Inhaltsverzeichnis
1.) Einleitung. 3
2.) Arbeitsmarkt im Wandel. 4
2.1.) Strukturelle Änderungen. 4
2.2.) Individuelle Bedeutung. 7
3.) Das Stressgeschehen. 9
3.1.) Der Stressbegriff. 10
3.2.) Stressreaktionen. 12
3.3.) Gesundheitliche Folgen von Stress 13
4.) Berufliche Belastungsfaktoren. 15
4.1.) Physische Belastungen 15
4.2.) Arbeitsorganisation. 16
4.3.) Berufliche Gratifikation. 19
4.4.) Soziale Faktoren. 20
5.) Entwicklungsfördernde Kriterien in Bezug auf die Entstehung
psychischer Erkrankungen. 22
5.1.) Subjektive Bewertungsmaßstäbe. 22
5.2.) Genetische Disposition. 24
6.) Fazit. 26
7.) Literaturverzeichnis. 27
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1.) Einleitung
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Belastungssituationen von Erwerbstätigen im beruflichen Alltag. Diese werden hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die psychische Gesundheit und auf die daraus resultierenden Folgen für die berufliche Leistungsfähigkeit der Betroffenen untersucht werden. Ziel der Arbeit ist es zu zeigen, in welcher Form und unter welchen Voraussetzungen Belastungsfaktoren im Beruf die Entstehung psychischer Erkrankungen beeinflussen können. Die Themenwahl begründet sich auf einem persönlichberuflichen Interesse des Autors, der in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) tätig ist und dort psychische erkrankte Menschen betreut. Diese waren zum Teil jahr(zehnt)elang in Beschäftigungsverhältnissen des ersten Arbeitsmarktes tätig gewesen, sind dann u. a. aufgrund beruflicher Überlastung aus dem Erwerbsleben ausgeschieden und werden derzeit im Rahmen einer beruflichen Rehabilitationsmaßnahme in der WfbM betreut. Im Fokus der Ausarbeitung stehen daher zum einen häufige berufliche Belas-tungsfaktoren sowie die entsprechenden Voraussetzungen, die die Ausbildung psychischer Erkrankungen begünstigen und aufgrund dessen die berufliche Leistungsfähigkeit der Betroffenen dergestalt eingeschränkt wird, dass eine weitere Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht mehr oder zumindest vorübergehend nicht mehr in Frage kommt und ein vorzeitiges bzw. vorübergehendes Ausscheiden aus dem Erwerbsleben die Folge ist.
Dazu soll zunächst der Arbeitsmarkt in seinem strukturellen Wandel untersucht werden, um spezifische Besonderheiten herauszuarbeiten, die mitverantwortlich sind für die sich verändernden Anforderungen der Arbeitswelt und die als Begleiterscheinung dieses Wandlungsprozesses berufliche Belastungen hervorrufen können. Im weiteren Verlauf der Analyse sollen einige besonders relevante Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz näher erläutert und ihre negativen Folgen für den individuellen Gesundheitszustand beschrieben werden. Einige Kriterien, die die Entwicklung einer psychischen Erkrankung begünstigen werden nach der Auseinandersetzung mit den Folgen näher untersucht. Im Rahmen dieser Arbeit soll deutlich werden, in welcher Form berufliche Belastungsfak-toren ursächlich sein können für die Ausbildung einer psychischen Erkrankung, die als Folge einen vorübergehenden Ausschluss aus dem Erwerbsleben bedeuten kann. Gleichzeitig sollen die für das Entstehen der Erkrankungen verantwortlichen Ursachen dargelegt werden. Die Ergebnisse des in dieser Ausarbeitung behandelten Untersuchungsgegen-standes werden abschließend in einem Fazit aufgegriffen und zusammengefasst. Im Besonderen soll hier nochmals auf die Voraussetzungen eingegangen werden, die aufgrund
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von beruflicher Belastung zum Ausbrechen einer psychischen Erkrankung führen. Entsprechend den Ergebnissen und Bezug nehmend auf die Ausgangsfrage wird am Ende dieser Ausarbeitung eine Hypothese formuliert werden.
