INHALTSVERZEICHNIS
1 BEGRIFFSBESTIMMUNGEN UND ALLGEMEINES ZU
ENTSPANNUNGSVERFAHREN 5
1.1 „Spannung“ / „Anspannung“ 5
1.2 „Entspannung“ 5
1.3 „Entspannungstechniken“ / „Entspannungsverfahren“ 6
1.4 1 4 Die Entspannungsreaktion 6
1.4.1 Psychologische Kennzeichen einer Entspannungsreaktion: 6
1.4.2 Physiologische Kennzeichen einer Entspannungsreaktion 7
2 VORSTELLUNG VERSCHIEDENER ENTSPANNUNGSVERFAHREN 7
2.1 Hypnose 7
2.1.1 Definitionsversuch 7
2.1.2 Historischer Abriss 7
2.1.3 Übersicht über Hypnoseforschung und -Anwendung 8
2.1.4 Ablauf der Hypnose 9
2.1.5 Phänomene der Hypnose 9
2.2 Systematische Desensibilisierung 10
2.2.1 Darstellung des Verfahrens 10
2.2.1.1 Entspannung 10
2.2.1.2 Erstellung der Angsthierarchie 11
2.2.2 Vorstellung der Items 12
2.3 Autogenes Training 13
2.3.1 Definitionsversuch 13
2.3.2 Historischer Abriss 13
2.3.3 Formeln 14
2.3.4 Standardübungen des Autogenen Trainings 15
2.4 Imaginative Entspannungstechniken (am Beispiel der klassisch
verhaltenstherapeutischen Imagination) 16
2.4.1 Die klassisch-verhaltenstherapeutische Imagination 17
2.4.1.1 Definitionsversuch 17
2.4.1.2 Darstellung des Verfahrens 18
3
2.5 Meditation 19
2.5.1 Ziele und praktisches Vorgehen 19
2.5.2 Meditationsformen 20
2.6 Progressive Muskelentspannung (Relaxation) 21
2.6.1 Historischer Abriss und Ursprung der Progressiven Muskelentspannung
21
2.6.2 Prinzip der Progressiven Muskelentspannung 22
2.6.3 Durchführung des Verfahrens 23
2.6.4 Angewandte Entspannung 25
2.6.5 Effektivität, Indikationen und Nebenwirkungen 26
3 LITERATURVERZEICHNIS 27
4 METHODISCH-DIDAKTISCHE KONZEPTION ZUM REFERAT
„ENTSPANNUNGSVERFAHREN“ 28
4
1 BEGRIFFSBESTIMMUNGEN UND ALLGEMEINES ZU
ENTSPANNUNGSVERFAHREN
1.1 „Spannung“ / „Anspannung“
Definition nach FRÖHLICH (2000, 412):
(1) „Engl. strain: Physikalische Bezeichnung für die durch Zug oder Druck (Streß) hervorgerufenen Veränderungen in einem System
(2) Allgemeine Bezeichnung für Zustände extremer Aufmerksamkeitszuwendung (angespannte Aufmerksamkeit) bzw. Konzentration; auch für Muskelspannung; auch Syn. Für „Druck“ im Sinne von Streß auslösender Spannung
(3) Der englische Begriff „strain“ bedeutet auch Brut oder Zuchtreihe (z.B. alle Tiere, die durch Zucht gemeinsame Herkunft haben)
(4) Engl. tension: Ein der Spannung oder Anspannung bzw. erlebtem „Druck“ (Konflikt o.ä.) entsprechender Gefühlszustand, der als Störung des homöostatischen Prinzips (Gleichgewichts) bewertet und dem mit einer gesteigerten Aktivität zur Änderung der gegenwärtigen Situation begegnet wird“
1.2 „Entspannung“
Definition nach FRÖHLICH (2000, 155):
„Psychophysiologischer Zustand, der sich im Gegensatz zur Erregung oder Belastung durch Wohlbefinden, positive Grundstimmung, Abklingen des Muskeltonus, Abklingen von Spontanreaktionen, Alphareichtum des Encephalogramms, Absinken der Herz- und Pulsfrequenz und die Wiederherstellung bzw. Aufrechterhaltung der innersekretorischen Homöostase kennzeichnen läßt. (...)“
5
1.3 „Entspannungstechniken“ / „Entspannungsverfahren“
Definition nach FRÖHLICH (2000, 155):
„Als Entspannungstechniken (relaxation techniques) gelten Biofeedback, autogenes Training, Desensitivierung und Verfahren, die auf Autosuggestion beruhen (z.B. Meditations-und Yogaübungen). Sie werden zur Unterstützung der Psycho- und Verhaltenstherapien eingesetzt. Bei den verschiedenen Arten und Formen der Entspannungstherapie (relaxation therapy) wird u.a. von der Annahme ausgegangen, der physiologische Entspannungszustand teile sich unmittelbar der Befindlichkeit mit und sei durch Veränderungen der (kognitiven) Bewertung (Einstellung; Autosuggestion) modifizierbar.“
Definition nach MAERKER (in MARGRAF 1996, 397):
„Entspannungsverfahren dienen der Herstellung eines als angenehm erlebten Zustands und der Vermittlung von Bewältigungsstrategien für Angstsituationen bzw. psychophysiologische Spannungszustände. Im Gegensatz zu anderen angenehm empfundenen Zuständen (z.B. Freude, Flow-Erlebnis), die mit erhöhter Aktivierung einhergehen, ist der Entspannungszustand durch einen gesenkten biologischen Energieumsatz gekennzeichnet. (...)“
1.4 1.4 Die Entspannungsreaktion
Die Entspannungsreaktion ist gekennzeichnet durch Gefühle des Wohlbefindens, der Ruhe und Gelöstheit, sie ist kein Sonderzustand sondern eher ein Reaktionsmuster. Sie ist biologisch angelegt, gehört zum natürlichen Verhaltensrepertoire des Menschen und ist unter günstigen Bedingungen leicht zu erreichen.
