Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung. 1
II. Die neue Natur und ihr Nutzen
II.1 Die vier Grundelemente und ihre drei Hauptkombinationen. 2
II.2 Metalle. 4
II.3 Pflanzen. 6
II.4 Tiere. 8
III. Schlussbetrachtung. 9
IV. Literaturverzeichnis 11
Sabine Husmann Die neue Natur und ihr Nutzen in José de Acostas Historia 1
I. Einleitung 1
Der Jesuit José de Acosta (1540-1600) gilt als einer der gebildetsten Schriftsteller seiner Zeit. Er verfügte über Kenntnisse der Theologie, der Philosophie und der Naturwissenschaften. Aufgrund seiner wissenschaftlichen Neugier und seines Eifers bei der Erforschung der Natur - ganz im Sinne der Renaissance - gilt er als einer der ersten wissenschaftlichen Schriftsteller seiner Zeit. Feijoo nannte ihn später den „Plinius der Neuen Welt“.
Da Acosta darum bat, als Missionar in die Neue Welt geschickt zu werden, wurde er 1571 nach Peru gesandt. 1572 kam er dort an und 1586 verließ er Peru, um ein weiteres Jahr in Mexiko zu verbringen, bevor er 1587 nach Spanien zurückkehrte. Seine „HISTORIA NATURAL Y MORAL DE LAS INDIAS en que se tratan de las cosas notables del cielo y elementos, metales, plantas y animales dellas: y los ritos, y ceremonias, leyes y gobierno, y guerras de los Indios“ wurde 1590 in Sevilla gedruckt. Noch während Acostas Lebzeit gab es mehrere spanische Ausgaben und Übersetzungen in die wichtigsten europäischen Sprachen. Das Werk besteht aus sieben Büchern und ist im Grunde eine Historia Moral und eine Historia Natural (vor allem die Bücher III und IV). Die ersten beiden Bücher entstanden während Acostas Zeit in Peru. Sie wurden zuerst auf Latein geschrieben und später übersetzt; die anderen fünf schrieb er nach seiner Rückkehr nach Europa direkt auf Spanisch. Sein besonderer Verdienst liegt in „seiner methodischen Arbeitsweise, seiner wissenschaftlichen Strenge und dem systematischen Aufbau seines Werks.“ 2
Acostas Darstellung der Flora und Fauna der Neuen Welt nährt sich aus seinen Beobachtungen und persönlichen Erfahrungen. Er nutzt das Wissen früherer Autoren über die Neue Welt und bezieht sich immer wieder auf die Bibel oder Werke antiker Philosophen wie z.B. Aristoteles oder Plinius. Acosta gibt sich aber nicht mit den Beschreibungen der Neuheiten zufrieden, sondern sucht nach Erklärungen dafür. Ganz im Gegensatz zu dem von Acosta gebrauchten antiken Ordnungsprinzip der Natur stehen seine fortschrittlichen Gedanken in Bezug auf die Entstehung neuer Arten aufgrund der Anpassung an ein Milieu und der natürlichen Auslese, was später in
1 Die Informationen des folgenden Abschnitts sind verschiedenen Quellen entnommen: BLASCO/ PEDRAZA JIMÉNEZ (2000), S. 123-126. ESTEVE BARBA (1992), S.114-121. HERNANDEZ SANCHEZ-BARBA (1978), S. 148-157. MATEOS (1954), S. XXXVI-XL. OVIEDO (1995), S. 143-144. PEASE (1995), S. 40. RÖSSIG (1995), S. 33.
2 RÖSSIG (1995), S. 33.
Sabine Husmann Die neue Natur und ihr Nutzen in José de Acostas Historia 2
Darwins Entwicklungstheorie wieder auftaucht. Iñigo Madrigal fasst Acostas Ordnungssystem folgendermaßen zusammen:
La taxonomía que utiliza Acosta se basa en un cosmos geocéntrico cuyos minerales, vegetación y animales se ordenan según la distribución de los elementos del fuego, del agua, del aire, y de la tierra. Se distribuyen todos también según su 3 posición en la gran cadena evolutiva que culmina en el hombre.
