Inhaltsverzeichnis
1 Zur Ausgangslage des Unterrichts
1.1 Lernvoraussetzungen Seite 3
1.2 Rituale und Arbeitsweisen Seite 3
2 Zum Unterrichtsgegenstand: Überlegungen und Entscheidungen
2.1 Klärung des Unterrichtsgegenstandes Seite 5
2.2 Didaktische Überlegungen Seite 6
3 Ziele des Unterrichts Seite 7
3.1 Richtziel
3.2 Instrumentale Zieldimension
3.3 Kognitive Zieldimension
3.4 Affektive Zieldimension
4 Überlegungen zum Lehr-Lernprozess Seite 8
5 Unterrichtsverlauf Seite 10
6 Anlagen Seite 11
7 Literatur
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1. Zur Ausgangslage des Unterrichts
1.1 Lernvoraussetzungen
Die Klasse 7 b der Hauptschule Grünwettersbach besteht aus 12 Schülern, wovon neun Mädchen und drei Jungen sind. Das Altersgefälle liegt durchschnittlich zwischen 12 und 14 Jahren. Die Klasse wurde zum Anfang des letzten Schuljahres aufgrund der steigenden Schülerzahl (Wiederholer und Neuzugänge) getrennt, wobei sich ein sehr ehrgeiziges, aber faires Konkurrenzverhalten zwischen den beiden Klassen entwickelt hat. Die Trennung hat beiden Splitterklassen den gewünschten Lernerfolg und Leistungsaufschwung erbracht, ohne großen Schaden wegen des Verlustes des „ein oder anderen Freundes“ anzurichten. Mit der Klassenteilung vollzog sich auch ein Lehrerwechsel, denn die Klasse wird nun nicht mehr von Frau Schubert, wie in den ersten beiden Hauptschuljahren, sondern von Frau Becker unterrichtet. Diese Umstellung konnte Frau Becker allerdings ohne Weiteres mit ihrer fachlichen Kompetenz problemlos kompensieren.
Es befinden sich zwei russische Kinder in der Klasse, die erst vor einem Jahr nach Deutsch-land gekommen sind. Beide sind sehr aufgeschlossen und wirken lieb. Die deutsche Sprache beherrschen sie schon sehr gut.
Im Allgemeinen ist die Klasse 7 b eine sehr ruhige und ordentliche Klasse, in der es nur selten zu den üblichen Zwischenfällen, wie Prügeleien, Ärger mit Mitschülern, Hausaufgaben nicht erledigen usw. kommt. Allerdings sollte man noch den Schüler Markus B. erwähnen, der auf-grund seines immensen Geltungsbedürfnisses oft zum Störfaktor wird und damit auch einige seiner Sitznachbarn ablenkt und in seine Albernheiten mit hineinzieht.
Der Leistungsstand im Fach Deutsch bewegt sich im guten Bereich. Alle Schüler sind motiviert und nehmen meist gerne und neugierig am Unterricht teil.
Das Klassenklima ist einer dörflichen Hauptschule entsprechend gut, es gibt keine Außenseiter, auch nicht Markus B., den die restlichen Kinder zwar oft in seine Schranken weisen, wenn er den Unterricht stört, aber trotzdem geachtet wird und in der Klasse gern gesehen ist.
1.2 Rituale und Arbeitsweisen
Die Klasse 7 b hat eine sehr motivierte und aufgeschlossene Arbeitsweise, was nicht zuletzt von der noch stark zu spürenden kindlichen Neugierde herrührt, und man kommt in Folge dessen auch zügig und ohne viel wiederholen zu müssen voran. Die Klasse weist einen sehr hohen Grad an diszipliniertem Verhalten auf, was nach einigen Gesprächen mit den SchülerInnen und Frau Becker seinen Ursprung in den Schaubildern hat, die seit der 5. Klasse den Raum zieren. Natürlich kommt es ab und an zu Getuschel und Gelächter in den Bänken, doch dies ist mit ein paar strengen Worten schnell wieder eingestellt. Aufgrund des positiven Klassenklimas arbeiten die SchülerInnen gerne mit Partnern und in Gruppen; da diese Arbeitsformen, nach den Angaben von Frau Becker, schon in den Klassen fünf und sechs eingeführt wurden, entwickeln die SchülerInnen in diesen hierbei die meiste Ausdauer und Effizienz der Ergebnisse.
Die SchülerInnen sind an einen autoritären Frontalunterricht gewöhnt, lieben allerdings die Gruppenarbeit, so dass sich beide Unterrichtsformen annähernd die Waage halten, was auch die Sitzordnung zulässt, da die Schüler im Normalfall zu zweit in Reihen sitzen, bei Gruppenarbeit die Tische allerdings schnell zu mehreren Sitzgruppen zusammengerückt werden können.
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Wegen des streng katholischen Einflusses der Gemeinde, kommen die SchülerInnen jeden Morgen zur ersten Stunde im Stuhlkreis zusammen und sprechen ein Morgengebet, das immer ein anderer Schüler vortragen darf. Anschließend berichten die SchülerInnen etwa 10-15 min. über Dinge aus dem Alltags- oder Weltgeschehen, das sie erlebt oder berührt hat. Die Option des Stuhlkreises wird von den SchülerInnen sehr geschätzt, für viele ist es ein sehr willkommener und ruhiger Einstieg in den Tag, der das Kommunikationsbedürfnis bis zur großen Pause zumindest ein wenig einschränkt.
