HIRSCHBICHLER INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS
1. EINLEITUNG 6
2. DAS KYOTO-PROTOKOLL UND DAS EU KLIMA- UND ENERGIEPAKET 7
2.1 Österreich und die Kyoto - Ziele 7
2.2 Zuteilung der Emissionszertifikate und Handel 8
2.3 EU Klima- und Energiepaket 9
3. ANGEBOTE UND ENTWICKLUNGEN AM MARKT 10
3.1 Allgemeines 10
3.11 Aufbau und Kostenstruktur der Fahrzeuge 11
3.2 Reichweite 12
3.3 Die Batterie 12
3.31 Typen von Batterien 13
3.32 Kosten 14
3.33 Sonstige Faktoren 14
3.4 Die Fahrzeuge 16
3.41 Auf dem Markt bereits verfügbare Produkte 16
3.42 Weiter Planungen der Produzenten 16
3.43 Verfügbarkeit der Fahrzeuge 17
3.5 Derzeitige Modellregionen und Konzepte der Markteinführung 17
3.51 Überlokale Einrichtungen 18
3.52 Modellregionen in Österreich 18
3.53 Europäische Anbieter von Elektromobiliät 19
4. LIFE CYCLE ASSESSMENT DES ELEKTROFAHRZEUGS 20
4.1 Allgemeine Annahmen 20
4.2 Struktur 21
4.21 Production Disposal 21
4.22 Operation 22
4.3 Bewertung der Ergebnisse an Hand unterschiedlicher Indikatoren 22
4.31 Beschreibung der Indikatoren 22
4.4 Impact Assessment 24
4.41 Production Disposal 25
4.42 Production, Operation Disposal 26
4.5 Überleitung der Ergebnisse 33
II
HIRSCHBICHLER INHALTSVERZEICHNIS
5. POTENTIALE DER ELEKTROMOBILITÄT UND SZENARIO-ANALYSE 35
5.1 Marktpotential von Elektrofahrzeugen 35
5.2 Einflussfaktoren auf den Absatzmarkt 37
5.21 EU-Verordnung 443/2009 zur Reduktion der CO 2 -Emissionen 37
5.22 Rohöl- und Strompreise 38
5.23 Steuern 39
5.24 Fahrzeugpreis 40
5.25 Ladeinfrastruktur 41
5.26 Sonstiges 41
5.3 Analyse der Verkehrssegmente 42
5.31 Öffentlicher Verkehr 42
5.32 Individualverkehr 42
5.4 PKW-Individualverkehr - Szenario-Analyse 44
5.41 Annahmen: 44
5.42 Ergebnisse 46
6. KOSTEN UND NUTZEN UNTERSCHIEDLICHER STAKEHOLDER 51
6.1 Global 51
6.2 Der Staat 51
6.3 Die Haushalte 53
6.4 Die Energieversorger und Netzbetreiber 53
6.41 Spitzenlastabdeckung 54
6.42 Produktion des zusätzlichen Bedarfs an erneuerbaren Energien 55
6.43 Versorgungsnetze und Infrastruktur 56
7. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 57
8. LITERATURVERZEICHNIS 58
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS 60
ANHANG 61
III
HIRSCHBICHLER ABBILDUNGSVERZEICHNIS
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abb. 1: Verlauf der österreichischen Treibhausgasemissionen
Abb. 2: Vergleich Fahrzeugtypen
Abb. 3: Vergleich Batterietypen
Abb. 4: GWP: Production and Disposal
Abb. 5: EI 99 H / A: Production and Disposal
Abb. 6: GWP: Production, Operation and Disposal
Abb. 7: EI 99 H / A: Production, Operation and Disposal
Abb. 8: GWP: Vergleich Stromerzeugungsarten
Abb. 9: EI 99 H/A: Vergleich Stromerzeugungsarten
Abb. 10: CE:D Vergleich Stromerzeugungsarten
Abb. 11: ADP: Vergleich Stromerzeugungsarten
Abb. 12: GWP (g CO2 eq / km): Vergleich Stromerzeugungsarten
Abb. 13: Preisentwicklung Rohöl
Abb. 14: Distanz der Autofahrten
Abb. 15: Bestand an Elektrofahrzeugen bis 2020
Abb. 16: Bestand an Elektrofahrzeugen bis 2050
Abb. 17: Jährliche CO 2 Einsparungen bis 2050
Abb. 18: Jährliche CO 2 Emissionen Ökostrom bis 2050
Abb. 19: Kumulierte CO 2 Einsparungen bis 2020, Ökostrom
Abb. 20: Jährlicher Energiebedarf der Elektrofahrzeuge
IV
HIRSCHBICHLER TABELLENVERZEICHNIS
