mit seiner blitzlebendigen Zunge“. „Er“ steht dabei für einen anderen Mann, den die Frau auf der Tanzveranstaltung oder bereits davor kennengelernt hat. Hier stellt der Mann auch bereits fest, dass es „kein Zurück“ für sie zu ihm geben kann. Auch die Verwendung des Diminutivs „Röckchen“, der durch das Adjektiv „luftig“ be- schriebenwird, verdeutlicht, dass sich die Frau aufreizend angezogen hat, um nach der (passiven) Beendigung ihrer Beziehung nach einem neuen Partner Ausschau zu halten. Der Mann fragt sich, warum seine Partnerin „mit allzu beweglichen Hüften“ zum Auto geht, findet darauf aber keine Antwort, was zeigt, dass die beiden zu wenig kommunizieren, denn die Frau hätte mit ihm über die Trennung reden können. Gleichzeitig hätte der Mann aber auch einfach fragen können, warum sich die Frau auf so erotische Weise aus dem Weg macht. Auch der Mann selbst stellt fest, dass Sie „die letzten Jahre“ zu wenig miteinander gesprochen haben: „Ich habe sie wenig gefragt, […] und sie hat mir nichts gesagt“. Der Mann selbst ist ein wenig naiv, schließlich glaubt er dass es ausreicht, wenn die „Herzen im Gleichschlag“ schlagen, eine andere Sprache sei nicht nötig. Der ungewöhnlich scheinende Akt der Frau, die „allerlei Konserven […] und Öl […] und Kohle“ - die Verfasserin nutzt hier eine syndetisch verbundene Aufzählung, mit der Absicht die größeren Mengen dieser Artikel zu verdeutlichen - gekauft hat, mag ihr „Abschiedsgeschenk“ an den Mann sein, damit dieser über ihre endgültige Trennung hin- wegkommenkönne, die Wärme, die die Kohle und das Feuer spenden, sollen die fehlende Wärme der Frau ersetzen.
Besonders wichtig ist die Feststellung oder Vermutung des Mannes, dass schon zu dem Zeitpunkt „ein Tanzen“ in ihr war, das auch „ganz ohne Schlagzeug“ existieren konnte. Den Begriff „Schlagzeug“ greift der Mann an dieser Stelle auf, ihm hätte das „harte Umta- umtades Schlagzeugs“ auf der Tanzveranstaltung „nächtelang den Schlaf geraubt“, wäre er zur Veranstaltung mitgekommen. Die Schlagzeugschläge können für die symbolischen Schläge, die er erhalten hätte, wenn er den neuen Partner seiner ehemaligen Partnerin kennengelernt hätte, stehen. Die Tanzveranstaltung selbst steht für die endgültige Trennung der beiden. Im Nachhinein begreift der Mann, dass es schon Anzeichen für eine bevorstehende Trennung gab.
Trotz der Tatsache, dass dem Mann selten nach Reden zumute war, bedeutet ihm seine Partnerin etwas. Der Mann zeigt dies durch bildliche Wendungen („Atem […] pflügen“),
Arbeit zitieren:
Tim Blume, 2010, Nadja Einzmann: „Etwas zu erzählen?“ – Analyse der Kurzgeschichte, München, GRIN Verlag GmbH
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