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Inhaltsverzeichnis
Vorwort 3
Kurzer geschichtlicher Rückblick von Sozialisation und Geschlecht 3
Integratives Entwicklungsmodell der Geschlechtstypisierung 4
Der biologische Ansatz 4
Der kognitive Ansatz 4
Sozialisation und Geschlecht 5
Unterschiedliche Sozialisationsbedingungen der Geschlechter 5
Schon vor der Geburt spielt das Geschlecht eine Rolle 5
Geschlechtsspezifische Rollenerwartungen und Erziehungsziele 6
Unterschiedliche Behandlung der beiden Geschlechter 6
M ännliche und weibliche Verhaltensmodelle 7
Problem 1: Kinder sind bis zum 10. Lebensjahr fast nur von Frauen umgeben 7
Problem 2: Diskriminierende und emanzipatorische Geschlechtsrollenerziehung 8
Sozialisationsbedingungen zur Erklärung der Entwicklung von Geschlechtsunterschieden 8
Die mangelnde Trennung zwischen verschiedenen Erklärungsgegenständen 8
Die fehlende Eindeutigkeit der Wirkungsrichtung in Sozialisationsstudien. 9
Die mangelnde Spezifizierung der Zielpersonen geschlechtsbezogener Erwartungen und
Reaktionen 9
Die Nichtberücksichtigung der Diskontinuität von Sozialisationsbedingungen und deren
Zusammenhang mit der Entwicklung der Geschlechtstypisierung 9
Fazit 9
Literaturverzeichnis 11
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Vorwort
Ich möchte mich heute mit dem Thema „geschlechtsbezogene Aspekte der kindlichen Entwicklung“ befassen und herausfinden, welche Rolle die Sozialisation in Hinblick auf diese Thematik spielt. Wenn Menschen ein Kind bekommen, sind sie schon vor der Geburt mit Erwartungen bezüglich des Säuglings behaftet. Die Tatsache, als Mädchen oder als Junge geboren zu werden, hat Auswirkungen, die nicht nur auf Chromosomen oder Hormone zurückzuführen sind, sondern meiner Meinung nach ist die Sozialisation mindestens genau so bedeutend. Dies versuche ich im Folgenden zu beweisen.
Kurzer geschichtlicher Rückblick von Sozialisation und Geschlecht
In den USA befasste sich die Sozialisationsforschung in Hinblick auf Geschlechterdifferenzierung in den 40er und 50er Jahren erstmals. Man bezog sich vor allem auf familiäre Aspekte und versuchte psychoanalytische sowie lerntheoretische Ansätze zu verknüpfen (vgl. Trautner, 2006). Die Forscher gingen zunächst davon aus, dass Menschen Geschlechterrollen von ihrer sozialen Umwelt übernehmen und dass dies für die psychische Gesundheit wichtig sei. Man bezeichnet dies als „Anpassungshypothese“. (Trautner zit. n. Trautner 1997, S. 331/334) Des Weiteren nahmen sie an, dass entscheidende Entwicklungen hinsichtlich der sexuellen Orientierung schon in den ersten Lebensjahren stattfinden. Diese Tatsache nennt man „Früherfahrungshypothese“. (Trautner zit. n. Trautner 1997, S. 331/334) „Die Identifikationshypothese“, die als letzte Annahme gilt, besagt, dass Eltern den größten Einfluss auf die Übernahme von Geschlechterrollen haben. Diese wird durch die Tatsache, dass Eltern geschlechtstypisches Verhalten bekräftigen und mit der gefühlsmäßigen Beziehung, die zwischen Eltern und ihrem Kind besteht, begründet. (Trautner zit. n. Trautner 1997, S. 331/334)
Für eine sehr lange Zeitspanne untersuchten Forscher lediglich die Entwicklung von Jungen und anstatt „intraindividuelle Veränderungen“ zu untersuchen, befasste man sich fast ausschließlich mit „interindividuellen Differenzen“. (Trautner 2006, S. 104) In den 70er Jahren hat sich diese Situation aufgrund der Frauenbewegung gewandelt und mittlerweile stehen Frauenfragen im Mittelpunkt der Forschung. Man möchte mittlerweile weltweit das Ziel der Androgynität erreichen, was nichts anderes bedeutet, als dass man sich vollständig von Geschlechtermerkmalen lösen möchte. Anders ausgedrückt sollen sich
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männliche und weibliche Eigenschaften in einer Person vereinen. (Trautner zit. n. Bem 1983, Bierhoff-Alfermann 1989)
Trautner ist ebenfalls der Meinung, dass Frauen unabhängig von ihrem Beruf und von ihrer sexuellen Orientierung als Frauen angesehen werden sollten. Dies gilt natürlich im Gegenzug auch für die Männer.
Integratives Entwicklungsmodell der Geschlechtstypisierung
Dieses Modell soll die Frage beantworten, wie „aus biologisch männlichen und weiblichen Individuen psychologisch maskuline und feminine Persönlichkeiten“ entstehen. (Trautner 2006, S. 105) Die Entwicklungspsychologie wird unterteilt in biologische, sozialisationstheoretische, sowie in kognitive Ansätze, die sich untereinander ergänzen.(vgl. Trautner 2008)
Der biologische Ansatz
Diese Perspektive geht vom chromosomalen Unterschied von XX und XY aus, der unter den Geschlechtern besteht und die dadurch hervorgehenden Hormone für die gegensätzliche Entwicklung von Männern und Frauen verantwortlich ist. (vgl. Trautner 2006) Für diesen Ansatz sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede naturgegeben. Vertreter dieser Richtung berücksichtigen den Körper und seine Entwicklung. Zusammengefasst spricht die biologische Richtung von folgenden Ebenen. (vgl. Rohrmann 2008) „Körperliche Geschlechtsmerkmale (Anatomie) Biologische Funktionen der Zweigeschlechtlichkeit (Fortpflanzung) Endokrinologische Befunde (Hormone) Neurologische Befunde (Gehirnforschung)
Entwicklungsgeschichtliche und kulturvergleichende Forschung sowie Untersuchungen anderer Spezies (Evaluationsbiologie) Sexualwissenschaftliche Befunde“ (Rohrmann 2008, S. 100)
Der kognitive Ansatz
Dieser Ansatz geht davon aus, dass der Verstand eingesetzt wird und wurde von L. Kohlberg in Anknüpfung an Jean Piaget entwickelt. Laut dieser Theorie entwickelt sich der Mensch gesetzmäßig und von innen gesteuert in mehreren aufeinander aufbauenden Stufen. Hierbei wird der sozialen Umwelt des Kindes eine große Bedeutung zugesprochen. Laut kognitivem Ansatz bemerkt ein Kind ab seinem 3. Lebensjahr, welchem Geschlecht es angehört, es ist
Arbeit zitieren:
Manuela Aberger, 2011, Geschlechtsbezogene Aspekte der kindlichen Entwicklung, München, GRIN Verlag GmbH
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