Zum Gebrauch des Modus im Deutsch-Französischen
1. Einleitung --------------------------------------------------------------------------------3
2. Zum Gebrauch des Indikativs in der deutsch-französischen Sprache -----------4
3. Zum Konjunktiv im Deutschen ------------------------------------------------------6
3.1. Die Form des Konjunktivs ------------------------------------------------------------7
3.2. Die würde - Form ---------------------------------------------------------------------7
4. Zum Gebrauch des Konjunktivs und seine Bedeutung ---------------------------7
4.1. Die Bedeutung des Konjunktiv I ----------------------------------------------------7
4.2. Zur Bedeutung des Konjunktiv II ---------------------------------------------------8
4.2.1. Der Konjunktiv II drückt die Nichtwirklichkeit aus -------------------------------8
4.2.2. Irreale Bedingungssätze (Konditionalsätze) ---------------------------------------8
4.2.3. Irreale Vergleichssätze - Komparativsätze -----------------------------------------8
4.2.4. Irrealer Konjunktiv II in Form einer Frage ----------------------------------------9
4.3. Zur Bedeutung der würde-Form -----------------------------------------------------9
4.3.1. Die würde-Form als Nichtwirklichkeitsform --------------------------------------9
4.3.2. Die würde -Form in den Bedingungssätzen ----------------------------------------9
4.3.3. Die würde-Form in indirekter Rede -------------------------------------------------9
5. Zum Konjunktiv im Französischen ------------------------------------------------10
5.1. Die Stelle des Konjunktives im Satz -----------------------------------------------10
5.2. Der Konjunktiv im Relativsätzen ---------------------------------------------------12
5.3 Zur Form des Konjunktivs in der dt. Sprache ------------------------------------14
5.3.1. Zur Form des Konjunktivs in der frz. Sprache -----------------------------------14
5.3.2. Morphologie des Dt. ------------------------------------------------------------------14
5.3.3. Morphologie des Frz. -----------------------------------------------------------------14
5.4. Zur Bedeutung des Konj. I im Dt. ---------------------------------------------------15
5.4.1. Zur Bedeutung des Konj. I in der frz. Sprache ------------------------------------15
5.5. Zur Bedeutung des Konj. II in der dt. Sprache ------------------------------------15
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5.5.1. Zur Bedeutung des Konj. II in der frz. Sprache -----------------------------------15
5.6. Geltung der Tempora des dt. Konjunktivs -----------------------------------------16
5.6.1. Geltung der Tempora des frz. Konjunktivs ----------------------------------------16
5.7. Der dt. frz. Konjunktiv in der indirekten Rede ------------------------------------16
5.8. Der Gebrauch des dt. Konjunktivs in der indirekten Rede ----------------------17
5.8.1. Der Gebrauch des frz. Konjunktivs in der indirekten Rede ---------------------17
6. Zum Imperativ -------------------------------------------------------------------------19
6.1. Zur Bedeutung des dt. und frz. Imperativs -----------------------------------------19
7. Zum französischen Konditional als Tempus -------------------------------------21
7.1. Der Konditional als Modus im Dt. und Frz. --------------------------------------22
8. Zum Partizip Perfekt -----------------------------------------------------------------23
9. Zum Partizip Präsens -----------------------------------------------------------------24
10. Zum Gérondif im Frz. ----------------------------------------------------------------25
11. Schluss ----------------------------------------------------------------------------------28
12. Literaturverzeichnis -------------------------------------------------------------------29
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1. Einleitung
Über Modus und Modalität gibt es viele Definitionen, die sich von Sprachwissenschaftler zu Sprachwissenschaftler unterscheiden. In diesem Rahmen finden wir “Modus” (Modi des Verbs), Modalverben oder Modalwörter, die als Zusammenwirken aller Mittel zu untersuchen sind. (Vgl. W. Admoni 1971: 230 )
Nach R. Conrad ist unter Modus zu verstehen: „die grammatische Kategorie des Verbes, die die Einstellung des Sprechers zum Wirklichkeitswert der Aussage ausdrückt. Dieses Verhältnis kann neutral sein (Indikativ) oder z.B. eine Aufforderung (Imperativ) oder Irrealität im weitesten Sinne (Konjunktiv) kennzeichnen.“ (R. Conrad 1984: 170)
Weit von R. Conrad bezeichnet noch Bußmann „Modus“ als „Aussageweise, grammatische Kategorie des Verbs, durch die subjektive Stellungnahme des Sprechers zu dem durch die Aussage bezeichneten Sachverhalt ausgedrückt wird“. (Bußmann 1990:496).
