Inhaltsverzeichnis:
1 Einleitung 2
2 Das Bußsakrament 3
2.1 Das Bußsakrament in früherer Zeit 4
2.2 Das Bußsakrament heute 6
3 Formen des Bußsakramentes 7
3.1 Feier der Versöhnung für einzelne 7
3.2 Gemeinschaftliche Feier der Versöhnung 8
3.2 Beichtstuhl und Beichtzimmer als Orte des Bußsakramentes 8
4 Fazit 11
Quellen - und Literaturverzeichnis 12
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1. Einleitung
Das Bußsakrament verwandelt sich zu einem vergessenen Sakrament und verschwindet aus den Gedächtnissen der Menschen. War es früher üblich sich spät taufen zu lassen, um sich von seinen Sünden rein zu waschen, wurde die Beichte im Verlauf der Zeit das gängige Mittel um sich von Sünden zu befreien. Heutzutage misst man diesem Sakrament jedoch nicht mehr die nötige Relevanz zu, die ihm zusteht. Doch schon durch die Taufe sind wir mit dem Sakrament der Buße verbunden, denn hier wird das Kind als Mitglied der Gemeinde von den Sünden reingewaschen, wie es später bei der Beichte durch die Lossprechung durch den Priester geschieht.
Durch die Geschichte hindurch hat sich der Beichtstuhl in seiner heutigen Form als Ort des Bußsakramentes etabliert und ist aus den Kirchen nicht mehr wegzudenken. Jeder verbindet mit der Beichte den Beichtstuhl als Handlungsstätte, doch dieser ist nicht die einzige Möglichkeit, die heute besteht, um seine Sünden zu beichten. Hier kommt die Frage auf, welche der beiden Alternativen als sinnvoll und liturgisch wertvoller angesehen werden kann und was aus Sicht des Pönitenten die bessere ist bei der Wahl des Ortes seiner Beichte. Um einen Einstieg in das Thema zu schaffen, befasst sich die Arbeit zunächst mit dem Bußsakrament an sich. Es wird geklärt, worum es in diesem Sakrament geht und wie bei diesem zu verfahren ist. Ohne eine Einleitung in die Buße steht der Ort ohne sein Fundament im Raum und verliert seinen Zweck. Im Anschluss daran wird die geschichtliche Entwicklung des Bußsakramentes behandelt. Sowohl das Sakrament in seiner Entwicklung, als auch der Weg zur Entstehung des heutigen Ortes des Bußsakramentes werden beschrieben, damit die Gegebenheiten, wie sie heute vorzufinden sind, nachzuvollziehen sind. Daran schließt sich die Sicht auf das Bußsakrament in der Gegenwart bzw. näheren Vergangenheit an. Es wird gezeigt, welche Stellung das Bußsakrament in der Gesellschaft einnimmt. Anschließend geht es in der Arbeit um die Form des Bußsakramentes. Zum einen wird die gemeinschaftliche Feier der Versöhnung vorgestellt und zum anderen die Feier des einzelnen. Es soll gezeigt werden, welche Unterschiede es bei beiden Formen gibt und wo eventuell Gemeinsamkeiten bestehen. Den Abschluss dieses Teiles bildet die Diskussion um die beiden Alternativen, die im Bezug auf den Ort des Bußsakramentes zur Auswahl stehen. Es wird aufgezeigt, welche Vor- und Nachteile die beiden Orte besitzen und in wie weit die beiden überhaupt als Auswahl zur Verfügung stehen. Im Fazit werden die Ergebnisse zusammengefasst und bearbeitet. Es soll sich zeigen, ob und in welcher Situation die Alternativen sinnvoll erscheinen und in wie weit dies für die Gläubigen bzw. für die Pönitenten von Bedeutung ist.
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2 Das Bußsakrament
Der wichtigste Bestandteil des Bußsakraments bildet die Beichte, bei der die begangenen Sünden gegenüber dem Geistlichen ausgesprochen werden. Bei diesem Sakrament steht jedoch der anwesende Priester hinter dem Bußsakrament: „Das Bußsakrament ist der Kirche von Christus geschenkt.“ 1 Jesus, der für unsere Sünden am Kreuz gestorben ist, vergibt den Menschen über den Priester ihre Sünden über seinen Tod hinaus und erstellt so das Bild des barmherzigen Gottes von seinem Vater. Gespendet wird das Sakrament ist der Bischof und da dieser in einem Bistum die Beichte nicht bei so einer großen Zahl an Gläubigen und anhand der großen Entfernungen abnehmen kann, auch, wie eben schon erwähnt, ein von ihm ausdrücklich beauftragter Priester. 2 So kann gewährleistet werden, dass jeder Gläubige die Möglichkeit hat zu jedem Zeitpunkt, sofern es die Zeit des Priesters zulässt, die Beichte abzulegen.
Im Gegensatz zur früheren Regelung, die besagte, dass das Bußsakrament nur einmal Empfangen werden durfte. Heute jedoch gilt: Im Vertrauen auf die Barmherzigkeit Gottes soll das Bußsakrament wiederholt empfangen werden.“ 3 Durch diese Möglichkeit ist eine späte Taufe bzw. Erwachsenentaufe, wie sie früher üblich war, um eine Vergebung der Sünden zu erwirken, nicht mehr von Nöten. Das Beichten kann beliebig oft wiederholt werden und lässt so die wiederholte Lossprechung von den Sünden zu. Gängig ist hierbei, dass die Lossprechung von den Sünden in der Einzelbeichte erfolgt. 4 Es besteht zwar die Option, wenn viele Gläubige die Lossprechung von den Sünden erhalten wollen, sie mit einem gemeinschaftlichen Wortgottesdienst auf das Sakrament vorzubereiten, aber auch bei dieser Variante bekennt jeder Pönitent seine Sünden einzeln vor dem Priester. 5 Bei der Beichte soll es sich um ein persönliches Schuldbekenntnis handeln, das durch eine richtige Gewissenserziehung erreicht werden soll, damit der Pönitent seine Schuld in vollem Umfang offenbaren kann, 6 dieses persönliche Sündenbekenntnis bildet elementaren Grundstein des Sakramentes 7 und der Gläubige wirkt so entscheidend am Bußsakrament mit. 8
1 Die Sakramente (Mysterien) der Kirche und die Gemeinschaft der Heiligen (Arbeitshilfen 203), hrsg. vom
Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn 2006, S. 52
2 ebd.
3 ebd.
4 ebd.
5 Die Feier der Buße nach dem neuen Rituale Romanum, Herausgegeben von den Liturgischen Instituten
Salzburg, Trier, Zürich; Freiburg 1999, S. 21
6 vgl. Obernhumer. J: Buße, in: Lexikon für Theologie und Kirche, Josef Höfer und Karl Rahner (Hrsg.), Mainz²
1958, 2. Band Sp. 126
7 Die Sakramente (Mysterien) der Kirche und die Gemeinschaft der Heiligen (Arbeitshilfen 203), S. 52
8 Die Feier der Buße nach dem neuen Rituale Romanum, Herausgegeben von den Liturgischen Instituten
Salzburg, Trier, Zürich; Freiburg 1999, S. 17
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Arbeit zitieren:
Marcel Butkus, 2008, Der Ort des Bußsakramentes, München, GRIN Verlag GmbH
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