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Inhaltsverzeichnis
Seite
1. Einleitung 3
2. Die Wende im amerikanischen Studiosystem
2.1. Das klassische Studiosystem 4-5
2.2. Der Niedergang des klassischen
Studiosystems 5-9
2.3. Die Genese des New Hollywood 9-10
2.4. New Hollywood im Überblick 10
3. „Psycho“- 1960 Auf der Schwelle zwischen
filmischer Klassik und Moderne 11-15
4. Fazit 16
Literaturverzeichnis
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1. Einleitung
„Zeiten der Krise hat es in Hollywood immer wieder gegeben. Wie jede Ökonomie oder jedes Unternehmen kennt auch die Filmindustrie der Traumfabrik einen ständigen Wechsel von Hoch- und Tiefphasen.“ 1 Auch die größte Tiefphase in der Hollywoodgeschichte haben die US-amerikanischen Filmgesellschaften überstanden und mit ihren Anstrengungen, die Krise zu überwinden, das New Hollywood entstehen lassen.
In der folgenden Arbeit soll untersucht werden, welche Krise die Filmindustrie so stark getroffen hat, dass es zu einem nie erlebten Tiefpunkt kam und ein so existentes System, wie Hollywood, keinen Bestand mehr hatte. Die zentralen Aspekte des klassischen Studiosystems sollen dargestellt werden, um an folgende Geschehnisse anzuknüpfen. Der prekäre Zustand, den Hollywood erreichte, soll in Zahlen und anhand von zentralen Gesichtspunkten vorgestellt werden. Die Gründe für den Niedergang des klassischen Studiosystems sollen explizit dargestellt werden, sodass erkennbar wird, was die Filmindustrien taten, um aus dieser Krise herauszukommen. Im Anschluss daran, soll die Entstehung des New Hollywood in ausgewählten Aspekten aufgezeigt werden, sodass man das System des neuen Hollywood präsentieren kann. Es soll vorgestellt werden, wie und unter welchen Umständen Filme produziert wurden. Als Bespiel für die Entwicklung zum New Hollywood, soll der Film „Psycho“ von Alfred Hitchcock betrachtet werden. Der Film soll der geschichtlichen Veränderung in Hollywood zugeordnet werden, indem die Produktionsbedingungen sowie die inhaltlichen Aspekte thematisiert werden. Der Roman von Robert Bloch soll als Vorlage des Films herangezogen werden, um Veränderungen zu erkennen, die Hitchcock als Regisseur vorgenommen hat. Von dort aus, soll auf die besondere Person des Norman Bates eingegangen werden, von der auf Marion Crane übergeleitet werden soll. Anhand der gewonnen Erkenntnisse sollen Symbolismus und Motive im Film deutlich gemacht werden.
1 Dammann, Lars: Kino im Aufbruch- New Hollywood 1967-1976. Marburg, 2007. S. 20
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2. Die Wende im amerikanischen Studiosystem
Das klassische Studiosystem
In der Goldenen Ära Hollywoods, zwischen den frühen 1930er Jahren und den späten 1950er Jahren, war die Filmindustrie ungeheuer mächtig. Das System erwartete generell nur Erfolg. Jede Woche kam ein neuer Film auf den Markt. Hollywood produzierte somit 52 Filme pro Jahr. Diese Massenanfertigungen waren zu diesem Zeitpunkt sehr erfolgreich. Als der Tonfilm in den späten 1920er Jahren aufkam, spielte alles verrückt. Es mussten nun Tag und Nacht, auf Grund der hohen Nachfrage, Filme produziert werden. 2
Die großen US-amerikanischen Filmgesellschaften Paramount Pictures, Metro-Goldwyn-Mayer, Warner Brothers Entertainment, Twentieth Century Fox und RKO Pictures waren wie eine kleine Stadt mit Läden, Ärzten und anderen alltäglichen Notwendigkeiten. Man war völlig abgekapselt, wie in einer anderen Welt. 3 Der US-amerikanische Spielfilm „The Last Tycoon“ von 1976 beschreibt den Studioalltag dieser Zeit. 4 Der Film handelt von dem erfolgreichen, scheinbar unfehlbaren Hollywood Produzenten Monroe Stahr. Dieser beschäftigt sich tagsüber mit dem Filmgeschäft und trifft souveräne Entscheidungen über Filmstars, Regisseure und Budgets. 5
Die oberste Regel der Hollywoodfilmstudios war, dass jeder dem Studio gehörte. Alle Personen, die bei dem Studio unter Vertrag standen, gehörten zu einer großen Familie. Es wurde einem gesagt, was man zu tun hat. Wenn man dies nicht tat, konnte es sein, dass man entlassen wurde. Die Stars waren somit Firmeneigentum und wurden auch dementsprechend behandelt. 6 Diese Regel stellten die Studios auf, um ihre Stars, die ihr wertvollstes Kapital im Kampf um das Publikum waren, nicht zu verlieren. In den 1930er Jahren waren die Bühnenbildner die einzigen, die sich über die Massenfertigung empörten und sich somit gewerkschaftlich organisierten. In dieser Zeit erlebte Hollywood den ersten Streik in der Geschichte der völlig unabgesicherten
2 Vgl. American Cinema 7: Die Filmfabriken Hollywoods. (American Cinema. S.1/Ep.2: The Studio
System). USA, 1995. Regie: Alain Klarer.
