Inhalt
1.0 Einleitung 2
2.0 Prägende Faktoren von Mediensystemen 3
2.1 Presse- und Medienrecht 3
2.2 Geografie 3
2.3 Sprachkulturen 4
2.4 Politisches System 5
2.5 Medientechnologie 5
2.6 Wirtschaftsverfassung 6
3.0 Die drei wichtigsten Marktteilnehmer 6
3.1 Die Tageszeitung 6
3.2 Radio/Hörfunk 7
3.3 Fernsehen 8
4.0 Die TV-Übertragung der Tour de France 9
4.1 In Frankreich 9
4.2 In Deutschland 10
4.3 Im Vergleich 11
5.0 Fazit 13
6.0 Literaturverzeichnis 14
7.0 Quellenverzeichnis 15
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1.0 Einleitung
Die folgende Arbeit porträtiert das französische Mediensystem und die dazugehörigen Einflussfaktoren. Diese Ausarbeitung wird die Mediengeschichte Frankreichs, sowie die demografischen und geografischen Aspekte, die in Betracht gezogen werden müssen, erläutern.
Die prägenden Faktoren von Mediensystemen erörtern die Rahmenbedingungen für ein funktionierendes und strukturiertes Mediensystem. Dabei wird auf die rechtlichen und menschlichen Basen bezüglich der Herkunft und des Aufbaus des medialen französischen Systems eingegangen. Diese Punkte werden die Eckpfeiler des kompletten Mediengerüstes genauestens darstellen und die Unterschiede zum deutschen Mediensystem und seiner Struktur darlegen.
Um die Medienkonzentration in Frankreich genauer kennen zu lernen, wird im weiteren Verlauf auf die Entstehung und Entwicklung der drei wichtigsten Marktteilnehmer eingegangen. Diese drei wichtigsten Marktteilnehmer werden von der Tageszeitung, dem Hörfunk, beziehungsweise dem Radio und natürlich dem Fernsehen gebildet. Dabei werden die beliebtesten und prominentesten Medienkonzerne der jeweiligen Branche genannt und teilweise in ihrer Entstehung vorgestellt. Ein abschließendes Ranking zur Auflage und Reichweite der jeweilig beliebtesten Medien dokumentiert die Beliebtheitsskala der französischen Bevölkerung.
Das Fernsehen ist trotz verschiedener neuer Medien und der fortschreitenden Entwicklung der Technologie weiterhin eines der beliebtesten Unterhaltungs- und Informationsträger Frankreichs. Die Tour de France ist dabei eines der weitverbreitesten Sportveranstaltungen im französischen Fernsehen. Das letzte Kapitel beinhaltet eben diesen Radsportevent und befasst sich mit der TV-Übertragung der Tour in Frankreich und in Deutschland. Dabei wird kurz auf die Entstehung und die Geschichte, sowie die gegenwärtige Entwicklung eingegangen. Der resümierende Vergleich der Übertragungskonzepte beider Länder verdeutlicht, warum es sich bei der Tour de France um ein Medienphänomen handelt.
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2.0 Prägende Faktoren von Mediensystemen
2.1 Presse- und Medienrecht
Seit dem 29. Juli 1881 besteht in Frankreich offiziell ein Gesetz zur Presse- und Meinungsfreiheit (loi sur la liberté de la presse). Bis heute hat sich dieses Gesetz jedoch des Öfteren geändert und wurde mehrmals überarbeitet. Dieses Gesetz besagt, dass jeder französische Bürger eine Zeitung gründen und drucken darf (Glose, 2006, S.9): „Pressefreiheit umfasst demnach nicht nur das Recht, Ideen und Meinungen frei zu äu-
ßern und zu verbreiten, sondern auch das Recht, sich aus allgemein zugänglichen
Quellen ungehindert zu informieren. Wirkliche Presse- und Meinungsfreiheit besteht
überdies nur dann, wenn der Staat dafür Sorge trägt, dass es jedem Bürger auch finan-
ziell möglich ist, seine Ideen öffentlich zu verbreiten bzw. sich die Ideen und Meinungen
anderer zugänglich zu machen.“ (Mathien, 2004, S. 136)
Aufgrund dieser Auffassung von Pressefreiheit schuf der französische Staat ein Förderprogramm für die Presse. Durch staatliche Subventionen soll gewährleistet werden, dass die Pressefreiheit nicht durch die Regeln der Marktwirtschaft gesteuert wird. (Glose, 2006, S.9)
Anfang des 21. Jahrhunderts wurden einige Gesetze beschlossen, die sich mit der immer schnelleren und weiträumigeren Verbreitung, sowie der neuen Medien befassen:
- Gesetz über das Urheberrecht und die verwandten Schutzrechte in der In-formationsgesellschaft (27. Juli 2006)
- Verfassungsergänzungsgesetz über die Ernennung der Vorsitzenden der Gesellschaften France Télévisions und Radio France, sowie der für die Verbreitung der audiovisuellen Massenmedien außerhalb Frankreichs zuständigen Gesellschaft (3. März 2009)
- Gesetz über die audiovisuellen Massenmedien und das neue öffentliche Fernsehen (3. März 2009)
- Gesetz zur Förderung der Verbreitung und des Schutzes künstlerischen Schaffens im Internet (10. Juni 2009)
- Gesetz über den strafrechtlichen Schutz des Urheberrechts im Internet (22. Oktober 2009) 1
2.2 Geografie
Frankreich hat 62,8 Millionen Einwohner, die sich auf einer Fläche von 522.000 Quadratkilometern erstrecken. 2 Frankreich hat mit 113 Einwohnern pro Quadratkilometer ungefähr halb so viele Einwohner wie Deutschland. Dies bedeutet, dass Frankreich
1 Vgl. Conseil Constitutionnel, 2010, Entscheidungen des Verfassungsrates mit der Bezeich-
nung QPC, zuletzt abgerufen am 03.12.2010, unter: http://www.conseil-constitutionnel.fr/conseil-constitutionnel/deutsch/entscheidungen/entscheidungen.25744.html.
