Inhaltsverzeichnis
Einleitung. 3
1 Verschiedene Grammatikmodelle. 4
2 Warum gibt es Syntax? 6
3 Die Syntax des Deutschen. 8
3.1 Die Syntax des Deutschen nach Flämig. 8
3.1.1 Syntaktische Komponente. 8
3.1.2 Der Satz. 10
3.1.2.1 Der einfache Satz. 10
3.1.2.1.1 Was sind Sätze? 10
3.1.2.1.2 Die syntaktischen Konstituenten des Satzes. 11
3.1.2.1.3 Die Satzstrukturmuster des Satzes. 12
3.1.2.1.4 Die Kommunikationsmuster. 12
3.1.2.1.5 Die Reihenfolge der Glieder. 13
3.1.2.2 Der zusammengesetzte Satz. 13
3.1.2.2.1 Definition des zusammengesetzten Satzes. 13
3.1.2.2.2 Satzverbindungen. 14
3.1.2.2.3 Satzgefüge und quasi-koordinative Verbindungen. 14
3.2 Die Syntax des Deutschen nach Duden. 15
3.2.1 Gegenstandsbereich der Syntax. 15
3.2.2 Satzarten. 15
3.2.3 Satzformen. 16
3.2.4 Operationale Verfahren in der Syntax. 16
3.2.5 Der einfache Satz. 17
3.2.6 Der zusammengesetzte Satz. 18
3.3 Die Grundmuster deutscher Sätze 18
4 Die Syntax des Albanischen. 20
4.1 Die Syntax des Albanischen nach Buchholz/Fiedler. 20
4.1.1 Wortgruppen. 20
4.1.1.1 Adnominales Attribut. 21
4.1.1.2 Satzglieder. 22
4.1.2 Der Satz. 25
4.1.2.1 Satzmodelle. 25
4.1.2.2 Strukturelles Minimum des Satzkerns. 26
4.1.2.3 Komplexe Struktur des Satzes. 26
4.1.2.4 Satzarten nach Sprecherintentionen. 27
4.1.2.5 Der zusammengesetzte Satz 27
4.1.2.6 Reihenfolgebeziehungen im Satz. 28
4.2 Die Syntax der albanischen Sprache nach Kelmendi/Hasimja. 29
4.2.1 Die Definition der Syntax. 29
4.2.2 Die Syntax des Satzes. 30
4.2.3 Der einfache Satz. 30
5. Der Vergleich der Satzmodellen beider Sprachen. 31
Fazit 33
Literaturverzeichnis. 35
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Einleitung
Die deutsche und die albanische Sprache gehören zu der indogermanischen Sprachfamilie.
Während die deutsche Sprache als westlicher Zweig zu der Germanischen Sprachgruppe innerhalb der indogermanischen Familie gehört, gehört die albanische Sprache als unabhängiger Zweig der indogermanischen Familie (Vgl. Brockhaus-Enzyklopädie 1997:406).
In dieser Arbeit wird versucht, einen knappen Überblick über die Syntax des Deutschen und des Albanischen zu geben.
Zuerst werden verschiedene Grammatikmodelle kurz dargestellt, denn je nach Ausgangsprinzipien der Modelle gibt es unterschiedliche Herangehensweise an die Analyse der Syntax.
Dann wird auf den Aufsatz von Vennemann eingegangen, der kurz und knapp einige wesentlichen Merkmalen der Syntax darbietet. Das dritte und vierte Kapitel stellen die Hauptteil der Arbeit dar. Im drittem Kapitel geht es um die Syntax des Deutschen. Hier werden zwei Grammatiken (Duden und Flämig) vorgestellt, wobei zu bemerken ist, dass auf die Grammatik Flämigs ausführlicher eingegangen wird.
Das vierte Kapitel befasst sich mit der Syntax des Albanischen. Hier wird die Syntax des Albanischen anhand von zwei Grammatiken (Buchholz/Fiedler und Kelmendi/Hasimja) dargestellt. Die Grammatik von Buchholz/Fiedler wird als die aktuellste sowie umfassendste Grammatik des Albanischen nicht nur in der deutschen Sprache, sondern auch in der albanischen Sprache gehalten. Deswegen wird auf diese Grammatik auch ausführlich eingegangen. Es werden aber auch einige
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wichtigen Punkten von der in Prishtinë (Kosova) veröffentlichten Grammatik Kelmendi/Hasimjas gekürzt beschrieben.
