1. Inhaltsverzeichnis
1. Inhaltsverzeichnis 2
2. Vorwort Einleitung 3
2. 1 Verortung im Kontext 3
2. 2 Ein kurzer genealogischer Abriss 4
3. Nachrichtenwerttheorie - Die objektive/intersubjektive Komponente 5
3. 1 Beispiele 6
3. 1. 1 Der Faktorkatalog von Johan Galtung Mari H. Ruge 7
3. 1. 2 Die Faktorenkataloge von Winifred Schulz bzw. Joachim F. Staab 8
3. 2 Zwischenbewertung 10
3. 2. 1 Kritik 10
3. 2. 2 Weiterführendes/Anknüpfendes 11
4. “gatekeeper-Forschung - Die subjektive Komponente 12
4. 1 Begriffliches Definition 12
4. 2 Diverse Studienansätze in drei Kategorien 12
4. 2. 1 Individuelle Studien: David M. Whites “Mr. Gates 12
4. 2. 2 Institutionelle Untersuchungen 13
4. 2. 3 Der kybernetische Zugang 14
4. 3 Fazit 15
4. 3. 1 Kritik 16
4. 3. 2 Weiterführendes/Anknüpfendes 16
5. Ausblick: online-Medien 17
6. Bibliographie 18
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2. Vorwort & Einleitung
Wenn man sich mit Kommunikations- bzw. Medientheorien beschäftigt, muss man sich auch unweigerlich mit den zwei hier zu diskutierenden, nahe verwandten theoretischen Modellen auseinandersetzen, man kommt an ihnen einfach eher schlecht als recht vorbei. Dabei gilt es aber vorweg eines besonders zu beachten: wie immer, wenn man sich auf wenigen Seiten mit Themen befasst, über die Abhandlungen und ganze Bücherregale gefüllt werden, sollte man sich vor Augen führen, dass die Betrachtung eine zutiefst heuristische ist und bleiben muss. Nichtsdestotrotz soll diese Einschränkung nicht den Versuch, die wesentlichen Elemente bündig zusammengestellt wiederzugeben, a priori zum Scheitern verurteilen. Ganz im Gegenteil kann eine überblicksartige Darstellung oft den Wald und nicht nur die Bäume zeigen, kann zur Orientierung im “akademischen Dschungel” durchaus hilfreich sein.
Damit ist auch schon die Brücke zur Crux der vorliegenden Arbeit geschlagen; im Kern beschäftigt sie sich nämlich eben genau damit: wie gelingt es, in diesem Falle Nachrichten im weitesten Sinne verstanden, derart auszuwählen, dass die allen Sprachen innewohnende Redundanz auf ein erträgliches und vor allem und viel wichtiger noch, sinnvolles Maß heruntergeschraubt werden kann?
2. 1. Verortung im Kontext
Kurz und knapp: wie gelingt die Nachrichtenauswahl?
Die Antwort auf diese Frage führt insbesondere zu einem: zur Entwicklung und in Folge davon, im weiteren Verlauf zur Ausdifferenzierung von Theorien. Zwei davon sollen hier behandelt werden. Eines haben sie allerdings bereits im Vorfeld gemeinsam und zwar mit allen Theorien; sie wollen erklären. Das tun sie in der Regel anhand von Kriterien, die signalisieren, ob ein Ereignis in Reichweite einer Theorie liegt und daher selbige darauf anwendbar ist. Dies wiederum gelingt unter Zuhilfenahme von Operationalisierungen und exakt darum geht es bei den zur Debatte stehenden Konstrukten. Damit gelangt man freilich zu folgender Frage: Welche Kriterien sind es, die uns ermöglichen, reale Ge- & Begebenheiten am ökonomischsten und trefflichsten zu strukturieren, welche Heuristiken 1 sind am
1 Zur Rolle von Heuristiken, im Unterschied zu vollbewussten Entscheidungsprozessen , bei der
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plausibelsten, um wenigstens ein Mindestmaß an Kohärenz und Stimmigkeit in der Welt aufzudecken? In ähnlicher Form standen vermutlich mit beinahe zwingender Sicherheit all jene Forscher dieser Wissensdisziplin vor dem Problem, die als Antwort darauf Nachrichtenwerttheorien ausklügelten, von denen sowohl die “gatekeeper”-Forschung, wie auch die Nachrichtenwerttheorie sui generis, streng genommen nur Unterarten darstellen und die dann als “Schablonen” der Auswahl im eben umrissenen Chaos dienen. Da alle guten Dinge drei sind, eine letzte Frage, bevor dann endlich deren Widerpart in Angriff genommen wird: Wie sehen die damit verbundenen Hypothesen aus und welche anderen Subformen gibt es noch?
