Inhaltsverzeichnis
1. Bedingungsanalyse der Lerngruppe und Schlussfolgerungen für die Gestaltung des
Unterrichts 3
2. Didaktisch-methodische Überlegungen und Begründungen (Ziel - Inhalt - Methode -
Relation) 7
2.1 Stellung der Stunde in der Stoffeinheit 7
2.2 Auswahl und Begründung der Lernziele 8
2.3 Begründung der didaktischen und methodischen Entscheidungen 10
3. Aussagen zu Schülerleistungen 14
4. Tabellarische Verlaufsplanung 15
5. Anhang 17
Lernlandkarte/ Plakat 17
Die Sage von der Gründung Roms 18
Die geschichtlichen Anfänge der Stadt Rom 19
Zusatzaufgaben 20
AB Die Gründung Roms - Sage und Wahrheit 21
Folie 1: Bild der kapitolinischen Wölfin 22
Folie 2: Sicherungsfolie 23
6. Literaturverzeichnis 24
2
1. Bedingungsanalyse der Lerngruppe und Schlussfolgerungen für die Gestaltung des Unterrichts
Die Lerngruppe besteht aus 23 SchülerInnen (SuS), 14 Mädchen und 9 Jungen. Die Klasse ist in dem vorangegangen Schuljahr in der fünften Jahrgangsstufe neu zusammengekommen - z.T. aus verschiedenen Orten der Umgebung und damit auch aus verschiedenen Grundschulen. Der Einzugsbereich ist insgesamt trotzdem recht klein, die SuS treffen sich auch außerhalb der Schule und sind untereinander befreundet. Es gibt es weder Abgänger noch hinzugekommene SuS. Integrative oder kulturelle Besonderheiten sind hier nicht näher zu betrachten. Lernstörungen oder Teilleistungsstörungen sowie körperliche Einschränkungen in der Lerngruppe sind mir nicht bekannt.
Das Klassenklima ist insgesamt gut. Es gibt zwei Mädchengruppen, die Jungs verstehen sich gleichermaßen. Kleinere Konflikte können durch klärende Gespräche im Regelfall schnell gelöst werden.
Ich unterrichtete die Klasse von April bis zum Ende des Schuljahres 2010/2011 angeleitet und mit Beginn des Schuljahres 2011/2012 übernahm ich die Lerngruppe im selbstständigen Unterricht. Die Klasse war, als ich in der fünften Klasse als neue Lehramtsanwärterin an sie herantrat, sehr aufgeschlossenen. Unsere gemeinsamen Geschichtsstunden finden seit August 2011 in der Regel montags in der zweiten (8.50 Uhr bis 9.35 Uhr) und mittwochs in der achten Stunde (14.45 Uhr bis 15.30 Uhr) statt. Zwischen diesen beiden Stunden gibt es einen großen Unterschied in der Qualität des Lehrens und Lernens. Dieser resultiert aus der Lage der Stunde eingebettet in den Unterrichtstag der SuS. Montags sind sie in der zweiten Stunde ausgeruht und konzentriert - die Erarbeitung des Unterrichtsstoffes fällt der Lerngruppe insgesamt leichter als mittwochs. Die Motivierung und Aktivierung der Klasse sowie das Erreichen der Unterrichtsziele können durch eine adäquate Auswahl der Methoden in Relation zum Inhalt regelmäßig erreicht werden. Die SuS sind vergleichsweise leicht zu motivieren, die Unterrichtsstörungen durch Einzelne fallen gering aus. Es bietet sich daher an, in diesen Montags-Stunden die Erarbeitung neuer Unterrichtsinhalte zu planen und umzusetzen. Demgegenüber fällt es der Lerngruppe mittwochs in der achten Stunde verständlicherweise außerordentlich schwer, sich zu konzentrieren und es ist hier im Besonderen seitens der Lehrperson darauf zu achten, die SuS zu motivieren und durch ausgewählte
3
Methodenwechsel zu aktivieren. Die Lerngruppe muss in den Übergängen der Stundenphasen immer wieder aktiv in das Unterrichtsgeschehen zurückgeholt werden. Daraus ist abzuleiten, dass in diesen Stunden Wiederholungs-, Übungs-und Festigungseinheiten installiert werden und den Großteil der Unterrichtszeit ausfüllen sollten. Leistungskontrollen können natürlich ausschließlich in der Montags-Stunde umgesetzt werden.
