Prozeß, der die Erfahrungen aller Menschen und aller Zeiten umfasst, ausgeht. Des Weiteren führt er mit Kojeve einen weiteren Verfechter der Hegelschen Ideologie auf. In seiner weiteren Argumentation geht Fukuyama auf die beiden großen Hürden für den Liberalismus ein: Den Faschismus und den Kommunismus; welche er beide für gescheitert erklärt und dafür die Entwicklungen Japans, Chinas und er ehemaligen Sowjetunion skizziert. Eine Art Sonderfall sieht er allerdings in China , welches sich zwar von den leninistischen-marxistischen Denkweisen entfernt hat, aber dennoch als kommunistisches Land gilt, das allerdings angetrieben von Streben nach Überschuss und der medialen Entwicklung auch dem Weg des Westens folge. Anschließend richtet Fukuyama seinen Fokus auf Widersprüche, die es in „seiner“ liberalen Demokratie geben könnte und sieht die Frage der Religion und des Nationalismus als mögliche Störfaktoren. Zuletzt stellt Fukuyama die Frage, ob nun mit dem „Ende der Geschichte“ auch das Ende von Außenpolitik und internationalen Beziehung eingeläutet sei und nimmt Bezug auf die mögliche Entwicklung im „post-historischen“ Russland. Mit der Aussage, dass das Ende der Geschichte eine traurige Zeit sein wird, zeigt Fukuyama am Ende seiner Ausführungen durchaus einen gewissen Grad an persönlicher Enttäuschung und öffnet somit das Feld für Reaktion und Kritik.
Das Echo, dass Fukuyamas These folgte war, wie wir wissen, enorm. So reagierten in der Folge weltweit Journalisten und Geisteswissenschaftler ,zum Teil äußerst kritisch, auf „das Ende der Geschichte“. So auch der britische Historiker Perry Anderson in seiner Monographie „Zum Ende der Geschichte“ aus dem Jahr 1992, welche sich nicht nur auf Fukuyamas Aufsatz sondern auch auf dessen späteres Buch „The End of History and the Last Man“ bezieht. Anderson beweißt hierbei viel Einfühlungsvermögen und es gelingt ihm zum Kern Fukuyamas Aussagen vorzudringen. Auch Jürgen Busche übt mit seinem in der Süddeutschen Zeitung erschienenen Artikel aus dem Jahr 1991 „Kein Ende der Geschichte“ Kritik an Fukuyamas These. So sehen beide Kritiker das Gegenargument, dass die Geschichte immer fortlaufe und permanent geschieht als nichtig an, da Fukuyamas These Platz für weitere empirische Ereignisse lässt und daher falsch verstanden worden
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Arbeit zitieren:
Martin Herceg, 2011, Fukuyamas „The End of History“ in kritischer Betrachtung, München, GRIN Verlag GmbH
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