Inhaltsverzeichnis
1
I. ABSTRACT 2
II. SENIORENGENERATION FORSCHUNGSSTAND UND SITUATIONSANALYSE 4
2.1 DEMOGRAFIE DEUTSCHLANDS UND ÖSTERREICHS 5
2.2 DEMOGRAFIE DER GRUPPE 50 BIS 85-JÄHRIGEN 7
2.3 SOZIOÖKONOMIE 10
2.3.1 Bildungssituation 10
2.3.2 Kaufkraft 11
2.3.3 Einkommenssituation 12
2.4 Konsumverhalten 15
III. BEDÜRFNISSE UND ANGEBOTE 16
3.1 Bedürfnisse der Senioren und Erwartungen 16
3.2 ENTWICKLUNG REISETRENDS, URLAUBS- UND REISEINTENSITÄT 17
3.3 REISEVERHALTEN UND TENDENZEN 21
3.4 ANGEBOTE REISEVERANSTALTER 23
3.5 ANGEBOTE SENIORENHOTEL 26
IV. ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSBETRACHTUNG 27
LITERATURVERZEICHNIS 29
ABILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Aufbau der Bevölkerung Deutschlands zum Stichtag 01.12.1910 und
31.12. 1950. 5
Abbildung 2: Altersaufbau der Bevölkerung Deutschlands am 01.01.1999 und geschätzt
am 01.01.2050. 6
Abbildung 3 : Vergleich Female Germany und Male Germany. 7
Abbildung 4: Vergleich Female Austria und Male Austria 8
Abbildung 5: Deutsche und Österreichische Frauen im Jahre- und Altersvergleich 9
Abbildung 6: Entwicklung der Deutschen und Österreichischen Bevölkerung 2020 im
Vergleich.................................................................................................... 10
Abbildung 7: Nettoeinkommen privat. Haushalte nach Altersklassen. 13
Abbildung 8: Ausgabefähiges Einkommen 14
Abbildung 9: Ausgaben je Reise und Person 15
Abbildung 10: Reiseidensität der Senioren versus Reisen gesamt Bevölkerung 18
TABELLENVERZEICHNIS
Tabelle 1: Schulbildung nach Altersgruppen 11
Tabelle 2: Entwicklung der Urlaubsreisen im Alter von 60 Jahren 2002 bis 2050 19
Tabelle 3: Anstieg der Urlaubsreisen der 60 bis 74-jährigen bis 2030 bzw. 2050 20
Tabelle 4: Anstieg der Urlaubsreisen der 75-jährigen und Ältere bis 2050 20
Tabelle 5: Tendenzen im Reiseverhalten 22
Tabelle 6: Anzahl der ausgewerteten Angebote des ÖRK. 23
Tabelle 7: eigene Darstellung Auswertung diverser Reisekataloge November 2009,
Saison 2009 25
I. ABSTRACT
In den kommenden 40 Jahren wird die Weltbevölkerung um rund 50 Prozent anwachsen, dies gilt jedoch nicht für die reichen Industriestaaten. Dort nimmt die Bevölkerung, bei gleichzeitiger Überalterung der Gesellschaft, ab. Diese Situation wird unser Wirtschaftssystem sehr stark beeinflussen und verändern und auch den Tourismus wesentlich beeinflussen. Die Anforderungen und Wünsche der Kundschaft verändern sich, aber gerade hierin liegen auch die Chancen für den Tourismus.
Im Gegensatz zu Japan und Amerika, die sich schon seit den 70ern mit der Frage der Auswirkungen des demografischen Wandels beschäftigen, sind ausführliche Untersuchungen hierüber und speziell bezogen auf den Tourismus bzw. Untersuchungen die sich ausschließlich mit speziellen Reiseangeboten für die Zielgruppe beschäftigen im deutschsprachigen Raum noch sehr spärlich. Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist daher die Fragestellung, wie der demografische Wandel der Senioren sich künftig auf die Tourismusindustrie auswirken wird. Die Anforderungen und Wünsche der Kundschaft verändern sich - und genau hierin liegen die Chancen für den Tourismus.