Die Lehrprobenstunde findet aus planungsbedingten Gründen außerhalb dieser regelmäßigen Geschichtsstunden an einem Mittwoch in der dritten Stunde statt. In dieser Stunde hätten die SuS eigentlich Mathematik. Vermutlich wird die Lerngruppe keine großen Schwierigkeiten haben, sich auf diese irreguläre Geschichtsstunde einzulassen. Leichte Irritationen können jedoch nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Treten diese ein, werde ich mehr einleitende Worte finden, um sie auf die Geschichtsstunde einzustimmen. Vermutlich ist die Lerngruppe an diesem Tag in dieser dritten Stunde konzentrierter und aufmerksamer als sie es in der achten Unterrichtsstunde wäre - vergleichbar mit der Montags-Stunde (s.o.). Daher kann auch in dieser Stunde problemlos eine Erarbeitungsphase geplant und umgesetzt werden.
Die Klasse ist insgesamt sehr aktiv und nimmt im Grunde gern am Unterrichtsgeschehen teil. Durch Auswertung bisheriger Feedbackrunden kann konstatiert werden: Im Durchschnitt besteht ein positives und respektvolles Verhältnis zu mir als Lehrperson. Zudem existiert beim Großteil der SuS ein grundlegendes und bei drei SuS ein ausgeprägtes Interesse an dem Fach Geschichte. Kleinere Unruhen sind jedoch nicht selten. Diese liegen zum Einen am regen Mitteilungsbedürfnis der SuS, am Alter (11-12 Jahre) und dem (vor-)pubertärem Stadium, zum Anderen gibt es aber auch einige LernerInnen, die sich vor allem im letzten Drittel einer Unterrichtsstunde nur noch schwer konzentrieren können - auch in der Geschichtsstunde am Montag und wahrscheinlich auch in der Lehrprobenstunde. Hier gilt es, durch einen Methodenwechsel die SuS noch einmal aktiv in das Unterrichtsgeschehen zurückzuholen.
Anzumerken ist außerdem, dass die Klasse ein großes Leistungsgefälle aufweist. Neun SuS sind zu den Leistungsträgern der Klasse zu zählen, davon sind zwei Schüler und eine Schülern besonders leistungsstark. Acht LernerInnen sind im mittleren Feld des Leistungsniveaus einzuordnen und sechs SuS gehören zu den leistungsschwachen, davon sind zwei besonders schwach. Diese Heterogenität
4
bedeutet, dass Differenzierung gerade in dieser Lerngruppe neben methodischer Abwechslung ein hohen Stellenwert einnehmen muss (siehe Punkt 2). Die SuS haben am Beginn der fünften Klasse im Ethik-Unterricht einen
Lerntypentest machen können. Die Kategorien der Lerntypen wurden im Ergebnis schülergerecht wie folgt benannt: Lerntyp LESEN, HÖREN, SCHREIBEN, SPRECHEN. Die Auswertungen des Tests lassen sich folgendermaßen zusammenfassen: 12 SuS lernen durch Schreiben, sie sind demnach dem motorischen Lerntyp zuzuordnen. Dementgegen lernen fünf der SuS am besten durch Hören und verwirklichen daher den auditiven Lerntypen. Die restlichen sechs SuS sind Mischtypen zwischen Hören und Sehen oder zwischen Hören und Sprechen, also visuell-auditive bzw. auditiv-kommunikative LernerInnen. Daraus resultiert für die Lehrkraft, dass sowohl motorische, als auch visuelle, auditive und kommunikative Aspekte des Lehrens und Lernens im Unterricht in dieser Klasse und demnach auch in der Lehrprobenstunde zu beachten sind.
