ALLGEMEINE METHODIK
DES SPORTUNTERRICHTS
Inhaltsverzeichnis Seite
1. EINLEITUNG 2
2. ALLGEMEINE METHODIK DES SPORTUNTERRICHTS 2
2.1 Methodische Maßnahmen 3
2.1.1 Bewegungsaufgabe 3
2.1.2 Bewegungsansage 4
2.1.3 Bewegungskorrektur 5
2.1.4 Vormachen 5
2.1.5 Vorzeigen 6
2.1.6 Bewegungsbeschreibung 7
2.1.7 Bewegungserklärung 7
2.1.8 Bewegungshilfe / -sicherung 7
2.1.9 Akustische Hilfe 8
2.1.10 Unterrichtsgespräch 8
2.2 Methodische Verfahrensweisen 9
2.2.1 Indirekt vs. direkt 9
2.2.2 Ganzheitlich vs. elementenhaft 9
2.2.3 Induktiv vs. deduktiv 10
2.2.4 Schaubild zu den Bezügen der methodischen Verfahren 11
2.3 Unterrichtsformen 11
2.3.1 Frontal- und programmgesteuerter Unterricht 11
2.3.2 Handlungsorientierter und offener Unterricht 12
3. HETEROGENES SPORTTREIBEN IM RAHMEN
DER INTEGRATIVEN GRUNDSCHULE 12
4. PRÄSENTATION 13
5. BEZÜGE ZU ANDEREN THEMEN 14
6. LITERATURVERZEICHNIS 16
1. EINLEITUNG
Zur Methodik des Sportunterrichts gibt es unzählige Beiträge in der Fachliteratur. Dabei vertreten die Autoren nicht nur verschiedene Standpunkte und nehmen unterschiedliche Einteilungen vor, sondern führen auch jeweils eigene neue Begriffe ein. Von Einheitlichkeit kann also keine Rede sein. Die folgende Arbeit grenzt das Themengebiet daher insofern ein, als dass sie sich größtenteils auf die Ausführungen von Größing, Heymen und Leue, Scherler und Söll bezieht.
2. ALLGEMEINE METHODIK
DES SPORTUNTERRICHTS
Die Methodik ist „die Wissenschaft vom planmäßigen Vorgehen beim Unterrichten.“ 1 Sie soll „die Mittel bereitstellen, die Überblick, Ordnung und Zielstrebigkeit in das unterrichtliche Handeln des Lehrers 2 bringen können […] und die Prinzipien bestimmen, nach denen der Lehrer sein Handeln ausrichten und kritisch bewerten kann.“ 3
Unterrichten bezieht sich immer auf die Vermittlung von Inhalten. Diese Präsentation von Wissen besteht aus einer thematischen und einer methodischen Ebene, die den Voraussetzungen der Kinder und den Bedingungen des Unterrichts angepasst werden müssen. Methoden sind jedoch nicht nur Vermittlungswege für Unterrichtsinhalte, sondern erzeugen sie 4 auch.
Im Folgenden wird die Methodik in drei aufeinander aufbauende Ebenen gegliedert. Die Basis bilden die Unterrichtsformen als grundlegende Konzepte des Schulsports. Es schließen sich die methodischen Verfahrensweisen an, die die Lehr- und Lernwege beschreiben. Die konkreteste Stufe formen die methodischen Maßnahmen, die nun als erstes vorgestellt werden.
1 Dudenredaktion, 2007, S. 655
2 In Anlehnung an die Literatur wird in der gesamten Arbeit bei der Existenz von weiblichen
und männlichen Formen jeweils nur die männliche verwendet, da diese in der Regel kürzer
ist. Gemeint sind jedoch immer beide Geschlechter.
3 Söll, 2003, S. 195
4 vgl. Scherler, 2004, S. 30
2.1 Methodische Maßnahmen
Die methodischen Maßnahmen stellen die „Einzelhandlungen des Lehrers“ 5 dar. Sie sollen den Lernprozess initiieren und das Erlernen neuer Bewegungen erleichtern. Als Hilfe für einen durchdachten und zielbewussten Unterricht sind sie unerlässlich. Verschiedene Autoren haben versucht, die methodischen Maßnahmen zu systematisieren. So unterscheidet Söll die verbalen, visuellen und praktischen Maßnahmen. Größing teilt in verbalakustische, visuelle, audiovisuelle und instrumentell-taktile Maßnahmen ein. Wie zweckdienlich solche Untergliederungen für die Praxis sind, sei dahin gestellt. 6 Nachfolgend werden einzelne methodische Maßnahmen dargestellt.