Die Gruppe der Senioren ab 60 Jahre umfassen in Deutschland derzeit ca. 17,2 Millionen Menschen 1 . Berücksichtigt man zusätzlich die Gruppe 50+ bis 60-Jährige mit 11,7 Millionen, so handelt es sich in Deutschland um eine Zielgruppe von insgesamt ca. 28,9 Millionen Menschen. In Österreich beträgt diese Gruppe 2,8 Millionen 2 , ebenfalls bezogen auf das Jahr 2010. Damit umfasst das Marktsegment der 50+ bis 85-Jährigen insgesamt ein Volumen von 31,7 Millionen Menschen. Dies ist derzeit rund ein Drittel der Gesamtbevölkerung beider Länder.
1 Quelle: U.S. Census Bureau International Data Base (IDB), Population Division, Country Germany, http://www.census.gov/ipc/www/idb/country.php, Page Last Modified: February 23, 2011 - IDB Version: Data:10.1228 Code:11.0216
2 Quelle: U.S. Census Bureau International Data Base (IDB), Population Division, Country Austria, http://www.census.gov/ipc/www/idb/country.php, Page Last Modified: February 23, 2011 - IDB Version: Data:10.1228 Code:11.0216
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II. SENIORENGENERATION; FORSCHUNGSSTAND UND
SITUATIONSANALYSE
„Kombinierte Angebote der Tourismus- und Pflegedienstleistungsbranche, welche die Bedürfnisse der Angehörigen von z. B. Langzeitkranken oder Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen berücksichtigt, sind derzeit im touristischen Markt noch selten.“ 3
Der Tourismus für Seniorenreisende ist insgesamt noch ein sehr junges Forschungsfeld. Es gibt zwar bereits zahlreiche demografische Erhebungen von verschiedenen Instituten und Forschungsgemeinschaften, jedoch sind in diesen Untersuchungen die Wünsche und Vorstellungen, hinsichtlich des Reiseverhaltens, sowie der Bezug auf die Altersstruktur oft nur nebeneinander dargestellt. Unter dem Begriff „ältere Reisende“ oder Senioren wird in dieser Ausarbeitung bzw. Untersuchung die Altersgruppe der 50 bis 85-Jährige verstanden, da davon ausgegangen wurde, dass die Reisetätigkeit der über 85-jährigen, alleine aus biologischen Gründen, geringer sein dürfte.
Wenn man den menschlichen Lebenszyklus in Abschnitte einteilt, so würde bisher der 1. Abschnitt die Jugend, der 2. Abschnitt das Arbeitsleben und der 3. Abschnitt das Pensionsalter umfassen. Die heutige Senioren Generation befindet sich aber nicht mehr im dritten Lebensabschnitt, dies war früher. Die heutige Seniorengeneration ist aber mobiler und gesünder, als es früher der Fall war, es somit kann von einem „vierten“ Lebensabschnitt gesprochen werden. Immer mehr ältere Menschen haben im wahrsten Sinne des Wortes Spaß am Leben und genießen das bzw. ihr „Alter“ in vollen Zügen. Sie sind aktiv, initiativ und auch innovativ „unterwegs“. 100-jährige waren vor nicht
3
Quelle: http//www.tab-beim-bundestag.de/de/publikationen/berichte/ab101... Zukunfttrends im Tourismus / Neuorientierung der touristischen Produktgestaltung und -vermarktung
einmal 50 Jahren noch selten, heute stehen diese teilweise noch aktiv im Leben. Im Straßenverkehr sind 80-jährige und ältere keine Seltenheit mehr.