TABELLENVERZEICHNIS
Tab. 1: Impact Assessment: GWP & EI 99 H/A 24
Tab. 2: Impact Assessment: CED & ADP 24
Tab. 3: Operation: GWP / EI 99 H/A Vergleich Stromerzeugungsarten 28
Tab. 4: Operation: CED / ADP Vergleich Stromerzeugungsarten 30
Tab. 5: Gesamtbilanz: Relativer Vergleich Energiegewinnung 32
Tab. 6: Umrechung GWP - Verbrauch g/km 33
Tab. 7: Erwarteter Anteil an Elektrofahrzeugen in Europa 36
Tab. 8: Jährliche Emissionen 2020 im Vergleich zu 2010 und Referenzszenario 2020 49
Tab. A1: Neuzulassungen BEV/PHEV 61
Tab. A2: Berechnungsgrundlage 61
Tab. A3: Gesamtemissionen (g CO 2 ) 61
V
HIRSCHBICHLER 1. Einleitung
1. EINLEITUNG
Die Elektromobilität gewinnt durch den Druck, die Emissionsziele des Kyoto-Protokolls und der EU zu erreichen, zunehmend an Bedeutung. Die Staaten versuchen durch verschiedene Konzepte und einer Ökologisierung ihres Steuersystems die Emissionen zu verringern und einen Ausgleich zu den anfallenden Kosten für die Nichterreichung dieser Ziele zu schaffen. In Bezug auf das Konsumentenverhalten lässt sich in einigen Bereichen ein deutlicher Trend zu nachhaltigen und umweltfreundlichen Produkten erkennen. Durch die daraus resultierende steigende Nachfrage an Elektrofahrzeugen und der damit verbundenen Ladeinfrastruktur beschäftigen sich immer mehr Unternehmen aus der Automobilbranche und dem Energieversorgungssektor mit Überlegungen bezüglich der besten Umsetzung. Diese Arbeit wurde mit aktuellen Ergebnissen vorangegangener Studien und unter neuen Gesichtspunkten aufbereitet. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf einem Life-Cycle-Assessment eines reinen Elektrofahrzeuges mit verschiedenen Varianten der Stromerzeugung für den Betrieb. Des Weiteren, beinhaltet diese Arbeit die Ergebnisse einer Szenarioanalyse, die die Einführung der Elektromobilität und die Auswirkungen auf die Treibhausgasemissionen untersucht. Die derzeit zu beobachtenden Marktentwicklungen und die Kosten und Nutzen unterschiedlicher Stakeholder werden neben den wichtigsten Einflussfaktoren für den Absatzmarkt aufgezeigt.
6
HIRSCHBICHLER 2. Das Kyoto-Protokoll und das EU Klima- und Energiepaket
2. DAS KYOTO-PROTOKOLL UND DAS EU KLIMA- UND ENERGIEPAKET 1
1
Umweltbundesamt (Hrsg.): Klimaschutzbericht 2010, S. 7-10.
2
Vgl.: SEKRETARIAT DER KLIMARAHMENKONVENTION: Das Protokoll von Kyoto zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen 1992.
3
Österreich emittierte im Jahr 1990 circa 0,4 % der weltweiten Treibhausgase.
7
HIRSCHBICHLER 2. Das Kyoto-Protokoll und das EU Klima- und Energiepaket
Bedingt durch einige greifende Maßnahmen aber auch durch die Auswirkungen der Finanzkrise konnte Österreich seine Emissionen in den letzten 5 Jahren stärker reduzieren. Dennoch liegen die Emissionen des Jahres 2009 um 16,4% 4 über dem Kyoto-Ziel. Wie lange die durch die Finanzkrise reduzierten Emissionen in der Industrie und im Güterverkehr anhalten werden, ist fraglich.
Der größte Verursacher ist der Verkehrssektor mit einem Anstieg der Emissionen um 54,4% gegenüber dem Referenzjahr 1990. In Bezug auf die österreichische Klimastrategie 2007 wurden in diesem Sektor im Jahr 2009 um 2,8 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalente zu viel emittiert.
