Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis IV
1 Einleitung 1
2 Green IT 2
2.1 Technische Maßnahmen 2
2.1.1 Energieeffiziente Technologien 2
2.1.2 Optimierung der Kühlung 3
2.1.3 Virtualisierung 5
2.2 Verbindung zu den Geschäftsprozessen durch Substitution am Beispiel von
Dienstreisen 6
2.3 Recycling und Wiederverwendung 7
2.4 Zwischenergebnis 7
3 Potentiale und Risiken der Nutzung von Green IT für T-Systems. 7
3.1 Potentiale und Risiken durch Einsatz energieeffizienten Technologie 8
3.2 Potentiale und Risiken durch eine optimierte Kühlung 8
3.3 Potentiale und Risiken durch Virtualisierung, Grid-Applikationen und Cloud-
Computing 9
3.4 Potentiale und Risiken durch Substitution Beispiel von Dienstreisen 9
3.5 Recycling und Wiederverwendung 10
4 Empfehlung 10
Literaturverzeichnis 11
III
Abkürzungsverzeichnis
bzw. beziehungsweise ca. circa CO2 Kohlenstoffdioxid CO2e CO2-äquivalentem CPU Hauptprozessor (central processing unit) DTVC Desktop Video Conferences ElektroG Elektro- und Elektronikgerätegesetz etc. et cetera EU Europäischen Union i. d. R. in der Regel IKT Informations- und Kommunikationstechnologie IT Informationstechnik kW Kilowatt KWh Kilowattstunden USV unterbrechungsfreie Stromversorgung usw. und so weiter z.B. zum Beispiel
IV
1 Einleitung
In 2007 betrug der, durch den Einsatz Informationstechnik (IT), verursachte Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO 2 ), gemessen in CO 2 -äquivalentem (CO 2 e), mehr als 820 Millionen Tonnen. Dieser Ausstoß stellt ca. zwei Prozent des weltweiten CO 2 -Ausstoßes dar. Darüber hinaus war ein jährlicher Zuwachs bei benötigter Rechenleistung um ca. 60 Prozent und eine Zunahme der Internetnutzer um fünfzehn Prozent zu verzeichnen (Buhl & Laartz, 2008, S. 261). Für den Betrieb von Servern und Infrastruktur wurden in der Europäischen Union (EU), nach Schätzungen der Österreichischen Energieagentur, 40 Terrawattstunden im Wert von sechs Milliarden Euro verbraucht (Buhl & Laartz, 2008, S. 261). Die durchschnittlichen Betriebskosten eines klassischen Rechenzentrums werden zu ca. 80 Prozent von Kosten für elektrische Energie dominiert. Pauschalisiert kann man sagen, dass für ein Kilowatt (kW) Serverleistung ein weiteres kW für unterstützende Einrichtungen und Anlagegüter, wie z.B. Klimaanlagen, Beleuchtung oder die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), aufgewendet werden müssen (PC Welt, 2008). Betrachtet man diese Werte, so kann man zu dem Schluss kommen, dass beträchtliche Einsparungspotentiale vorhanden sind, die zumindest zum Teil gehoben werden können. „Green IT“ bietet einen Ansatz diese Potentiale heben zu können. Buhl und Laartz definieren Green IT als Maßnahmen zur „[…]Senkung des Energieverbrauchs und somit der Energiekosten der IT selbst“ (Buhl & Laartz, 2008, S. 261) und betonen, dass die CO 2 -Emissionsredukton für die ökologische und ökonomische Bilanz nützlich ist und für Marketingzwecke verwendet werden kann (Buhl & Laartz, 2008, S. 261).