2.1.1 Bewegungsaufgabe
Die Bewegungsaufgabe ist eine „Aufforderung an den Schüler, ein Bewegungsproblem selbständig zu lösen.“ 7 Dabei sind vielfältige Lösungsmöglichkeiten denkbar, die die Kreativität und die Fantasie der Kinder fordern und fördern. Im Vordergrund steht der Weg zu einer möglichen Lösung. Dieser besteht aus abwechselnden Versuchs- und Irrtumsphasen. Die resultierenden Umwege haben zwar einen höheren Zeitaufwand zur Folge, dienen aber dem wichtigen Sammeln von Bewegungserfahrungen, was heutzutage oftmals zu kurz kommt. Weiter können die freie und die gebundene Bewegungsaufgabe unterschieden werden. Bei der freien Variante sind den Kindern keinerlei Grenzen (innerhalb der grundsätzlich geltenden Regeln) gesetzt. Eine solche freie Bewegungsaufgabe könnte lauten: „Gelange von einer Seite der Halle mit dem Ball zur anderen.“ Etwas eingeschränkter sind die Kinder in ihrer Lösungsfindung bei der gebundenen Bewegungsaufgabe. Sie zielt bereits auf eine Bewegungsgestalt ab. Ein Beispiel wäre: „Gelange von einer Seite der Halle mit dem Ball zur anderen, ohne ihn festzuhalten.“ Die reine Form der Bewegungsaufgabe kommt allerdings selten vor, da sie meist mit anderen methodischen Maßnahmen wie etwa dem Vorzeigen (s.
5 Söll, 2003, S. 199
6 vgl. Heymen, Leue, 2008, S. 133ff
7 Heymen, Leue, 2008, S. 136
2.1.5) kombiniert wird und unter Hinzunahme weiterer Bewegungseinschränkungen schnell in eine Bewegungsansage (s. 2.1.2) übergeht. Bei einigen Kindern verringert das Lernen in der Großgruppe die Fähigkeit, sich eigene Bewegungen auszudenken, da sie viel bei den Mitschülern „abgucken“. Doch auch das Beobachten und das Vergleichen sind wichtig für die Entwicklung der Kinder.
Der Einsatz der Bewegungsaufgabe bei genormten Bewegungsabläufen, wie sie häufig in der Leichtathletik auftauchen, ist schwierig. Aus den Medien und anderen Bereichen der Erwachsenenwelt kennen die Kinder bereits viele Bewegungsformen, sodass die Phase des Ausprobierens entfällt. Als geeigneter für die Umsetzung der Bewegungsaufgabe haben sich das Turnen 8 und die Gymnastik erwiesen.
2.1.2 Bewegungsansage
Bei der Bewegungsansage handelt es sich um eine sprachliche Information über den Ablauf einer Bewegung. Sie steht im Gegensatz zur Bewegungsaufgabe, da sie direktiven Charakters ist und freie Entscheidungen sowie variable Lösungen nur eingeschränkt ermöglicht. Die Bewegungsansage zeichnet sich durch eine hohe Lernökonomie aus, denn das Ziel wird auf direktem Wege erreicht.
Die verschiedenen Autoren unterscheiden teilweise zwischen Bewegungsanweisung und -vorschrift. Dabei soll die Bewegungsanweisung noch eher Entfaltungsmöglichkeit zulassen, wie etwa: „Spring vom Startblock ins Wasser und schwimm zum gegenüberliegenden Beckenrand.“ Die Bewe-gungsvorschrift engt den Handlungsspielraum noch weiter ein: „Mach einen Startsprung vom Startblock ins Wasser und kraul anschließend zum gegenüberliegenden Beckenrand.“
Um die Bewegungsansage zu verstehen, müssen die Lerner bereits eine grobe Vorstellung des Bewegungsablaufs haben. Ihr Einsatz ist also unter anderem von den Kenntnissen und Fähigkeiten der Kinder abhängig. Sie eignet sich besonders zum Erlernen von technisch anspruchsvollen Bewegungen. 9
8 vgl. Heymen, Leue, 2008, S. 136f und Größing, 2001, S. 182f
9 vgl. Heymen, Leue, 2008, S. 137ff und Größing, 2001, S. 182
Arbeit zitieren:
Beate Schmitz, 2008, Allgemeine Methodik des Sportunterrichts, München, GRIN Verlag GmbH
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