Inhaltsverzeichnis
Gliederungspunkt
1. Praktische Anwendung des 4C/ID-Modells
1.1 Einleitung 03
1.2 Hierarchie der Kompetenzen 04
1.3 Vereinfachende Annahmen Aufgabenklassen 06
1.4 Lernaufgaben für die 1. Aufgabenklasse 09
1.5 Unterstützende Informationen JIT-Informationen 11
2. Theoretische Betrachtung des 4C/ID-Modells
2.1 Lerntheoretische Überlegungen 13
2.2. Didaktische Szenarien für das 4C/ID-Modell 14
2.3 Medien zur Unterstützung des Blueprints 15
Fazit und Reflexion
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Literaturverzeichnis
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1. Praktische Anwendung des 4CID-Modells
1.1 Einleitung:
Die allgemeine Förderung der Gesundheit bzw. Erziehung zur Gesundheit erfolgte systematisch erst mit der Einführung des Schulwesens (Weiglhofer, 2000, S. 8). Da die Prägung des Menschen besonders in seiner Jugend erfolgt, ist dieser Koppelung als besonders wertvoll zu betrachten. Jedoch erobert sich die Gesundheitsförderung mittlerweile auch den Bereich der Pflege, was sogar rechtlich im Krankenpflegegesetz gedeckt ist (Brüggemann, 2006, S. VI). Trotz dem Gesundheitsförderung immer allgegenwärtiger wird, leben in der westlichen Industriewelt die Menschen sehr ungesund, so dass ernährungsbedingte Krankheiten weit verbreitet sind (Leitzmann, 2001, S. XIII). Der Bildungswissenschaft im Bereich Gesundheitserziehung/-förderung kommt also eine große Bedeutung zu, da es gilt, Zusammenhänge zu erforschen, auf Menschen einzuwirken und Bildungsangebote zu erstellen, um den negativen Erscheinungen entgegen zu wirken.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, ein Weiterbildungsangebot für einen Bildungswissenschaftler im Bereich Gesundheitserziehung/-förderung zu erstellen. Dieses Weiterbildungsangebot soll auf der Basis von J.G. van Merriënboers 4C/ID-Modell theoretisch geplant und angewandt werden und Einordnung in den mediendidaktischen Zusammenhang finden. Der Bildungswissenschaftler soll durch das Weiterbildungsangebot befähigt werden, sich einen neuen Teilbereich seiner Arbeit zu erschließen. Im praktischen Teil der Hausarbeit wird der Blueprint für einen Lehrplan entwickelt. Dabei wird zu Beginn eine Fertigkeitshierarchie ausgearbeitet, die alle temporären und konditionalen Fertigkeiten aufzeigt, die ein Bildungswissenschaftler im Bereich der Gesundheitserziehung/-förderung haben soll. Anschließend werden vereinfachende Annahmen und daraus resultierende Aufgabenklassen erstellt. Exemplarisch findet für die erste Aufgabenklasse eine Ausarbeitung von Lernaufgaben statt und just-intime Informationen sowie unterstützende Informationen werden herausgearbeitet.
Im theoretischen Teil der Arbeit wird genauer auf das 4C/ID Modell eingegangen. Dies betrifft lerntheoretische Überlegungen sowie didaktische Szenarien unter denen ein Einsatz möglich wäre. Weiterhin
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werden Medien, die sich zur Unterstützung des Blueprints eignen, vorgestellt. Geschlossen wird mit einem Fazit und einer Reflexion auf die Nutzung der situierten, multimedialen Lernumgebung "Interaktive Whiteboards - authentisch lernen" aus der Moodle-Lernumgebung von Modul 2B.
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Eine Fertigkeitshierarchie gibt gut strukturiert Auskunft über eine bestimmte Fertigkeit und deren notwendige Voraussetzungen. Die zu erwerbende Kompetenz ist in diesem Fall die Arbeit als Bildungswissenschaftler im Bereich Gesundheitserziehung/-förderung. Als sogenannte "top-level skill" steht sie ganz oben im Diagramm (Merriënboer, J.; Kirschner, P., 2007, S. 81). Das Diagramm soll nun darstellen, welche Fertigkeiten notwendig sind, um diese Arbeit auszuführen.