PC Welt geht davon aus, dass ein energieeffizientes Rechenzentrum einen zusätzlichen Energieverbrauch von 0,5 kW je kW Serverleistung haben kann. Die Zeitschrift beziffert weitergehend die potentiellen Einsparungspotentiale je Server und Jahr mit 100 Euro. Diese Summe setzt sich aus der Prämisse von Kosten in Höhe von Zehn Cent, inklusive aller Steuern, einem Gebührentakt von 0,25kW und den oben genannten Verbrauchswerten zusammen (PC Welt, 2008). Greifbare Ergebnisse lieferten bisher IBM und die Berliner STRATO AG. So gelang es beispielsweise IBM in einem Rechenzentrum ca. 90 Prozent der benötigten Fläche und ca. 85 Prozent des Energieverbrauches einzusparen. Ermöglicht wurde dieser Erfolg durch die Reduktion von 3.900 auf 33 Server und ging mit einer radikalen Reorganisation einher (Buhl & Laartz, 2008, S. 261). Die STRATO AG, deren Kerngeschäft das Webhosting darstellt, gelang es den Energieverbrauch pro Kunden um 30 Prozent, durch den Einsatz von modernen Kühlsystemen und Hardware zu reduzieren. Darüber hinaus plant STRATO die Anbindung an ein Wasserkraftwerk, dessen Nutzung jährlich eine Emissionsreduktion von 15.000 Tonnen CO 2 ermöglichen soll (Buhl & Laartz, 2008, S. 261).
Das Vorliegende Paper behandelt im Folgenden den Ansatz der Green IT zu Grunde liegt, und welche Potentiale, aber auch Risiken aus deren Nutzung für den T-Systems Konzern entstehen können.
1
2 Green IT
Wie in Kapitel 1 beschrieben, kann man Green IT als Maßnahmenpaket zur Senkung des Energieverbrauchs und somit der Energiekosten sehen.
Dabei lässt sich eine Untergliederung in eine technische Ebene und einer substitutionalen Verbindung zu den Geschäftsprozessen vornehmen. Auf erster Ebene wird z.B. die Auswirkungen von neuartigen Kühlungssystemen (im Hinblick auf Rechenzentren), die Verwendung von energiesparenden Systemen, Virtualisierung und der Gleichen diskutiert. Die zweite Ebene hingegen beschäftigt sich mit der Substitution, von z.B. Dienstreisen durch Onlinekonferenzen oder dem Einsatz von E-Paper, um den Energie- und Rohstoffverbrauch weiter zu senken (Buhl & Laartz, 2008, S. 261).
Betrachtet man Green IT weiter unter Gesichtspunkten der Rohstoffverknappung, kann man ebenfalls Wiederverwendungsprogramme und Recycling zu wesentlichen Aspekten der Green IT zählen (Buhl & Laartz, 2008, S. 263) und kann als dritte Ebene dargestellt werden. Die Folgenden Unterkapitel behandeln die oben genannten Ebenen und beschreiben die in diesem Kontext diskutierten Praktiken und Techniken.
2.1 Technische Maßnahmen
Beschreibungsgegenstände der technischen Eben sind energieeffiziente Technologien, Optimierung der Kühlung, Virtualisierung und Konsolidierung von Serverlandschaften.
2.1.1 Energieeffiziente Technologien
Neue technologische Entwicklungen im Bereich leistungsfähiger und energiesparender Prozessoren in Kombinationen mit Virtualisierungsverfahren ermöglichen erhebliche Einsparungspotentiale.
So verfügen Server mit moderner Quad-Core-Prozessortechnologie bereits über ein Watt/ Leistungsverhältnis von 1:3, im Vergleich zu der Vorgängergeneration. Für Server die nur für eine bestimmte Aufgabe eingesetzt werden, bedeutet dies eine Leistungsaufnahme von 350 Watt. Durch den Einsatz von Blade-Servern kann die Leistungsaufnahme um ca. die Hälfte gesenkt werden, so dass Sie bei nur noch 175 Watt liegt. Eine weitere Option der neuen Prozessortechnologie besteht darin, diese so zu bauen, dass Sie auf bestimmte Anwendungen spezialisiert sind und viele Anfragen gleichzeitig bearbeiten können. Dies führt zu einer verbesserten Auslastung der Prozes-soren und senkt somit auch den Energieverbrauch im Vergleich zu Allround-Server-Prozessoren. Die neuen Technologien vermindern zudem den Energieverbrauch von Peripheriegeräten und Klimatechnik. Es wird davon ausgegangen das sich bei der neuen Technologie ein Watt/Leistungsverhältnis von 1:2 erreichen lässt (Stiel, 2008).
Weiterhin ist es mit modernen effizienteren IT-Geräten durchaus möglich die Energiekosten um 50 Prozent zu senken, ohne dadurch Einbußen bei der Leistungsfähigkeit hinnehmen zu müssen.
2
Arbeit zitieren:
Hilger Schneider, Martin C. Wagner, 2009, Green IT CIO-Briefing at T-Systems , München, GRIN Verlag GmbH
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