Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
1. Einleitung 1
1.1 Fragestellung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 2
2. Definition und Verständnis des Führungsbegriffs 4
2.1 Begriff der Führung 4
2.2 Führung und Management 6
2.3 Führungsverständnis 8
3. Führungsstile 10
3.1 Grundlagen 10
3.2 Klassische Führungsstile 11
3.3 Führungsstile mit emotionaler Intelligenz 12
3.3.1 Autoritärer Führungsstil 13
3.3.2 Autoritativer Führungsstil 13
3.3.3 Affiliativer Führungsstil 14
3.3.4 Demokratischer Führungsstil 14
3.3.5 Leistungsorientierter Führungsstil 15
3.3.6 Coaching als Führungsstil 15
4. Organisatorische Führungsinstrumente 17
4.1 Grundlagen der Führungstechniken 17
4.2 „Management by Delegation“ (MbD) 17
4.3 „Management by Exception (MbE)“ 18
4.4 „Management by Objectives (MbO)“ 19
4.5 „Management by Systems“ (MbS) 20
5. Führungsstile für einen erfolgreichen Wandel 22
5.1 Problem der Wandlungsbereitschaft 22
5.2 Transaktionale vs. transformationale Führung 23
5.2.1 „Hidden Agenda“ 23
I
5.2.2 Führungsstile im Rahmen des Wandels 25
5.3 Implementierung des Wandels 28
5.3.1 Top down-Verlauf 28
5.3.2 Bottom up-Verlauf 31
5.3.3 Kombination und Situationsabhängigkeit der
Implementierungsstrategien 32
6. Der eigene Führungsstil 35
7. Abschliessendes Fazit 37
Literaturverzeichnis II
Abbildungs - und Tabellenverzeichnis IV
Abk ürzungsverzeichnis V
II
1. Einleitung
1.1 Fragestellung
Diese Ausarbeitung befasst sich mit dem Thema, welche Führungsstile für einen erfolgreichen Wandel stehen und wie diese angewendet und umgesetzt werden können.
Aufgrund der sich ständig verändernden Umwelt- und Umfeldbedingungen stellen sich für Unternehmen, in Bezug auf die Gestaltung der Unternehmensführung, neue Herausforderungen und Anforderungen, auf welche Sie mit Veränderungen und Wandel reagieren können und müssen.
So geht man in der modernen Unternehmensführung davon aus, das die Aufgaben von Führungskräften heute nicht mehr alleine nur im planen, steuern und kontrollieren des Unternehmens und seiner Mitarbeit liegen. Zusätzlich zu diesen organisationalen Aufgaben, sollen Sie auch die visionären Aufgaben übernehmen. Hierunter versteht man die Initiierung und Optimierung der Weiterentwicklung, des Wandel und der Innovationen unter Berücksichtigung der Wertschöpfungskette der Unternehmen und Mitarbeiter.
Die Führungsaufgabe besteht zum einen darin mit radikalen Veränderungen der Prozesse und Unternehmensumwelt klar zu kommen und zugleich auch die Organisationsgrundlage für einen fortwährenden Wandelprozess zu gestalten und zu gewährleisten.
Im Hinblick auf das Thema dieser Arbeit, stellt sich die Frage welcher Führungsstil im Rahmen einen andauernden Wandels erfolgreich sein wird.
Bereits in den 70iger Jahren, kristallisierte es sich in der Führungsforschung heraus, dass es „den“ perfekten Führungsstil, der für alle Aufgaben, die bestmöglichen Resultate erzielt wahrscheinlich nicht gibt.
Um jedoch eine Aussage treffen zu können welcher bzw. welche Führungsstile sich für die jeweilige Situation am besten eignen und zu einem erfolgreichen Wandlungsprozess führen können, betrachten wir in dieser Ausarbeitung zunächst die vorhandenen Führungsstile und Führungstechniken im Hinblick auf die Wandlungsmöglichkeiten von Unternehmen und Mitarbeitern.
1
Dabei stehen drei wesentliche Fragestellungen im Vordergrund:
1.) Welchen Einfluss haben Führungsstile auf den Unternehmenswandel und wie lässt sich darstellen, was erfolgreicher Wandel bedeutet?
2.) Welcher Führungsstil eignet sich für die Herausforderungen des Wandels und welche Anforderungen werden an Ihn gestellt?
3.) Welche wechselseitigen Relationen bestehen zwischen Führungsstil und Einführung des Unternehmenswandels?
