Inhaltsverzeichnis
Einleitung. 3
1 Allgemeine Charakteristika des Nomens. 4
1.1.Nomen oder Substantiv? 4
1.2.Was bezeichnet Nomen? 5
2 Die Klassifikation des Nomens 6
2.1 Die Klassifikation des Nomens im Deutschen. 6
2.2 Die Klassifikation des Nomens im Albanischen. 8
3 Die grammatischen Kategorien des Nomens im Deutschen und Albanischen. 9
3.1 Das Genus. 9
3.1.1 Das Genus im Deutschen. 9
3.1.2 Das Genus im Albanischen. 10
3.2 Der Numerus. 10
3.2.1 Der Numerus im Deutschen. 10
3.2.2 Der Numerus im Albanischen. 11
3.3 Der Kasus. 13
3.3.1 Der Kasus im Deutschen. 13
3.3.1.1 Der Kasus nach Flämig. 13
3.3.1.2 Der Kasus nach Helbig/Buscha. 15
3.3.1.3 Der Kasus Nach Sommerfeldt/Starke und Duden. 17
3.3.2 Der Kasus im Albanischen. 19
3.4 Die Kategorie der Bestimmtheit bzw. Unbestimmtheit im Albanischen. 20
4 Die Deklination. 20
5 Der Artikel im Deutschen und im Albanischen. 24
5.1 Der Artikel im Deutschen. 24
5.2 Der Artikel im Albanischen. 25
Fazit. 26
Literaturverzeichnis 28
Einleitung
Die deutsche und die albanische 1 Sprache gehören zu der indogermanischen Sprachfamilie. Während die deutsche Sprache als westlicher Zweig zu der Germanischen Sprachgruppe innerhalb der indogermanischen Familie gehört, gehört das Albanische als unabhängiger Zweig der indogermanischen Familie (Vgl. Brockhaus-Enzyklopädie 1997:406, 20.überarb. und aktualisierte Aufl., Bd.10, Leipzig, Manheim).
Sowohl im Deutschen als auch im Albanischen dominiert in den meisten Grammatiken die
"Zehn-Wortarten-Lehre" der beiden Sprachen. 2
Je nach den grammatischen Gesichtspunkten kann die Zahl der Wortarten unterschiedlich sein bzw. einer von den grammatischen (morphologischen, syntaktischen oder semantischen) Kriterien betont werden.
Eine der wichtigsten von den Zehn-Wortarten ist das Nomen, das Gegenstand dieser Arbeit ist.
Laut Sommerfeldt/Starke sind etwa 60% aller deutschen Wörter Nomen (Vgl. Sommerfeldt/Starke 1998:90). Auch im Albanischen gehört die Mehrheit der Wörter der Wortart-Nomen.
In dieser Arbeit werden zuerst einige allgemeinen Charakteristika des Nomens laut einiger Grammatiken beschrieben.
11 Das Albanische wird als letzte Spur des Illyrischen („eine von den alten illyrischen Dialekten“ (Cabej, Eqrem
1987:187: „Sprachliche Studien“ Bd.4, Prishtine) bezeichnet und ist mit keiner anderen der lebenden Sprachen
besonders eng verwandt. Als sicher gilt nach Bucholz/Fiedler, dass „das Albanische mit seiner Vorstufe,
zusammen mit dem Griechischen, zu den am längsten auf der Balkanhalbinsel gesprochenen indoeuropäischen
Sprachen gehört“ (Fiedler/Buchholz 1987:13).
Das Albanische verfügt über zwei Dialekte: Das Gegische und das Toskische. Die Normierung der albanischen
Sprache erfolgte erst im Jahre 1972 in Tirane, die Hauptstadt von Albanien, wo es mehr die Elemente des
toskischen Dialektes dominierten (Vgl. Fiedler/Buchholz 1987:13).
2 Im Albanischen geht es in allen mir bekannten Grammatiken ausschließlich um die 10 Wortarten, die in
flektierte und unflektierte Wortarten eingeteilt werden.
Über die Zahl der Wortarten im Deutschen gibt es zwei wichtigsten Lehren(Theorien): Die „Zehn-Wortarten-
Lehre“, die auf die traditionellen Grammatiken basiert und die „Fünf-Wortarten-Lehre“, die von Hans Glinz in
den 50-er Jahre entwickelt wurde. (Vgl. Linke/Nussbaumer/Portman 1991:77). Die erste Theorie bestimmt die
Schulgrammatiken, obwohl nicht wenige Grammatiken von der zweiten Theorie beeinflußt wurden.
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Danach wird die Klassifikation des Nomens dargestellt, die je nach grammatischen Prinzipien unterschiedlich interpretiert werden kann.