2.1 Demografie Deutschlands und Österreichs
Die demografische Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland stellt sich im Vergleich der Jahre 1910 und 1950 wie folgt dar:
Abbildung 1: Aufbau der Bevölkerung Deutschlands zum Stichtag 01.12.1910 und
31.12. 1950 4
Die ursprünglich bekannte Altersstruktur in Form eine Pyramide aus dem Jahr 1910 verwandelt sich mehr und mehr in die Silhouette eines Baumes. Die stattfindende Vergreisung ist deutlich sichtbar, das Verhältnis zwischen Alt und Jung verschiebt sich immer mehr.
Die weitere zu erwartende Entwicklung bis 2050 stellt sich wie folgt dar:
4
Quelle: Statistisches Bundesamt 2000 -15-0346. BRD
Seite 5
Abbildung 2: Altersaufbau der Bevölkerung Deutschlands am 01.01.1999 und geschätzt am 01.01.2050 5
Aus der oben dargestellten Grafik, lässt sich zum Stichtag 01.01.1999 eine deutliche „Feminisierung“ der Seniorengesellschaft erkennen. Diese Situation ist zurückzuführen auf das höhere Durchschnittsalter von Frauen im Vergleich zu den Männern. Die Gründe hierfür sind zum Teil sehr vielschichtig und zu einem nicht unerheblichen Teil bedingt durch die Auswirkungen des 2. Weltkrieges.
In Österreich ist eine ähnliche, um nicht zu sagen sogar fast idente Entwicklung wie in Deutschland festzustellen. Die Untersuchungen zeigen für den Zeitraum bis 2050, entsprechend der Neudurchrechnung der Bevölkerungsprognose für Österreich und die Bundesländer nach den Ergebnissen der aktuellen Prognose, dass die Bevölkerung Österreichs auch in Zukunft weiterhin stark wachsen wird. Es wird eine Zunahme auf 9,52 Mio. 6 bis 2050 erwartet.
Auch hier verschiebt sich die Altersstruktur deutlich hin zu den älteren Menschen. Derzeit sind 22% der Bevölkerung im Alter von 60 und mehr Jahren, mittelfristig
5
Quelle: Statistisches Bundesamt 2000 -15-0346.
6 Quelle: Statistik Austria Bevölkerungsprognose vom 28.10.2008
Seite 6
(2020) werden es 26% und langfristig (ca. ab 2030) sogar mehr als 30% sein. Bis 2075 wird diese Gruppe einen Anteil von ca. 33,9% haben 7 . Insgesamt ist die Entwicklung der Demografie mit der in Deutschland vom Grundsatz her vergleichbar. Dies wird in der nachfolgenden Abbildung deutlich:
2.2 Demografie der Gruppe 50 bis 85-Jährigen
Der Zeitrahmen zwischen 2010 und 2050 ist für eine aussagekräftige Entwicklung des Seniorentourismus von vielen Nebenfaktoren abhängig, die diese Situation stark beeinflussen können. Unter der Annahme, dass die Reisefreudigkeit der Senioren, alleine aus biologischen Gründen nachlassen wird, wurde die Gruppe der 50 bis 85jährigen beider Länder daher isoliert betrachtet und nur der Zeitraum von 2010 bis 2030 dargestellt. Weiterhin wird die Untersuchung in die Gruppe Frauen und Männer aufgeteilt.
Die Feststellung, dass der Anteil der Frauen in Deutschland insgesamt mit zunehmenden größer wird als die der Männer, bestätigt sich in dieser Auswertung.
Abbildung 3 : Vergleich Female Germany und Male Germany 8
7
Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Bevölkerungsprognose 2008, Erstellt am 28.10.2008.
8 Quelle: U.S. Census Bureau International Data Base (IDB), Population Division, Country Germany, http://www.census.gov/ipc/www/idb/country.php, Page Last Modified: February 23, 2011 - IDB Version: Data:10.1228 Code:11.0216
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Arbeit zitieren:
BBA/MBA Dieter F.-W. Freiherr von Münster-Kistner, 2011, Der demografische Wandel in der Seniorengeneration, München, GRIN Verlag GmbH
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