1.2 Aufbau der Arbeit
In Kapitel 2 soll zunächst der Begriff der Führung definiert und hergeleitet werden. Aufgrund einer Vielzahl von Definitionen des Begriffs Führung, beleuchten wir den Begriff genauer umso eine Basis und ein Grundverständnis für die Herausforderungen zu entwickeln, welchen sich die Führung von Unternehmen zu stellen hat.
Das nachfolgende Kapitel 3 befasst sich daran anschliessend mit den unterschiedlichen Varianten von Führungsstilen. Wir betrachten hier zum einen die klassische Führungsstile in einem eindimensionalen Kontinuum, vom autoritären Führungsstil bis hin zum kooperativen Führungsstil, desweiteren betrachten wir aber auch mehrdimensionalen Sektor, da der eindimensionale Sektor nicht über die Möglichkeit verfügt, das gesamte Spektrum der in der alltäglichen Praxis beobachteten Alternativen abzubilden. Wir berücksichtigen bei dieser Ausarbeitung im Besonderen auch die Führungsstile mit emotionaler Intelligenz (EQ) der Führungskräfte.
In Kapitel 4 erweitern wir unser Blickfeld, indem wir uns nun mit den Führungstechniken und Mitteln beschäftigen, mit denen eine Führungskraft, ihre Aufgaben wahrnimmt und umsetzt.
Kapitel 5 soll darstellen, welche Führungsstile für einen erfolgreichen Wandel herangezogen werden können.
2
Hierzu betrachten wir zunächst, mit welchen Problemen und Herausforderungen sich die Führungskräfte im Rahmen eines Unternehmenswandels auseinander zu setzten haben.
Desweiteren erörtern wir, in welchem Zusammenhang die Führungsstile zur Wandlungsbereitschaft im Unternehmen stehen.
Dazu betrachten wir die Führungsanforderungen und Führungsstile im Verlauf des Wandlungsprozesses im Bezug auf transaktionale und transformale Führung. Anschliessend erörtern wir die Vorgehensweisen der Top- down-, Bottom- up- und kombinierten Implementierungsstrategien.
In Kapitel 6 befassen wir uns damit wie gerade neue Führungskräfte, mit der für Sie zentralen Frage nach einem eigenen persönlichen Führungsstil umgehen, diesen entwickeln und umsetzen können.
Zum Abschluss dieser Ausarbeitung ziehen wir ein Fazit.
Ziel des Fazits ist es, die Frage zu beantworten, wie sollen sich Führungskräfte auf Wandlungsprozesse einstellen, reagieren und mit welchen Führungsstilen und Managementkonzepten können Sie sich den neuen Herausforderungen und Anforderungen der jeweiligen Situationen stellen?
3
2. Definition und Verständnis des Führungsbegriffs
2.1 Begriff der Führung
Es gibt eine Vielzahlt von Ansätzen, die den Begriff Führung beschreiben. Um in dieser Arbeit ein Grundverständnis des Führungsbegriffs zu vermitteln, betrachten wir zunächst einige Ansätze, reflektieren und eruieren diese.
So wird unter Führung in allgemeinster Form, als die zielorientierte Verhaltensbeeinflussung verstanden. 1
Ein zweiter Ansatz versteht unter Führung die Aufgabe eines Unternehmens, die Prozesse im Unternehmen zu koordiniert und zielgerichtet zu gestalten und zu steuern. 2 Bei diesem Ansatz werden die Begriffe „Management“ und „Leitung“ gleichgesetzt. 3
Im klassischen Sinne wird Führung als bewusste und zielgerichtete Verhaltensbeeinflussung definiert. Eine Charakterisierung erfolgt hierbei in personell, individuell und interaktiv. 4
Unter dem Begriff der Führung nach Oswald Neuberger wird ein ausgewogenes Wechsel- und Zusammenspiel zwischen Stabilität und Flexibilität von Führungs- und Unternehmensstrukturen verstanden. 5
In einer Definition nach Wunderer wird die Führung, als eine „ziel- und ergebnis-orientierte, aktivierende und wechselseitige, soziale Beeinflussung zur Erfüllung gemeinsamer Aufgaben in und mit einer strukturierenden Arbeitssituation“ erfasst. 6
Anhand der vorherrschenden Definitionen zum Begriff der Führung kann eine immer wiederkehrende Gemeinsamkeit ausgemacht werden. So handelt es sich bei allen Ansätzen zum Führungsbegriff um eine wie auch immer geartete Art der Beeinflussung. 7
1 Vgl. Link, Jörg (2009), S. 3
2 Vgl. Urban, Fabian York (2007), S. 67
3 Vgl. Urban, Fabian York (2007), S. 67
4 Vgl. Urban, Fabian York (2007), S. 67
5 Vgl. Urban, Fabian York (2007), S. 68
6 Vgl. Urban, Fabian York (2007), S. 68
7 Vgl. Urban, Fabian York (2007), S. 68
4
Im Blickfeld dieser Ausarbeitung steht der Wandel der Unternehmensführung und die damit einhergehende Veränderung der Führungsstile und Rolle der Führungskraft. Aufgrund dieser Zielausrichtung, reichen die hier erwähnten Definitionen nicht aus, so dass wir auch betrachten müssen, welche Elemente und Faktoren der Führung überhaupt von Bedeutung sind um einen erfolgreichen Wandel zu initiieren.
