Inhaltsangabe:
1. Einleitung 2
2. 2.1 Filmdaten: „All Quiet on the Western Front“ 1930 3
2.2 Filmdaten: „All Quiet on the Western Front“ 1979 4
3. Aufbau
3.1 Roman 5
3.2 „All Quiet on the Western Front 1930 8
3.3 “All Quiet on the Western Front 1979 9
4. Vergleich ausgewählter Episoden
4.1 Kantoreks Rolle 14
4.2 Bäumer-Duval-Episode 16
5. Wirkung, Rezensionen 20
6. Literaturverzeichnis / Internetadressen / Bildernachweis 22
1
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1. Einleitung
Der Roman „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque schildert die Geschichte des deutschen Soldaten Paul Bäumer, der sich angesteckt von dem Patriotismus wie alle seine Klassenkameraden freiwillig an die Front meldet und die Schrecken des Ersten Weltkriegs an der vordersten Linie miterlebt. Gemeinsam mit seinen Kameraden versucht Bäumer den grausamen Kriegsalltag zu meistern, fällt jedoch „im Oktober 1918 an einem Tage, der so ruhig und still war, dass der Heeresbericht sich nur auf einen Satz beschränkte, im Westen sei nichts Neues zu melden“ 1 .
Die Hauptthemen des Romans sind die Darstellung des Krieges von seiner brutalsten und sinnlosesten Seite und die zunehmende Desillusionierung, die die anfängliche Kriegsbegeisterung ablöst. Remarque überzeichnet keineswegs die Vernichtung von Mensch und Tier durch Gasangriffe, Maschinengewehrfeuer und Artillerie. Den dauerhaften Angriffen ausgesetzt, ohne Hoffnung, den nächsten Tag zu erleben, stumpft Paul Bäumer im Laufe des Romans immer mehr ab und verliert den Glauben an seine Ideale.
Das Buch war ein phänomenaler Erfolg, im Erscheinungsjahr wurde es in 26 und bis heute in über 50 Sprachen übersetzt. 2
In der vorliegenden Arbeit sollen der Roman und die beiden Verfilmungen aus den Jahren 1930 und 1979 verglichen werden. Neben den Filmdaten sollen vor allem der Aufbau bzw. die Gliederung des Romans und der Filme, die Charaktere, die auf Bäumers Leben einen großen Einfluss hatten und ausgewählte Episoden verglichen werden. Ebenfalls sollen auch die
Rezensionen und Wirkung des Romans und der Filme betrachtet werden. An Rezensionen und Kritiken für den Roman und die erste Verfilmung mangelt es nicht, sowohl der Roman als auch die Verfilmung von 1930 polarisierten sehr stark zu jener Zeit, als die Weimarer Republik in den letzten Atemzügen lag. Die Verfilmung von 1979 erhielt zwar überwiegend positive Kritiken, wurde jedoch bei weitem nicht so kontrovers diskutiert, was an völlig anderen politischen Zuständen gelegen haben mag.
1 Remarque, E. M.: Im Westen nichts Neues. Köln 1987, S. 263.
2 http://de.wikipedia.org/wiki/Im_Westen_nichts_Neues Stand: 28.07.11
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2.1 Filmdaten: „Im Westen nichts Neues” 1930
Der Originaltitel der ersten Verfilmung lautete „All Quiet on the Western Front“, produziert wurde der Film in den USA. Die Länge des Films variierte je nach Land und Zensureingriffe zwischen 136 und 150 Minuten. Die Länge des Films in Metern wird auf der IMDb-Homepage mit 3786,53 m angegeben. 3 Regisseur des Films war Lewis Milestone, Drehbuchautoren George Abbott und Maxwell Anderson; für die Musik waren Sam Perry und Heinz Roemheld verantwortlich. Die Kamera führte Arthur Edeson, dem für die damalige Zeit einzigartige Aufnahmen gelungen sind. Geschnitten wurde „Im Westen nichts Neues“ von Edgar Adams.
Für die Rolle des Protagonisten Paul Bäumer wurde der bis dahin unbekannte Lew Ayres verpflichtet. Remarque selbst wurde die Hauptrolle angeboten, dieser lehnte jedoch aus dem Grund ab, er sei zu alt für die Darstellung Bäumers. 4 Stanislaus Kat Katczinsky wurde von Louis Wolheim gespielt, Himmelstoß von John Wray, Bäumers Lehrer Kantorek von Arnold Lucy. Bäumers Kriegskameraden Westhus, Detering und Tjaden wurden von Richard Alexander, Harold Goodwin und Slim Summerville gespielt.
Die Erstaufführung in den USA fand am 20. April 1930 in Los Angeles statt. In Deutschland lief der Film erstmals, nachdem er von der deutschen Filmzensur eine Aufführgenehmigung erhalten hatte, am 05. Dezember 1930. Aufgrund von gezielten Störmaßnahmen durch die Nationalsozialisten, die später näher betrachtet werden sollen, wurde der Film am 11. Dezember 1930 verboten. Abgesehen von einer kurzzeitigen Aufhebung des Verbots 1931 blieb der Film während der NS-Herrschaft verboten. 5
Auf die Auszeichnungen soll im Kapitel „Wirkung, Rezensionen“ eingegangen werden.