Das Diagramm ist dabei horizontal sowie vertikal gegliedert, wobei gilt, dass die vertikal jeweils höher stehenden Fertigkeiten die darunter stehenden voraussetzen. Diese konditionale oder prerequisite Relation (Merriënboer, J.; Kirschner, P., 2007, S. 81) stellt kein zeitliches Verhältnis sondern eine klare Voraussetzungsrelation dar. Am Beispiel des Bildungswissenschaftlers im Bereich Gesundheitserziehung/-förderung bedeutet dies, dass es für die Planung von praktischen Maßnahmen eines Projektes notwendig ist, vorher zur Recherchieren und sich mit der Thematik theoretisch auseinanderzusetzen. Vor der Recherche ist es nötig, erst die allgemeinen Ziele und Themen, zu denen konkrete Maßnahmen und Recherchen erstellt werden, herauszuarbeiten. Für das erfolgreiche Herausarbeiten von Zielen ist wiederum das Erstellen eines Zielgruppenprofils die Voraussetzung.
Die horizontale Relation stellt eine zeitliche Abfolge der temporären Fertigkeiten dar. Das Diagramm ist dabei von links nach rechts zu lesen. Dies bedeutet, dass die linken Fertigkeiten vor den rechten Fertigkeiten ausgeführt werden. Am Beispiel des Bildungswissenschaftlers im Bereich Gesundheitserziehung/-förderung heißt dies, dass damit begonnen wird, die Rahmenbedingungen zu eruieren. Danach folgt die Planung und Vorbereitung, die Durchführung und schließlich die Evaluation und Verbesserung. In niedrigeren Ebenen finden diese temporären Abläufe ebenso statt. In der Planungsphase findet dementsprechend zuerst die Erarbeitung der Maßnahmen statt. Dem folgt die Eingliederung in ein Gesamtkonzept und schließlich die Vorbereitung des Materials für die praktische Durchführung. In der horizontalen Relation gibt es neben den am häufigsten auftretenden temporalen Fertigkeiten noch zwei weitere Unterscheidungen. Dies sind zum einen die gleichzeitig auftretenden
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Fertigkeiten, welche mit einem horizontalen Strich verbunden werden und die vertauschbaren Fertigkeiten, deren zeitliche Abfolge derartig egal ist, dass sie untereinander vertauscht werden können. Diese Fertigkeiten werden mit einer gestrichelten Linie verbunden (Merriënboer, J.; Kirschner, P., 2007, S. 82).
1.3 Vereinfachende Annahmen & Aufgabenklassen: In den zehn Schritten der Umsetzung des 4C/ID-Modells stellt die Sequentialisierung der Aufgabenklassen nach dem Erarbeiten der Kompetenzen bzw. der Hierarchie den zweiten Schritt dar. Die Aufgabenklassen bilden einen Rahmen für die zu entwerfenden Lernaufgaben und stellen so gewissermaßen das Grundgerüst des Modells dar. Für die Erstellung und Differenzierung von Aufgabenklassen gibt es vier verschiedene Möglichkeiten. Das Sequenzprinzip der vereinfachenden Annahmen stellt dabei das am meisten gewählte Verfahren dar (Bastiaens, T.; Deimann, M.; Schrader, C.; Orth, C., 2011, S. 97). Dabei werden vereinfachende Annahmen - Attribute der zu erlernenden Tätigkeit - entworfen und in eine Matrix mit Aufgabenklassen gesetzt. Hierbei hat die erste Aufgabenklasse die niedrigste Schwierigkeit und die letzte Aufgabenklasse die höchste Schwierigkeit inne. (Bastiaens, T.; Deimann, M.; Schrader, C.; Orth, C., 2011, S. 96) Die Schwierigkeit ergibt sich aus den vereinfachenden Annahmen, die sich je nach Aufgabenklasse in ihren Attributen verändern. Setzt eine vereinfachende Annahme in Aufgabenklasse 1 noch wenig Wissen und Kompetenzen voraus, so entspricht die Anforderung der vereinfachenden Annahme an den Lernenden in der letzten Aufgabenklasse einer real-life Erfahrung mit hoher Komplexität und Praxisbezogenheit (Merriënboer, J.; Kirschner, P., 2007, S. 46).
Im Hinblick auf den Bildungswissenschaftler im Bereich
Gesundheitserziehung/-förderung muss nun also analysiert werden, welche Attribute seine Arbeit aufweist und wie diese mit zunehmendem Realitätsbezug auch an Schwierigkeit zunehmen. Es ist dabei immer die Cognitve Load Theory zu beachten (Merriënboer, J.; Kirschner, P., 2007, S. 22), die davon ausgeht, dass das menschliche Gehirn nur zu einem
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Arbeit zitieren:
Johannes Nest, 2011, Das 4C/ID Modell am Beispiel Bildungswissenschaftler im Bereich Gesundheitserziehung/-förderung, München, GRIN Verlag GmbH
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