aufkommende Globalisierung, Modernisierung, der soziale Wandel, die Überlegenheit des Westens, die Unveränderbarkeit der Identität oder auch der weltweite ökonomische Aufschwung die Gründe für zukünftige Konflikte. Anschließend werden die Grenzlinien, an denen Kulturen aufeinandertreffen aufgezeigt und an Hand von drei Konflikten (Bosnien, Kaukasus, Persischer Golf) das sogenannte „Kin-Länder“-Syndrom beschrieben, welches die Verbundenheit der Kulturen aufzeigen soll.
Im Kapitel „The West versus the Rest“ versucht Huntington kritisch die Vormachtstellung darzustellen, welche die westliche Kultur gegenüber allen anderen Kulturen, aufgrund der militärischen und weltpolitischen Überlegenheit vorzuweisen hat. Darauf folgend beschäftigt sich der Autor mit den Ländern, die für ihn noch nicht eindeutig einem Kulturkreis zuzurechnen sind, hier steht vor allem die Zerrissenheit des neuen Russlands im Mittelpunkt.
Zuletzt legt Huntington seinen Fokus auf die besondere Gefahr, die von China und der islamischen Welt ausgehe, welche potenzielle Gegner der Westlichen Kultur werden könnten.
Am Ende zeichnet sich das Bild einer Welt ab in der all diese verschieden Kulturen lernen müssen nebeneinander zu koexistieren. Die Kritik an Huntingtons Überlegungen ließ nicht lange auf sich warten. Schon in der nächsten Ausgabe der „Foreign Affairs“ folgte eine erste Antwort. So erschien schon Huntingtons Einteilung der Kulturen Jeane Kirkpatrick falsch. Warum sollen Südamerika oder Russland nicht auch zur westlichen „Zivilisation“ gehören? Eine weitere Schwachstelle stellen die vorgestellten Konflikte (Kriege) dar. So sind sowohl der Golfkrieg als auch der Krieg im ehemaligen Jugoslawien Konflikte innerhalb von Kulturkreisen. Huntingtons Entgegnungen auf diese erste Kritik folgen in der darauffolgenden Dezember-Ausgabe von „Foreign Affairs“. In Diesen nimmt er zum einen Bezug auf die erste Kritik, zum anderen versucht er sein Bild vom „Kampf der Kulturen“ scharf zu zeichnen und führt eine Fülle von „neusten“ Ereignissen auf, die seine Annahmen unterstützen und stachelt
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Arbeit zitieren:
Martin Herceg, 2011, Kampf der Kulturen? Samuel P. Huntington und die Welt nach dem Kalten Krieg , München, GRIN Verlag GmbH
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