3 http://www.imdb.de/title/tt0020629/technical Stand: 28.07.11.
4 Die Besetzung der Hauptrolle durch einen unbekannten Schauspieler ermöglichte eine problemlose Identifizierung der
ehemaligen Kriegsteilnehmer mit einem gewöhnlichen Soldaten: http://www.remarque.uos.de/iwnnfilm.htm Stand: 31.07.11.
5 http://www.remarque.uos.de/iwnnfilm.htm Stand: 31.07.11.
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2.2 Filmdaten: „Im Westen nichts Neues“ (1979)
Der Originaltitel der Neuverfilmung lautet ebenfalls „All Quiet on the Western Front“. Der Film wurde nicht wie sein Vorgänger fürs Kino, sondern fürs Fernsehen von den USA und Großbritannien produziert. Die Länge der ausgestrahlten Fernsehfassung beträgt 126 Minuten, die der Director’s-Cut-Version 150 Minuten. Regie übernahm Delbert Mann nach dem Drehbuch von Paul Monash. Allyn Ferguson lieferte die Musik zum Film, Kamera wurde von John Coquillon geführt. Für den Schnitt waren Alan Pattillo und Bill Blunden zuständig.
Anders als bei dem Original wurde die Hauptrolle keinem Neuling im Filmgeschäft überlassen. Richard Thomas, der die Rolle des Paul Bäumers übernahm, war kein Unbekannter, sondern feierte bereits in der Serie „Die Waltons“ Erfolge. Auch die Rollen von Kantorek und Himmelstoß wurden durch britische Schauspieler Donald Pleasence und Ian Holm prominent besetzt. Ebenfalls gehörte auch Ernest Borgnine (Katczinsky) seit den 1950er-Jahren zu den bekanntesten amerikanischen Charakterdarstellern. 6
In den USA hatte der Film am 14. November 1979 seine Premiere, vier Jahre später am 1. September 1983 in Westdeutschland. In der DDR lief der Film erst am 1. August 1984 im Fernsehen. 7
6 http://de.wikipedia.org/wiki/Ernest_Borgnine Stand: 01.08.11.
7 http://www.imdb.com/title/tt0078753/releaseinfo Stand: 01.08.11.
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3. Aufbau
Da sich sowohl der Roman als auch die beiden Verfilmungen in ihrem Aufbau unterscheiden, ist es an dieser Stelle sinnvoll, näher auf die jeweilige Struktur einzugehen.
3.1 Roman
Der Roman ist in 12 Kapitel aufgeteilt und wird aus der Sicht von Paul erzählt. Lediglich im letzen Absatz des 12. Kapitels endet die Ich-Erzählperspektive, als Bäumer fällt. Die Schilderung des Kriegsalltags unterbricht Bäumer immer wieder durch Rückblicke, in denen er vom Vorkriegsleben berichtet.
Remarque gibt zu Beginn seines Romans in einem sehr kurz gehaltenen Prolog eine Erklärung ab, welchen Zweck der Roman verfolgen soll: „Dieses Buch soll weder eine Anklage noch ein Bekenntnis sein. Es soll nur den Versuch machen, über eine Generation zu berichten, die vom Kriege zerstört wurde - auch wenn sie seinen Granaten entkam.“ 8
Der Roman setzt ein mit einer Szene, die unmittelbar nach der Rückkehr Bäumers stark dezimierten Kompanie von der Front. Es gibt ausreichend zu essen und zu rauchen und die Soldaten sind satt und zufrieden. Wichtige Charaktere, Kat und Tjaden werden im ersten Kapitel eingeführt, ebenfalls wird auch der ehemalige Lehrer Bäumers, Kantorek, in einem Rückblick dem Leser vorgestellt. Ein Mitschüler Bäumers liegt mit einem Oberschenkeldurchschuss im Lazarett, ohne zu wissen, dass die Ärzte ihm ein Bein amputieren mussten.
Im zweiten Kapitel denkt Bäumer über das Leben unmittelbar vor dem Krieg nach. Er und seine Klassenkameraden wurden zehn Wochen lang von dem sadistischen Ausbilder Himmelstoß auf den Krieg vorbereitet. Auch wenn die Ausbildung im Nachhinein wenig mit der Kriegsrealität zu tun hatte, so konnten Bäumer und seine Freunde aus diesen zehn Wochen das aus Bäumers Sicht Wichtigste doch mitnehmen, nämlich die für den Frontalltag überlebenswichtige Kameradschaft. Danach springt die erzählte Zeit wieder in die Kriegsgegenwart, Bäumer besucht seinen Freund Kemmerich, diesmal alleine. Bäumer sieht seinem Freund beim Sterben zu und kehrt danach zu seiner Baracke zurück, wo er Kemmerichs gute Stiefel Müller übergibt.
8 Remarque: Im Westen nichts Neues, S. 5.
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Arbeit zitieren:
M.A. Wladimir Danilow, 2011, Erich Maria Remarque: "Im Westen nichts Neues", München, GRIN Verlag GmbH
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