Inhaltsverzeichnis
Grundlegendes zu den rationalen Zahlen 1
Äquivalenzrelation: Beweise 3
Dazu ein Beispiel 3
Definition der rationalen Zahlen 4
Veranschaulichung als Äquivalenzklassen 4
Definition der Addition und Multiplikation 5
Rechenregeln : Beweise 6
Literaturverzeichnis 8
Grundlegendes zu den rationalen Zahlen
Die ganzen Zahlen haben die Eigenschaft, dass jede Additionsgleichung mit Koeffizienten aus » lösbar ist. Bei der Definition der rationalen Zahlen geht es nun darum, eine Entsprechung für Multiplikationsgleichungen zu finden. Nachfolgend wollen wir in die rationalen Zahlen einführen und den Umgang mit diesen deutlich machen. Wir halten uns dabei stark an REISS/SCHMIEDER (2007) und verweisen auf deren Publikation. In vorangegangenen Kapiteln bzw. Vorlesungen wurden die natürlichen Zahlen aus den Peano-Axiomen entwickelt und die ganzen Zahlen als Äquivalenzklassen von Paaren natürlicher Zahlen hergeleitet. Durch eine ganz ähnliche Überlegung wird man nun die rationalen Zahlen auf der Grundlage der ganzen Zahlen bekommen.
Es sei noch einmal daran erinnert, dass die ganzen Zahlen aus den natürlichen Zahlen
hergeleitet wurden, indem zunächst Gleichungen der Form a = b + x mit a,b ∈ » betrachtet wurden. Die Gleichungen a 1 = b 1 + x und a 2 = b 2 + x (mit a 1 ,a 2 ,b 1 ,b 2 ∈ » ) wurden als gleichwertig (äquivalent) bezeichnet, wenn sie dieselbe Lösung x ∈ » hatten. Selbstverständlich durfte man erst nach der Einführung von » von einer solchen ganzzahligen Lösung x sprechen. Man kann analog zu den ganzen Zahlen nun auch
die multiplikative Gleichung a = b ⋅ x betrachten, wobei a und b ganze Zahlen bezeichnen. Es ist offenbar vernünftig, b ≠ 0 anzunehmen, denn für b = 0 kann diese Gleichung ohnehin entweder nicht lösbar sein (für a ≠ 0 ), oder aber sie ist nicht eindeutig lösbar (wenn auch a = 0 ist, so ist jede ganze Zahl eine Lösung). Von den angestrebten ”Lösungen“ x im Fall b ≠ 0 und a = 0 wird natürlich erwartet, dass sie unter Anderem das Distributivgesetz erfüllen. Aus diesem Gesetz und dem (auch für die zu definierenden rationalen Zahlen wünschenswerten) nach eindeutiger Lösbarkeit von Gleichungen ergibt sich, dass die Multiplikation mit 0 immer das Er-
gebnis 0 haben muss. Aus x ⋅ 0 + x ⋅ 0 = x ⋅ (0 + 0) = x ⋅ 0 folgt x ⋅ 0 = 0.
Um zur eigentlichen Definition der rationalen Zahlen zu kommen, wird wieder die schon beim Erzeugen der ganzen Zahlen verwendete Methode benutzt, die zu beschreibenden Objekte (also die rationalen Zahlen) mit Gleichungen (diesmal des Typs
-1-
a = b ⋅ x ) zu identifizieren. Dabei sollen entsprechend Gleichungen als äquivalent angesehen werden, die (später einmal, wenn die rationalen Zahlen zur Verfügung stehen) für ein und dasselbe x erfüllt sind. Die Gleichungen 3 = 4x und 6 = 8x und 24 = 32x werden vernünftigerweise äquivalent sein. Zu sagen, wann ganz genau Gleichungen äquivalent sind, muss allerdings ein wesentlicher Bestandteil der anstehenden Definition sein. 1 Ebenso bringt es nicht weiter, sich die rationalen Zahlen als die
”Brüche“
diesem Begriff nichts anderes als die Paare (a,b). Dann müsste man allerdings noch (a,b) und beispielsweise (5a,5b) als äquivalent identifizieren und danach die Rechenoperationen für diese Paare erklären. Es läuft alles darauf hinaus, die Gleichungc = d ⋅ x mit c,d ∈ », d ≠ 0 als gleichbedeutend (äquivalent) mit a = b ⋅ x einzustufen, falls ad = bc gilt. 2
Man beachte, dass die dort definierte Äquivalenzrelation nicht dieselbe ist wie die in Kapitel 6 definierte Relation zur Einführung der ganzen Zahlen. Diese Relation dient ja auch einem ganz anderen Ziel. Man möchte im Ergebnis so etwas wie gleich große Brüche beschreiben, also wissen, wann (a,b) und (c,d) derselben Zahl entsprechen, also (a,b) ~ (c,d) sind. Die für Lösungen aus » gefundene Setzung für ~ wird dann auf alle (a,b), (c,d) ∈ » × (» \ {0}) übertragen.
1 Dazu sei angemerkt: „Es wäre nun nicht in Ordnung, an dieser Stelle eine rationale Zahl als das Er-
gebnis der Division einer ganzen mit einer natürlichen Zahl zu erklären, da eben diese Division in den
vorangegangenen Kapiteln nicht eingeführt wurde.“, REISS/SCHMIEDER (2007), S. 300.
2 Das lässt sich begründen, wenn man sich auf x ∈ » beschränkt.
-2-
Arbeit zitieren:
Mo Yanik, 2011, Die Zahlbereichserweiterung zu den Rationalen Zahlen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Mathematik - Algebra: Die Zahlbereichserweiterung zu den Rationalen Zahlen ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Mathematik - Algebra: neuer Titel erschienen: Die Zahlbereichserweiterung zu den Rationalen Zahlen
Mo Yanik hat einen neuen Text hochgeladen
Ganze Zahlen/Rationale Zahlen. 7./8. Klasse. Lehrerheft
Sigrid Hohmeyer, Christa Juen-Kretschmer, Johanna Harnischfeger
Ganze Zahlen/Rationale Zahlen. 7./8. Klasse. Schülerheft
Johanna Harnischfeger, Sigrid Hohmeyer, Christa Juen-Kretschmer
Diagnostizieren und Fördern in Mathematik 7./8. Schuljahr. Rationale Z...
Arbeitsheft mit eingelegten Lö...
Lothar Flade, Vincent Hammel, Willi Lichtenberg, Ardito Messner, Udo Wennekers
Individuell fördern: Mathe 8 Rationale Zahlen
Kopiervorlagen in drei Differe...
Ulrike Misdziol, Bernd Ganser
Eine Reise durch die aufregend...
Alex Bellos, Bernhard Kleinschmidt
Herleitung, Marktstudie und praktische Überprüfung für eine prozess- u...
Dissertation
Matthias Bruhnke
0 Kommentare