasium und ev. für Evangelische. Daran schließt sich der
Geburtsort Nürnberg und das Geburtsdatum 26.03.1884
13
an. In der letzten Spalte der
ersten Seite findet sich die Staatsangehörigkeit, Preußen.
In der ersten Spalte der zweiten Seite wird die Studienrichtung nachgewiesen. Hier steht M
für Maschinenbau. Daran schließen sich die Stempel für die einzelnen Semester an. Laut
Stempelung war Robert Thelen vom Wintersemester 1904/05 bis zum Sommersemester 1909
immatrikuliert. Er wurde dann, wie der rote Stempel ausweist ,,wegen Ablauf der Matrikel
gelöscht", hat aber wie der Eintrag in der vorletzten Spalte zeigt, den Matrikel bis 9.09.
verlängert.
Einen Nachweis ob er mit oder ohne Zeugnis ausgeschieden ist findet sich nicht."
14
13
Fehler beim Eintrag des Geburtsdatums, er war am 23. März 1884 geboren).
14
Universitätsarchiv der TU Berlin.
20
Im Universitätsarchiv sind heute nur noch die
Matrikelbücher vorhanden. Studienakten gibt
es leider nicht mehr. Das damalige
Hochschularchiv brannte infolge eines
Bombentreffers 1943 vollständig aus und
sämtliche Unterlagen wurden vernichtet.
Königlich Technische Hochschule zu Berlin 1910
Robert Thelen schloss sein Studium mit der Hauptprüfung am 5. Februar 1909 und
dem Diplomexamen mit dem Gesamtprädikat ,,gut bestanden" ab. Seine
Diplomarbeit hatte das Thema: ,,12 Zylinder luftgekühlter Flugmotor mit zwangsläufiger
Kühlung".
Zulassungsbescheid für die Hauptprüfung und das Zeugnis über die bestandene
Hauptprüfung.
15
15
,,Otto Lilienthal-Museum" in Anklam, (Thelen-Nachlass Archiv Nr. 9402/2.8/2)
21
Die ,,Königliche Technische Hochschule zu Berlin", Abteilung für Maschinen-
Ingenieurwesen, Professor Riedler
16
, stellte Robert Thelen folgende Vorgaben für die
Diplom-Aufgabe:
17
,,Für einen Drachenflieger ist eine zylindrig einfach wirkende Viertakt-Benzinmaschine zu
entwerfen.
Nutzleistung 50
PS bei 1200 Umdrehungen minutlich. Luftkühlung, Zylinder mit
Blechmantel. Die Kühlluft wird jedem Zylinder durch einen besonderen Ventilator zugeführt,
dessen Drehaxe mit der Zylinderaxe zusammenfällt. Die Ventile sind im Deckel des
Zylinders schief anzuordnen und von einer über den Zylindern angeordneten Steuerwelle aus
zu betätigen. Von der Steuerwelle ist auch der Antrieb der Ventilatoren für die Kühlung
abzuleiten. Die Zündung ist als Lichtbogenkerzenzündung mit Magnetapparat, für das
Anlassen mit Akkumulatoren auszubilden. Um von Hand aus leichter andrehen zu können,
ist eine einfach zu betätigende Entkomprimierungs-Vorrichtung vorzusehen.
Der Vergaser ist mit Hauptluft und Brennstoff Regelung an der Spritzdüse auszubilden. Die
Betätigung erfolgt von Hand aus gleichzeitig mit der Drosselverstellung.
Betriebssicherheit und möglichste Gewichtsanpassung sind Hauptbedingung.
Vorzulegen sind:
1.
Vollständige Berechnung.
2.
Entwurfszeichnungen der wesentlichen Einzelheiten, sowie Werkstattzeichnungen
des Zylinders mit allen Einzelheiten der Steuerung.
3.
Zusammenstellungszeichnung der Maschine mit Angabe der Rohrführung und
Schmierung.
Auf seiner handschriftlich gefertigten Diplomarbeit, die sich im Original im ,,Otto-
Lilienthal-Museum" befindet, schrieb Robert Thelen auf dem Deckblatt der
Diplomarbeit: ,,Antriebsmaschine für einen Flieger".
16
Prof. Alois Riedler (1850-1936), Im Jahre 1903 wurde an der damaligen Königlichen Technischen
Hochschule zu Berlin in Charlottenburg ein Laboratorium für Verbrennungskraftmaschinen
gegründet, dessen Leitung ihm übertragen wurde, der im übrigen 1899 beim Deutschen Kaiser das
Promotionsrecht (,,Dr.-Ing.") für die deutschen Technischen Hochschulen erwirkt hatte.