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Die Notwendigkeit dieser Unterrichtseinheit wird von den meisten Erwachsenen heutzutage nicht erkannt. Offensichtlich im Unterbewusstsein werden Konjunktionen im alltäglichen Gebrauch verwendet, um eine Kommunikation auf eine verständliche Ebene zu heben. Dem Hauptschüler wird die grammatikalische Wichtigkeit dieser Partikel im Allgemeinen erst im Deutsch-Unterricht näher gebracht und verdeutlicht. Der Grund hierfür sind die Gespräche untereinander, die sich meist auf einem geringen sprachlichen Niveau bewegen. Die SchülerInnen verwenden statt einem Satzgefüge lieber leicht verständliche kurze Sätze, um mitein-ander zu kommunizieren.
Laut Homberger und Madsen (1988, S.81) werden Konjunktionen als Bindewörter definiert, die „die Aufgabe besitzen, Wörter und Sätze miteinander zu verbinden“ (Katz und Maus; Anja rief Philipp, aber er hörte sie nicht). Die Konjunktionen können genauso wie Präpositionen und Adverbien nicht gebeugt werden. Man kann unter anderem zwischen temporalen (als, nachdem), modalen (dadurch dass, so - wie), konsekutiven (dass, so dass) und kausalen (da, weil) Konjunktionen unterscheiden. Diese Differenzierung in den Grammatik-Unterricht einer
7. Hauptschulklasse einzubringen ist jedoch aus fachlich kompetenter Sicht in die Praxis nur schwer umzusetzen, da die Vorkenntnisse aus Klasse 5 und 6 nicht ausreichen, um dieser An-forderung gerecht zu werden.
In ,Texte, Themen und Strukturen’ (1997, S.121) wird der rund 350 000 Worte umfassende deutsche Wortschatz nach 3 Prinzipien unterteilt. Nennt man das Merkmal der Form eines Wortes, so lassen sich zunächst zwei „Hauptgruppen“ unterscheiden, die flektierbaren und die nicht flektierbaren Wörter. Die flektierbaren Wörter lassen sich weiter in zwei Untergruppen unterteilen, die Konjugierbaren (Verben) und die Deklinierbaren (Substantive, Adjektive, Artikel, Pronomen). Bei den nicht flektierbaren Wörtern gibt es keine Untergruppen mehr, man nennt diese alle ,Partikel’. Unter die Partikel fallen neben den Konjunktionen auch Adverbien, Präpositionen und Interjektionen.
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2.2 Didaktische Überlegungen
Aufgrund der schon in Klasse fünf und sechs gelernten Kenntnisse über verschiedenartige grammatikalische Erscheinungen, können in Klasse sieben die Konjunktionen behandelt werden. Hierzu sind im Bildungsplan der Hauptschule 2/1994 auf der Seite 154 im Arbeitsbereich 3 von ‚Sprachbetrachtung und Grammatik’ die Schwerpunkte auf
- Funktion bei der Anwendung grammatikalischer Formen von Sprache erkennen
- Einsichten in die Gesetzmäßigkeiten der Sprache gewinnen
- Rezeptionsfähigkeit und mündliche, sowie schriftliche Ausdrucksmöglichkeit erweitern
gesetzt und es sind hierbei 15 Schulstunden für den Themenkomplex ‚Konjunktionen’ vorgesehen. Unter der Thematik ‚Anwendung in Satzreihen und Satzgefügen’ soll das Hauptanliegen sein, dass die SchülerInnen in der Lage sind, die Funktion von Konjunktionen zu erkennen und diese in ihrem Sprachgebrauch anzuwenden.
Der Themenkomplex ‚Konjunktionen’ repräsentiert das Anliegen der Gesellschaft, die Jungendlichen ihrem Alter entsprechend sprachlich zu fördern, damit sie für ihr weiteres Lebenwie zum Beispiel Bewerbungen, eine weiterführende Schule, Ausbildungsstelle, Praktika - die Vorraussetzungen haben, sich mündlich, ebenso wie auch auf schriftlichem Wege zu artikulieren und kommunizieren.
Hierbei ist es von Bedeutung, den SchülerInnen zu vermitteln, dass sie nicht für die Schule, sondern für sich und ihr Leben lernen und in diesem Lernbereich verstehen lernen, wie sich durch Einsatz eines Wortes die Inhalte eines Satzes verändern.
Zu kurze Sätze erscheinen den SchülerInnen zwar oft als leicht verständlich, doch durch das Verbinden der Sätze durch Konjunktionen kann bzw. sollte bei den SchülerInnen eine Art Sympathie gegenüber der Verwendung von Konjunktionen hervorgerufen werden. Die SchülerInnen müssen bei der Anwendung von Konjunktionen jedoch bedenken, dass nicht alle Verbindungen den gewünschten Erfolg bringen. Bevor sie dies allerdings bewerten können, muss jedoch einiges an Grundwissen über Konjunktionen vorhanden sein. Dies sollte in den weiteren Unterrichtsstunden vertieft werden, da die erste Unterrichtsstunde für das Einführen und Kennen lernen von Konjunktionen verwendet werden sollte.
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Arbeit zitieren:
Stefanie Gerhardt, 2003, Unterrichtsthema: Konjunktionen, München, GRIN Verlag GmbH
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