2.) Der Arbeitsmarkt im Wandel
Psychische Erkrankungen werden von unterschiedlichen Faktoren hervorgerufen und in ihrer Entstehung beeinflusst. Einen wesentlichen Anteil daran haben die unterschiedlichen Belastungen am Arbeitsplatz. Im DAK-Gesundheitsreport des Jahres 2002 wird diese Tatsache aufgegriffen und eine Zunahme von Arbeitsunfähigkeit aufgrund seelischer Erkrankungen postuliert. 1 Drei Jahre später, im Jahre 2005, hat sich diese Entwicklung sogar noch erheblich verstärkt. Wieder im DAK-Gesundheitsbericht wird hier eine deutliche Zunahme von psychischen Erkrankungen verzeichnet und ein möglicher Zusammenhang mit den strukturellen Entwicklungen des Arbeitsmarktes vermutet. 2 Das folgende Kapitel wird sich diesen Entwicklungsprozessen des Arbeitsmarktes aus verschiedenen Blickwinkeln annähern. Zunächst sollen grundlegende strukturelle Veränderungen beschrieben werden, die die Dynamik des Arbeitsmarktes in seiner Gesamtheit maßgeblich mitbestimmen. Zudem werden die davon abhängigen, veränderten beruflichen Anforderungen, hervorgerufen durch eben jene strukturellen Wandlungsprozesse, beschrieben. Daneben soll die subjektive Bedeutung dieser Arbeitsmarktentwicklung für die Erwerbstätigen herausgestellt werden.
2.1.) Strukturelle Veränderungen des Arbeitsmarktes
Der Arbeitsmarkt in Deutschland und anderen modernen Industrienationen hat sich seit dem Ende der 1980er Jahre in seinem strukturellen Aufbau stark verändert. 3 Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Zum einen wurden diese Änderungen von jenen Entwicklungen beeinflusst, die den wirtschaftlichen und politischen Zusammenbruch der Ostblockstaaten herbeigeführt und dadurch eine komplette Umgestaltung dieser ehemals planwirtschaftlich organisierten Wirtschafts- und Marktsysteme hervorgerufen haben. Dadurch erfolgte eine
1 Vgl. Unger/ Kleinschmidt 2006, S.13
2 ebd.
3 Vgl. Jansen 2002, S.7
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Öffnung wichtiger, für viele kapitalistische Industriestaaten bis dahin schwer zugänglicher Märkte. Im Rahmen der Erweiterung globaler Handelsbeziehungen führte dies zu großflächigeren Vernetzungen zwischen den einzelnen Ländern sowie deren Märkten, was den Globalisierungstendenzen enormen Vorschub geleistet hat.