17
,,Otto Lilienthal-Museum" in Anklam, (Thelen-Nachlass Archiv Nr. 9402).
22
Robert Thelen bewarb sich am 24. Februar 1909 in zwei Briefen
18
, unmittelbar nach
bestandener Prüfung, als Einjährig-Freiwilliger bei der Luftschifferabteilung in
München und Berlin.
Die Luftschiffer-Abteilung in München lehnte eine Einberufung Thelens ab.
18
,,Otto Lilienthal-Museum" in Anklam, (Thelen-Nachlass Archiv Nr. 9402/2.8/2).
23
Am 12.
September 1909 schickte er dann einen Brief an das
,,Königlich Preußische Garde-Füsillierregiment ,,König Elisabeth".
Auch hier kam es zu keiner Einberufung.
Handschriftlicher Vermerk
auf der Rückseite seiner
Bewerbung.
Beginn seiner Fliegerlaufbahn
Schon während seines Studiums interessierte sich Thelen für die Flugversuche in
Frankreich, insbesondere des Franzosen Armand Zipfel
19
, der zu diesem Zeitpunkt
seine ersten Sprünge übte. Doch entscheidend für seinen Entschluss, sich der
Fliegerei zu widmen, waren die Flüge der Gebrüder Wright vom 1. bis 18. September
1909 und des französischen Fliegers Arthur Charles Hubert Latham (1883-1912) mit
dem ,,Antoinette-Eindecker" vom 23. bis 26. September 1909 auf dem Tempelhofer
Feld. Thelen kaufte sich im Herbst 1909, sicher mit finanzieller Unterstützung seines
Vaters, einen ,,Wright-Doppeldecker" für ca. 25.000 Goldmark. Seine Kaufbedingung
war, bei der deutschen Zweiggesellschaft in Berlin-Reinickendorf angestellt zu
werden. Es war die am 13. Mai 1909 gegründet ,,Flugmaschine Wright-Gesellschaft
mbH", eine Tochtergesellschaft der ,,Luft-Fahrzeug-Gesellschaft mbH (LFG)", die
wiederum eine Tochtergesellschaft der im Jahre 1906 auf Anregung und mit
finanzieller Beteiligung des Kaisers gegründeten ,,Motorluftschiff-
Studiengesellschaft mbH" war.
20
Der Flugplatz Johannisthal war noch im Aufbau.
Werkstatt der Flugmaschine
Wright GmbH in Berlin-
Reinickendorf 1909.
Hinter dem Zahnrad links ohne
Kopfbedeckung Robert Thelen.
Auf dem Foto ist der erste
Nachbau des Wright-
Flugapparates zu sehen.
19
Armand Zipfel (1883-1954). Es gelangten ihm mehrere Flüge vor einem begeisterten Publikum auf
dem Gelände des zukünftigen internationalen Flughafen Tempelhof, neun Monate vor Orville Wright.
20
,,Als die Oldtimer flogen", Günter Schmitt, Transpress-Verlag für Verkehrswesen, 1987.
24
Als 26jähriger absolvierte Robert Thelen bei der ,,Flugmaschine Wright-Gesellschaft
mbH" seine Flugzeugführerausbildung und leitete bereits vor Erhalt seiner
Flugberechtigung gemeinsam mit Paul Engelhard
21
Schulungen für Kunden in St.
Moritz.
,,B.Z. am Mittag" vom
14. Februar 1910.
Paul Engelhard und Fridolin Keidel
22
waren Fluglehrer bei der ,,Wright-Gesellschaft
und lehrten Robert Thelen und weiteren Flugschülern das Fliegen. Keidel war einer
der ersten Mechaniker bei Wright. Vom Jahre 1906 bis zur Eröffnung des Flugplatzes
Johannisthal 1909 war Keidel bei der ,,Motorluftschiff-Studiengesellschaft mbH" als
Luftschiffmonteur und Maschinist tätig.
Als Orville Wright im September 1909 in Tempelhof
seine Flüge vorführte, war Keidel als Kraftfahrer für die
Brüder Wright tätig, die ihm eine kostenlose
Flugzeugführerausbildung anboten.
Nach seiner Ausbildung wurde er als Fluglehrer bei
Wright übernommen und sein prominentester Schüler
war Robert Thelen.