2.2 Zuteilung der Emissionszertifikate und Handel
Der nationale Allokationsplan (NAP) regelt die Verteilung der Emissionsrechte in den jeweiligen EU-Ländern. Durch den Makroplan werden die Zertifikate auf den ETS Bereich, welcher Anlagen in den Bereichen Stromerzeugung, Stahlproduktion, etc. beinhaltet, und den nicht-ETS Bereich mit den Sektoren Transport, Landwirtschaft, private Haushalte, etc. aufgeteilt. Nach einer Überprüfung der EU werden die Zertifikate durch den Mikroplan den einzelnen Anlagen zugeteilt. Reichen die zugeteilten Zertifikate (EUAs) im ETS Bereich nicht aus, müssen die Unternehmen an der Börse 5 Zertifikate zukaufen. Der Staat muss für die Einhaltung der Emissionen im nicht-ETS Bereich sorgen. Sollten die zugeteilten Zertifikate (AAUs) nicht ausreichen, können Vertragsstaaten diese Zertifikate auch bilateral handeln. Weitere Möglichkeiten, zusätzliche Zertifikate zu erhalten, bestehen durch den Clean Development Mechanism (CDM) 6 oder einer Joint Implementation (JI) 7 . Diese Zertifikate
4
Veränderungen auf Grund von NAP2, Be- und Entwaldung und JI/CDM Projekten sind noch nicht beinhaltet.
5
Wien: Energy Exchange Austria (EEXA), London: European Climate Exchange (ECX) oder Leipzig: European Energy Exchange (EEX).
6
Der Clean Development Mechanism ermöglicht es Industrieländern Zertifikate zu erwerben, indem sie Entwicklungsländern Geld oder Technologien zur Verfügung stellen, um eine ökologisch nachhaltige Wirtschaft aufzubauen.
7
Durch in anderen Ländern als in dem eigenen durchgeführte Projekte zu Emissionseinsparungen generieren Zertifikate. Dies wird als Joint Implementation bezeichnet.
8
HIRSCHBICHLER 2. Das Kyoto-Protokoll und das EU Klima- und Energiepaket
lauten auf die Bezeichnungen Certified Emission Reduction (CER) und Emission Reduction Unit (ERU).
Die Preise für die verschiedenen Zertifikate können sehr unterschiedlich sein. Während die an der Börse gehandelten EUAs einen durchschnittlichen Preis von ca. € 15 je Tonne haben, wurden die letzten bilateralen Transaktionen mit einem durchschnittlichen Preis von € 10 je Tonne durchgeführt. Die Preise für CERs und ERUs lassen sich hier nicht bestimmen. Die relativ geringen Preise sind vor allem auf die hohen Zuteilungsmengen an die osteuropäischen Staaten zurückzuführen.
2.3 EU Klima- und Energiepaket
Das Klima- und Energiepaket der EU sieht ab dem Jahr 2013 Verschärfungen der Regeln im Emissionshandelssystem vor. Österreich ist in dieser Phase verpflichtet seine Emissionen im nicht-ETS Bereich bezogen auf das Jahr 2005 um 16% bis zum Jahr 2020 zu reduzieren. Die Zertifikate werden in dieser Phase nicht mehr von den Mitgliedsstaaten anhand des NAP vergeben, sondern durch die EU selbst. Dabei sinken die Gratiszuteilungen von Jahr zu Jahr und die Zertifikate werden durch ein Auktionssystem vergeben. Es erfolgt eine jährliche Abrechnung und aus den Folgejahren können nur 5% der Zertifikate geborgt werden. Die Einsparungen durch Investitionen im Ausland (CDMs und JIs) können maximal 4% betragen. Inwieweit dieses System die Preise für die Zertifikate ansteigen lassen wird, ist im Moment unklar. 8
8
Als Referenz kann der Futurekurs an der Börse für die Jahre 2013 und 2014 herangezogen werden. Dieser beläuft sich auf € 16,33 bzw. € 17,15, Stand 14.12.2010.
9
HIRSCHBICHLER 3. Angebote und Entwicklungen am Markt
3. ANGEBOTE UND ENTWICKLUNGEN AM MARKT
Durch die zunehmende Serienreife der Fahrzeuge und die rasch voranschreitenden Entwicklungen am Batteriesektor beschäftigen sich immer mehr Unternehmen mit der Einführung der Elektromobilität.