Um diese Abstraktion aber ausräumen zu können, wird verdeutlichet werden, was unter dem Begriff „Modalität“ bzw. „Modus“ zu verstehen ist; und hierbei wird der Fokus hier besonders auf den Modi als Kernthema liegen.
Bußmann spezifiziert „Modalität als Semantische Kategorie, die die Stellungnahme des Sprechers zur Geltung des Sachverhalts, auf den sich die Aussage bezieht, ausdrückt“ (Bußmann 1990:490). Besser gesagt: der Sprecher kann beispielsweise seine Stellungnahme zum Inhalt der Aussage kenntlich machen.
Bsp.: Hoffentlich kommt Hamid!
Diese Modalität kann auch formal durch die grammatische Kategorie des Modus ausgedrückt werden. (Vgl. R. Conrad 1984: 169).
Der Begriff „Modus“ im Allgemeinen unterscheidet sich von dem umfassenden Begriff der „Modalität“, d.h. indem der Modus allein durch die finiten Verbformen ausgedrückt wird, kann die Modalität einem Ausdruck oder einer Aussage auch
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durch andere sprachliche Mittel gekennzeichnet werden. (Vgl. W. Fleischer, W. Hartung, J. Schildt u.a. 1983: 149)
Wenn aber das dt. Modussystem drei Hauptmodi kennt, also das Indikativ: Hamid kommt gleich, oder das Imperativ: komm mal gleich!; oder die Irrealisform als Konjunktiv: es wäre schön, wenn Hamid käme!, unterscheiden wir in der frz. Sprache neben diesen drei Modi also Indikativ, Imperativ und Konjunktiv, auch andere Verbalformen, die in der frz. Grammatik zu den Modi zählen . Dabei handelt es sich um das Konditional, das Partizip Perfekt und das Präsens, das Gérondif (Gerundium) und der Infinitiv.
Unsere Behandlung basiert also auf dieser Kernfrage: Inwieweit sind die deutschfranzösischen Modussysteme ähnlich bzw. inwieweit unterscheiden sie sich voneinander?
Das Vergleichen beider Modussysteme verlangt aber an der ersten Stelle die Darstellung deutscher Modussysteme, an zweiter Stelle die Darstellung französischer Modussysteme und an der dritten Stelle der Vergleich beider Modussysteme.
2. Zum Gebrauch des Indikativs in der deutsch-französischen Sprache
Der Indikativ als Wirklichkeitsform des Modus ist die Grundform oder Normalform sprachlicher Äußerungen; er stellt einen Sachverhalt als gegeben dar. Der Indikativ bezeichnet aber nicht nur das tatsächlich Gegebene: Bsp.: Wasser gefriert bei null Grad. L‟eau gèle à nul degré.
sondern drückt auch eine persönliche Stellungnahme aus:
Die sprachlichen Äußerungen des Indikativs müssen aber nicht immer ein realwirkliches Geschehen realisieren. Es werden sehr oft auch unwirkliche Begebenheiten wie in Träumen oder in Märchen im Indikativ formuliert:
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Bsp. Dt.: Warf er das Schwert von sich, er war verloren, also hätte er das Schwert von sich geworfen; gesetzt den Fall, er hätte das Schwert von sich geworfen, so wäre er verloren gewesen. Bsp. Frz.: un pas de plus et tu es mort.
Die Verwendung des Indikativs bereitet den deutschlernenden Franzosen z.B. wenig Schwierigkeit, da es der frz. Indikativ auf den gleichen Prinzipien beruht, wie die in der dt. Indikativform. Es gibt aber eine sehr wichtige Bemerkung, die wir in Betracht ziehen müssen. Beispielsweise wird in der frz. Sprache nach den Verben „croire, penser, s‟imaginer, se figurer, dire, répondre, avouer, mander, déclarer, ….etc der Indikativ verwendet und nicht wie im dt. der Konjunktiv:
Dass der dt. und frz. Indikativ sich aber nicht sehr voneinander unterscheiden bzw. dass sie eher Gemeinsamkeiten als Unterschiede aufweisen, wird in den folgenden Texten deutlich:
Analysieren wir die Beispiele, so lässt sich feststellen, dass der deutsche Indikativ dem französischen im großen und ganzen entspricht. Es ist zwar richtig, dass beide andere Realisierungsvariationen haben. Uns interessiert aber vor allem, dass die Übersetzung z.B. aus dem Deutschen(Dt.) ins Französische(Frz.) die gleiche Tempusform beibehält, wie auch in den oben geschriebenen Beispielen klar zu bemerken ist: Das Präteritum wird in Text Nr.1 in der frz. Übersetzung auch wiedergegeben, sowie auch das Perfekt im Text Nr. 2. Ausnahme bildet aber der Text Nr. 3, in dem das passé simple in der frz. Sprache mit dem Präteritum im Dt. übersetzt wurde - eben deshalb, weil es im Dt. das passé simple nicht gibt.