Schließlich wird im fünften Kapitel versucht, die Syntaxen beider Sprachen anhand der Satzmodelle zu vergleichen.
1 Verschiedene Grammatikmodelle
Bünting (1996:148ff) stellt einige Grammatikmodelle dar: traditionelle Grammatik, inhaltsbezogene Grammatik, funktionale Grammatik, operationale Syntax, Dependenzgrammatik und die generative Transformationsgrammatik. Die traditionelle Grammatik ist die auf die lateinische Grammatik beruhende Grammatik, die in der Schule gelehrt wird und deswegen die Dominanteste ist. Die Termini, die da verwendet werden, stammen aus dem Lateinischen: Subjekt, Prädikat, Objekt für die Satzteile bzw. Satzglieder; Substantiv, Verb, Adjektiv usw. (für die Wortarten); die grammatische Flexionskategorien wie Kasus, Genus, Person, Numerus, Modus, Tempus usw. (vgl. Bünting1996:148).
Die inhaltsbezogene Grammatik, deren Vertreter Leo Weisgerber ist, betrachtet nach Bünting (1996:150) die Inhalte sprachlicher Formen, ihre Leistung für die Begriffsbildung einer ganzen Sprachgemeinschaft und „ihre Wirkungen auf dem Weg über das Denken auf gesellschaftliche und kulturelle Verhältnisse.“ Funktionale Grammatik fragt nach der Funktion der Sprache, d.h. welche Rolle sie im Leben der Menschen und in ihren Situationen spielt (vgl. Bünting 1996:154). Ziel dieses Ansatzes ist nach Bünting (1996:155) Formen und Strukturen unter dem funktionalen Aspekt zu betrachten.
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Die operationale Syntax wird laut Bünting (1996:157ff) von dem schweizerischen Sprachwissenschaftler Hans Glinz vertreten, der einige operationalen Verfahren entwickelt hat: Klangprobe, Verschiebeprobe, Ersatzprobe, Weglassprobe und die Umformungsprobe.
Die Dependenzgrammatik geht davon aus, dass die Konnexion 1 die grundlegende Abhängigkeitsbeziehung zwischen den Wörtern eines Satzes ist, wobei das Verb das oberste Glied eines Satzes ist, von dem alle anderen Glieder abhängen (vgl. Bünting 1996:161).
Als Vertreter der generativen Transformationsgrammatik gilt Chomsky (1974), der in seiner Theorie das Phrasenstrukturmodell entwickelt: S(Satz)Æ NP(Nomenphrase) +VP (Verbphrase), und im Anschluss dazu das Transformationsmodell. D.h. die generative Grammatik geht davon aus, dass Wörter „nicht als Wörter syntaktisch ‚verwendungsfähig’“ sind, sondern „erst als Phrasen“ (Linke u.a. 1994:116).
In dieser Arbeit wird aber nicht auf das Prinzip eines bestimmten Grammatikmodells beschränkt, auch wenn die Darstellung Flämigs über die Syntax des Deutschen und die Darstellung von Buchholz/Fiedler über die albanische Grammatik als ähnlich erscheinen. Es werden einige Autoren aus verschiedenen Grammatikmodellen dargeboten, denn man kann behaupten, dass bis jetzt kein vollständig ausgearbeitetes Grammatikmodell gibt.
1 Das Wort Konnexion kommt aus dem Lateinischen bzw. Französischen und bezeichnet in der Sprachwissenschaft die Beziehung zwischen dem regierenden Element und dem regierten Element eines Satzes (vgl. Duden 1982:415).
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2 Warum gibt es Syntax?
Die Frage „warum gibt es syntax?“ 2 wandelt Vennemann 3 (1973:257) in der Frage „warum haben natürliche sprachen syntax?“ um.