Offizielles Plakat 1909.
23
21
Paul Emil Engelhard (1868-1911), Flugzeugführererlaubnis Nr. 3 vom 1. März 1910 auf Wright-
Zweidecker in Johannisthal, wo am 29.09.1911 aufgrund einer Windböe der Propeller gegen das
Heckgestänge drückte und es durchschlug. Engelhard stürzte in Johannisthal tödlich ab.
22
Fridolin Keidel (1882-1960), Flugzeugführererlaubnis Nr. 5 vom 27. April 1910 auf Wright-
Zweidecker, Flugfeld Johannisthal.
23
Das Plakat erstellte der Lithograf und Gebrauchsgrafiker Hans Rudi Erdt aus Berlin (1883-1925).
25
Ansichtskarte um 1910.
Die ersten deutschen Flugschüler 1909 in Johannisthal in der Motorflugschule der
,,Flugmaschine Wright-Gesellschaft mbH":
Von links: Raymund Eyring (1868-1911), Oskar Heim (1882-1), Theodor Schauenburg
(1885-1917) Robert Thelen, der Österreicher Dr. Josef Sablatnig und Dr. Georg Arntzen
(1886-1916). Vorn sitzend: Fridolin Keidel (1882-1960).
26
Unter der Leitung des Wright-Fluglehrers Fridolin Keidel absolvierten die
Flugschüler auf dem neuen Wright-Flugapparat mit verbesserten Anlaufrädern ihre
Flugstunden auf dem Flugfeld Johannisthal. Robert Thelen machte fünf Flüge mit
Fridolin Keidel, dann startete er selbst zum ,,Soloflug" auf dem Johannisthaler
Flugfeld. Allerdings ohne Genehmigung. Es gab anschließend zwar einigen Ärger,
aber man erteilte ihm schließlich später doch das Flugpatent.
Robert Thelen 1910
in einer Wright-
Flugmaschine.
Am 4. April 1910 absolvierte Thelen mit dem Wright-Doppeldecker weitere
Flugstunden. Bei der Landung stieß er mit dem Flugapparat so stark auf den Boden,
dass die Achse des Rädergestells verbogen wurde. Er blieb unverletzt.
24
Jeden Tag nutzte Robert Thelen zum Fliegen, um sich auch für die kommende
,,Berliner Flugwoche" vorzubereiten. Am 9. Mai 1910, am Vortag der Eröffnung der
Flugwoche, versuchte er einen Überlandflug nach Rudow über die Gemeinde
Adlershof, nachdem er zuvor bei einem Probeflug für den angestrebten Preis des
kleinsten Flugkreises gute Erfolge erzielt hatte. Thelen steuerte über die Umzäunung
des Flugfeldes.
24
B.Z. am Mittag vom 5. April 1910.
27
Dabei neigte sich der Wright-Apparat plötzlich nach rechts und stürzte aus ziemlich
beträchtlicher Höhe auf das freie Feld. Thelen blieb glücklicherweise unverletzt,
dagegen wurde der Apparat völlig zerstört.
25
Thelen am Start.
Die Trümmer des Flugapparats
von Thelen am 9.
Mai 1910
außerhalb des Flugfelds.
Vom Pech verfolgt war Thelen bei seinen weiteren vorgeschriebenen Schul- und
Übungsflügen im Mai 1910 zur Vorbereitung seiner Flugzeugführerprüfung. Am
Vormittag des 30. April beschädigte er den Flugapparat bei einer unglücklichen
Landung und erlitt Verletzungen im Gesicht. Das hinderte ihn aber nicht daran, am
nächsten Tag nachmittags die Bedingungen für die Flugzeugführerprüfung
erfolgreich auf dem Flugfeld Johannisthal abzulegen.
26
25
B. Z. am Mittag vom 10. Mai 1910.
26
B. Z. am Mittag vom 2. Mai 1910.
28
Robert Thelen erhielt noch vor der ,,Berliner Flugwoche" das Pilotenzeugnis und den
Flugschein Nr. 9, ausgestellt am 11. Mai 1910 vom ,,Deutschen Luftschiffer-Verband
(DVL)".
Er gehörte somit zu den 817 Pionieren der Luftfahrtgeschichte, die ihren Flugschein
vor dem Ersten Weltkrieg erhielten und sich später ,,Die Alten Adler" nannten.
