I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis. I
Abbildungsverzeichnis. II
1 Problemstellung,ZielundVorgehen 1
2 VomUnternehmenzumUnternehmensnetzwerk 1
2.1 GRÜNDEUNDZIELEDESORGANISATORISCHENWANDELS 2
2.2 ZUMBEGRIFFDESUNTERNEHMENSNETZWERKES 3
2.3 ZURTHEORETISCHENDISKUSSION 3
2.3.1 TheoretischeAnsätzezurErklärungderEntstehungvonNetzwerken 4
2.3.2 Hybridform,eigenständigerKoordinationsmechanismusoderkollektiver
Akteurh öhererOrdnung? 5
2.4 TYPISIERUNGSMÖGLICHKEITENVONNETZWERKEN 7
3 FormenvonNetzwerken 8
4 ChancenundRisikenderNetzwerkbildung 11
4.1 CHANCENUNDMÖGLICHKEITENVONUNTERNEHMENSNETZWERKEN 11
4.2 RISIKENUNDPROBLEMEVONUNTERNEHMENSNETZWERKEN. 13
5 Fazit. 14
Literaturverzeichnis. III
ABBILDUNG1:UNTERSCHEIDUNGSMERKMALEVONMARKTFÖRMIGEN,HYBRIDFÖRMIGEN UNDHIERARCHISCHENSTEUERUNGS-UNDREGELUNGSSTRUKTUREN...............5
ABBILDUNG2:EINVERGLEICHÖKONOMISCHERORGANISATIONSFORMEN ................................ 6
ABBILDUNG3:TYPISIERUNGSMERKMALEVONNETZWERKEN .................................................... 8
1
1 Problemstellung,ZielundVorgehen
„Dem Netzwerk gehört die Zukunft“ (Howaldt/Kopp/Martens 2001, S.4).Aufgrundderrasant gestiegenen Komplexität und Dynamik der Märkte sowie den gestiegenen Anforderungen an die Unternehmen bedarf es heutzutage einer Organisationsform, die den veränderten Rahmenbedingungen der Wirtschaft gerecht wird. Das Unternehmensnetzwerk wird häufig alsdieOrganisationsformdes21.Jahrhundertsbezeichnet.
Die vorliegende Arbeit soll näher untersuchen, inwiefern sich Möglichkeiten und Chancen sowieRisikenundProblemeausderNetzwerkbildungindustriellerUnternehmungenergeben. In Kapitel zwei sollen zunächst einige Vorbemerkungen zu Unternehmensnetzwerken angeführt werden. Neben den Gründen und Zielen des organisatorischen Wandels wird auf den Begriff des Unternehmensnetzwerkes, die theoretische Diskussion sowie auf die TypisierungsmöglichkeitenvonNetzwerkennähereingegangen.InKapiteldreierfolgteineDarstellung verschiedener Ausprägungsformen von Unternehmensnetzwerken. Die Chancen und Möglichkeiten sowie die Probleme und Risiken von Unternehmungsnetzwerken werden in Kapitelvierdargestellt,bevordieArbeitmiteinemFazitinKapitelfünfabgeschlossenwird. WennimFolgendenvonUnternehmenbzw.UnternehmungendieRedeist,sosinddamitindustrielleUnternehmungengemeint.
2 VomUnternehmenzumUnternehmensnetzwerk
„Die Organisation des Wirtschaftens in modernen Industriegesellschaften befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Neben der Unternehmenskonzentration haben vor allem interorganisationaleKooperationsformenanBedeutunggewonnen“(Gerum/Achenbach/Opelt 1998, S. 1). Die turbulente Umwelt, die zunehmend durch die Globalisierung des Wettbewerbsgeprägtist,führtzurBildungsogenannterUnternehmensnetzwerke. SiestellenjedochkeinegrundsätzlichneueOrganisationsformökonomischerAktivitätendar, sondern fanden Ihren Ursprung schon im 14. Jahrhundert. Beispielhaft für organisationale KooperationsformenistdasVerlagssystem 1 (vgl.Sydow1992,S.54-60). BevorinKapitel2.2näheraufdenBegriffvonUnternehmensnetzwerkeneingegangenwird, sollzunächsteinÜberblicküberdiemöglichenEntstehungsgründeundZielevonUnternehmensnetzwerkengegebenwerden.
1 „Verlag,Produktionsorganisation,inderdieHerstellungbestimmterGüterdurch(formal)selbständigeGewer-betreibendedurcheinenDrittenmehroderwenigerumfassendorganisiertist;dezentrale,überwiegendhand-werklicheProduktionwirdmitzentralerOrganisationdesAbsatzesverbunden“(GablerWirtschaftslexikon1997, S.4078).
2
2.1 GründeundZieledesorganisatorischenWandels
Das Entstehen von Unternehmensnetzwerken kann sehr unterschiedliche Gründe haben und istsehrengmitderjeweiligenZielsetzungderUnternehmenverbunden.DieverändertenRahmenbedingungen des Wettbewerbs stellen neue Anforderungen an die Unternehmen und damitauchandieOrganisationsformderUnternehmen.