Als Hauptursache für die strukturellen Änderungen des Arbeitsmarktes hingegen sind die technischen Innovationen im Bereich der Computertechnologie innerhalb der letzten 30 Jahre anzuführen. 4 Die Entwicklung immer leistungsfähigerer und gleichzeitig immer kostengünstigerer Telekommunikationsmittel und Computersysteme hat vor allem in den 1990er Jahren die Kommunikationsmöglichkeiten innerhalb von Firmen erheblich erweitert und vereinfacht. Die durch das Internet öffentlich verfügbaren Datenmengen sowie die erweiterten und beschleunigten Wege der Informationsübertragung zwischen Geschäftspartnern und deren Unternehmen wurden durch die technischen Neuerungen in ihrer Form wesentlich beeinflusst und verändert. Davon haben vor allem global tätige Branchenbereiche profitieren können. Aber auch für die auf nationaler Ebene agierenden Firmen sind diese technologischen Entwicklungen von hohem Nutzen und haben dadurch die strukturelle Ausgestaltung des Arbeitsmarktes entscheidend verändert, denn durch die effizienteren Kommunikationsstrukturen wird das Spektrum der Kooperations- und Handlungsmöglichkeiten extrem erweitert und die Firmenpräsenz am Markt aufgrund der weltweiten Vernetzung durch das Internet deutlich erhöht. 5 Nach der Einführung genannter technischer Neuerungen war jedoch auch eine Umgestaltung der betrieblichen Organisation notwendig. Aufgabenbereiche sind weggefallen bzw. neu entstanden und mussten entsprechend neu generiert und besetzt werden. Demnach stellt der Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien eine wesentliche Ursache für die betriebsinternen Reorganisationsprozesse dar, welche sich letztlich ebenfalls auf die Struktur des Arbeitsmarktes auswirken. 6 Das erweiterte Handlungspotential wirkt sich jedoch nicht nur begünstigend auf den Handlungsspielraum der einzelnen Firmen aus. Die globale Vernetzung und die daraus resultierenden gesteigerten Kommunikationsmöglichkeiten beteiligen eine immer größere Zahl an Firmen und Anbietern am nationalen und globalen Marktgeschehen und führt dadurch zu einem schärferen Konkurrenzkampf zwischen diesen um entsprechende Kundschaft. Dieser Konkurrenzkampf wird durch verschiedene Marktregularien bestimmt, so z. B. durch die Ausgestaltung kundenfreundlicherer Endverbraucherpreise bzw. durch effizientere Produktionsverfahren. Dadurch können sich in erster Linie diejenigen Unternehmen am ehesten durchsetzen und am Markt halten, die ihre Produkti-
5 Vgl. Jansen 2002, S.8
6 Vgl. Bellmann 2002, S.3ff
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onskosten auf ein Minimum absenken bzw. ihre Herstellungsverfahren am effizientesten gestalten. Auch hier werden wiederum technische Neuerungen eingesetzt, die die menschliche Arbeitskraft im Bereich sich wiederholender Arbeitsabläufe, z. B. auf Fertigungsstraßen der Automobilindustrie, ersetzten. Die dadurch freigewordenen Kapazitäten können somit auf andere Bereiche umgelegt oder aber komplett abgebaut und eingespart werden, wodurch den jeweiligen Firmen enorme Kostenvorteile entstehen. 7
Ein weiterer Grund für die verschärften Rahmenbedingungen sind die rasant ansteigenden Technologiesprünge mit immer kürzeren Produktzyklen sowie immer individuelleren Kundenwünschen, welche die verschiedenen Firmen am Markt einem nicht zu unterschätzenden Innovationsdruck aussetzen. 8 Dies wiederum fördert eine Verschärfung der bereits erwähnten Konkurrenzprozesse. Für sämtliche, mit am Markt operierenden Unternehmen einer Branche erhöht dies den wirtschaftlichen Druck und erzwingt eine ständige Anpassung an das Marktgeschehen, um langfristig wettbewerbsfähig bleiben zu können. Wirtschaftliches Gewinnstreben und die Konkurrenzfähigkeit am Markt haben dabei für die verschiedenen Unternehmen oberste Priorität. Der Preis, der dafür zu zahlen ist, ist jedoch hoch und äußert sich in einer zunehmenden psychischen Belastung der Mitarbeiter mit all den daraus resultierenden Negativfolgen für die körperliche und seelische Gesundheit sowie für die berufliche Leistungsfähigkeit. 9
