„Eine erfreuliche Fiktion“
Inhaltsverzeichnis
Seite
1. Einführung der komplexen Zahlen 2
1.1 Historischer Abriss 2
1.2 Arithmetik der komplexe Zahlen 2
2. Geometrie der komplexen Zahlen 4
2.1 Gaußsche Zahlenebene 4
2.2 Geometrische Darstellung der Addition und Multiplikation 4
3. EDV mit komplexen Zahlen 7
4. Komplexe Multiplikation, Division und Abbildung der Ebene 7
4.1 Multiplikation 7
4.2 Division 9
4.3 Multiplikation am Einheitskreis 10
5. Inversionen und Riemannsche Sphäre 11
5.1 Inversion 11
5.2 Riemannsche Sphäre 12
5.3 Stereographische Projektion 12
6. Reflektion 15
7. Literaturverzeichnis 16
1. Einführung der komplexen Zahlen
1.1 Historischer Abriss
Die Anfänge der komplexen Zahlen liegen im 16. Jahrhundert und führen auf den italienischen Mathematiker Girolamo Cardano zurück. Er erhielt seine mathematische Ausbildung von seinem Vater, der an den Universitäten von Pavia und Mailand Geometrie unterrichtete.
Sein erworbenes Wissen befähigte ihn, sich dem Studium von kubischen Gleichungen zu widmen. Bei seiner Arbeit, Methoden zur expliziten Lösung von Gleichungen dritten und vierten Grades zu finden, stieß er auf Gleichungen mit negativen Quadratwurzeln. Diese konnte er aber mit den bis dahin bekannten algebraischen Regeln nicht lösen. Darauf hin entwickelte er eine neue Art der Arithmetik, die der komplexen Zahlen, mit denen er Gleichungen wie x² + 1 = 0 lösen konnte. Cardano war damit vermutlich der erste Mathematiker, der den Begriff der komplexen Zahlen einführte und sogar erste Berechnungen mit ihnen vornahm. Seine Kollegen arbeiteten zur damaligen Zeit ausschließlich mit den geometrischen Größen Länge, Flächeninhalt und Volumen, sodass sich ihre Berechnungen auf den Zahlenbereich größer Null beschränkten.
Von der Renaissance bis hin zum frühen 20. Jahrhundert galten die komplexen Zahlen als mystisches Konzept. Erst im Jahre 1916 wurden die komplexen Zahlen von Margaret Silcock, der Tante von David Mumford, einem der Autoren von „Indra’s pearls“, als eine „erfreuliche Fiktion“ beschrieben und gaben dem Ganzen einen positiveren Klang. Bis heute spricht man von „imaginären Zahlen“. Sie bestehen jedoch längst nicht mehr nur in unserer Vorstellung, sondern gehören für Mathematiker, Physiker und Ingenieure zum festen Handwerk.
1.2 Arithmetik der komplexe Zahlen
Cardanos Erkenntnisse liefern uns folgende Ergebnisse: Zunächst wird eine neue Zahl i mit der Eigenschaft i² + 1 = 0 definiert. Mit Hilfe der Rechenoperationen der reellen Zahlen folgt:
2
Die Multiplikation von i mit einer reellen Zahl b ergibt ib. Die Addition der neuen Zahl ib zu einer reellen Zahl a liefert a + ib. Dabei wird a Realteil und b Imaginärteil genannt. Damit diese zusammengesetzte Zahl jedoch als Einheit betrachtet wird, werden komplexe Zahlen häufig mit der Variablen z bezeichnet.
Das „Wunder“ der komplexen Zahlen besteht darin, dass nach der Einführung der komplexen Zahlen schon das Hauptwerk vollbracht ist. Wie sich zeigt, lassen sich die Regeln der Arithmetik auf komplexe Zahlen übertragen.
Addition: (a + ib) + (c + id) = a + c + ib + id = (a + c) + i (b + d)
Subtraktion: (a + ib) - (c + id) = (a - c) + i (b - d)
Multiplikation: (a + ib) (c + id) = ac + iad + ibc + i²bd = ac + i (ad + bc) - bd = (ac - bd) + i (ad + bc)
Bei der Division hilft die komplex konjugierte Zahl. Zu a + ib wäre das a - ib.
2. Geometrie der komplexen Zahlen
2.1 Gaußsche Zahlenebene
Trotz der positiven Bezeichnung „eine erfreuliche Fiktion“ wurde das „Imaginäre“ oder „Unwirkliche“ dieser Zahlen erst beseitigt, nachdem es Carl Friedrich Gauß gelungen war, eine geometrische Darstellung dieser Zahlen als Punkte in der Ebene (R²) zu entwickeln. Dabei werden auf der ursprünglichen x-Achse der Realteil und auf der y-Achse der Imaginärteil abgetragen.
Darüber hinaus liefert die Welt der komplexen Zahlen eine elegante und tiefgründige Verbindung zwischen der Geometrie, der Algebra und der Analysis, wie es David Mumford beschreibt.
2.2 Geometrische Darstellung der Addition und Multiplikation
Im Bereich der Geometrie sind die komplexen Zahlen und ihre Operationen anschaulich in der Gaußschen Zahlenebene mit kartesischen Koordinaten darstellbar. So lässt sich die Addition komplexer Zahlen mit Hilfe der Vektoraddition graphisch festhalten:
4
Arbeit zitieren:
Monica Stegemann, 2008, Indra's Pearls - Eine erfreuliche Fiktion, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Mathematik - Geometrie: neuer Titel erschienen: Indra's Pearls - Eine erfreuliche Fiktion
Monica Stegemann hat einen neuen Text hochgeladen
In a World of Gods and Goddesses: The Mystic Art of Indra Sharma
James C. Bae, Yogesh Atal, Indra Sharma
0 Kommentare