Nach Wildemann lassen sich sieben Trends identifizieren, die die Bildung von Unternehmensnetzwerken forcieren: Globalisierung des Wettbewerbs, Zunahme der Arbeitsteilung, KonzentrationaufKernkompetenzen,ÜbergangzuSystem-undModulbeschaffungoderAngebot von Vollsortimenten, Einsatz weniger koordinationsverursachender, marktorientierter Mechanismen, Notwendigkeit der Ressourcen- und Know-how-Bündelung (vgl. Wildemann 2000,S.226-229).UnternehmensnetzwerkestelleneinemoderneOrganisationsformdar,die im Rahmen einer fortschreitenden Globalisierung, einer intensiver verfolgten Arbeitsteilung auf verschiedenen Wertschöpfungsstufen sowie einer Konzentration auf Kernkompetenzen Aufgaben bewältigen kann, für die ein einzelnes Unternehmen nicht über die notwendigen Ressourcen verfügen würde (vgl. Nathusius 1998, S. 36). Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen können nur mit Hilfe netzwerkartiger Kooperationen im Wettbewerb mit großen Unternehmen bestehen. Jedoch sehen auch große Unternehmen die Möglichkeit, durch dieBündelungihrerRessourcenundihresKnow-howsSynergiepotentialezurealisieren. Speziell im Bereich Forschung und Entwicklung kooperieren Unternehmen, um gemeinsam neueTechnologienzuentwickeln(vgl.Sydow1997,S.15-16).EinZielderBildungvonindustriellen Unternehmungsnetzwerken ist die Bündelung der spezifischen Kernkompetenzen der einzelnen Unternehmen, um Synergien zu bewirken. Weiterhin sollen Kosteneinsparun-genundFinanzierungsmöglichkeitenneuerGeschäftsfelderdurchdiegemeinschaftlicheAuf-teilungderKostenundInvestitionenrealisiertwerden(vgl.Wildemann2000,S.241). Die Zielsetzung der Netzwerkbildung untersuchte Wildemann mit Hilfe einer Delphi-Studie bei155Unternehmen 2 .AlsstrategischbedeutendeZielekristallisiertensichfolgendeheraus: Kostenreduzierung, Konzentration auf Kernkompetenzen, Wettbewerbsvorteile durch Leistungsdifferenzierung, Nutzung von Synergien, Lernen von anderen Unternehmen, Knowhow-Bündelung, Kostenführerschaftsstrategien, Erreichen eines höheren Qualitätsniveaus, Vermarktungsvorteile,Expansion,Internationalisierung,bessereKapazitätsleistung,Komplexitätsreduzierung, schnelle Prozessentwicklung, schnelle Produktentwicklung, Verbesserung derLogistikleistung,VerringerungdesunternehmerischenRisikos(vgl.Wildemann2000,S.
2 DetailliertereInformationenzurDelphi-StudiefindensichbeiWildemann,H.(1998):Entwicklungs-,Produk- tions-,VertriebsnetzwerkeinderZulieferindustrie-ErgebnisseeinerDelphi-Studie,München,1998.
3
229-230). Gerum formuliert allgemein als Ziel netzwerkartigen Kooperationen die RealisierungeinerKooperationsrenteimSinneeinerWin-WinStrategie 3 (vgl.Gerum1998,S.1).
2.2 ZumBegriffdesUnternehmensnetzwerkes
„Die Formen, Ursachen und Ausprägungen der Organisationsform Netzwerk und die Ver-wendungdesBegriffessindsehrvielfältig“(Bienert2001,S.66).
Da der Begriff des Netzwerkes für sehr viele Arten von Kooperationen, Zusammenschlüsse und gegenseitig abhängigen Unternehmen steht, ist es sehr schwierig eine allgemein anerkannteDefinitionzufinden.
Eine oft zitierte und häufig verwendete Definition findet sich bei Sydow: „Ein Unterneh-mensnetzwerkstellteineaufdieRealisierungvonWettbewerbsvorteilenzielendeOrganisati-onsform ökonomischer Aktivitäten dar, die sich durch komplex-reziproke, eher kooperative denn kompetitive und relativ stabile Beziehungen zwischen rechtlich selbständigen, wirt-schaftlichjedochzumeistabhängigenUnternehmenauszeichnet“(Sydow1992,S.79). VoneinemUnternehmensnetzwerkabzugrenzenistdasstrategischeNetzwerk.Esunterschei-detsichvonanderenNetzwerkendadurch,dassesvoneinemodermehrerenfokalenUnter-nehmenstrategischgeführtwird(vgl.Sydow1992,S.81).
„Ein strategisches Netzwerk stellt eine auf die Realisierung von Wettbewerbsvorteilen zie-lende,polyzentrische,gleichwohlvoneinerodermehrerenUnternehmenstrategischgeführte Organisationsform ökonomischer Aktivitäten zwischen Markt und Hierarchie dar, die sich durchkomplex-reziproke,eherkooperativedennkompetitiveundrelativstabileBeziehungen zwischen rechtlich selbständigen, wirtschaftlich jedoch zumeist abhängigen Unternehmen auszeichnet“(Sydow1992,S.82).
2.3 ZurtheoretischenDiskussion
ImFolgendenwirdversucht,mitHilfevontheoretischenAnsätzendieEntstehungvonNetzwerken zu erklären. Weiter unten wird die Frage aufgegriffen, inwieweit die Organisations-formNetzwerkeineHybridformzwischenMarktundHierarchie,eineneigenständigenKoor-dinationsmechanismusodereinenkollektivenAkteurhöhererOrdnungdarstellt.
3 EineWin-WinStrategieistdadurchgekennzeichnet,dassalleteilnehmendenPartnervonderKooperation profitierenundimGegensatzzueinemVerzichtaufdieKooperationeinenhöherenNutzenerzielen.
Arbeit zitieren:
Kai Waldhauser, 2003, Möglichkeiten und Probleme der Netzwerkbildung industrieller Unternehmungen, München, GRIN Verlag GmbH
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