Inhaltsverzeichnis:
1 Einleitung S.2
2 Voraussetzungen S.2-3
3 Transportformen S.3-4
4 Äolische Akkumulationsformen S.4-5
5 Fazit S.6
6 Literaturverzeichnis S.6
7 Abbildungsverzeichnis S.6
1
1. Einleitung
Das Wort Äolisch stammt von dem altgriechischem Wort Aeolus ab und bedeutet: Gott des Windes. Folglich handelt es sich bei Äolischen Prozessen um all diejenigen Prozesse, die durch Windkraft gesteuert werden.
Äolische Abtragungen sind auf der ganzen Welt zu finden, seien es Megadünen in der Sahara oder „kleine Dünen“ an den Stränden Südfrankreichs, da vom Wind gesteuerte Prozesse zu jeder Zeit stattfinden und das auf der ganzen Welt. Welche Voraussetzungen gegeben sein müssen für Äolischen Transport, wird im ersten Abschnitt erläutert. Auf die verschiedenen Transportformen des Windes werde ich im zweiten Abschnitt genauer eingehen. Anschließend werde ich die verschiedenen Ablagerungsformen erläutern und meine Hausarbeit mit einem Fazit beenden. 2. Voraussetzungen
Der Wind ist in der Lage bei bestimmten Voraussetzungen Bodenpartikel aufzunehmen (Deflation 1 ), sie über weite Strecken zu transportieren und sie an einem anderen Ort wieder abzulagern (Akkumulation 2 ). Ein Kubikkilometer Luft kann beispielsweise im Extremfall bis zu 1000 Tonnen Staub transportieren, dass entspricht dem Volumen eines kleinen Hauses (BAHLBERG und BREITKREUZ 2008, S. 96). Hierbei spielen vor allem das Klima, die Vegetation, die Windgeschwindigkeit und die Partikelgröße eine Rolle. Im Folgenden werde ich genauer auf die einzelnen Voraussetzungen für Äolischen Transport eingehen. Wind hat im Vergleich zu Wasser eine sehr geringe Dichte und kann somit nur kleinere Partikel aufnehmen und transportieren. Für die Aufnahme von Partikeln spielt die Windgeschwindigkeit eine Rolle, welche mit wachsender Entfernung von der Oberfläche zunimmt. Je größer die Partikel, desto höher muss die Windgeschwindigkeit sein, um diese zu transportieren (GLAWION et al. 2009, S.224).
Lockere Partikel wie Schluffe oder Sande, auf welche ich gleich noch genauer eingehen werde, sind gut geeignet für den Äolischen Transport, da sie feinkörnig und somit leicht sind. Feuchte Sande eignen sich nicht, da sie aufgrund der Adhäsions- und Kohäsionskräfte schwerer sind.
Schluffe und Sande gehören zu den klastischen Sedimenten und „werden nach ihrer Korngröße weiter unterteilt, da die Größe der Teilchen den Transport und die Ablagerung durch Strömungen beeinflußt.“ (PRESS und SIEVER 1995s, S. 152). Sie werden unterteilt in
1 Äolische Aufnahme von Oberflächenlockermaterial
2 Ablagerung von Partikeln
2
grobkörnige Partikel wie Kies, mittelkörnige Partikel wie Sande und Sandsteine und feinkörnige Partikel wie Schluffe und Tone (ebd. 1995, S. 153). Bei Löss handelt es sich um wenig verfestigten Schluff „mit einem Karbonatgehalt von durchschnittlich 20%“ (BAHLBERG und BREITKREUZ 2008, S.96 ).
Lose aufliegende Partikel findet man vor allem in ariden und semiariden Gebieten wie Wüsten oder Steppen. Ebenfalls zählen Küsten zu den Gebieten, in denen Äolischer Transport stattfindet, da die Strände reichlich Sand bieten (STRAHLER und STRAHLER 2009, S.629). Voraussetzung für Gebiete mit Äolischem Transport ist folglich, dass sie trocken sind und zudem wenig Vegetation aufweisen. In diesen Gebieten können Partikel über 1000 Kilometer transportiert werden (PRESS und SIEVER 1995s, S. 153). Im nächsten Abschnitt werde ich auf die verschiedenen Transportformen Äolischen Transports eingehen. 3. Transportformen
Abhängig von der Korngröße und der Windgeschwindigkeit werden beispielsweise Sande, Schluffe und Tone auf verschiedene Art und Weise vom Wind transportiert. Die verschiedenen Transportformen heißen Suspension, Saltation und Reptation (GLASER et al. 2010, S. 34).
Wenn Partikel in Suspension transportiert werden, heißt das, dass sie schwebend vom Wind getragen werden. Diese Form des Transports trifft nur auf leichte Partikel wie Tone und Schluffe zu. Größere Partikel werden vom Wind hüpfend und springend bewegt, diese Transportform nennt man Saltation. Werden Partikel am Boden vom Wind gerollt, so spricht man von Reptation. Dies passiert, wenn aufspringende Partikel auf solche treffen, die am Boden liegen und ihre Energie somit übertragen. Folglich werden die Bodenpartikel vorwärts gestoßen (ebd. 2010).
In der Abbildung 1 erkennt man, wie die Korngröße und die Windgeschwindigkeit zusammenhängen und wie sie die Äolische Transportform beeinflussen. Auf der X-Achse wird die Schubspannungsgeschwindigkeit angegeben, also der Druck, der vom Wind auf die Partikel ausgeübt wird. Auf der Y-Achse wird der Durchmesser der Partikel angezeigt. Zu erkennen ist, dass bei zunehmender Partikelgröße eine größere
Schubspannungsgeschwindigkeit nötig ist, um diese zu bewegen (GLAWION et al. 2009, S. 225 ff.).
3
Arbeit zitieren:
Karoline Kmieciak, 2011, Äolische Prozesse, München, GRIN Verlag GmbH
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