2.2 Ein kurzer genealogischer Abriss
Der zweite Teil soll an diesem Punkt zuerst enträtselt werden, da der erste den Rest des Essays in Anspruch nehmen wird. Der Gattungsbegriff der Nachrichtenwerttheorien erstreckt sich nahezu über das gesamte Spektrum kommunikativer Akte in all ihren Spielarten. An der Peripherie werden Ansätze tangiert, die sich mit den Phänomenen der Rezipientenforschung befassen und zudem mit dem “framing”-Konzept in enger Beziehung stehen. Jedoch wenigstens die konsumorientierte Perspektive ist ja das kontradiktorische Gegenteil der hier veranschlagten. Und “Rahmen” sind als Oberbegriff für den gesamten Themenkomplex durchaus von erheblichem Nutzen. Naheliegender hingegen ist das “gatekeeping” selber, die “news-bias“-Forschung, welche sich im Wesentlichen um Präjudizierendes dreht, des weiteren Fallstudien zur Organisationstheorie und - last not least - die genuine Nachrichtenwerttheorie. Nachdem also nun eine grobe Struktur den Ereignishorizont absteckt, wird es Zeit sich der Genese der zwei zentralen Theoreme zu stellen, teils aus historischer Sicht, teils mit Querverweisen auf bereits genannte “Familienangehörige” und - im Vorgriff - mit dem Hintergedanken, aufzuzeigen, warum gerade diese beanspruchen können, als polarisierende Enden eines fiktiven Kontinuums herzuhalten. Was damit gemeint ist wird hoffentlich nach einem intensiveren Blick auf die zwei hier besonders relevanten “Äste des Stammbaums” klar werden. Zunächst also zum einen Rand, dem am Abgrund des Nichtdefinierten.
Nachrichtenwahl s. Shoemaker, loc. cit.; S. 38-43
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3. Nachrichtenwerttheorie -Die objektive/intersubjektive Komponente
Warum diese kryptische, mystisch-mythologisch anmutende Formulierung? Nun, wie will man das, das man nicht beschreiben, geschweige denn benennen kann, erklären bzw. überhaupt erst mal verstehen, wenn einem die Wörter dazu fehlen? Das Problem hier ist folgendes: es gibt noch keine Kriterien oder Faktoren anhand derer man irgendetwas auswählen könnte, nur Informationen, die man noch nicht einmal so bezeichnen darf, da man sich bisher noch auf nichts geeinigt hat. Wenn man einfach mal die Notwendigkeiten, die uns in dem Zusammenhang kaum angehen, postuliert, Sprache beispielsweise und ein differenziertes System diverser Medien, dann bilden sich schnell Strukturen in den Nachrichtenflüssen aus und diesen Vorgang gilt es zu ergründen. Beispielhaft für diese Prozesse die weit über die journalistische Korrespondenz hinaus-, bis tief in das alltägliche “Geplauder” hineingreifen, seien die Selektionsroutinen genannt, die sich aus mittlerweile zahlreichen Faktorkatalogen ergeben und eben jene determinieren.
Es gibt natürlich selbstverständlich auch die Möglichkeit sich dem ganzen weniger metaphysisch anzunähern. Profaner ist der Zugang über einen Teil der Fachgeschichte, der mit der Genealogie der genannten Felder in enger Wechselbeziehung steht. Über die weiter unter ausführlicher erläuterte “gatekeeper”-Forschung, wie sie in den 50ern des letzten Jahrhunderts aufkommt und die den Journalist ins Rampenlicht stellt, ist der Weg nicht weit zum “news-bias”, der Passivität unterstellt, gespeist aus dem kritischen Vorwurf, der das zuvorderst genannte als persönlichkeitspsychologisch tendenziös brandmarkt. Von dort wiederum gelangt man durch die Erweiterung auf das gesamte Gesellschaftsgefüge, auch unter Einbezug sozialpsychologischer Impulse, zur Organisationstheorie und zur Sozialisation dieser Berufsgruppe. Exemplarisch seien hier Tuchman & Saxer mit ihrer “Theorie der redaktionellen Entscheidungsprogramme/Routinen” angebracht, weil sie die eine Seite einer Medaille untersuchen, deren andere in diesem Kontext von höchstem Interesse ist. Sie nämlich weisen auf strukturelle Zwänge wie Quellenzugänglichkeit, Beschaffungsaufwand, Zeit- & Platzmangel und die Überweisung der Themen an Einzelressorts und -rubriken hin, erhaschen aber noch einen kurzen Blick auf die Rückseite, indem sie ein Schlaglicht auf bestimmte
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Arbeit zitieren:
Oliver Köller, 2006, Nachrichtenwerttheorie & "gatekeeper"-Forschung, München, GRIN Verlag GmbH
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