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Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis 2
1 Hinführung und Aufbau der Arbeit 3
2 Die Qualitative Forschung im Überblick 4
2.1 Quantitative versus Qualitative Forschung 4
2.2 Bedeutung der Qualitativen Forschung in der Organisationsentwicklung 5
3 Das Leitfadeninterview als Mittel der qualitativen Datenerhebung 7
3.1 Interviews im Überblick 7
3.2 Das Leitfadeninterview im Überblick 9
3.3 Erstellung und Durchführung von Leitfadeninterviews 10
4 Die Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring. 14
4.1 Die Qualitative Inhaltsanalyse: Begriff und Zielsetzungen 14
4.2 Techniken der Qualitativen Inhaltsanalyse 15
4.3 Spezielle Techniken der Qualitativen Inhaltsanalyse 16
5 Gütekriterien der Qualitativen Forschung 17
5.1 Klassische Gütekriterien. 17
5.2 Inhaltsanalytische Gütekriterien 17
6 Zusammenfassung und kritische Würdigung 19
Anhang 21
Anhang I: Beispiel Leitfadeninterview 21
Literaturverzeichnis 23
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Interviewformen im Überblick
Abbildung 2: Ablauf eines Leitfadeninterviews
Abbildung 3: Erstellung eines Leitfadens
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1 Hinführung zum Thema und Aufbau der Arbeit
Die qualitativen Forschungsmethoden gewinnen in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. Anwendung finden sie insbesondere in der Kommunikationswissenschaft, mittlerweile jedoch auch in der Psychologie, Erziehungswissenschaft oder Soziologie. (Mayring, 2008, S. 9f) Aufgrund der gestiegenen Resonanz beschäftigt sich die vorliegende Arbeit näher mit dem Thema der Qualitativen Forschung. Der Fokus hierbei liegt vor allem auf dem Bereich der Leitfadeninterviews und der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.
Dafür wird wie folgt vorgegangen: Im Punkt 2 wird die Qualitative Forschung im Überblick dargestellt und von der Quantitativen Forschung abgegrenzt. Anschließend wird der qualitative Ansatz gezielter betrachtet und die Bedeutung der Qualitativen Forschung für die Organisationsentwicklung herausgearbeitet. Punkt 3 der Arbeit beschäftigt sich aufbauend mit dem Thema des Leitfadeninterviews als Instrument der qualitativen Datenerhebung. Hierfür wird der Begriff des Interviews zunächst erläutert und Leitfadeninterviews als Sonderform mit seinen Vor- und Nachteilen dargestellt. Neben der Vorstellung typischer Charakteristika erfolgen Hinweise zur Erstellung und Durchführung. Zur Auswertung der erhobenen Daten wird im Abschnitt 4 die Herangehensweise nach Mayring dargelegt. Dafür wird der Begriff der Qualitativen Inhaltsanalyse definiert sowie Eigenschaften und Zielsetzungen erarbeitet. Weiterhin werden typische Techniken der Qualitativen Inhaltsanalyse vorgestellt. Der Punkt 5 verweist - bezugnehmend auf die vorgestellte Qualitative Inhaltsanalyse - nochmals explizit auf die Gütekriterien. Zu diesem Zweck werden zuerst die Bedeutung der klassischen Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität erfasst und anschließend ergänzend spezielle inhaltsanalytische Gütekriterien aufgezeigt. Den Abschluss der Arbeit bilden eine Zu- sammenfassung sowie eine kritische Würdigung der Thematik.
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2 Die Qualitative Forschung im Überblick
Im Folgenden sollen Unterschiede der Quantitativen und Qualitativen Forschung gegenübergestellt werden. Nach den Begriffsbestimmungen wird im nächsten Schritt insbesondere die Bedeutung der Qualitativen Forschung für die Organisationsentwicklung näher untersucht.
2.1 Quantitative versus Qualitative Forschung
Bei der Qualitativen Forschung handelt es sich um eine weniger klar definierte wissenschaftliche Methode, als vielmehr ein Oberbegriff für diverse Führungsstile und Führungsverfahren (Ridder/ Hoon, 2009, S. 93; nach Kaune, 2010, S. 136), die auf einem geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschungsverständnis beruhen. Bei der Qualitativen Forschung geht es darum, Erleben und Verhalten durch Verstehen und Interpretieren verstehbar zu machen. Zudem wird versucht Erfahrungen zu verbalisieren und interpretativ auszuwerten. Die Wahrnehmung des Forschers gegenüber dem Forschungs-gegenstand ist dabei sehr subjektiv geprägt. (Seel, 2004) Typische Datenerhebungsmethoden der Qualitativen Forschung sind Interviews und Befragungen, wobei auf Interviews und speziell dem Leitfadeninterview an späterer Stelle gesondert eingegangen werden soll. Ein weiteres typisches Merkmal der Qualitativen Forschung ist die induktive und explorative Herangehensweise. Das heißt: Nicht bereits bestehende Annahmen werden geprüft (deduktive Vorgehensweise), sondern neue Theorien und Hypothesen generiert. (Heteren-Frese/ Kaune, 2010) Vorteil der Qualitativen Forschung ist es, dass durch die Datenerhebungs- und Datenauswertungsmethoden eine flexible Anpassung an den Forschungsprozess ermöglicht wird (Flick u.a., 2004, S. 24f; nach Kaune, 2010, S. 136).