2 Vgl. Fläche von Frankreich, zuletzt abgerufen am 03.12.2010, unter: http://www.europa-
daten.de/Frankreich_Flaeche.htm.
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weniger dicht besiedelt ist im Gegensatz zur Bundesrepublik. 3 Aufgrund der Vielzahl von Großstädten und der damit zusammenhängenden Laufkundschaft auf Frankreichs Straßen, ist der Straßenverkauf von Zeitung gegenüber den Abonnements deutlich im Plus. Hinzu kommt die immer stärker anwachsende Kluft zwischen Arm und Reich. Der Straßenverkauf erreicht demzufolge alle Schichten der französischen Gesellschaft. Die Fläche Frankreichs umfasst 96 „Departements“. Dabei besitzt jedes Departement einen eigenen Namen, welcher zumeist von dem umliegenden Fluss oder Gebirge stammt. Jedes Departement hat zudem eine eigene Nummer, welche auch am Anfang der jeweiligen Postleitzahl des Departements steht. 4
2.3 Sprachkulturen
Die französische Sprache ist eine romanische Sprache, die von rund 131 Millionen Menschen der Welt gesprochen wird. Über Jahrhunderte hinweg war französisch die Sprache des europäischen Hochadels und ist bis heute eine der wichtigsten Kultursprachen. Sie gliedert sich in zwei Dialektgruppen, das Nordfranzösische (im Norden) und das Provencalische (im Süden). Aus der nordfranzösischen Sprache entwickelte sich auch die moderne französische Schriftsprache. 5 Der Artikel 2 der französischen Verfassung beinhaltet, dass „die Sprache der Republik (...) Französisch ist. Im Jahre 1539 entschied Franz I., dass die französische Sprache die einzige gesprochene Sprache, wie auch Urkunden- und Verwaltungssprache des Königreiches ist. Französisch ist bis heute die einzige gemeinsame Sprache der Französischen Republik. Allerdings gibt es auch eine Vielzahl von Regionalsprachen, die ihre Region oder ihr „Departement“ kulturell repräsentieren. Einige der regionalen Sprachen sind Baskisch, Bretonisch, Korsisch oder Kreolisch. 6 Jedoch ist es so, dass Frankreich offiziell seine sprachlichen Minderheiten nicht anerkennt. Demzufolge ist der größte Teil der französischen Medien rein französisch sprechend. Mittlerweile gibt es einige Fernsehsender, die sich den Sprechern der Minderheitssprachen widmen, wie beispielsweise „France 3“ oder „TV Breizh“. In landesweiten Radiosendern hingegen finden sich alle 13 Regionalsprachen wieder. (Pfisterer, 2003, S. 42 ff.)
3 Vgl. Infographie: Einige Zahlen zur französischen Bevölkerung, zuletzt abgerufen am
03.12.2010, unter: http://www.france.fr/de/wissen/gesellschaft/demographie/article/infographie-
einige-zahlen-zur-franzoesischen-bevoelkerung.
4 Vgl. Gliederung nach Departements, zuletzt abgerufen am 04.12.2010, unter:
http://www.frankreich-experte.de/modules.php?name=Pages&pa=showpage&pid=236.
5 Vgl. französische Sprache, zuletzt abgerufen am 04.12.2010, unter:
http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/bildung/index,page=1102740.html.
6 Vgl. Französische Sprache, zuletzt abgerufen am 04.12.2010, unter: fi-
le:///Users/haller_mail/Desktop/5.%20Semester/Französische%20Sprache.webarchive.
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Arbeit zitieren:
Daniel Haller, 2011, Frankreichs Mediensystem und die TV-Übertragung der Tour de France im Vergleich mit Deutschland, München, GRIN Verlag GmbH
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