Frühförderung
von Judith Hilden
Gliederung
1. Warum ist Frühförderung so wichtig?
2. Geschichtliche Entwicklung der Frühförderung
3. Personenkreis
4. Aufgaben und Ziele
4.1 Aufgaben
4.2 Ziele
5. Bereiche der Frühförderung
5.1 Früherkennung
5.2 Früherfassung
5.3 Frühberatung
6. Formen der Frühförderung /Organisation
6.1 Mobile Frühförderung
6.2 Ambulante Frühförderung
6.3 Sozialformen der Frühförderung
7. Finanzierung
8. Wie sieht eine Frühförderstelle aus?
8.1 Räumlichkeiten
8.2 Materialausstattung
9. Sozialpädiatrische-/ Heiltherapeutische Zentren
10. Wer arbeitet in Frühförderstellen?
10.1 Welche Aufgaben haben die verschiedenen Berufgruppen in der Frühförderstelle?
10.1.1 Aufgaben der Pädagogen
10.1.2 Aufgaben der Sozialarbeiter
10.1.3 Aufgaben der Psychologen
10.1.4 Aufgaben der Ärzte
10.1.5 Aufgaben der Therapeuten
11. Fazit
12. Literaturverzeichnis
1. Warum ist Frühförderung so wichtig?
Der Mensch lernt nie mehr so viel und nachhaltig, wie in seinen ersten drei Lebensjahren. Auch seine Lernbereitschaft und Auffassungsgabe ist nie wieder so groß.
Von besonderer Bedeutung sind dabei:
· Die enorme quantitative Zunahme der Gehirnsubstanz. In Bezug auf das ZNS macht sie die ersten drei Jahre zu einer enorm sensiblen und beeinflussbaren Phase.
· Strukturbildung im ZNS
· Bildung der Stütz- und Ernährungszellen der Neuronen (Gliazellen) sowie die
· Differenzierung der Neuronen (z.B. Synapsenbildung)
· Markscheidenbildung (Myelinisation)
Die, in den ersten Lebensjahren besonders hohe Kompensationsfähigkeit des Gehirns, kann z.T. durch Reifungsprozesse, aber auch durch gezieltes Funktionstraining eingeleitet werden.
2. Geschichtliche Entwicklung der Frühförderung
Anstoß zum Entstehen eines flächendeckenden Frühfördersystems, wie es heute in de Bundesrepublik existiert, gab der Deutsche Bildungsrat im Jahre 1973. Er stellte eine Empfehlung zur pädagogischen Förderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder und Jugendlichen vor. Diese Bemühungen haben zur Durchsetzung eines offenen, ganzheitlichen Systems von Frühförderung entschieden beigetragen. Einen weiteren Wendepunkt in der Entwicklung der Frühförderung stellte die Studientagung der Lebenshilfe "Frühe Hilfen - wirksame Hilfen" im Mai 1974 dar. Heute ist Frühförderung ein selbstverständlicher und unverzichtbarer Bestandteil geworden im System der Hilfe für entwicklungsauffällige Kinder und ihrer Familien. Ziel für die Zukunft ist es, ein so engmaschiges Netz an Frühförderstellen zu schaffen, dass jede betroffene Familie in unmittelbarer Wohnortnähe den Dienst einer solchen Stelle in Anspruch nehmen kann.
3. Personenkreis
[...]
Arbeit zitieren:
Judith Hilden, 2003, Frühförderung, München, GRIN Verlag GmbH
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