Der umfangreichste Teil besteht aus den grammatischen Kategorien des Nomens, wobei der Kasus der umfangreichste und bedeutendste Teil dieser Analyse ist und wird anhand einiger Grammatiken - wie von Flämig, Helbig/Buscha, Sommerfeld/Starke und Duden - dargestellt. Dann wird die Deklination des Nomens dargestellt, wobei sie überwiegend auf die DUDEN-Grammatik und Helbig/Buscha beruht.
Es werden kurz auch die Klassifikation des Nomens im Albanischen, die grammatischen Kategorien und die Deklination des Nomens im Albanischen dargestellt und einige Unterschiede zwischen den beiden Sprachen in diesem Zusammenhang gekennzeichnet/erwähnt, um so die Sicht des Albanischen über das Nomen im Deutschen zu verschaffen.
Schließlich: Obwohl der Artikel nach einigen Grammatiken als einzelne Wortart behandelt wird, sollen meiner Meinung nach zumindest einige allgemeinen Charakteristika des Artikels beschrieben werden, wenn man die allgemeinen Charakteristika des Nomens vollständig darstellen will.
1 Allgemeine Charakteristika des Nomens
1.1 Nomen oder Substantiv?
Es gibt verschiedene Bezeichnungen für diese Wortart.
Die meist verwendeten Worte sind Substantiv und Nomen. Das ist bei fast allen Grammatiken auf die alten lateinischen Grammatiken zurückzuführen, in denen diese Wortart „nomen substantivum“ hieß. Dies wird mit „für sich selbst stehend“ oder „selbständiges Wort“ übersetzt, was dem Wort „substantivum“ angeht, und reicht für viele Grammatiken aus, um für die Bezeichnung Substantiv zu entscheiden.
Bünting weist aber auf den anderen lateinischen Ausdruck „nomen“ hin, dass in deutscher Übersetzung „Namenswort oder
Nennwort“
heißt und das
„den
Lebewesen, Dingen usw. einen Namen gibt.“ (Bünting 1985:108, Herv. Im Original). Bünting bevorzugt die zweite Bezeichnung, weil es „die Verbindung zum
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und französischen Bezeichnungen für das Nomen („noun“ und „le nom“) besser entspricht (Bünting 1985:109).
In dieser Arbeit werden die beiden Wörter verwendet. 1.2 Was bezeichnet das Nomen?
Im Deutschen ermöglichen Nomen „die gegenständliche sprachliche Darstellung aller Dinge, Prozesse, Beziehungen und Eigenschaften.“ (Sommerfeldt/Starke 1998:90). Nach Bünting/Eichler (1994:49) werden mit den Nomen überwiegend „Dinge und Lebewesen in der Welt benannt[...]-konkrete Gegebenheiten“, aber das Nomen „leistet auch die sprachliche Benennung von geistigen Konzepten und Gefühlen -abstrakte Gegebenheiten.“ Laut Flämig (1991:444) benennen die Substantive „Gegenstände sowie Klassen von Gegenständen.“ Außerdem sind sie geeignete Mittel, „Eigenschaften, Beziehungen als Gegenstände sprachlich zu erfassen.“ (Flämig 1991:444).
Die Charakteristika der Nomen im grammatischen Hinsicht sind: Sie können im Satz allein stehen, haben einen Artikel und sind flektierbar bzw. deklinierbar. Syntaktisch können sie „jede Satzgliedrolle mit Ausnahme der des verbalen Prädikats übernehmen.“ (Sommerfeldt/Starke 998:90). Sie können aber auch als Satzgliedteile vorkommen.
Durch die Nomen können „ganze Aussagen in Wortgruppenform“ (Sommerfeldt/Starke 998:90) ausgedrückt werden, was in den Zeitungen sehr oft verwendet wird. Auch im Albanischen bezeichnet das Nomen „lebende Wesen und Gegenstände“. 3 Nach dem semantischen Gesichtspunkt zu den Nomen gehören unterschiedliche Wörter, die Personen, Lebewesen, konkrete Sachen, Handlungen oder Zustände so wie abstrakte Ideen, Gedanken und Begriffen bezeichnen (Vgl. Gramatika e gjuhës shqipe I“ deutsch: „Grammatik der albanischen Sprache I“, Tirane 1995, S. 81.)
Inhaltlich gesehen kann man bezüglich der Bezeichnungen des Nomens zwischen der deutschen und der albanischen Sprache keine deutliche Unterschiede feststellen. Aber was
3 Der Begriff „Gegenstände“ umfaßt im Albanischen auch abstrakte Begriffen (Vgl. „Gramatika e gjuhës shqipe
I“ deutsch: „Grammatik der albanischen Sprache I“, Tirane 1995, S. 81).