Bahnung und Stabilisierung einer Entspannungsreaktion erfolgt bei allen Verfahren durch beständiges Üben.
1.4.1 Psychologische Kennzeichen einer Entspannungsreaktion:
Ein psychologisches Kennzeichen für eine Entspannungsreaktion ist die affektive Indifferenz, d.h. Emotionen und Affekte lassen sich kaum noch provozieren.
6
Ein weiteres Kennzeichen ist die mentale Frische, die sich in einem Gefühl der Ausgeruhtheit sowohl in körperlicher als auch geistiger Hinsicht äußert. Während einer Entspannungsreaktion erhöhen sich die Wahrnehmungsschwellen, d.h. während der Übung werden Außenreize (Geräusche, Licht...) kaum noch wahrgenommen und können keine Reaktionen mehr auslösen.
1.4.2 Physiologische Kennzeichen einer Entspannungsreaktion
Physiologische Kennzeichen einer Entspannungsreaktion sind unter anderem neuromuskuläre Veränderungen wie z.B. die Abnahme des Tonus der Skelettmuskulatur oder die Veränderung der Reflextätigkeit.
Des weiteren kommt es zu kardiovaskuläre Veränderungen wie peripheren Gefäßerweiterungen, geringfügige Verlangsamung des Pulsschlages und der Senkung des arteriellen Blutdrucks.
Während einer Enspannungsreaktion kommt es auch zu respiratorische Veränderungen wie die Verlangsamung der Atemfrequenz zu gleichmäßigen Atemzyklen und der Abnahme des Sauerstoffverbrauchs.
Zentralnervöse Veränderungen während einer Enspannungsreaktion können z.B. Veränderungen des EEG (hirnelektrische Aktivitäten) sein.
2 VORSTELLUNG VERSCHIEDENER ENTSPANNUNGSVERFAHREN
2.1 Hypnose
2.1.1 Definitionsversuch
„Hypnose liegt dann vor, wenn bestimmte Einleitungsprozeduren vorgenommen wurden, durch welche eine aktive und komplexe Wahrnehmungs- und Erlebnisverarbeitung erfolgt. Die hypnotisierte Person ist zu jeder Zeit bei vollem Bewusstsein, jedoch in ihrer Aufmerksamkeit und Kritikfähigkeit eingeengt.“
2.1.2 Historischer Abriss
Erste schriftliche Aufzeichnungen über hypnotische Techniken wie „Heilschlaf“ oder „Traumheilen“ gehen bis ins 2. Jahrtausend v. Chr. zurück. (alte Ägypten, antikes Griechenland)
7
Noch heute verwenden viele Naturvölker wie die Aboriginies verwenden ähnliche Praktiken. Seit 1961 ist die Hypnoseforschung ein von der American Medical Association anerkannter akademischer Lehrgegenstand und
die Forschung und Praxisanwendung erstreckt ich weltweit.
In Deutschland gibt es bislang nur wenige Forschungseinrichtungen, die Praxisanwendung nimmt erst seit Ende der 70er Jahre zu.
Hypnose wird auf unterschiedlichen Gebieten angewandt, was die Tabelle im folgenden Punkt aufzeigen wird.
2.1.3 Übersicht über Hypnoseforschung und -Anwendung
Arbeit zitieren:
Judith Hilden, 2003, Entspannungsverfahren, München, GRIN Verlag GmbH
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