Inhalt
1. Einleitung 2
2. Deutschlands Frauen und Partizipation 2
3. Feminismus und Frauenquote 5
3.1. Frauenquote ? Wozu? 5
3.2. Alle Frauen sind Alphamädchen 6
3.3. Feminismus macht das Leben schöner 7
4. Brauchen wir einen (neuen) Feminismus? 8
5. Fazit: Männer sind die neuen Frauen ? 9
6. Literaturverzeichnis 11
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1. Einleitung
„Es hat sich viel in dieser Welt verändert und mir wird klar woran das alles liegt. So viele Frauen sind heute so wie Männer, ich kenne kaum noch einen Unterschied. […] Frauen sind die neuen Männer […]. Sie sind wie unsere schönen Doppelgänger, ich frage mich, warum es uns noch gibt!?“ heißt es in dem Lied „Frauen sind die neuen Männer“ von der fünfköpfigen Band Die Prinzen
(http://lyrics.wikia.com/Die_Prinzen:Frauen_Sind_Die_Neuen_M%C3%A4nner 07.06.2011). In der vorliegenden Arbeit soll nun geklärt werden, wie viel Wahrheit in diesem Liedtext steckt und ob Frauen wirklich die neuen Männer sind. Außerdem stellen sich die Fragen: Kann man diesbezüglich von einem neuen Feminismus sprechen? Wenn sich schon so viel im Laufe der letzten Jahre auf dieser Welt verändert hat, brauchen wir dann überhaupt noch einen Feminismus oder die heiß diskutierte Frauenquote? Für den Hintergrund dieser Fragen soll zuerst ein knapper Überblick über die Partizipation der Frauen in Deutschland gegeben werden. Hinsichtlich dessen sollen auch die Probleme der Partizipation auf Grundlage von Anne Phillips besprochen werden. Des Weiteren wird darauf eingegangen, ob Feminismus mit seinen Zielen das Leben wirklich schöner machen kann. Laut den Musikern hat sich nicht nur viel verändert - Frauen können außerdem „allein in freier Wildbahn überleben“ (ebd. 07.06.2011). Aufgrund dieser tierisch klingenden Aussage wird im Zusammenhang mit Feminismus gezeigt, was unter den sogenannten Alphamädchen in unserer Gesellschaft zu verstehen ist und warum laut Meredith Haaf, Susanne Klingner und Barbara Streidl alle Frauen Alphamädchen sind.
2. Deutschlands Frauen und Partizipation
Jetzt, da Angela Merkel 2005 in Deutschland zur Bundeskanzlerin gewählt wurde, denken viele, dass mit ihrer Regierung die politische Partizipation von Frauen vollständig abgedeckt wurde und wird. Doch dieser Trugschluss stellt ein zentrales Problem der Demokratie dar, denn Frauen sind in der Politik allerhöchstens mittelmäßig beteiligt (Vgl. Fuchs 2006: 235). Partizipation ist nicht nur ein zentrales Problem, sondern auch „eine zentrale Voraussetzung für die Legitimität demokratischer Herrschaft: ohne Partizipation keine Demokratie“ (ebd.). Die politische Unterrepräsentation der Frauen wurde lange Zeit damit begründet, dass sie im Gegensatz zu Männern hinsichtlich ihres politischen Interesses und ihrer Kompetenz Defizitwesen seien. Daraus wurde geschlussfolgert, dass sie deshalb politisch stark unterrepräsentiert sind (Vgl. Fuchs 2006: 235). Diese Begründung ist sehr oberflächlich und nicht hinreichend, 2
da Geschlecht statt in einem gesellschaftlichen Strukturzusammenhang „als eine individuelle, isolierte Variable betrachtet“ (ebd.) wurde. Geschlecht kann man auf zwei verschiedene Weisen definieren. Zum einen kann Geschlecht das Merkmal einer Person sein - auch sex genannt. Zum anderen kann es als ein soziales Gebilde, als gender, definiert werden. Bei Letzterem werden „biologische Unterschiede zum Ausgangspunkt für Macht- und Herrschaftsverhältnisse“ (Fuchs 2006: 236). Mitunter begründet Gesine Fuchs dies dadurch, dass Männern und Frauen „unterschiedliche Bedeutungen, Fertigkeiten, Ressourcen und Bereiche“ (ebd.) zugesprochen werden. Geschlecht wird auch als strukturierende und strukturierte Struktur bezeichnet, da aus diesen Differenzierungen gesellschaftliche Ungleichheiten und Rangverhältnisse entstehen (ebd.). Dass Frauen und Männer eine gleich starke Teilhabe in der Politik aufweisen sollten, hat Gesine Fuchs mithilfe von drei Ansätzen begründet: Paritäts-, Differenz-, Emanzipationsansatz. Beim inputorientierten Paritätsansatz geht es darum, dass Frauen und Männer nach Artikel 3 des Grundgesetzes gleichberechtigt sind und somit das gleiche Recht haben politisch mitzuwirken. Der outputorientierte Ansatz der Differenz sagt aus, dass Frauen andere Interessen haben und durch ihre Partizipation die Qualität der Politik verbessern könnten (Vgl. Fuchs 2006: 237 f.). Der dagegen prozess- und outputorientierte Emanzipationsansatz geht davon aus, dass das bestehende Machtgefälle zwischen den beiden Geschlechtern durch politisches Handeln überwunden werden muss, „damit sich eine selbstbestimmte Gesellschaft entwickeln kann“ (Fuchs 2006: 238). Des Weiteren führt Gesine Fuchs das magische Dreieck der geschlechtersensiblen Partizipationsforschung als Erklärungsansatz für die Unterrepräsentation der Frauen in der Politik auf (Vgl. Fuchs 2006: 239). So gibt es drei miteinander verbundene Faktoren, welche die politische Beteiligung der Frauen beeinflussen: Institutionen, sozio-ökonomische Faktoren und politische Kultur und Sozialisation. Während diese Faktoren und Umstände das Handeln der Frauen in der Politik bestimmen, können Frauen diese Einflussgrößen ebenfalls bestimmen und verändern (Vgl. Fuchs 2006: 240).
„Ohne allgemeines Wahlrecht keine Demokratie“ (Fuchs 2006: 244) und „ohne Partizipation keine Demokratie“ (Fuchs 2006: 235). Wenn folglich allgemeines Wahlrecht vor-handen ist, heißt das nicht, dass man von Demokratie reden kann. Erst wenn allgemeines Wahlrecht besteht und auch gewählt wird, kann man von Demokratie sprechen. Einer der ersten aufgeführten Punkte, durch welchen man politisch partizipieren kann, ist die Beteiligung an Wahlen. Untersuchungen zur Wahlbeteiligung von Frauen und Männern ergaben, dass der Wert bei Männern höher liegt als bei Frauen. Ein hoher Frauenanteil bei Wahlen ist genauso wünschenswert wie in Parteien. Nur so kann es zu einer ausgewogenen „Repräsentation von
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Arbeit zitieren:
Antonia Zentgraf, 2011, Frauen sind die neuen Männer!? , München, GRIN Verlag GmbH
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