3.1 Allgemeines
Im Allgemeinen werden unter Elektrofahrzeugen alle Fahrzeuge, die mit Hilfe von Strom aus einer Batterie 9 betrieben werden, verstanden. Dies muss nicht ausschließlich mit einer Batterie geschehen, da auch Mischformen mit konventionellen Motoren, wie bei einem Plug-In-Hybrid Fahrzeug, oder mit der menschlichen Antriebskraft, wie es bei einem „Pedelec“ der Fall ist, bestehen.
In der vorliegenden Arbeit werden im Kapitel 4: Life-Cycle-Assessment nur reine Elektroautos (BEV) und im anschließenden Kapitel auch Plug-In-Hybrid-Autos (PHEV) untersucht.
9
In der vorliegenden Arbeit wird ausschließlich von Batterien gesprochen, gemeint sind damit jedoch ausschließlich wiederaufladbare Akkumulatoren.
10
HIRSCHBICHLER 3. Angebote und Entwicklungen am Markt
3.11 Aufbau und Kostenstruktur der Fahrzeuge
Abbildung 2 zeigt den Aufbau der zwei Hybridfahrzeugtypen und des Elektrofahrzeuges.
Abb. 2: Vergleich Fahrzeugtypen
Quelle: RWE Mobility: www.rwe-mobility.com, vom 30.1.2011
BEV: Das Elektroauto unterscheidet sich von einem konventionellen Benzin- oder Dieselfahrzeug hauptsächlich in seinem Antriebsstrang und der Batterie. Die Antriebsleistung wird durch einen Elektromotor aufgebracht, der durch eine Batterie gespeist wird. Dieser Elektromotor kann auch im Generatorbetrieb arbeiten, was die Rückspeisung der Bremsenergie in die Batterie ermöglicht. Durch die Möglichkeit weitere Komponenten elektrisch zu versorgen, verringert sich das Ausmaß an mechanisch verbundenen Bauteilen.
PHEV: Das Plug-In-Hybrid-Auto stellt einen Zusammenschluss eines seriellen Hybridautos und eines reinen Elektroautos dar. Der Betrieb erfolgt wie bei einem Elektroauto mit einer aufladbaren Batterie. Der konventionelle Verbrennungsmotor kann jederzeit durch
11
HIRSCHBICHLER 3. Angebote und Entwicklungen am Markt
Inbetriebnahme die Batterie über einen Generator aufladen. 10 Durch dieses System können größere Reichweiten der Fahrzeuge gewährleistet werden.
Die Kostenstruktur der Fahrzeuge wird derzeit durch den hohen Anteil der Batteriekosten dominiert. Bei einem BEV beläuft sich dieser Anteil auf etwa 40% der Gesamtkosten. 11 Durch den zusätzlichen konventionellen Verbrennungsmotor ergeben sich bei einem Plug-In-Hybrid-Fahrzeug noch höhere Gesamtkosten. Die untere Preisgrenze für einen BEV-Kleinwagen liegt derzeit bei circa € 20.000. 12
3.2 Reichweite
Die Reichweite der BEVs beträgt derzeit zwischen 30 und 350 km, wobei die meisten Fahrzeuge im Bereich um die 100 km anzusiedeln sind. Durch die Entwicklungen am Batteriesektor kann man von einer ständigen Verbesserung dieser Reichweite ausgehen. Um die Reichweite zu erhöhen, werden Fahrzeuge mit einem Range Extender gebaut, was die Fahrzeuge zu einem Plug-In-Hybrid Fahrzeug macht.
3.3 Die Batterie
Die Batterie stellt den wichtigsten Faktor in der Umsetzbarkeit der Elektromobilität dar. Die Serienreife ermöglicht dabei eine starke Kostenreduktion und somit konkurrenzfähige Preise für die Fahrzeuge an den Märkten.
10
Der konventionelle Verbrennungsmotor wird dann auch als „Range Extender“ bezeichnet.
11
Zukunft Mobilität, www.zukunft-mobilitaet.net
12
Preis bezogen auf einen „Smart fortwo“. Einsitzige Modelle mit geringeren Reichweiten haben eine Preisuntergrenze von ca. € 6.000.
12
Arbeit zitieren:
Florian Hirschbichler, 2011, Die Auswirkungen der Elektromobilität auf Österreich und die Emissionsziele, München, GRIN Verlag GmbH
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