Wie bereits angesprochen, sind die SuS inzwischen zwischen elf und zwölf Jahre alt. Bei einigen beginnt so langsam die pubertäre Phase, andere hingegen verhalten sich noch sehr kindlich. Dementsprechend sind auch die Methoden- und Sozialkompetenzen der SuS ganz unterschiedlich ausgeprägt. Festzuhalten ist aber, dass auch hier ein Zusammenhang zwischen Leistungsstärke und
Kompetenzausprägung besteht. Diese Heterogenität rückt v.a. bei der Zuteilung der SuS in Gruppen bzw. Teams in den Vordergrund (siehe Punkt 2). 1 Die kooperative Kompetenz ist insgesamt noch zu trainieren, die SuS müssen angehalten werden, ihre Ergebnisse aus der Einzelarbeit auszutauschen. Die stärkeren SuS arbeiten, wenn sie die Wahl haben, lieber einzeln und sind nicht immer motiviert, ihre Erfolge anderen mitzuteilen oder den Schwächeren zu helfen. Die schwächeren SuS tauschen sich zwar lieber aus - auch um den Rückhalt bzw. die Bestätigung hinsichtlich ihrer Ausarbeitungen zu erhalten - haben aber Schwierigkeiten, sich adäquat auszudrücken. Daher wird auch in der Lehrprobenstunde darauf geachtet, dass sowohl die kooperative Kompetenz der Leistungsstärksten als auch der Schwächsten durch Partnerarbeit im Austausch trainiert wird. Die LernerInnen im mittleren Leistungsniveau nehmen die Teamarbeit grundsätzlich gerne an. Hinsichtlich des Arbeits- und Schreibtempos besteht wiederum eine Heterogenität. Diese Fähigkeiten, worunter auch die Lesekompetenz fällt, korrelieren stark mit der
1
Vgl. auch Meyer, Hilbert: Unterrichts---Methoden II. Praxisband. Berlin
Leistungsstärke der SuS. Die Leistungsstarken der Klasse arbeiten schneller, effektiver und besitzen eine schon gut ausgeprägte Lesekompetenz. Das Mittelfeld entspricht dem Durchschnitt und die Leistungsschwachen brauchen eben länger, Texte zu lesen, zu verstehen und Informationen aus diesen zu entnehmen. Die Differenzierungsangebote, die hier vorgenommen werden können, sind Hilfestellungen für die schwächeren SuS durch den Lehrer (z.B. Worterklärungen, strukturierende Aufgabenstellungen) und auch durch die Mitschüler (Austausch in Partner- oder Gruppenarbeit). Diese Hilfestellungen lassen sich in dieser Lehrprobenstunde integrieren (siehe Punkt 2). Die Leistungsstarken können oft durch Zusatzaufgaben, die sie, laut eigenen Aussagen als Geschichtsinteressierte, auch nicht als Belastung empfinden, gefördert werden. Zu bedenken ist jedoch immer, dass die Lerngruppe je nach Tagesform auch insgesamt mal schneller und effektiver oder eben langsamer und unkonzentrierter arbeitet. Es sollten daher immer Alternativen für variable Unterrichtsausstiege bzw. Alternativen für übrig gebliebene Unterrichtsminuten eingeplant werden. Nicht außer Acht zu lassen ist auch die besondere Situation, die die Lehrprobe für die SuS erstmalig darstellt. Daraus resultierendes abweichendes Verhalten muss einkalkuliert werden.
Die Lehrprobenstunde findet durch den Austausch mit der Mathematikstunde im Klassenraum der SuS statt. Dieser Raum bietet wenige bis keine Möglichkeiten, um beispielsweise Unterrichtsphasen des bewegten Lernens einzuschieben - er ist gemessen an der Klassenstärke einfach zu klein. Auch Geschichtskarten lassen sich nicht aufhängen. In der Montagsstunde findet der Unterricht immer im MNT-Raum der Schule (R 208) statt, dort bestehen dann die Möglichkeiten der Arbeit mit Geschichtskarten und die Umsetzung von Unterrichtsphasen des bewegten Lernens. Ansonsten können der Overhead-Projektor und die Tafel als Medien im Raum 209 genutzt werden.
6
Arbeit zitieren:
Cora Wenzel, 2011, Benotete Lehrprobe zum Thema: Die Gründung Roms, Klasse 6, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike: Benotete Lehrprobe zum Thema: Die Gründung Roms, Klasse 6 ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike: neuer Titel erschienen: Benotete Lehrprobe zum Thema: Die Gründung Roms, Klasse 6
Cora Wenzel hat einen neuen Text hochgeladen
Green Line 5. Neubearbeitung. Schülerbuch 9. Klasse. Gymnasium. Gebund...
Marion Horner, Jennifer Baer-Engel, Elizabeth Daymond, Peter Lampater, Harald Weisshaar
Besondere Leistungsfeststellung 2012. Englisch 10. Klasse. Gymnasium. ...
Original-Prüfungsaufgaben 2006...
Durchstarten Englisch 7. Schulstufe / 3. Klasse Gymnasium/HS/NMS
Testbuch mit Lösungsheft und C...
Katrin Pürer, Sonja Häusler
0 Kommentare