Hierzu richten wir unseren Blick zunächst darauf, was die eigentlichen Anforderungen und Aufgaben von Führungskräften sind und welche Folgen die Veränderungsprozesse auf das Tätigkeitsprofil und die Entwicklung von Führungskräften haben.
Um hierzu eine bessere Aussage treffen zu können, differenzieren wir zunächst die Tätigkeitsprofile von Führungskräften. Nach dem aktuellen Stand der Führungs-forschung erfolgt eine Unterteilung in sachbezogene und personenbezogene Führung.
- Die sachbezogene Führung beinhaltet die Führungstechniken, wie z.B.: Planung, Kontrolle, Organisation, usw.
- Die personenbezogene Führung beschäftigt sich mit der zielgerichteten Beeinflussung des Verhaltens der Mitarbeiter. 8
Aus der Differenzierung dieser beiden Begriffe entstammt die von Kotter (1990) geprägte Begriffsdualität „Führung vs. Management“. 9 In der Literatur werden diese Begriffe häufig als gleichwertig gesehen, was Sie jedoch nicht sind. 10
Nach der Definition von Neuberger steht der Begriff Führung für eine personale und interaktionale Akzentsetzung („Personenführung“), wohingegen der Begriff Management für den strukturellen und institutionellen Aspekt („Unternehmensführung“) steht. 11
Die Personalführung wird zudem noch in zwei Dimensionen aufgespalten, zum einen in strukturell- systemisch (indirekt) und zum anderen in personal-interaktiv (direkt). 12 Wir können hier festhalten, das die Personalführung auf der einen Seite durch die Schaffung von Strukturen (z.B.: Anreizsysteme, Führungsgrundsätze) beeinflusst werden kann und auf der anderen Seite eine Einflussnahme durch
8 Vgl. Urban, Fabian York (2007), S. 69
9 Vgl. Urban, Fabian York (2007), S. 69
10 Vgl. Urban, Fabian York (2007), S. 70
11 Vgl. Urban, Fabian York (2007), S. 70
12 Vgl. Urban, Fabian York (2007), S. 70
5
interaktive Massnahmen, wie z.B.: Kommunikation mit den Mitarbeitern erreicht werden kann. 13
Ausserdem bestehen zwischen der sachbezogenen Führung und der indirekten personenbezogenen Führung Abhängigkeiten von einander. 14
2.2 Führung und Management
“Managers... get other people to do, but leaders get other people to want to do." 15
Bereits im Jahre 1977 war Abraham Zaleznik einer der ersten Wissenschaftler der eine Unterscheidung der Führungsaufgaben in „Leadership“ und „Management“ vornahm. Er stellte in seinem Artikel in der Harvard Business Review die Frage „Manager und Führer - Sind Sie unterschiedlich?". Seiner Auffassung nach haben Manager und Leader unterschiedliche mentale Grundmuster, da sich Ihre Aufgabenstellungen eindeutig voneinander unterscheiden. Hierbei geht es im Besonderen um die Anwendung von Stabilität und Wandel („chaos and order“). 16
13 Vgl. Urban, Fabian York (2007), S. 70
14 Vgl. Urban, Fabian York (2007), S. 70
15 Vgl. Kouzes, James M.; Posner, Barry Z. (2008), S. 27
16 Vgl. Siebert, Jörg (2006), S. 17 - 21
6
Arbeit zitieren:
Hilger Schneider, 2009, Führungskonzepte und Managementansätze: Führungsstile im Wandel und die Rolle der Führungskraft, München, GRIN Verlag GmbH
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