Können die Kosten durch den Einsatz produktionssteigernder Technologien nicht oder nicht in ausreichendem Maß gesenkt werden, kommt mitunter alternativ zu genannten Vorgehensweisen eine Verlagerung der Produktionsmittel ins Ausland in Frage. Umstrukturierungen sowie die Auslagerung von Arbeitsplätzen, sogenanntes Outsourcing, welche im Zuge der Globalisierung und der Internationalisierung des Wettbewerbs immer häufiger stattfinden, verstärken in Unternehmen den Druck auf die Angestellten und somit die Problematik psychischer Belastungen der Beschäftigten. 10 Entsprechende Maßnahmen sind jedoch immer mehr eine Voraussetzung für die Etablierung am Markt und die Durchsetzung gegenüber der Konkurrenz. Die Unternehmen sind also in höherem Maße gefordert, sich dem aktuellen Marktgeschehen anzupassen und flexibel auf Änderungen zu reagieren. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn innerhalb der Firmenpolitik entsprechend frühzeitig auf Entwicklungen am Markt reagiert wird und die eigenen Planungsprozesse ständig optimiert werden. 11 Diesen Anforderungen des Marktes muss jedoch ebenfalls seitens
8 Vgl. Kabel 2007, S.2
9 Vgl. Rudow 2004, S.4
10 Vgl. Oppolzer 2009, S.10, http://www.infoline-gesundheitsfoerderung.de,
11 Vgl. Kabel 2007, S.3
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der Erwerbstätigen mit einer größeren Mobilität und Flexibilität begegnet werden, um entsprechend auf die dynamischen Entwicklungsprozesse der Wirtschaft und damit auch des Arbeitsmarktes reagieren und um sich gegenüber konkurrierenden Anbietern von Arbeitskraft behaupten bzw. durchsetzen zu können. 12 Diese Flexibilitätsanforderungen beziehen sich vor allem auf Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung, aber auch auf Betriebs- und Arbeitsplatzwechsel bis hin zu einer vollkommen neuen beruflichen Orientierung. 13
2.2.) Individuelle Bedeutung der Arbeitsmarktentwicklung
Die im vorangegangenen Kapitel dargestellten Entwicklungsprozesse des Arbeitsmarktes haben signifikante Auswirkungen auf die individuelle Wahrnehmung im Rahmen der eigenen beruflichen Rolle. Der Grund dafür liegt im besonderen Wesen von Erwerbsarbeit innerhalb moderner Industriegesellschaften. Von besonderer Bedeutung ist diese hinsichtlich der individuellen Persönlichkeitsentwicklung. Erwerbsarbeit ist demzufolge nicht bloß Mittel zum Zweck bzw. auf den Aspekt der Sicherung des Lebensunterhalts zu reduzieren. Vielmehr werden u.a. gesellschaftliche Zugehörigkeit sowie sozialer Status über Arbeitsverhältnisse definiert. Zudem wird durch Erwerbsarbeit das menschliche Leben im soziologischen Kontext in verschiedene Phasen und somit in einen vorhersehbaren Ablauf, in eine Erwerbsbiografie untergliedert. 14 Aufgrund der Flexibilisierungstendenzen und den dadurch notwendigen erhöhten Anforderungsprofilen an die Gruppe der Erwerbstätigen besteht eine solche gleichmäßige Arbeitsmarktstruktur jedoch kaum noch. Vielmehr ist diese einem beschleunigten Wandlungsprozess unterworfen. Dabei ist die Geschwindigkeit, mit der sich diese Struktur verändert hat bzw. noch immer verändert, historisch einmalig. 15 Die überwiegende Zeit in der Menschheitsgeschichte, ca. 3,5 Millionen Jahre lang, haben Menschen in Stammesverbänden als Jäger und Sammler gelebt. Nach dem Sesshaft-werden stellte ein bäuerliches bzw. handwerklich geprägtes Arbeitsleben über Jahrhunderte hinweg das Hauptbetätigungsfeld der Menschen dar. Dies änderte sich erst mit der industriellen Revolution im 18. und 19. Jh. Hier entstand eine neue Form der Arbeit, die Lohn- bzw. Erwerbsarbeit, bei der die individuelle Ware Arbeitskraft im Mittelpunkt stand und gegen Entlohnung auf einem Markt, dem Arbeitsmarkt, angeboten werden musste. Diese Entwicklung liegt erst 200 Jahre zurück, hat jedoch den Arbeitsmarkt ent-
13 Vgl. Jansen 2002, S.12
14 Vgl. Nerdinger 2008, S.514
15 Vgl. Rudow 2004, S.6
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scheidend verändert. 16 Gleichwohl haben sich die gravierendsten Wandlungsprozesse erst in den letzten 30 Jahren vollzogen. Der Dienstleistungsbereich mit den informationsverarbeitenden Tätigkeitsprofilen gewinnt seither immer mehr an Bedeutung. Dies bewirkt eine deutliche Veränderung der Anforderungs- und Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz 17 . Bestimmte Gruppen sind davon in besonderem Maße betroffen; darauf wird im nachfolgenden Kapitel Bezug genommen.
