Frostresistenz:
Einlagerung von Stärke (aus Zuckern gebildet)
Korrelative Hemmung und Dormanz:
- Hemmung verläuft von oben nach unten
- Durch die Abtrennung der verschiedenen Geizaugen werden unterschied
liche Teile der Reben angeregt das Wachstum zu verstärken
Dormanz:
- Stillstand der Panze, die keine Triebe austreibt. Der Dormanzeffekt tritt bei bestimmten Temperaturen in bestimmten Zeitabschnitten ein
- Bei Temperaturen an 10°C wird Dormanz wieder aufgelöst.
Knospenbildung und Absicinsäure:
- ABS als Streßhormon
- Bildung von ABS beschädigt den Knospenaustrieb
Ertragsveringerung:
- Zapfen anstatt Ruten schneiden erbringt weniger Ertrag; die Fruchtbarkeit ist geringer
Blattanzahl um die Blüte auszulösen:
- Vitis silvestris 11 Blätter
- Riesling 13 - 18 Blätter
- Sorten Aris, Vitis lambrusco
- Gutedel 16 - 18 Blätter
- Temperaturdurchschnitt 15°C
- Verrieseln die Ansätze an den Trauben
- Bei hohen Temperaturen wird die Assimilation zum Triebwachstum
verwendet
- Bei niedrigen Temperaturen ist kein Wachtum der Trauben mehr
möglich
[...]
Inhaltsverzeichnis
Allgemeiner und Ökologischer Weinbau
Frostresistenz
Korrelative Hemmung und Dormanz
Dormanz
Knospenbildung und Absicinsäure
Ertragsveringerung
Blattanzahl um die Blüte auszulösen
Wachstum der Reben
Beerenwachstum
Saccharose
Aufbau der Beere
Die Rolle der Säure im Wein
Zunehmende Beerengröße
Pflanzdichte
Dichte historisch andere Bedeutung als heute
Der Rebschnitt (Ziele des Rebschnittes)
Selektiver Schnitt
Uniformer Schnitt
Alternierender Schnitt
Nichtselektiver Schnitt
Uniformer Schnitt
Alternierender Schnitt
Gemischter Schnitt
Erziehungssysteme
Kriterien für Erziehungssysteme
Niedrige Erziehungssysteme
Silvoz
Umkehrerziehung
Vertiko
Lenz-Moser Erziehungssystem (Jocherziehung - Weitraumerziehung)
Scott-Henry
Lyra
Andere Erziehungssysteme
Organische Düngung
Gliederung der organischen Substanz des Bodens
Chemische Bedingungen im Boden
Humusbildung
Physikalische Eigenschaften
C/N-Verhältnis
Bildung stabiler Humusstoffe
Ermittlung des N-Bedarfes
Bewertung von Humusgehalten
Bewertungskriterien von Humusdüngern
Organischer Dünger: Stallmist
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegenden Vorlesungsmaterialien vermitteln grundlegende ökologische und physiologische Zusammenhänge im Weinbau sowie deren praktische Umsetzung im Rebschnitt und in der Bodenbewirtschaftung. Ziel ist es, den Einfluss von Wachstumsbedingungen, Erziehungssystemen und Düngung auf die Qualität und Ertragssicherheit der Rebe wissenschaftlich fundiert zu erläutern.
- Physiologische Prozesse des Beerenwachstums und der Inhaltsstoffbildung.
- Einfluss von Erziehungssystemen auf die Belichtung und Traubenqualität.
- Methodik des selektiven und nicht-selektiven Rebschnitts.
- Bedeutung der organischen Substanz und Bodenfruchtbarkeit für den Weinbau.