3 Ebd.
4 Ebd.
5 Vgl. Lexikon des Internationalen Films: Der letzte Tycoon. URL: http://www.filmevona-
z.de/filmsuche.cfm?wert=9021&sucheNach=titel. (Abfrage 26.02.2009)
6 American Cinema 7: Die Filmfabriken Hollywoods. (American Cinema. S.1/Ep.2: The Studio System).
USA, 1995. Regie: Alain Klarer.
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Belegschaft. Alle Beteiligten der Filmgesellschaften wollten dieser Gewerkschaft beitreten, um sich abzusichern. Jedoch versuchten die Studios alle Angestellten davon abzuhalten, um einer weiteren kollektiven Arbeitsniederlegung aus dem Weg zu gehen. 7 Die Goldene Ära des Hollywood wird auch als „Traumfabrik“ bezeichnet, doch diese Tatsachen zeigen, dass nicht alles so „traumhaft“ war.
Der Niedergang des klassischen Studiosystems
„Zeiten der Krise hat es in Hollywood immer wieder gegeben.“ 8 Die Filmindustrie kennt den Wechsel von Hoch- und Tiefphasen. Das großartige an Hollywood ist jedoch, dass es die Fähigkeit besitzt, sich ständig an die jeweiligen Umstände anzupassen. 9
In den späten 1920er Jahren kam die Einführung des Tonfilms. Die Studios waren somit gezwungen ihre Technik zu modernisieren. Es mussten neue produktions- und aufführungstechnische Erfordernisse angeschafft werden. Die Investitionen dafür waren für die Studios eine hohe finanzielle Belastung. 10 In den frühen 1930er Jahren, der sogenannten Depressionszeit, musste man in Hollywood einen Zuschauerrückgang im Angesicht der Weltwirtschaftskrise verkraften. Die US-amerikanischen Bürger mussten sich den Gegebenheiten der Krise anpassen und ihnen war es von daher zeitlich und finanziell nicht mehr möglich die Kinos regelmäßig zu besuchen. Anfang der 1940er Jahre erhöhte die US-amerikanische Regierung drastisch die Steuern, um damit die Kriegsanstrengungen zu unterstützen. Dennoch konnte das klassische Studiosystem trotz vielen Einschlägen ihre Stabilität und Leistungsfähigkeit bewahren, die Vormachtstellung auf dem internationalen Filmmarkt ausbauen und die Sehgewohnheiten des weltweiten Publikums prägen. Nach dem Höhenflug der Studioära 1946 folgte jedoch nach dem zweiten Weltkrieg eine Talfahrt in einem bis dato unbekannten Ausmaß. 11 Die fundamentalen Strukturveränderungen innerhalb der Filmindustrie, der Medienkultur und der US-amerikanischen Gesellschaft begannen Hollywood
7 Vgl. American Cinema 7: Die Filmfabriken Hollywoods. (American Cinema. S.1/Ep.2: The Studio
System). USA, 1995. Regie: Alain Klarer.
8 Dammann, Lars: Kino im Aufbruch- New Hollywood 1967-1976. Marburg, 2007. S. 20
9 Vgl. Dammann, Lars: Kino im Aufbruch- New Hollywood 1967-1976. Marburg, 2007. S. 20
10 Ebd.
11 Ebd.
Arbeit zitieren:
Dominique Rönnecke , 2010, Die Wende im amerikanischen Studiosystem am Beispiel von „Psycho“ , München, GRIN Verlag GmbH
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