Vennemann (1973:255) behauptet, dass semantische Strukturen real sind und geht davon aus, dass es im Bewusstsein des Sprachbenutzers „eine repräsentationsweise für diskurse“ gibt. Da die Strukturen, die in dieser Represäntationsweise auftreten, „nicht sinnlich“ ( und deswegen auch nicht kommunizierbar) sind, muss der Sprecher ihnen „repräsentationen zuordnen, die sich unmittelbar physisch realisieren lassen.“ Diese Zuordnung beruht nach Vennemann (1973:258) auf dem System, „an dem der Hörer teilhat.“
Die Antwort auf die oben gestellte Frage fasst Vennemann (1973:258) so zusammen: „da es natürliche sprachen gibt, da natürliche sprachen kommunikationssysteme sind, da kommunikationssysteme einen kode besitzen und da wir uns entschlossen haben, den kode einer natürlichen sprache eine grammatik bzw. syntax zu nennen, gibt es syntax(en).“
Vennemann (1973:259) erläutert im Weiteren die Notwendigkeit der Kombination von Lautzeichen, d.h. die Notwendigkeit der Syntax. Da die Menge der wirklichen und möglichen Sachverhalte nach Vennemann (1973:259f) unbegrenzt ist, ist es unmöglich „jedem Sachverhalt ein eigenes lautliches grundzeichen zuzuordnen, weil erstens die gedächtnismäßige speicherfähigkeit jedes organismus endlich ist, und zweitens liegt es im wesen der sprachlichen Kommunikation, neue Sachverhalte mitzuteilen.“ Aus diesem Grund wurden laut Vennemann (1973:260) die logische Strukturen der Sachverhalte im Lautlichen physisch abgebildet.
2 Der Autor hat seinen Aufsatz geschrieben, ohne die Klein- und Großschreibung zu beachten. Deswegen werden die wörtlichen Zitate auch wörtlich zitiert.
3 Theo Vennemann ist Professor für Sprachwissenschaft an der Universität München (vgl. http://www.theo-vennemann.com).
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Die zweite wichtige Notwendigkeit ist nach Vennemann (1973:260), die Kombination der Lautzeichen mit der Zeit, weil die gleichzeitige Erzeugung mehrerer Lautzeichen sowie ihrer auditiven Analyse äußert begrenzt sind. Daraus kommt Vennemann (1973:260) auf die folgende Definition von Syntax (beruhend auf Herder): eine Syntax bzw. Grammatik ist „ein system von regeln, das ideale, nicht lineare, hierarchische logisch-semantische strukturen auf physisch realisierbare, lineare, nicht-hierarchische phonetische strukturen abbildet.“ Durch die Notwendigkeit der Abbildung logischer Strukturen auf zeitlich lineare, nicht hierarchische Textstrukturen ergeben sich nach Vennemann (1973:260, herv. von mir, R.K.) zwei Probleme: das Kompaktheitsproblem und das Hierarchieproblem.
Das erste Problem hängt laut Vennemann (1973:260) mit der Zeitlichkeit der lautlichen Darstellung und der Komplexität der Sachverhalte zusammen, so dass die Syntax das Ziel verfolgen soll, „kurze Sätze mit geringer Einbettungstiefe zu erzeugen“ ( kompakte Sätze).
Das zweite Problem hängt mit dem linearen, nicht hierarchischen Charakter der lautlichen Textstrukturen zusammen, weswegen diese lineare Strukturen hierarchischen nach dem logischen Prinzip rekonstruiert werden müssen (vgl. Vennemann 1973:261).
Für die Überwindung des Kompaktheitsproblems hat sich nach Vennemann (1973:261ff) eine ganze Reihe wichtiger Prinzipien entwickelt: Das Prinzip der Pronominilisierbarkeit bzw. völligen Anlaßbarkeit von kontextuell Gegebenem, das Prinzip der Eliminierung von Variablen, das Prinzip der Erzeugung komplexer Prädikate.
Das zweite Problem lässt die Syntax nach Vennemann (1973:268) „durch die bereitstellung von morphologie, wortstellung und intonation“ lösen. So erläutert die Morphologie nach Vennemann (1973:268f) die rationalen Zusammenhänge der logischen Strukturen auf der syntaktischen Ebene, und die Wortstellung erläutert die rationalen Zusammenhänge der logischen Strukturen in der linearen syntaktischen Strukturen.
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Arbeit zitieren:
M.A. Ruzhdi Kicmari, 2002, Die deutsche und die albanische Syntax im Vergleich, München, GRIN Verlag GmbH
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