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zuerst einem Albanischsprechendem auffallen würde, wäre formal gesehen die Großschreibung der Nomen, denn im Albanischen ist die Kleinschreibung üblich. Die Großschreibung im Albanischen erfolgt nur am Satzanfang und bei Eigennamen.
2 Die Klassifikation des Nomens
2.1 Die Klassifikation des Nomens im Deutschen
Je nach grammatischen Kriterien werden die Nomen unterschiedlich klassifiziert. Eine syntaktische Subklassifizierug der Substantivwörter ist nach Helbig/Buscha in zwei Hauptgruppen zu unterscheiden: Die Subklasse Substantiv und die Subklasse „substantivische Pronomina.“(Helbig/Buscha 1998:230).
Die Substantive werden nach diesem Kriterium klassifiziert in:„[A]bsolute Substantive, relative Substantive, deren Bedeutung ein Beziehungswort voraussetzt.“ (Flämig 1991:447f). Eine weitere Unterscheidung erfolgt
- „auf Grund ihrer Verwendung als Ergänzungsbestimmungen des Verbs[...]
- auf Grund ihrer Verbindbarkeit mit Partnerwörtern der Wortgruppe, insbesondere auch ihrer Artikelfähigkeit und ihrer syntaktischen Valenz.“ (Flämig 1991:447f). Nach dem semantischen Kriterium resultiert nach Helbig/Buscha (1998:230) die gleiche Klassifikation der Substantivwörter: Substantive und substantivische Pronomina. So sind Substantive „Wörter, die über eine ausgeprägte lexikalische Bedeutung verfügen und unabhängig von Kontextbedingungen stehen können (Autosemantika).“ (Helbig/Buscha 1998:230).
Substantive werden weiter in Gattungsnamen (Appellativa) und Eigennamen unterschieden. Die Gattungsnamen definieren Helbig/Buscha (1998:230) als „Bezeichnungen für eine Gattung (klasse) gleichartiger Erscheinungen und zugleich für die einzelnen Glieder dieser Gattung“ und die Eigennamen als einzelne Glieder einer Gattung. Die Gattungsnamen werden nach dem Gegensatzpaar Konkretheit und Abstraktheit unterschieden. Konkretheiten sind nach Helbig/Buscha (1998:230) „Bezeichnungen für sinnlich wahrnehmbare Erscheinungen wie Vorgänge, Eigenschaften, Beziehungen u.ä.“ und
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werden weiter nach Bezeichnungen für zählbare Individuativa, für Stoffnamen und für Kollektiva unterschieden. (Vgl. Helbig/Buscha 1998:231).
Weitere mögliche Einteilungen der Substantive nach dem semantischen Kriterium sind die Kategorien der Belebtheit (außer bei Stoffnamen), Bestimmtheit und Gegliedertheit. (Vgl. Helbig/Buscha 1998:230).
Obwohl es nach diesem Kriterium eine umfassende und flexible Einteilung der Substantive erreicht wird, trotzdem sind nach Helbig/Buscha (1998:231)die semantischen Gruppen nicht immer scharf voneinander abgrenzbar und kann diese Einteilung der Substantive nicht alle Substantive der genannten Gruppen zutreffen.
Auch Flämig (1991: 446f) unterscheidet zwei semantische Subklassen der Substantive: Konkreta und Abstrakta, wobei die Konkreta „Gegenständliches benennen“ und in Gattungsnamen, die weiter in Stoffnamen und Sammelnamen klassifiziert werden, und Eigennamen untergliedern lassen.
„Durch Abstrakta [...]wird Nichtgegenständliches (z.B. Gedankliches , Begriffliches[...]) sprachlich vergegenständlicht, als sprachlicher Gegenstand gefaßt und genannt“ (Flämig 1991: 446f), wie Eigenschaften, Beziehungen, Tätigkeiten, Vorgänge und Zustände, gedankliche Systeme.
In bezug auf die semantische Klassifikation der Nomen stellt Stepanowa die Seme 4 und die semantische Subklasse so dar:
Substantive
(Einteilung in lexikalisch-grammatische Klassen)
Eigennamen (Onyme) Gattungsbezeichnungen (ellativa)
4 Sem ist „die kleinste semantische Einheit, in die ein sprachliches Zeichen zerlegt werden kann“ (Brockhaus -
die Enzyklopädie 1998:47, 20.überarb. und aktualisierte Aufl., Bd.20, Leipzig, Manheim).
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Arbeit zitieren:
M.A. Ruzhdi Kicmari, 2000, Das Nomen im Deutschen aus der Sicht des Albanischen, München, GRIN Verlag GmbH
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