Inhalt
Einleitung 3
Die Lissabon-Strategie 4
Das EU - Programm Lebenslanges Lernen 6
Europ äische Leitlinien für die Validierung nicht formalen und informellen Lernens 7
Fazit 11
Literatur. 12
2
Einleitung
„Lebenslanges Lernen ist nicht bloß ein Aspekt der Bildung und Berufsbildung, vielmehr muss es zum Grundprinzip werden, an dem sich Angebot und Nachfrage in sämtlichen Lernkontexten ausrichten“ (EU-Kommission, 2000, S. 3). Dieses Zitat stammt aus dem Memorandum über lebenslanges Lernen der EU-Kommission aus dem Jahre 2000. Das lebenslange Lernen wird also als so genannter gesellschaftlicher Imperativ verstanden, der für alle EU-Bürger verpflichtet ist. Hierbei bezieht sich die EU-Kommission bereits aus den drei Lernraten formales, informelles und non-formal Lernen.
In der folgenden Arbeit möchte ich auf drei Grundkonzepte der EU näher eingehen. Anfang werde ich mit der Lissabon-Strategie aus dem Jahre 2000, danach das EU-Programm zum lebenslangen Lernen aus dem Jahre 2007 anbringen und abschließend den europäischen Leitlinien für die Validierung non-formalen und informellen Lernens aus dem Jahre 2009 näher betrachten. Deutschland und die europäische Union haben sich bereits vor dem Jahre 2000 Gedanken über die Bildungssysteme gemacht und habe versucht neue Strategien und unterstützende Maßnahmen einzuleiten. Für den Hochschulbereich wurde bereits im Jahre 1999 eine grundlegende Arbeit veröffentlicht. Diese war der so genannte Bologna-Prozess, der in den folgenden Jahren erfolgreich umgesetzt wurden. Bis zum heutigen Tage, das heißt innerhalb von 11 Jahren, wurde der Bologna-Prozess in Deutschland weitgehend umgesetzt. Doch dieser Prozess war nur für den Hochschulwesen in Europa ausschlaggebend. Der Allgemeinbildungs- und Berufsbildungssektor blieb von Bologna weitgehend unangetastet. Hierzu folgte im Jahre 2000 die Lissabon-Strategie, die genauen Ziele für die europäische Union beschrieb. Da dies aber noch nicht reichte, entwickelte die EU im Jahr 2007 neue Leitlinien für das lebenslange Lernen in Europa. Die aktuelle und umfassendste Arbeit über das Lernen, beschreiben die europäischen Leitlinien für die Validierung non-formalen und informellen Lernens aus dem Jahr 2009. Auf diese Leitlinien werde ich in dieser Arbeit besonders eingehen und versuchen, die wichtigsten Inhalte aufzeigen. In dieser Arbeit ist es nicht möglich, diese drei europäischen Dokumente ausführlich zu bearbeiten. Ich werde dennoch versuchen, die wichtigsten Aspekte herauszustellen und die europäischen Grundsätze vom Jahre 2000 bis zum Jahr 2009 zu vergleichen. Hierzu werde ich im Jahr 2000 mit der Lissabon-Strategie im folgenden Kapitel beginnen.
3
Die Lissabon-Strategie
Im März 2000 setzte sich der Europäische Rat in Lissabon zusammen, um die Bildung und Ausbildung für das Leben und Arbeiten in der Wissensgesellschaft zu diskutieren. Hierbei wurde ein wichtiges Ziel formuliert deren Umsetzung bis zum Jahre 2010 erfolgen sollte. Das Ziel war es „ die EU durch zahlreiche Politikreformen sowie durch Investitionen und andere makroökonomische Maßnahmen zur wettbewerbsfähigsten dann und dynamischsten Wissensgesellschaft der Welt zu machen“ (Europäischer-Rat, 2000). Europa sollte also den anderen Wissensgesellschaften der Welt, also die Vereinigten Staaten von Amerika und anderen, immer einen Schritt voraus sein und möglichst flexibel auf weltweite Geschehnisse reagieren können. Hierzu sollten eine Reihe von Maßnahmen in den nächsten Jahren getroffen werden. Dazu zählen zum einen die Steigerung der Humankapitalinvestition, auf die genauer in den EU Leitlinien zum lebenslangen Lernen im Jahre 2007 eingegangen wird. Des Weiteren soll die Zahl der 18-24-jährigen halbiert werden, die lediglich einen Sekundarstufe I Abschluss haben. Ein wichtiger Punkt für die Berufsbildung war, dass Schulen und Ausbildungszenten noch enger zusammenarbeiten sollten um bessere Lernergebnisse der Auszubildenden zu ermöglichen. Die Berufsbildungsschulen sollen also näher an der Praxis, den Ausbildungszentren, unterrichten aber auch die Ausbildungszentren sollen sich an dem Lernstoff der Schulen orientieren. Ein weiteres Ziel der Lissabon-Strategie war als, die Mobilität zu steigern. Dieses Ziel wird in allen europäischen Dokumenten formuliert. Hierbei geht es nicht nur um die Lernenden, die Möglichkeiten erhalten sollen, an europaweiten Austauschprogramme teilzunehmen, sondern auch die Ausbilder und Lehrer sollen durch ständige Weiterbildung und Fortbildung auf dem aktuellen Stand gehalten werden. In der globalisierten Welt ist die Steigerung der Mobilität eines der wichtigsten Ziele um wettbewerbsfähig zu bleiben. Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenz sind wichtige Fähigkeiten, die ein Arbeitnehmer, aber auch ein Auszubildender besitzen muss, um sich dem ständigen Wandel anpassen zu können. Des Weiteren wurde ein gemeinsames Muster für Lebensläufe innerhalb der EU entwickelt. Dieses sollte zur Steigerung der Mobilität beitragen, da einheitliche Standards für Bewerbungen und Lebensläufe sowie Kompetenzenübersichten europaweit durchgesetzt werden sollte und somit eine Chancengleichheit der Bewerber aus verschiedenen Ländern gewährleistet wird. Darüber hinaus hatte die Lissabon-Strategie anderer Hauptthemen, die das Bildungssystem in Europa weiterentwickeln sollten. Hierzu zählten zum einen eine höhere Qualität und besserer Wirksamkeit der allgemeinen und beruflichen Bildung, zum anderen aber auch die
4
Arbeit zitieren:
David Hoffmann, 2010, Europäische Grundlagendokumente für das informelle und non-formale Lernen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung: Europäische Grundlagendokumente für das informelle und non-formale Lernen ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung: neuer Titel erschienen: Europäische Grundlagendokumente für das informelle und non-formale Lernen
David Hoffmann hat einen neuen Text hochgeladen
Recognising Non-Formal and Informal Learning: Outcomes, Policies and P...
Publishing Oecd Publishing
0 Kommentare