Der Ausweis
27
wurde vom Vorstand des DLV, Stephan von Nieber (1855-1920)
unterzeichnet. Exzellenz Generalleutnant v. Nieber war später Ehrenpräsident des
DLV. Er war als ehemaliger Kommandeur der Luftschifferabteilung und damaliger
Vorgesetzter von Major a. D. Georg von Tschudi (1862-1928), den er 1909 aufforderte,
die Leitung des ersten deutschen zivilen Motorflugplatzes in Berlin-Johannisthal zu
übernehmen. Ab 1. Januar 1910 wurde v. Tschudi Geschäftsführer und Direktor der
,,Flug- und Sport-Platz Berlin-Johannisthal GmbH".
Stephan v. Nieber und Major a. D. Georg v. Tschudi
27
Das Original ist im Deutschen Technik Museum Berlin ausgestellt.
29
Seit Gründung der ,,Flugmaschine Wright-Gesellschaft mbH" in Berlin wurden
folgende Flugschüler auf den Wright-Maschinen ausgebildet und erhielten die
Flugzeugführererlaubnis.
28
Viele von denen sind ab Juni 1910 - 1912 auch vom Fluglehrer Robert Thelen
ausgebildet worden.
Name
Vorname
Geburt
Nr.
Erhalten
Flugapparat
Flugfeld
Engelhard
Paul Emil
27.07.1868
3
01.03.1910
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Keidel
Friedolin
27.12.1882
5
27.04.1910
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Thelen
Robert
23.03.1884
9
11.05.1910
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Schauenburg
Theo
14.10.1885
11
22.06.1910
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Heim
Oskar
21.06.1882
21
06.08.1910
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Arntzen Dr.
Orla
26.01.1882
27
01.09.1910
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Haas
Heinrich
24.05.1885
24
02.09.1910
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
von Mossner
Robert
01.06.1880
23
08.09.1910
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Wilberg
Helmuth
01.06.1880
26
15.09.1910
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Jablonsky
Bruno
27.08.1892
30
28.09.1910
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Mente
Willy
00.00.1870
32
28.09.1910
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Weinaug
Ernst
10.03.1885
39
13.12.1910
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Hoff Prof.
Wilhelm
07.05.1883
41
13.12.1910
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Pueschel
Konrad
02.08.1879
64
24.02.1911
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Kiepert
Rudolf
06.01.1888
65
24.02.1911
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Blattmann
Ernst
29.09.1870
71
28.02.1911
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Hartmann
Richard
19.08.1883
96
08.08.1911
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Witte
Gustav
21.04.1879
97
22.08.1911
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Fisch
Willy
12.09.1886
107
09.09.1911
Wright - Zweidecker
Exerzierplatz Döberitz
Kleinle
Franz Josef S.
22.08.1884
111
09.09.1911
Wright - Zweidecker
Süchteln bei Krefeld
Abramowitsch
Wsewolod,
29.07.1890
122
09.10.1911
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Rütgers
August
23.08.1878
140
06.12.1911
Wright - Zweidecker
Flugplatz Teltow
Kammerer
K.F. Ludwig
26.07.1886
144
16.12.1911
Wright -Zweidecker
Flugfeld Weimar
Friedrich
Alfred
18.03.1891
149
11.01.1912
Wright - Zweidecker
Flugplatz Teltow
Sedlmayr
Gerhard
02.07.1891
162
20.02.1912
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Müller
Friedrich
11.03.1887
177
06.04.1912
Wright - Zweidecker
Flugplatz Teltow
Mohns
Karl
18.09.1887
188
07.05.1912
Wright - Zweidecker
Flugplatz Teltow
Hartmann
Alfred
06.08.1882
221
30.05.1912
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Suren
Erich
11.07.1886
262
27.07.1912
Wright - Zweidecker
Exerzierplatz Döberitz
Schakowskoy
Eugenie
18.09.1889.
274
16.08.1912
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Stüber
Joachim
15.08.1885
353
24.01.1913
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Stagge
Walter
19.12.1887
358
31.01.1913
Wright - Zweidecker
Flugplatz Teltow
Rast
Max
28.08.1892
439
24.06.1913
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
Hüser
Konrad
06.11.1880
446
28.06.1913
Wright - Einzerzeller
Flugplatz Johannisthal
Kiesel
Willy
24.01.1877
453
04.07.1913
Wright - Zweidecker
Flugplatz Johannisthal
28
Angaben erstellt von Alexander Kauther und Paul Wirtz anhand der aufbereiteten Listen der
Flugzeugführerprüfungen auf Wright-Maschinen.
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