Qualitatives Forschen kann insgesamt verstanden werden als „der Versuch herauszu- finden,wie Menschen einen Sachverhalt sehen, welche individuelle Bedeutung er für sie hat und welche Handlungsmotive in diesem Zusammenhang auftreten. Daraus werden Theorien konstruiert und Folgerungen für die Praxis gezogen.“ (Seel, 2004) Im Gegensatz dazu steht die Quantitative Forschung, die einem insbesondere naturwissenschaftlichen Forschungsverständnis obliegt. Wird bei der Qualitativen Forschung versucht Erleben und Verhalten zu verstehen und zu interpretieren, ist die Quantitative
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Forschung charakterisiert von empirischen Untersuchungen zu Erleben und Verhalten mittels systematisch entwickelten Methoden (in repräsentativen Stichproben). Ausgangspunkt ist dabei die objektiv bestehende und erfassbare Wirklichkeit und nicht mehr die subjektive Wahrnehmung. (Seel, 2004) Typische Datenerhebungsmethoden der Quantitativen Forschung sind Beobachtungen, Befragungen, Urteile und Interviews. Die Datenauswertung erfolgt - anders als bei der Qualitativen Forschung - deduktiv. (Brüsemeister, 2008, S. 19)
Letztlich kann die Quantitative Forschung folgendermaßen definiert werden: Die „Quantitative empirische Forschung beabsichtigt, soziale und psychische Phänomene genau zu definieren, sie möglichst objektiv zu „messen“ und anhand dieses Datenmate- rialsHypothesen zu überprüfen.“ (Mayr, o.J.; nach Seel, 2004) Grundsätzlich unterscheiden sich die Ansätze hinsichtlich der Frage, welche Formen von Erfahrung als methodisch kontrollierbar angesehen werden und im Grad der Standardisierung. Weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Rolle des Forschenden (Flick u.a., 2004, S. 24f; nach Kaune, 2010, S. 136).
Für welchen der beiden Forschungsansätze man sich letztlich entscheidet hängt von dem Untersuchungsgegenstand ab, sowie von den Fragen der Zielsetzung. Eine Abgrenzung zwischen den Forschungsansätzen ist in der Praxis zudem kaum möglich, vielmehr werden der qualitative und quantitative Ansatz häufig miteinander kombiniert. (Hollenstein/ Ullrich, 2003, S. 29) So kann beispielsweise der qualitative Ansatz zur Hypothesengenerierung genutzt werden, um darauf aufbauend den quantitativen Ansatz zur Überprüfung der aufgestellten Thesen anzuwenden.
2.2 Bedeutung der Qualitativen Forschung in der Organisationsentwicklung
In der Organisationsentwicklung findet die Qualitative Forschung insbesondere bei der Durchführung von Evaluationen ihre Anwendung. Unter dem Begriff der Evaluation versteht man die „Überprüfung der Wirksamkeit einer Intervention […] mit dem Mitteln der empirischen Forschung.“ (Joint Committee on Standards for Educational Evalatua- tions/ Sanders, 1999; nach Kaune, 2010, S. 138).
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Damit Maßnahmen der Organisationsentwicklung erfolgreich umgesetzt werden können, ist es notwendig die Bedürfnisse der Mitarbeiter einzubeziehen. Dazu gehören unter anderem deren Einstellungen, Verhaltensweisen und Wünsche. Werden diese ignoriert, kann dies zu fehlender Motivation und gegebenenfalls zu Widerständen im Unternehmen führen. Die Gründe für den Widerstand können dabei auf verschiedenen Aspekten beruhen. Häufige Ursachen sind zum Beispiel Angst, Unwissen oder Vorurteile, die Veränderungsprozesse in einer Unternehmung behindern können. Zur Unterstützung von Organisationsentwicklungsmaßnahmen werden in der Praxis Evaluationen eingesetzt. (Kardoff, 2004; nach Kaune, 2010, S. 138) Diese sollten nach Möglichkeit sowohl die Hard- als auch Softfacts einbeziehen. Aufgrund der subjektiven und individualen Einbeziehung verschiedener Faktoren, erscheint vor allem der Einsatz qualitativer Einsatzmethoden im Evaluationsprozess an dieser Stelle sinnvoll. (Mayring, 2002; nach Kaune, 2010, S. 138)
Nach Kardoff (2004, S. 245) gibt es verschiedene Prinzipien der qualitativen Evalua-tionsforschung: So wird unter anderem davon ausgegangen, dass nur Beobachtungszeitpunkte, nicht aber im Voraus festgelegte Messwerte, relevant sind. Beobachtet werden hierfür zum Beispiel Widerstände, kritische Momente oder Wendepunkte. Weiterhin werden Begründungen und Handlungsweisen rekonstruiert und nicht auf reaktives Verhalten zurückgeführt. Eine weitere Annahme beruht darauf, dass es sich in der Evalua-tionsforschung um eine prozessorientierte statt um eine ergebnisorientierte Vorgehensweise handelt. Dies bedeutet insbesondere, dass Dynamiken in den Prozessen - vor allem bei denen, die innovativ sind - einbezogen werden. Besonderes Merkmal der qualitativen Evaluationsforschung ist zudem die spezifische Herangehensweise. Anstatt eine Verallgemeinerung eines Sachverhalts vorzunehmen, geht es in Evaluationen darum subjektive und individuelle Aspekte in die Betrachtung einzubeziehen. Unterstützend wirkt dabei das kommunikative Aushandeln von zielgeleiteten Erfolgskriterien.
Arbeit zitieren:
Bachelor of Arts Sandra Giereth, 2011, Leitfadeninterview und Qualitative Inhaltsanalyse als Instrument der Qualitativen Forschung, München, GRIN Verlag GmbH
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