Die klassischen physischen Belastungsfaktoren, die aufgrund ungünstiger Umgebungseinflüsse am Arbeitsplatz sowie aufgrund harter körperlicher Arbeit in früheren Epochen gehäufter auftraten, sind, zumindest in Europa, rückläufig. Weiche Belastungsfaktoren, welche zusammenhängen mit der Arbeitsorganisation, der Arbeitsaufgabe, Zeit- und Termindruck sowie negativen sozialen Einflüssen am Arbeitsplatz haben sich jedoch verstärkt ausgebildet. 18 Diese veränderten Anforderungen wirken sich im Rahmen verschiedener Lebenszusammenhänge aus. Insbesondere in Bezug auf die bereits angesprochene Unbeständigkeit der Erwerbsbiografie wird dies deutlich. Hier wurde die klassische, eher starre Aufteilung der einzelnen Phasen innerhalb der Erwerbsbiografie (Ausbildung, Arbeitsleben, Rente) zwangsläufig durch einen flexibleren Phasenwechsel abgelöst, welcher durchaus auch von Diskontinuitäten und Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit gekennzeichnet sein kann. Daher entsprechen die wenigsten Arbeitsbiografien heute noch einer klassischen Einteilung. War es noch bis weit ins 20 Jh. nicht ungewöhnlich, das gesamte Erwerbsleben in der selben Branche, mitunter sogar im selben Unternehmen tätig zu sein, wird den Erwerbstätigen heute wesentlich mehr Flexibilität abverlangt. Ein möglicherweise mehrfacher beruflicher Wechsel innerhalb der eigenen Erwerbsbiografie wird, im Gegensatz zu früher, als dies ein eher negativ behafteter Punkt im Berufsleben war, vielmehr als ein Zeichen beruflichen Erfolgs gewertet. 19 Diskontinuitäten innerhalb der Erwerbsbiografie treten heutzutage entsprechend häufiger auf. Hier zeigt sich jedoch eine für das Individuum wesentliche Problematik der heutigen Arbeitswelt: die Unsicherheit des Arbeitsplatzes. Für viele Erwerbstätige bedeutet dies, dass sie sich, um den ständig steigenden Anforderungen gerecht zu werden und um flexibel auf arbeitsmarktabhängige Entwicklungen reagieren zu können, beständig reorganisieren, beständig weiter bilden müssen. Besonders offensichtlich wird dies an den bereits dargestellten produktbezogenen Innovationszyklen und dem daraus resultierenden Sachverhalt, dass sich der Wissensstand gerade in Bezug auf technische Neuentwicklungen ständig erweitert, wodurch die Halb- 16Vgl. Rudow 2004, S.4
17 ebd.
18 Vgl. Oppolzer 2009, S.7, http://www.infoline-gesundheitsfoerderung.de,
19 Vgl. Pfennighaus 2000, S.61
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Mathias Tömöri, 2011, Unter welchen Voraussetzungen können Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz zur Ausbildung einer psychischen Erkrankung führen?, München, GRIN Verlag GmbH
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