Zu bedenken ist, dass Acostas Werk einerseits einen Einblick in die Beschaffenheit der Natur der Neuen Welt gibt und andererseits aber auch den Blick Acostas - eines Spaniers, einer Person aus der Alten Welt - auf die Natur des neuen Kontinents zeigt. Dabei beschreibt Acosta die Natur nicht nur, sondern bewertet sie nach ästhetischen Aspekten sowie nach dem Nutzen, den die Spanier aus ihr ziehen können. 4
II. Die neue Natur und ihr Nutzen
II.1 Die vier Grundelemente und ihre drei Hauptkombinationen
Um den Aufbau der Natur in der Neuen Welt zu beschreiben bezieht sich Acosta auf das System der vier Grundelemente - Feuer, Wasser, Erde, Luft -, das auf Platon zurückgeht. Zuerst beschreibt er die verschiedenen Formen, in denen sich die vier Grundelemente auf dem neu entdeckten Kontinent zeigen.
Über das Feuer (Buch III; Kapitel XXIV-XXVI) schreibt Acosta, dass es sich in der Neuen Welt hauptsächlich in der Sonne und Vulkanen realisiert. Er bemerkt, dass aus den Vulkanen Feuer, Asche und Rauch austritt und dass in der Tiefe der Vulkane ein ständiges Feuer brodelt. In diesem Zusammenhang erwähnt er, dass die Vulkane ein Grund für die Erdbeben in verschiedenen Gegenden der Neuen Welt sein könnten. Über das Wasser (Bücher II, III) schreibt Acosta: „…siendo verdad que, así del cielo como del suelo, tiene copiosísimas aguas.“ (II: VI, 44) 5 Dies ist eine Feststellung, die dem Glauben antiker Philosophen widersprach. Diese hielten die „tórrida zona“ nämlich für heiß und trocken und somit für unbewohnbar. An Beispielen führt Acosta den Amazonas, den Río de la Plata oder den Lago Titicaca auf. Des Weiteren schreibt er über das Phänomen von Ebbe und Flut und zählt die verschiedenen Arten von Niederschlägen (z.B. starke Regenfälle, leichter Nieselregen, Schnee) und Wasseransammlungen auf der Erde (z.B. Flüsse, Quellen, Bäche, Lagunen) auf. Die Erde (Buch III, Kapitel XIX) teilt er in drei Ebenen ein und nennt deren Vor-und Nachteile. In den höchsten Gebieten ist es kalt und trocken. Dort findet man Vieh-
3 IÑIGOMADRIGAL (1998), S. 42.
4 vgl. ESTEVA FABREGAT (1963), S. 533-534.
5 Im Folgenden werden die Textstellen der Zitate aus Acostas Historia nur noch in der Kurzform (Buch: Kapitel, Seiten) angegeben.
Arbeit zitieren:
Sabine Husmann, 2007, Die neue Natur und ihr Nutzen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde: Die neue Natur und ihr Nutzen ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Romanistik - Spanische Sprache, Literatur, Landeskunde: neuer Titel erschienen: Die neue Natur und ihr Nutzen
Sabine Husmann hat einen neuen Text hochgeladen
Die Eroberung einer Neuen Welt
Präkolumbianische Kulturen, eu...
Hans-Joachim König, Michael Riekenberg, Stefan Rinke
Natur und Technik. Physik für die Sekundarstufe I. 7. Schuljahr. Hesse...
Schülerbuch. Für alle Schulfor...
Chemie für die Sekundarstufe I. Natur und Technik Bd. 01. Schülerbuch....
Heinz Obst, Eberhard Rossa
Chemie für die Sekundarstufe I. Natur und Technik Bd. 02. Schülerbuch....
Heinz Obst, Eberhard Rossa
0 Kommentare