Auszug aus dem Buch
Aufbau der Beere:
Curtikulawachs (Fettsäure): Ist wichtig für den Hefemetabolismus als Vorstufe zur Aromastoffbildung (zeigt sich im Wein in vegetativer, grasiger Charakter (Hier Hexanal bestimmend)
Phenole überlagern stark die vorhandenen Aromastoffe in der Beere -> Phenole verleihen die Strucktur des Weines. Polyphenole sind gerade in der Beerenhaut anzutreffen
Kalium und Calcium: Wichtig für den ph-Wert-Steuerung. Bei niedrigen pH-Werten geringe Pufferung; die Säure ist geschmacklich deutlich zu erkennen
Stickstoff ist in der Beerenhaut in höheren Konzentrationen vorhanden
Bei UTA (Untypischer Alterungston) ist wenig hefeverwertbarer Stickstoff vorhanden; Auf das Beerenfleisch bezogen ist in der Beerenhaut 50% - 100% mehr Stickstoff vorhanden
Stickstoff und Polyphenole bilden ca. 15% des gesamten Beerengewichts
Carotinoide sind beim Weißwein Vorstufe von Aromastoffen (Licht und Temperaturempfindlich). Somit ist eine Steuerung dieser Aromen möglich. Zu erkennen an der Gelbverfärbung der Beeren, die in der Beerenhaut vorliegen.
Zusammenfassung der Kapitel
Allgemeiner und Ökologischer Weinbau: Behandelt die physiologischen Grundlagen der Rebe, inklusive Frostresistenz, Dormanz sowie die entscheidenden Faktoren für das Beerenwachstum und die Säurebildung.
Pflanzdichte: Analysiert die historische und moderne Bedeutung der Pflanzdichte in Abhängigkeit von Erziehungssystemen und Standortbedingungen.
Der Rebschnitt (Ziele des Rebschnittes): Definiert die Ziele des Rebschnitts und differenziert zwischen verschiedenen selektiven und nicht-selektiven Schnittmethoden.
Erziehungssysteme: Gibt einen Überblick über diverse Erziehungssysteme von der Silvoz- bis zur Lyra-Erziehung und bewertet deren Eignung unter verschiedenen Bedingungen.
Organische Düngung: Erläutert die Bedeutung der Bodenbiologie, die Humusbildung sowie die Kriterien zur Bewertung organischer Dünger wie Stallmist.
Schlüsselwörter
Weinbau, Frostresistenz, Dormanz, Beerenwachstum, Säuremanagement, Rebschnitt, Erziehungssysteme, Laubwand, Bodenfruchtbarkeit, Humusbildung, Stickstoff, Polyphenole, Carotinoide, Stallmist, UTA.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesen Vorlesungsmaterialien grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die physiologischen Grundlagen der Weinrebe und die ökologischen Rahmenbedingungen im Weinbau, insbesondere mit Fokus auf Wachstumsfaktoren, Schnitttechniken und Bodenmanagement.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Beereninhaltsstoffe, der Optimierung der Laubwand durch verschiedene Erziehungssysteme und der nachhaltigen organischen Düngung zur Bodenverbesserung.
Was ist das primäre Ziel dieser Aufzeichnungen?
Das Ziel ist die Vermittlung fachwissenschaftlichen Wissens für eine qualitätsorientierte Bewirtschaftung von Rebflächen unter Berücksichtigung ökologischer Kriterien.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine systematische, agrarspezifische Analyse, die physiologische Parameter (wie Säure, Zucker, Stickstoff) mit agrotechnischen Maßnahmen (Schnitt, Erziehung, Düngung) verknüpft.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in physiologische Reifeprozesse, die detaillierte Klassifizierung von Rebschnittmethoden sowie die Evaluierung verschiedener Erziehungssysteme im Hinblick auf Lichtausbeute und Ertragsqualität.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Weinbau, Rebschnitt, Erziehungssysteme, Humusbildung, Säuremanagement und Stickstoffversorgung.
Welchen Einfluss hat die Botrytis auf den Apfelsäuregehalt?
Je höher der Botrytisbefall, desto höher ist der gemessene Apfelsäuregehalt, da der Pilz vornehmlich Weinsäure und Äpfelsäure veratmet.
Warum ist das Kaliummanagement im Weinberg von besonderer Bedeutung?
Kalium fungiert als Puffer für die Säuren (Äpfel- und Weinsäure) und beeinflusst das Wachstum sowie die Nährstoffversorgung; ein Ungleichgewicht kann zu physiologischen Störungen wie der Stiellähme führen.
- Citation du texte
- Christoph Hons (Auteur), 2001, Allgemeiner und ökologischer Weinbau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1784