3. Zum Konjunktiv im Deutschen
Der Konjunktiv bezeichnet „Allgemein einen geringeren Sicherheitsgrad der Aussage“, Während mit dem Indikativ - wie schon erwähnt - ein Geschehen meistens als real oder wirklich gegeben dargestellt wird, dient der Konjunktiv dazu, ein Geschehen als nicht oder noch nicht wirklich im weitesten Sinn real zu kennzeichnen. Mit anderen Worten, der Sprecher behauptet nicht etwas, sondern stellt es als möglich oder nicht wirklich dar. Im Einzelnen können die Konjunktivformen sehr Unterschiedliches ausdrücken. Es gibt viele verschiedene Konjunktivformen, aber wir unterscheiden hier drei Hauptgebrauchsweisen:
a) Der Konjunktiv, der zum Ausdruck von Wünschen, Anweisungen, u.a. dient:
b) Der zweite drückt aus, dass etwas nicht tatsächlich der Fall, sondern nur vorgestellt ist,
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Bsp.: Er lief, als ob der Teufel hinter ihm her wäre. Der dritte zeigt an, dass eine fremde Äußerung wiedergegeben wird, d.h. die realisierte indirekte Rede. Bsp.: Sie sagt, sie habe / hätte jetzt keine Zeit.
3.1. Die Form des Konjunktivs
Was die Konjunktivform anbetrifft, unterscheiden wir hier zwei Bildungen: Konjunktiv I. und II. Diese beiden Konjunktive treten in verschiedenen Zeitformen auf, wie es im folgenden Schema beschrieben ist:
3.2. Die würde - Form
Neben den beiden Konjunktiven gibt es noch den Konjunktiv mit „würde“, die sogenannte „würde-Form“. Sie wird aus dem Konjunktiv II von „werden“ und dem Infinitiv Präsens bzw. Perfekt gebildet.
Bsp. Er würde gehen, er würde gegangen sein.
4. Zum Gebrauch des Konjunktivs und seine Bedeutung
4.1 Die Bedeutung des Konjunktiv I
Der Konjunktiv I dient zum Ausdruck der Wünsche, Ratschläge, Empfehlungen… . Er ist auf bestimmte Wendungen beschränkt, wie es in folgenden Beispielen deutlich wird:
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a) Er wird in Verbindung mit der dritten Person verwendet. Bsp. Er lebe in Frieden.
b) Er wird in Verbindung mit dem Pronomen „man“, wie z.B. in
Gebrauchsanweisungen und in mathematischen Aufgaben verwendet. Bsp. Man verwende nur verchromte Behälter. Man konstruiere ein Dreieck.
b1) Der Konjunktiv I von „mögen“ wird in der Bedeutung des Wunsches auch verwendet.
4.2 Zur Bedeutung des Konjunktiv II
4.2.1. Der Konjunktiv II drückt die Nichtwirklichkeit aus
Bsp. Wenn ich Zeit gehabt hätte, wäre ich mitgekommen.
4.2.2. Irreale Bedingungssätze (Konditionalsätze)
Es gibt selten solche irrealen Bedingungssätze, die etwas unter einer exakten bestimmten Bedingung ausdrücken. Diese Bedingung ist aber nicht erfüllt, deshalb ist auch das Geschehen nicht eingetreten. Bsp. Wenn ich Zeit hätte, (ich habe aber keine Zeit) Käme ich mit. (ich komme aber nicht mit)
4.2.3 Irreale Vergleichssätze - Komparativsätze
In dieser neuen Form finden wir die sogenannten irrealen Vergleichssätze bzw. Konjunktiv mit „als ob“: Bsp. Er rannte, als wenn es um sein Leben ginge.
Arbeit zitieren:
P. A Hamid Baalla, 2010, Zum Gebrauch des Modus im Deutsch-Französischen, München, GRIN Verlag GmbH
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